• Matala

    May 17 in Greece ⋅ ☁️ 23 °C

    Das letzte kleine Stück bis Matala, wenige Kilometer noch. Immer mehr Verkehr schiebt sich vor uns her, die von gelben Felsen gesäumte Einfahrt in den Ort bereits ist rechts und links von Autos zugeparkt. Noch finden wir einen Platz zum parken auf einer Huckelpiste nahe der Strandbucht - dafür werden 4 Euro fällig - doch der Blick auf das Meer aus Blech ringsum lässt bereits nichts gutes ahnen.
    Zu der gehypten Bucht, rechts und links eingerahmt von Felsen, sind es keine 50 Meter. Der Felsen rechts der Bucht leuchtet warm und golden, man kann gut die darin in früheren Zeiten eingegrabenen Höhlen sehen. Der Strand selber ist sogar recht leer - was aber angesichts der nicht unbedingt hochsommerlichen Temperaturen wenig verwunderlich ist. Eher bin ich erstaunt, daß sich Menschen so hartgesotten bei kühlem Wind überhaupt im Badefähnchen hier aufhalten. .
    Doch der Himmel ist halbwegs blau, das Gesamtbild nett. Schweift der Blick nach links, begrenzt auch hier ein Felsen die Bucht, dieser jedoch ist zugebaut von neuzeitlichen Bauwerken - höflich formuliert. Der eigentliche Ort hinter der Strandbucht ist ein einziger Freiluftzirkus - ein Restaurant am anderen, Souvenirbuden und Klamottenläden, viele davon angehaucht mit billigem Esoterik-Massenkram, Smoothie- und Teeläden, grellbunte Pappaufsteller mit bebilderten Speisekarten.... nein, da greift direkt mal unser Fluchtreflex.
    Eigentlich hatte ich gedacht, hier gemütlich etwas zu essen - und das wäre auch kein Problem, es sind all die unzähligen Freisitze ja keineswegs zum bersten voll, nein, aber alles ist nur grell und bunt und sieht einfach sehr nach Touristenfertigfutter aus, so daß wir den Ort auf schnellstem Weg verlassen.
    Schade irgendwie, der weite Weg, den wir ja nun auch zurück noch einmal bewältigen müssen, für ein Ziel, das für uns nur enttäuschend war.

    Auf weitere Erkundungen der Südküste haben wir jetzt ohnehin keine Lust mehr, das Hinterland grüßt mit riesigen, plastikplanen verhangenen Tomatenplantagen und wenig ansprechenden Straßendörfern - also machen wir uns direkt auf den Weg zurück.

    Und ja - die Luft ist jetzt raus, obwohl wir eine etwas andere Route fahren - es bleibt das gleiche Gebirgsmassiv zu überwinden, Kurve um Kurve - und der Kilometerzähler bis zu unserer Unterkunft scheint auf der Stelle zu stehen.
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