Islandpferde, ein Lauf ins Skigebiet, Wasserfälle
August 31 in Iceland
☁️ 7 °C
Der Tag startete gemütlich. Ein Teil der Gruppe, vor allem die Mädels, machte sich zu den Islandpferden 🐴 auf. Die kleinen, robusten Pferde sind eine Rasse für sich, denn sie beherrschen neben Schritt, Trab und Galopp auch den weichen Tölt und den schnellen Rennpass. Seit rund tausend Jahren darf kein Pferd nach Island eingeführt werden, und wer einmal ausgeführt wurde, kommt nie mehr zurück. Die restlichen Teilnehmer machten sich auf zu einem Spaziergang oder zu einem Lauf auf dem Trail.
Ich wollte ein bisschen rennen und bin den Trail gelaufen. Leider waren die Wege zum Wasserfall Bunárfoss so zugewachsen 🌿, dass ein Weiterkommen nicht möglich war. Schade, denn der Bunárfoss liegt nur etwa vier Kilometer westlich vom Zentrum im Tungudalur, gleich beim Golfplatz und beim Campingplatz. Sein Fluss, die Buná, stürzt vom höher gelegenen Seljalandsdalur in mehreren Stufen ins Tal hinunter.
Dafür bin ich schlussendlich bei der Talstation des Skigebiets Dalirnir tveir ⛷️ gelandet, dem Skíðasvæði Ísafjarðarbæjar. Der Name heisst schlicht «die zwei Täler», denn das Gebiet verteilt sich auf zwei Seitentäler des Skutulsfjörður. Im Tungudalur liegen die Abfahrtshänge mit den Liften, auf dem Seljalandsdalur die Langlaufloipen. Früher wurde auch alpin auf dem Seljalandsdalur gefahren, doch Lawinen zerstörten die Anlagen 1994 und 1999, weshalb der Skibetrieb ins Tungudal verlegt wurde. Elf Kilometer später habe ich die anderen, die spazieren oder schnell laufen gingen, wieder im Hotel getroffen.
Danach ging es ins Städtchen. Wir sind in ein Café gesessen und haben in Ruhe Kaffee getrunken ☕, während draussen die Berge direkt hinter den Häusern aufragen. Ísafjörður ist mit rund 2600 Einwohnern der Hauptort der Westfjorde, und im ältesten Quartier stehen einige der ältesten Holzhäuser Islands aus dem 18. Jahrhundert.
Am Nachmittag trafen wir uns wieder als komplette Gruppe. Es ging zu ein paar Wasserfällen in einem Fjord südöstlich von Ísafjörður. Die Wasserfälle hatten tatsächlich keine Namen, weshalb sie schlicht die namenlosen Wasserfälle 💧 genannt werden. Das ist in den Westfjorden gar nicht so selten, denn hier stürzen so viele Kaskaden von den Hängen, dass längst nicht jede einen Namen bekommen hat. Nach der siebenkilometrigen Wanderung hatten wir nochmals Zeit zum Entspannen, denn den Tisch fürs Abendessen hatten wir erst auf 20.30 Uhr reserviert 🍽️.
Den Abend liessen wir wiederum in der Hotelbar 🍺 ausklingen.Read more

















