Dezember 2019
  • Day23

    Das Jahr beginnt mit einem Wunder

    January 1 in Egypt ⋅ ☁️ 9 °C

    … und ich stecke mitten drin ;-)

    Uralt, riesengroß, atemraubend, rätselhaft – und yeah, ich habs geschafft. Ich bin reingekrochen und stecke in knapp 5000 Jahre alten, gestapelten Steinen. Ohne den Satz des Pythagoras je gekannt zu haben, steht das riesige Wunderwerk felsenfest und meine Sorge, plötzlich für die nächsten 1000 Jahre hier eingeschlossen zu sein, verfliegt mit endloser Euphorie und einer ordentlichen Portion Adrenalin.

    Das Jahr beginnt mit einem Wunder – auf in neue Abenteuer – und -

    NACH DER REISE IST VOR DER REISE ;-)
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  • Day22

    Ein Spaziergang durch die Antike

    December 31, 2019 in Egypt ⋅ ☀️ 16 °C

    Am letzten Tag des Jahres schleichen wir viele Stunden durch die antiken Reliquien des Ägyptischen Museums. Faszinierende Zeugnisse längst vergangener Zeit, teilweise lieblos und chaotisch in einem wunderschönen Museumsgebäude abgestellt – trotzdem absolut sehenswert und beeindruckend.
    Nach einem bunten, turbulenten, spannenden, abenteuerlichen, fröhlichen und liebenswerten Jahr 2019 starten wir heute Abend in das neue Jahr 2020 – ruhig, besinnlich und vorfreudig auf das, was in diesem Jahr kommt, kann kaum besser werden – gewünscht vor dem ältesten Wunder der Welt.
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  • Day21

    Ein Haken auf der Bucketlist

    December 30, 2019 in Egypt ⋅ ☀️ 17 °C

    Herrlicher Sonnenschein über den Wolken und 8000 m unter uns das letzte existierende Weltwunder – die Cheopspyramide. Wir freuen uns auf unser letztes, antikes Abenteuer hier in Ägypten. Ein stopover führt uns in das dritte Land auf unserer Reise, gefühlt sind wir schon eine Ewigkeit unterwegs. Wir freuen uns auf unser Zuhause, aber irgendwie ist die Lust am Fernbleiben, Entdecken und Staunen immer präsent und wird bisher nicht weniger. Nun also auf ins nächste Abenteuer, ein Spaziergang durch die ägyptische Geschichte, über, um und durch 5000 Jahre alte Steinpuzzle. Aber erst, nachdem wir uns auf dem Weg in unser Hotel durch unendliche Berge von Müll mit unserem Mietwagen wühlen. Müll wohin das Auge blickt! Nie habe ich eine schmutzigere Stadt als Kairo gesehen. Pures Entsetzen steht in unseren Gesichtern. Diese Stadt ist ein Moloch von Gestank und Dreck. So häufig ich in meinem "alten" Leben die erhöhte Häufigkeit des „Ägyptenvirus″ mit den empfindlichen Mägen der Europäer in Afrika verteidigt habe, kann ich jetzt keinen anderen Grund in diesem Land an Kotzeritis zu erkranken, als Dreck und mangelnde Hygiene entdecken. Hinter jeder einigermaßen ansehnlichen Mauer ist ein noch größerer unansehnlicher, stinkender Müllberg. McDonalds , Burger King - und Pizza Hut direkt neben unserem Hotel, sollten ausreichend Kalorien in den nächsten 2 Tagen liefern, hier in diesem widersprüchlichen Land zwischen hochmoderner 5000-jähriger Antike und nachlässigem, rücksichtslosem und fehlendem Zeitgeist in unserer aktuellen Welt. Und mit mindestens dem gleichen Maß an Ekel bin ich über alle Maßen begeistern von den antiken Stätten, von Pyramiden und der nasenlosen Sphinx. Noch auf unserer chaotischen Fahrt zu unserem Hotel besuchen wir die älteste Pyramide Ägyptens – die Stufenpyramide des Königs Djoser aus der 3. Dynastie des alten Reiches um 2650 v. Chr. Eine Entschädigung nach einer langen Fahrt durch Müll und Dreck. Unser Hotel hier in Gizeh vor den Toren Kairos ist mittelprächtig aber durchaus erträglich. Unbezahlbar aber ist der Blick. Wie eine riesige Kinoleinwand und wir auf den besten Plätzen, erheben sich die drei Pyramiden direkt vor uns, vor unserem Bett. Auf der Terrasse erleben wir das ägyptische Leben in ausreichender Entfernung unter uns, mit wenig Interesse, dort einzutauchen. Wir sitzen und genießen die antike Baukunst, für mich ein großer und wichtiger Haken in meiner Travel-Bucket-List.Read more

  • Day20

    Flug nach Addis Abeba

    December 29, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 22 °C

    Zurück nach einem kurzen Flug in Addis Abeba, essen wir ein letztes Mal das typische Injera, ein Sauerteig mit verschiedenen Gemüsen und Pasten. Sehr schmackhaft, immer ausreichend, aber Tag für Tag möchte ich den sauren Teig nicht essen. Heute Abend ist er köstlich, und ab morgen werden wir uns vorsichtig an ägyptischen Kulinaritäten versuchen – oder einfach Ulis Rat befolgen, McDonalds und Burger King im Land der Pyramiden.Read more

  • Day19

    "RESERVED FOR ULIRICH"

    December 28, 2019 in Ethiopia ⋅ ☁️ 21 °C

    Unsere Reise durch den faszinierenden Süden Äthiopiens nähert sich dem Ende. Nach einer kalten Nacht ohne Strom und in Kleidung und Decken gekuschelt, genießen wir ein letztes Mal den grandiosen Blick aus knapp 3000 m Höhe auf den äthiopischen Dschungel. Auch ohne Fotos brennen sich diese atemberaubenden Bilder in die Reiseerinnerungsmatrix unseres Hirns. Na ja, trotzdem fotografieren wir wie irre ;-) Eine letzte Fahrt über holprige afrikanische Pisten und wir erreichen Arba Minch. Zurück im Haile Resort werden wir gefühlt vom gesamte Hotelmanagement begrüßt. Mesfin berichtet direkt nach Ankunft an der Rezeption von unserem 3 tägigem Magengrummeln nach unserem letzten Aufenthalt hier in diesem Haus. Unser Zimmertelefon klingelt nach dieser Information gefühlt 10 mal und wir werden eindringlich gebeten, das vorzügliche Essen doch unbedingt ein zweites Mal zu probieren, „durchfällige″ Gefahr sei zu 100 Prozent ausgeschlossen. Uli wird vom Hotelmanager in der Lobby eingefangen und mit der wiederholten Bitte um Rehabilitation nahezu gedrängt. Ein großzügiger Tisch mit bestem Blick aufs Tal wird reserviert – „RESERVED FOR ULIRICH″. Wir verweigern uns keiner Rehabilitation, unser Hunger hält sich aber in Grenzen und – ein paar kleine Bedenken halten sich hartnäckig.
    Bei einem letzten Lunch hier in Arba Minch verabschieden wir uns von unserem 10 tägigem Reisebegleiter und Fahrer Mesfin. Die Bedenken, meine Urlaubstage über so lange Zeit mit einem fremden Menschen zu teilen, waren gänzlich unbegründet. Viele nette, entspannte Gespräche, selbstverständlichen Raum für Sprachlosigkeit, gute Orts - und Menschenkenntnis und die Hürde aller Hürden, zumindest für Uli, ein guter Fahrer auch auf unwegigsten Straßen, war uns Mesfin keine Minute eine Last, sondern auf dieser Reise eine ausgesprochen angenehme Gesellschaft. Sollten wir dieses Land noch einmal besuchen, steht Mesfin aus Addis Abeba definitiv als Freund auf der Reiseliste.
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  • Day18

    Auf ein Jooooooh mit den Dorze

    December 27, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 20 °C

    Über immer steilere unwegige Piste klettert unser Auto Richtung Stamm der Dorze. Mit unserem Gepäck im Kofferraum, denn für diese Nacht hat sich uli etwas ganz besonderes überlegt – die Dorze Lodge. Mir hat das Haile Resort ganz gut gefallen, ganz besonders hat in der dritten Welt immer einen ganz besonderen Beigeschmack. Der Aufstieg ist sehr holprig aber wunderschöne, tropische Natur um uns. Wir durchfahren das zentrale Dorf der Dorze. Neben winkenden Kindern begegnen uns hier viele Männer auf der Straße mit eigenartigem Gang. Schnell löst sich das Rätsel, Feuerwasser. Sehr beliebt, selbst gebraut und oft getrunken kann die Straße kaum breit genug sein. Alle betrunken hier, das kann ja heiter werden. Unweit des Dorfes besuchen wir das ursprüngliche Leben der Dorze. Ausgesprochen freundliche Menschen und ein bemühter Guide erklären uns Leben und Gebräuche hier im Dorf und laden uns in dieses großartige Elefantenhaus ein – viel Raum mit handwerklichem Geschick gebaut. Die Dorze sind sehr geschäftstüchtig und ganz sicher gelandet in der neuen Welt. Ursprüngliche Häuser dienen als Appartements. In mitten des Dorfes gibt es den Feuerwasserveranstaltungsraum. Und auch hier sitzen wir am Ende der Führung. Uli ist 4 Mal Teil des jojojojojo - joooooh Procedere, ich nur einmal. Danach verweigere ich mich. Feuerwasser und Scharfes „ich weiß nicht was, eß es aber trotzdem″ (mit Falsebananabrot), brennen mir fast die Zunge aus dem Mund.
    Ein amüsanter Nachmittag mit betrunken Dorze geht zu Ende. Wir beziehen Ulis Überraschung – die Dorze Lodge.
    Wie auf dem Dach der Welt erhebt sich die Dorze Lodge mit ihren ursprünglichen Dorzeelefantenhäuschen hoch über dem Tal,und lässt weit über das Land und die Seen blicken. Staunend und sprachlos schaue ich über das wunderschöne Äthiopien. Diese großartige Reise hätte kaum besser beendet werden können. OK, es war wirklich kalt hier auf 3000 m, ohne Fenster in der Hütte und ausreichend Decken. In dicken Klamotten überstehen wir regungslos diese Nacht hier an diesem wunderschönen Platz.
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  • Day17

    Wir brechen die Zelte ab!

    December 26, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir verlassen Jinka. Eine eigenartige Stimmung in einer schmutzigen Stadt. Vor uns liegen abermals 200 km bis Arba Minch. In herrlichstem Sonnenlicht durchfahren wir wiederholt das Land der Konso und deren großartig angelegten Terrassen. Und wie schon auf dem Hinweg sind wir nahezu sprachlos von dieser herrlichen, einzigartigen Landschaft. Wie könnte man sich daran satt sehen? Geht es noch schöner? Aus größter Entfernung winken uns die Menschen mit breitem, gewinnendem Lächeln zu.
    Der Sonnenuntergang beendet diese anstrengend lange aber herrliche Fahrt und gegen 19.30 Uhr erreichen wir unser Hotel in Arba Minch, das Heile Resort.
    Und nur wenige Minuten später stehe ich unter der warmen Dusche. Das schmutzige Jinka und die eigenartige Stimmung bei den Mursis sind schnell weggespült, Erinnerungen konserviert in Fotos und Gedanken.
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  • Day17

    Abenteuerliche Fahrt zu den Mursis

    December 26, 2019 in Ethiopia ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einer fürchterlichen Nacht unter einem entsetzlich stinkenden Mückenzelt packen wir am nächsten Morgen unsere Taschen. Ich bin erleichtert, keine weitere Nacht in dieser feuchten Höhle. Heute besuchen wir die kriegerischen Mursi.
    Die Mursi sind eine Ethnie im Südwesten Äthiopiens mit 7.480 Angehörigen. Die Mursi sind bekannt für die Lippenteller der Frauen, bei den Mursi Dhebi genannt. Um diese einzusetzen, wird bei Mädchen am Ende der Pubertät die Unterlippe aufgeschnitten, und zwei der unteren Schneidezähne werden ausgeschlagen. Die Tonteller werden von den Mädchen selbst geformt und gebrannt. Immer größere Exemplare werden eingesetzt, um die Unterlippe allmählich zu dehnen. Auf dieselbe Art werden häufig die Ohrläppchen verziert.
    Gespräche mit Mesfin über dieses Volk sind immer wieder mit einem unangenehmen Beigeschmack belegt. In meiner Sorge über deren Alkoholkonsum im Laufe des Tages möchte ich gerne noch früher als früh genug in das Dorf. Der Beigeschmack bleibt, die übermäßige Sorge war unbegründet. Nach ca 70 km über unwegige und holprige Piste erreichen wir das Gebiet der Mursis. Nicht ohne vorher die Hälfte unserer Bremse im afrikanischen Busch zu verlieren. Die Vorderbremse unseres Autos gibt ihre Dienstbereitschaft auf. Ist ja auch nicht nötig, irgendwo im afrikanischen Busch! Hä? Uli und Mesfin gehen entspannt mit diesem Umstand um, ich schließe mich erstaunlich schnell der Sorglosigkeit an. Am Eingang des Areals der Mursi steigt ein mit Kalaschnikow bewaffneter Security-Guide in unser Auto. Das unterstützt eher meine Bedenken, dieser Sippe zu begegnen, als mich in Sicherheit zu wiegen. Ein Duell mit diesen Waffen ist mir nicht geheuer. Nach einigen Irrwegen treffen wir auf ein Dorf der Mursis. Und tatsächlich liegt hier ein weniger großzügiges Lächeln auf den Lippen der Menschen, als bei den anderen Stämmen zuvor. Kritisch werden wir beäugt auf der Suche nach dem kostbarsten an unserem Körper und in unseren Taschen, unserem Geld. Ich werde von vielen Frauen mit Schmuck und Lippentellern in deren Händen bedrängt. Sorgenvoll versuche ich den Abstand zu Mesfin und Uli wieder zu verkleinern. Die Lippenteller sind übrigens ein Schauspiel, dass gerne vorgeführt wird, auf Anfrage, für teure Birrams.
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  • Day16

    Jinka

    December 25, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 22 °C

    Und wieder „Bad Roads″. Stunde um Stunde fahren wir nun wieder Richtung Norden nach Jinka. Die Natur wird üppiger und saftig grün. Bananenstauden, Papaya und Mangos werden hier geerntet. Die „Bad Roads″ werden leider nicht besser. Mit durchschnittlich 40 km/h holpern wir von Schlagloch zu Schlagloch und erreichen Jinka gegen 18.30 Uhr. Wir beziehen das Jinka Resort. Ich hab keine Ahnung, wo die jemals den Begriff Resort gehört und geklaut haben, das hier ist jetzt meine persönliche Afrikaherausforderung. Entsetzlicher Geruch beim Bezug unseres Zimmers und das ist noch untertrieben. Ich möchte nicht sprechen, sonst klebt sich der Gestank auf meine Zunge. Mitten im tropischen Grün, und tropisch heißt im feuchten Grün, gibt es mehrere uncharmante Bungalows. Im Eingangsbereich ein einfaches Restaurant. Uli versucht mir ständig zu erklären, dass es in den wirklichen Tropen noch „viiiiel″ schlimmer ist und ich nun wirklich nicht survivalcamptauglich bin. Na und! Das ist mir jetzt eigentlich egal, also total egal. Ich habe kein Dschungelcamp gebucht! Ich kann wirklich mit einfachen Umständen gut umgehen und auch 7 Tage ausschließlich Reis mit Gemüse und umgekehrt essen. Nur dieser Geruch hier treibt mir Tränen in die Augen. Ich ziehe meinen Schutzanzug an, Haremshose und T-Shirt, um die Nacht im klammen Bett zu überstehen. Nur nicht bewegen! Ich schaffe das schon, nur eben sprechen möchte ich nicht ;-)Read more

  • Day16

    Zu Besuch bei den Karo

    December 25, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 33 °C

    Es gibt nur noch etwa 1.400 Angehörige dieser Ethnie, über die relativ wenig bekannt ist und die abgeschieden im Südwesten Äthiopiens leben.
    Viele Dörfer der Karos liegen direkt über dem Omo Fluss auf einer Art Plateau.
    Um die Karos zu erreichen, erwarten uns 70 km Bad Roads. Und um das ganze noch spannender zu machen, verfahren wir uns auf der Suche nach ihnen. Durchs Flussbett hin und wieder zurück, dead-end Road, und wieder zurück. Irgendwann bin ich so durchgeschüttelt, dass ich keine Karos mehr sehen möchte. Aber die Ohrstöpselreihe wird nicht gehört, und irgendwann winken uns die ersten Kinder mit breitem Grinsen freundlich zu. Die Karos empfangen uns sehr freundlich. Es ist ein schöner Morgen in entspannter Atmosphäre. Sie betrachten uns nicht weniger neugierig als wir sie, und hin und wieder kommen wir auch ins Gespräch. Eine Frau führt uns in ihre Hütte und erzählt uns stolz von ihrem Leben, der Platzaufteilung in der Hütte und ihren Kindern.
    Die Hütte ist eine in Igluform umzäunte Grashütte mit tiefem Eingang. Nahrungsmittel werden in bienenkorbähnlichen Vorratsbehältern aufbewahrt oder in eigens dafür auf Stelzen stehenden Vorratshütten. Die Hitze der Omo-Region erfordert einen strengen Zeitplan. Am Vormittag wird gearbeitet und am Nachmittag Müßiggang gepflegt.
    Die Karos sind kulturell mit den Hamer verwandt und es ist gängig, dass die Mitglieder der beiden Völker untereinander heiraten. Deshalb ähneln sich deren Sprachen, Riten und Gebräuche und sogar die Kleidung ist nahezu identisch.
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