• Weiter nach Hue

    April 21, 2025 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Montag 21.04.25

    Wir reisen heute weiter nach Huế, der mit Vietjet gebuchte Flug wurde auf 10:40 Uhr vorgezogen, so daß wir heute durchaus etwas zeitig aufstehen und frühstücken, bevor wir kurz nach 8 Uhr auschecken.
    Das Taxi kommt schon recht spät und der Verkehr durch diese unübersichtliche Stadt mit all den Gassen und dem Chaos ist enorm. Die veranschlagte halbe Stunde Fahrzeit wird wohl bei weitem nicht ausreichen, alleine 15 Minuten benötigen wir bereits, um nur bis zum Westlake zu kommen.
    Auch ab hier, obwohl der "modernere" Teil der Stadt, ist noch weit und breit keine Schnellstraße in Sicht. Immerhin, wir hatten gestern Glück mit der Sicht, heute ist alles um den See herum in fetten Dunst gehüllt und kein Sonnenstrahl lässt sich blicken.

    Am Airport dann herrscht dasselbe Chaos wie in der Stadt, eine endlos scheinende Schlage am Check in, Großfamilien, ganze Sippen mit Kasten und Kisten auf den Gepäcktrolleys belagern regelrecht die Counter für gefühlte Ewigkeiten. Es ist laut, jeder scheint jeden - über Meter hinweg - anzuschreien, es wird telefoniert und Plätze getauscht, die einzelne Dame, die eben noch vor uns stand, winkt plötzlich noch 5 weitere zu sich.... Hier haben alle die Ruhe weg, während mir langsam ein bisschen mulmig wird wie die Zeit verrinnt.
    Dann wird tatsächlich auch noch das Handgepäck gewogen, inclusive Stefans Fotorucksack, den in gefühlten 10 Jahren wirklich noch niemals jemand bemängelt hat. Natürlich zu schwer. Einen Trolley müssen wir einchecken, es nervt nur noch.

    Wenigstens an der Sicherheitskontrolle bleibt das befürchtete Chaos aus, und kaum sind wir am Gate werden die Passagiere bereits aufgefordert, sich aufzustellen zum boarding.

    Der Flug ist nur ein kleiner Hopser von kaum einer Stunde, auch ein Taxi kann man hier ganz problemlos an einem Schalter ordern, klappt perfekt.
    In Huế bleiben wir 4 Nächte insgesamt und haben uns hierfür einen Luxus gegönnt, der in anderen Städten dieser Welt inzwischen nahezu unbezahlbar ist - eine 80qm große Suite, 29. Etage im höchsten Haus der Stadt. Ein Traum. Mal sehn, ob ich hier überhaupt wieder raus möchte.

    Tatsächlich vertrödeln wir hier den restlichen Tag. Zwar ist der Pool jetzt nicht das gelbe vom Ei, aber immerhin gibt es in der Executive-Lounge in der 32. Etage Wein und leckeres Fingerfood - was will man mehr.

    Erst als wir zu Bett gehen wollen, stellen wir fest, daß sich das Licht im Bad nicht ausschalten lässt - an und für sich nichts dramatisches - nur eben hier ist die Schiebetür zum großen Marmorbad nicht kompakt und das helle Licht scheint genau auf's Bett. Großes Kino. Es gibt ein portables Touchpad mit etwa 30 Anwendungen (die niemand benötigt...), für jeden Mist ein Gimmick, nur das Licht läßt sich weder physisch am Schalter noch auf dem Display ausmachen. Und so kommt es, daß Nachts um 23 Uhr ein überforderter Haustechniker auf einer Leiter in unserer Suite steht und wir schlußendlich, da das Problem sich nicht lösen lässt, auch noch das Zimmer wechseln müssen. Sorry, so sorry for the inconvenience....
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