• Isola delle Femmine, Palermo

    10.–11. feb., Italien ⋅ 🌬 13 °C

    Als ob auch das Wetter bemüht wäre, uns den Abschied zu erleichtern, fahren wir bei trüb-regnerischen Bedingungen in Richtung Palermo, denn auf Donnerstagabend ist die Fähre gebucht. Spontaner Übernachtungshalt auf einem unscheinbaren Parkplatz auf der Halbinsel von Isola delle Femmine. Der irgendwie normale, gedrungene und dadurch hübsche Ortskern gefällt uns auf Anhieb und in der Taverne Carlo Magno schmeckt uns das Abendessen wunderbar.

    Im Bus nebenan, ebenfalls mit Appenzeller Nummer, lernen wir Georg und Charlotte kennen. Die beiden sind vor wenigen Tagen in Palermo angekommen. Frappierend, welche Ähnlichkeiten in unseren Biografien wir im lebhaften Austausch entdecken, obwohl sich unsere Wege im kleinen Appenzellerland noch nie gekreuzt hatten.
    Wir plaudern natürlich auch über Camper-Erfahrungen und Tipps für hier und da. Unser Reiseknowhow- Womoführer wechselt gleich die Kabine und startet nochmals in umgekehrter Richtung um die Insel. Stabwechsel sozusagen. Für uns eine schöne Gelegenheit, virtuell mitzufahren und Sizilien nochmals Revue passieren zu lassen. Schön war's, euch zu begegnen.

    Angesichts des angekündigten Sturms testet GNV am nächsten Morgen unsere Flexibilität. Die Donnerstagfähre falle aus; ob wir erst samstags oder gleich am selben Abend fahren wollen?
    OK, dann fällt der Palermo-Bummel diesmal sehr kurz aus: zum Palazzo della Zisa, zur Kathedrale, dann ein Besuch im No-Mafia-Memorial (ein kleines Museum im ehemaligen Nonnenkloster), ein Blick in die gleich gegenüber liegende Kirche mit ihrem fast kreisrunden Grundriss .... und eine letzte Gelati.

    Dann kurve ich im überraschend dynamischen - zwischen drei und sechsspurigen - Abendverkehr durch das Stadtzentrum Palermos, direkt am Teatro Massimo vorbei an den Fährhafen. Renata hat derweil die Altstadt zu Fuss durchquert und erwartet mich mit letzten Einkäufen am Eingang des Hafens zum Einschiffen.
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