• Per Rad von Trapani zum Monte Cofano

    2. februar, Italien ⋅ ☀️ 14 °C

    Genau genommen ist es Renata, die heute von den Salinen bei Nubia, via Trapani und dann den Flanken des Monte Erice entlang bis an den Fuss des Monte Cofano geradelt ist. Damit hat sie - in Etappen - mittlerweile schon einen grossen Teil der sizilianischen Westküste abgefahren, von Torre Granitola bis Custonaci.

    Ich habe derweil den Bus ans Ziel gefahren und bin ihr dann wieder entgegen geradelt. Ein wunderschöner Küstenabschnitt. Die - prominent beschilderte - Radroute von Trapani nach San Vito bietet alles, was ein Radfahrer sich vorstellen kann: Hauptstrassen mit und ohne separater Radspur, kleine Küstensträsschen, Sandpisten, Schlaglöcher und streckenweise gar einen neuen zweispurigen Radweg, sozusagen auf die Klippe gebaut, bloss dass dieser mitten in der Pampa abrupt endet - Geld ausgegangen. Etwas weiter kommt eine Furt, die wohl an 360 Tagen problemlos begangen werden könnte. Doch nach diesem Regenmonat .... keine Chance. Also durch die Pampa hoch zur Staatsstraße, dort über die Brücke und hinten wieder runter.

    Sehr beeindruckend, welche Berge von Algen während der vergangenen Unwetter an die Ufer gespült worden sind. Wenn man diese bloss zu Biogas verarbeiten könnte. Stattdessen beginnt es hier allmählich ganz schön zu riechen.

    In der Bucht von Corvino stehen wir in wunderschöner Panorama-Lage, den fotogenen Monte Cofano direkt vor uns. Bloss schade, dass das einzigartige Wandergebiet derzeit wegen Unterhaltsarbeiten gesperrt ist. (Italiener sollte man sein, dann würde diese Einschränkung wohl nicht weiter stören.)

    Und wer sich's einrichten kann, sollte hier mal zu Weihnachten oder Dreikönig die lebende Krippe (Presepe vivente) in der Grotta Mangipane besuchen, wohl die originellste und stimmungsvollste von ganz Sizilien.
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