Toronto
May 2 in Canada ⋅ ☁️ 8 °C
Die verfrühte Abreise aus Oil Springs beschert mir nun also etwas mehr Zeit in Toronto, was auch einiges an spontaner Umplanung bedeutet. Ich kann mein Apartment um eine Nacht verlängern und nehme Nora noch für diese Nacht mit bei mir auf, da sie ihr Hostel zwar auch verlängern könnte, aber bis 21 Uhr einchecken müsste, was wir auf gar keinen Fall schaffen.
So verabschieden wir uns in Mississauga von Patrick und fahren mit der Metro bis ins Zentrum von Toronto. Dort angekommen sind wir tatsächlich kurz geflasht von den vielen Lichtern, Autos und Menschen. Nach einem Monat im tiefsten kanadischen Hinterland fühlt es sich für einen kurzen Moment irgendwie an als ob Amish Menschen das moderne Leben entdecken.
Das Apartment hat eine mega zentrale Lage, allerdings war´s das dann auch schon. Das Zimmer hat lediglich drei Matratzen auf dem Boden und die Dusche entpuppt sich als geteiltes Badezimmer welches auch die Bewohner eines weiteren Apartments nutzen. Dafür punktet die Riesenterrasse, die wir direkt in Beschlag nehmen um uns bis in die Nacht mit Mixgetränken und Fast Food mit langen Gesprächen vom Leben im Rescue und der Arbeit mit den Tieren zu verabschieden.
Noch im Auto habe ich mich für einen spontanen Trip zu den Niagara Fällen am nächsten Tag entschieden und finde bei meiner Recherche einen Bus für umgerechnet 9 Euro. Top Angebot, wird sofort zugeschlagen. Nora war eigentlich erst vor gut 1,5 Monaten vor ihrem Einsatz im Rescue dort, überlegt aber nicht lange und begleitet mich einfach nochmal. Zum einen ist der Preis unschlagbar, zum anderen war Mitte März alles noch vereist und gesperrt, sodass sie jetzt die Hoffnung hat mehr Attraktionen mitnehmen zu können und auch mehr von den eigentlichen Wasserfällen sehen zu können.
So sitzen wir also am nächsten Tag nach etwas längerem rumirren tatsächlich im richtigen Bus. An dieser Stelle geht der Hinweis raus sich für die Union Station in Toronto etwas Zeit zu nehmen. Am Ende ist zwar alles super ausgeschildert, aber der Laden da ist einfach riesig und unfassbar krass verzweigt. Lohnt sich eigentlich schon als eigene Sehenswürdigkeit.
An den Niagara Fällen angekommen erwartet uns ziemlich heftiger Regen. Wir nehmen es aber positiv, denn der Vorteil davon ist dass sich kaum ein anderer Touri an diesem Tag dorthin verirrt und der ganze Bereich so gut wie leer ist. Wir schlendern die Promenade entlang, zahlen sehr viel Geld um in den Berg und somit hinter die Wasserfälle zu kommen, was sich aber einfach so krass lohnt, denn dort ist man so nah dran, dass man die krasse Wucht sieht und spürt die diese Wassermassen mit sich bringen. Durch die Schneeschmelze rauscht einfach mal doppelt so viel Wasser runter als im Sommer.
Am Ende des Tages eskalieren wir noch etwas im Souvenirshop und sitzen nass aber glücklich wieder im Bus nach Toronto. Hier muss ich mich dann auch schweren Herzens von Nora verabschieden. Sie ist mir super ans Herz gewachsen und ich muss ihr versprechen sie in Den Haag besuchen zu kommen. Kein Problem, der Bayer spielt bestimmt auch wieder in Holland.
Die verbleibenden Tage nutze ich voll und ganz für mich und genieße meine Alone Time. Ich schlendere stundenlang durch Toronto, lasse mich mit meinem Buch im Park treiben, genieße das Stadtleben, gönne mir einen Theaterbesuch und zwei neue Tattoos und lasse meinen Toronto Kurzurlaub mit einem neuen Ground und dem Canadian Premier League Spiel zwischen Inter Toronto und Atlético Ottawa ausklingen. Ganz stilecht mit kanadischer Nationalhymne und einer fetten Poutine im Stadion.
Am Ende sitze ich im Flieger nach Calgary, mein kurzer Zwischenstopp zum nächsten Einsatz im Yukon.Read more

Die kanadische Hymne...sogar original gesungen👌 [Ingelore Schürmann]

Liebe Peggy, ich bin fasziniert von Dir und bewundere Deinen Mut. Das was Du da machst, ist einfach toll. Ich wünsche Dir viel Glück, und Gesundheit. [Ellen Wild]


























