• Von den Papageientauchern ins Nirgendwo

    August 27 in Iceland 🌧 7 °C

    Der Tag startete wieder mit einem guten Frühstück 🥐. Es war das bisher beste Frühstück in den Hostels.

    Wir starteten unsere Weiterreise mit Tanken und Einkaufen 🛒. Danach ging es nach Borgarfjarðarhöfn, dem kleinen Hafen von Borgarfjörður eystri. Auf der Insel Hafnarhólmi 🐧 brüten dort jeden Sommer rund 10’000 Paare Papageientaucher. Über Treppen und Holzplattformen kommt man ihnen sehr nahe — es gilt als eine der einfachsten Stellen in ganz Island, um die Vögel zu sehen. Nur: Wir sahen keine. Es gibt zwei Varianten: Entweder waren die Papageientaucher schon ausgeflogen oder das Wetter war ihnen zu nass ☔. Die erste ist wahrscheinlicher, denn die Vögel verlassen die Kolonie meist schon Anfang bis Mitte August. Es regnete wiedermal und das Wetter war nicht so nett. Dafür war das Kaffee nebenan in einem tollen Gebäude ganz toll ☕.

    Danach fuhren wir ins Nirgendwo 🚐. Genauer gesagt nach Möðrudalur/Fjalladýrð. Wir fuhren über geschotterte Strassen durch eine Mondlandschaft. Die Landschaft ist hier geprägt von den Vulkanausbrüchen der Umgebung 🌋. Möðrudalur liegt auf rund 469 Metern und ist der höchstgelegene ganzjährig bewohnte Hof Islands. Bei guter Sicht sieht man von dort den Tafelberg Herðubreið.

    Gestärkt und gewärmt ging es weiter zum Stuðlagil 🏞️. Dort machten wir einen rund zweistündigen Spaziergang in den Canyon. Ganz eindrücklich, wie sich das Wasser den Weg gebahnt hat. Die riesigen sechseckigen Basaltsäulen 🪨 entstanden, als dicke Lavaströme langsam abkühlten. Sichtbar wurden sie aber erst vor kurzem: Der Kárahnjúkar-Stausee zähmte ab 2006 den Gletscherfluss Jökulsá á Dal, und der Wasserspiegel sank. Bis 2016 kannte den Canyon fast niemand.

    Den Tagesabschluss machten wir beim Dettifoss 💦. Ein gigantischer Wasserfall in der Mondlandschaft. Er stürzt 44 Meter in die Schlucht Jökulsárgljúfur und ist etwa 100 Meter breit. Mit durchschnittlich 193 Kubikmetern pro Sekunde gehört er zu den kraftvollsten Wasserfällen Europas 🌊 — je nach Rechnung liegt er knapp vor oder knapp hinter dem Rheinfall.

    Um 21.00 Uhr checkten wir dann in unserem Airbnb in Norðurþing ein 🛏️.
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