• Kata Tjuta - die vielen Köpfe der Wüste

    Oct 11–13 in Australia ⛅ 33 °C

    Nur etwa 50 Kilometer vom Uluru entfernt erwartet uns mit Kata Tjuta ein weiteres Naturwunder des australischen Outbacks. 36 mächtige Felskuppeln ragen aus der Ebene empor und leuchten je nach Sonnenstand in unterschiedlichen Rot- und Ockertönen. Das Gestein ist grober und fester als das des Uluru. Dennoch erodierte auch dieser einst zusammenhängende Fels bei nächtlichen Frösten zu 36 Kuppeln.
    Kata Tjuta bedeutet in der Sprache der Anangu „viele Köpfe“ — Name der beim Anblick dieser gewaltigen Felsriesen sofort einleuchtet.
    Früher waren sie vor allem unter dem Namen „die Olgas“ bekannt. Der Entdecker Ernest Giles gab dem höchsten Gipfel ( 546 m) 1872 den Namen Mount Olga, zu Ehren der deutschen Königin Olga von Württemberg. So trägt dieses uralte Stück Australien bis heute auch eine kleine europäische Geschichte in sich.

    Für die Anangu jedoch ist Kata Tjuta weit mehr als eine beeindruckende Felslandschaft. Die Kuppeln sind Teil ihrer uralten Schöpfungsgeschichte und ihrer spirituellen Verbindung zu diesem Land.
    Wenn wir zwischen diesen gewaltigen Felsformationen wandern, spüren wir, dass hier nicht nur die Natur ihre Spuren hinterlassen hat. Es ist ein Ort voller Geschichte und wir sind dankbar ein Teil davon sein zu dürfen, wenn auch nur für ein paar Tage.

    Die magische Lichtinstallation „Field of Light“ des Künstlers Bruce Munro verwandelt das Outback am Fuße des Uluru in ein funkelndes Lichtermeer, das komplett autark mit Solarenergie betrieben wird.
    Auf einer gigantischen Fläche von 49000 Quadratmetern - was etwa sieben Fußballfeldern entspricht - wiegen sich mehr als 50.000 gläserne Leuchtkugeln sanft im Abendwind. Verbunden sind die leuchtenden Blüten über unglaubliche 380 Kilometer Glasfaserkabel, die das Wüstenkleid nach Sonnenuntergang wie von Zauberhand zum Leben erwecken.
    Das war ein funkelnder Abschluss unvergesslicher Tage!
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