• Machu Picchu

    March 12, 2019 in Peru ⋅ 🌧 15 °C

    Am Vortag sind wir um 21.00 Uhr bei strömendem Regen in Aquas Calientes angekommen. Der Tourguide erwartete uns bereits und brachte uns zum Hostel, wo wir von ihm das Briefing für den nächsten Tag erhielten. Das Eintrittssystem in die Ruinenstadt ist nicht so einfach, die Stadt ist in drei Sektoren unterteilt, für die es unterschiedliche Eintrittskarten gibt.
    Am Morgen wachen wir sehr früh auf, denn unser Zeitfenster für den Eintritt in die Stadt liegt zwischen 7.00-8.00 Uhr. Es ist kalt, unsere Sachen sind feucht. Gleich ist das beständige Rauschen zu hören, das leider nicht vom Fluss sondern vom strömenden Regen herrührt 😕☔. Regenzeit! So rüsten wir uns einerseits zusätzlich zu unseren Regenjacken mit Einwegregenmänteln aus. Andererseits verwerfen wir den Plan, den eineinhalbstündigen Fußweg hinauf in die Stadt zu nehmen und kaufen uns Bustickets um 12 USD das Stück für die knapp 30-minütige Fahrt.
    Die Schlange der Wartenden vor den Bussen ist lang. Dank der tollen Organisation sitzen wir in Nullkommanix im Bus, der uns nach oben bringt. Als wir ankommen ist es 6.20 Uhr, also stellen wir uns unter, um auf unseren Einlass zu warten.
    Tatsächlich wird der Regen schwächer und als wir die Anlage betreten, verstauen wir die Regenmäntel im Rucksack.
    Wir haben Tickets nicht nur für die archäologische Stätte sondern auch für den Machu Picchu Berg. Auf diesen führt eine originale Inkatreppe mit 2.670 Stufen, über diese etwa 400 Höhenmeter zu bewältigen sind. Die Stufen sind hoch, schmal, steil und durch den Regen ziemlich glitschig. Nur rund 160 Leute gehen heute diese Tour an. Wir sind bei den ersten, die hinauf zum Gipfel keuchen. Unterwegs lichten sich die Wolken und die Sonne bricht durch. Die Aussicht von ganz oben auf Machu Pitcchu und die umliegenden Berge ist überwältigend!
    Nach kurzer Rast sowie Stärkung mit Banane müssen wir wieder absteigen. Das ist zwar nicht so “atemberaubend“ wie der Aufstieg, erfordert jedoch Konzentration.
    Unten angekommen müssen wir uns zum Ausgang beeilen, denn dort wartet unser Guide, der uns in den nächsten beiden Stunden durch die Ruinen führen wird.
    Um die Stadt ranken sich viele Mythen. Entdeckt wurde sie erst Anfang des 21. Jahrhunderts, erst von peruanischen Bauern. Wissenschaftlich erschlossen wurde sie vom Amerikaner Hiram Bingham im Rahmen einer durch die Universität Yale und National Geographic finanzierten Expedition. Die Funde wurden großteils nach Yale verbracht. Es ist jedenfalls genau das Geheimnis der Entstehung und des Zwecks von Machu Picchu und sicher seine Lage hoch in den Berghängen, das es so faszinierend macht. Sich vorzustellen, wie die Menschen ohne Eisenwerkzeuge diese Steinblöcke so perfekt behauen und in die steilen Hänge gebaut haben, ist faszinierend. Wie viele dort wohl beschäftigt waren? Wie viele dort ihr Leben lassen mussten?
    Der Führer erzählt uns, dass sich in der Hauptsaison um die 8.000-10.000 Touristinnen und Touristen bewegen. Jetzt in der Nebensaison sind es nur halb so viele (dennoch wirkt es ziemlich voll). Solche Menschenmengen sind schwer auszuhalten für die Stadt. Bodenverdichtung und Erosion machen ihr zu schaffen. So wird überlegt, Teile gänzlich zu sperren.
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