Ethiopia
Migie

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6 travelers at this place

  • Day12

    Paradies Lodge

    December 21, 2019 in Ethiopia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir starten um 8 Uhr gen Süden. Unser heutiges Ziel ist Arba Minch. Vor unserer Abreise besuchen wir den Fischmarkt vor Ort hier in Awasa. Ein afrikanischer Fischmarkt an einem See, für die Menschen hier frischer Fisch und wichtiges Nahrungsmittel, für uns ein kleiner Einblick in morgendliche gewöhnliche Fischerrituale. Auf unserer Fahrt über die ätherischen Landstraßen wechseln sich afrikanische Steppe mit fruchtbarer, fast tropischer Landschaft ab. Großblättrige Bananenstauden, Papaya, Mango – wir reisen durch den Früchtekorb Äthiopiens. Die kurzen Stopps nutzen die Kinder, um uns nach allem zu fragen, was man für was auch immer nutzen kann. Erste Wahl ist natürlich Geld. Die Selbstverständlichkeit, mit Nachdruck und unmissverständlich Irgendwas zu fordern, ist mir immer wieder befremdlich. Kein Betteln armer Menschen, wie wir reiche nimmersatten Europäer uns das Betteln vorstellen. Vielmehr die Jagd nach unbekannten Dingen und die Freude am Erfolg, den blassgesichtigen Besuchern erfolgreich etwas abzuringen. Ohne Zweifel gibt es auch die Kinder, die mit hungrigem Bauch um Geld oder anderen Dingen betteln. Mesfin erzählt von vielen ethnischen Gruppen in diesem Gebiet, die meist ihre Söhne, wenn die Familien nicht in der Lage sind, alle zu füttern, schon in sehr jungen Jahren auf die Straße schicken, um dort ihren Unterhalt zu erbetteln und sich einen anderen Schlafplatz zu suchen. Absolut unvorstellbar für uns, sehr üblich hier.
    Der heutige Reisetag verlangt Geduld und viel Sitzfleisch. Nach 200 km auf holprigen Straßen und 5 Stunden später beziehen wir endlich in Arba Minch unser Zimmer in der Paradies Lodge. Der Blick auf den Dschungel vor uns ist paradiesisch, das Zimmer sehr afrikanisch ;-)
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  • Day13

    Kakkihosen

    December 22, 2019 in Ethiopia ⋅ ☀️ 24 °C

    Nein, ich weigere mich! Nieder mit den Kakkihosen und diesen unansehnlichen Wandertretern. Für gebildete Weltreisende scheint sich bei dem kleinsten Gedanken, ein Dorf oder eine Stadt zu besuchen, zu durchwandern, das Reisegepäck in eine Reiseuniform zu verwandeln. Allem voran, mehrfache Ausfertigung, unten drunter, oben auf – die Kakkihose. Damit nicht genug! Kakkihosen, 3/4tel natürlich, Halbarmhemd oder Rundhals-T Shirt, neckisches farbenfrohes Halstuch, neben dem Gürtel für die Kakkihose eine super praktische Hüfttasche, die Herren der Schöpfung eine Kakkiweste mit unzähligen Taschen, Regenhut, und, fürchterlich hässliche super praktische Wanderschuhe. Alle, ausnahmslos alle Reisenden, erforschen in diesem Outfit das Land. Erforschen heißt in diesem Fall, Guide und Fahrer fahren durchs Land und hin und wieder ist körperlicher Einsatz auf eingetretenen Wanderwegen oder am Paddel eines Ruderbootes gefragt. Hauptsache das professionelle Wanderoutfit klebt unvorteilhaft am Leib und lässt den Profiweltexplorer sofort erkennen. Jedes Kleid wird geächtet, jede Farbe außerhalb des Spektrums kakkigrün, rosa, lila, und dunkelblau geschmäht. Und erst recht! Mit meinem 15 Euro Jersey Urlaubskleid und eingelatschten goldenen Sneakers erwandere ich hervorragend jede Stadt und jeden Wald, noch ein Tuch drüber geschmissen, und mir ist kuschelig warm. Und – ich sehe auf jedem Foto einigermaßen erträglich aus, und, die Gefahr ist gebannt, dass unsere Gastgeber annehmen, alle Deutschen würden zu jeder Tag und Nachtzeit dieses grauenhafte Neutrum Outfit tragen. Nieder mit den Kakkihosen! Es lebe das Kleid!

    Nachtrag: Die Steigerung ist Camouflage!
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Migie

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