• Florian Pfeil
  • Florian Pfeil

Namibia 2026

17-dniowa przygoda według Florian. Czytaj więcej
  • Mittagspause in Helmeringhausen

    9 października, Namibia ☀️ 33 °C

    Wie menschenleer der Süden Namibias ist, spüren wir bei unserer heutigen Fahrt sehr deutlich. Nach Aus ist Helmeringhausen mit seiner Handvoll Häuser, einer Tankstelle, einem Kramladen und dem örtlichen kleinen Hotel der erste Ort auf unserer Strecke. Hier machen wir heute unsere Mittagspause. Der Biergarten des Hotels ist eine grüne Oase und wirbt mit dem besten Apfelkuchen Namibias. Er schmeckt tatsächlich sehr gut - allenfalls auf die Kugel der rosafarbenen und mit bunten Zuckerkügelchen bestreuten Eiscreme würde ich nächstes Mal wohl eher verzichten… Czytaj więcej

  • Ankunft in unserer Lodge Le Mirage

    9 października, Namibia ☀️ 36 °C

    Nein, als „typisch namibisch“ wird man den Baustil unserer Lodge „Le Mirage“ kaum bezeichnen können. Wie eine dreiteilige Wüstenburg liegen die Gebäudeteile in der Savanne. Aber wir sind begeistert von der Atmosphäre, dem - wie allerdings bisher in allen Unterkünften - unglaublich freundlichen Service und dem sehr guten Essen. Den Abend verbringen wir bei einem kühlen Drink auf einer Terrasse und verfolgen den Sonnenuntergang - und drei Schakale, die eine Oryx-Antilope umkreisen, aber vernünftigerweise die Pfoten von diesem Tier lassen, das aus gutem Grund auch „Spießbock“ genannt wird. Czytaj więcej

  • Im Sandmeer der Namib

    10 października, Namibia ☀️ 27 °C

    Der heutige Vormittag ist ohne Frage einer der landschaftlichen Höhepunkte unserer Tour: Der Tsauchab ist einer der für Namibia typischen Trockenflüsse, die meist nur unterirdisch Wasser führen und allenfalls hin und wieder auch oberirdisch. Er kommt aus den Naukluftbergen, sucht seinen Weg durch das heiße und trockene Sandmeer der Namib und endet endgültig etwa 50km bevor er den Atlantik erreicht mitten in der Wüste. Dort hat er Vleis gebildet, Salztonpfannen, deren weiße Farbe gerade hier in der Namib wunderbar mit dem Rot der Dünen und dem Blau des Himmels kontrastiert.
    Frühmorgens bei Sonnenaufgang starten wir unsere Tour und folgen dem Tal des Tsauchab so tief hinein in das Sandmeer wie möglich: Zum Sossusvlei und vor allem zum Deadvlei. Dort wagen sich einige von uns an den anstrengenden Aufstieg auf „Big Daddy“, die möglicherweise höchste Düne der Welt. Über den Grat der Düne arbeiten wir uns mühsam durch den Sand hinauf und genießen den großartigen Ausblick über das Sandmeer und auf das Deadvlei. Letzteres ist vor allem durch die fast schwarz gewordenen Gerippe von Kameldornbäumen berühmt geworden, die eingingen, als das Wasser einen neuen Lauf nahm.
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  • Sesriem-Canyon

    10 października, Namibia ☀️ 36 °C

    Bereits bevor der Tsauchab das Sandmeer erreicht, hat er Hindernisse zu überwinden. Beim Sesriem-Canyon hat er sich rund 30m tief in das umgebende Erdreich gegraben. Sechs Riemen/Seile aus Oryx-Fellen mussten hier einst aneinander geknotet werden, um einen Eimer zum Wasserschöpfen hinabzulassen. Daher der Name: Sesriem. Czytaj więcej

  • Rast in Solitaire

    11 października, Namibia ☀️ 29 °C

    Der Ortsname ist Programm: sehr einsam liegt das Örtchen Solitaire am Rande des Namib-Naukluft-Nationalparks. Seine Bedeutung hat diese Kleinstsiedlung durch die Infrastruktur: hier kreuzen sich zwei Straßen, die das Sossusvlei, Windhoek und Walvis Bay miteinander verbinden, also auch touristisch relevant sind. Und Solitaire bietet die einzige Tankstelle und den einzigen Lebensmittelladen in diesem dünn besiedelten Dreieck. Daneben gibt es eine kleine Kirche, eine einfache Lodge, eine Bäckerei und eine Reifenwerkstatt. Czytaj więcej

  • Erinnerungsort der Schande

    11 października, Namibia ⛅ 19 °C

    Dies ist eine Studienreise. Und dazu gehört auch, sich mit jenen Zusammenhängen der deutsch-namibischen Geschichte auseinanderzusetzen, die schmerzhaft sind, aufwühlen, beschämen. Im östlichen Teil des Friedhofs von Swakopmund finden sich unzählige namenlose Gräber von jenen OvaHerero und Nama, die das Konzentrationslager Swakopmund nicht überlebten. Ein Gedenkstein erinnert seit 2007 daran. Der Anblick der Sandhügel, unter denen sich die Opfer deutscher Kolonialpolitik finden, ist schwer erträglich. Czytaj więcej

  • Mondesa

    11 października, Namibia ⛅ 19 °C

    In Mondesa spielt das wahre Leben von Swakopmund. Von den rund 80.000 Einwohner:innen leben hier mehr als 50.000. Mondesa ist ebenso wie Katutura bei Windhoek ein Ergebnis der südafrikanischen Apartheidspolitik. Hier mussten die schwarzen Menschen von Swakopmund herziehen. Natürlich dürfen Schwarze seit der Unabhängigkeit wohnen wo sie wollen - und wo sie es sich leisten können. Trotzdem wohnen die meisten schwarzen Menschen immer noch hier. Mondesa ist aber nicht notwendig Elend: das Viertel hat eine Kommunalverwaltung, die sich für relativ wenig Geld um Wasser, Abwasser und Strom kümmert. Man kann ein Grundstück kaufen oder mieten, auf das man selbst ein Haus baut. Es gibt auch drei Kliniken, bei denen sich für eine Gebühr von umgerechnet 50 Eurocent behandeln lassen kann. Viele wohnen auch hier, obwohl sie in einem anderen Viertel wohnen könnten. Trotzdem gibt es natürlich viele Probleme. Bei einer Exkursion mit Tomas und Jonas aus Mondesa lernen wir ihr Viertel kennen. Den offenen Markt, auf dem wir typisches Essen wie getrockneten Spinat, die Makalani-Nuss, aber auch die riesigen Mopane-Raupen kennenlernen, die geröstet, gegrillt oder frittiert gegessen werden. Wir besuchen den kleinen spendenfinanzierten Kindergarten „Green Minds“, dessen Erzieherinnen uns ihre Herero-Tracht vorstellen und uns einen Einblick in die pädagogische Arbeit mit den Kindern von Mondesa geben. Wir machen einen Abstecher zur „DRC“, der „Democratic Resettlement Community“, jenem seit 2003 legalisierten Slum der neu Hinzugezogenen, die sich in der Stadt Swakopmund wirtschaftliche Perspektiven erhoffen, aber für die sogar Mondesa zu teuer ist. In der DRC gibt es weder fließendes Wasser, noch Strom oder Abwasserleitungen. Es gibt mit Chipkarten gesteuerte Wassersäulen, an denen man Wasser kaufen kann. Es gibt Sickergruben, die sich immer 3 oder 4 Haushalte teilen. Doch trotz Armut und Not betont Jonas, dass es dort wenig Kriminalität gibt: „Ihr könntet da alle gefahrlos durchlaufen! Ich würde nur nicht unbedingt nachts im Dunkeln mit dem teuren Handy am Ohr hier unterwegs sein.“
    Zum Abschluss unserer Tour durch Mondesa bekommen wir noch einen kulinarischen Eindruck vom Leben in Mondesa: der getrocknete Spinat ist aufgekocht, dazu gibt es Hühnchen, Polenta und gekochte Bohnen. Und dazu gibt uns die begnadete A-Capella-Gruppe „Rivonia“ aus Mondesa noch ein Mini-Konzert!
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  • Mit dem Katamaran in der Walvis Bay

    12 października, Namibia ⛅ 15 °C

    Von Swakopmund fahren wir wieder südlich nach Walvis Bay. Die Stadt ist der bedeutendste Hafen Namibias. Der Benguela-Meeresstrom spült von Süden Sand an die Sandbank, die den Naturhafen und die Lagune von Walvis Bay vom offenen Atlantik trennt. Das Wasser hier ist äußerst nährstoffreich, enthält viel Plankton, was wiederum für einen enormen Artenreichtum im Wasser sorgt. Bei einer Katamaran-Fahrt über die Lagune und ein Stück hinaus auf den Atlantik sehen wir Robben, Pelikane, Flamingos, zwei verschiedene Delfin-Arten und schließlich sogar einen gut gelaunten Buckelwal, der uns gleich zweimal in Perfektion vorführt, wie diese Riesen springen können. Czytaj więcej

  • Swakopmund

    12 października, Namibia ☀️ 16 °C

    „Hier sind die Deutschen deutscher als die Deutschen in Deutschland“, sagt unser Guide TuTu. Und tatsächlich ist Swakopmund wohl die deutscheste aller namibischen Städte. Dass das Klima hier an der Küste durch den kalten Benguela-Strom nasskälter ist als schon wenige Kilometer landeinwärts trägt sicher zu dem Eindruck bei, sich eher auf Norderney als in Afrika zu befinden. Hauptmann Curt von François ließ die Stadt gründen, um einen Hafen zu schaffen, der die Deutschen unabhängig davon machen sollte, alles über den benachbarten britischen Hafen Walvis Bay einführen zu müssen: Waren, Waffen, Soldaten. Weil Swakopmund aber anders als Walvis Bay keinen Naturhafen hatte, bauten die Deutschen eine Mole - die jedoch umgehend versandete. Deshalb errichteten sie die „Jetty“, eine Landungsbrücke für die Dampfer der Woermann-Linie, die Swakopmund mit Hamburg verbanden. In der Folge blühte die koloniale Stadt auf. Czytaj więcej

  • Erste Pirschfahrt im Etosha-Nationalpark

    13 października, Namibia ☀️ 32 °C

    1907 gründete der deutsche Gouverneur Friedrich von Lindequist den Etosha-Nationalpark. Elefanten waren damals bereits ausgerottet, andere Tiere waren auch spärlich. Doch durch den Schutz des Parks und Wiederansiedlungen erholten sich die Tierbestände rasch. Der Park ist heute größer als das Bundesland Hessen und stellt konsequent Tiere in den Mittelpunkt: Die Menschen dürfen nur in Fahrzeugen auf angelegten Wegen durch den Park fahren. Aussteigen ist nicht erlaubt. Doch das ist alles egal: die Tierwelt ist unglaublich! Czytaj więcej

  • Fort Namutoni

    14 października, Namibia ☀️ 33 °C

    Das Fort Namutoni wurde 1901/02 als Polizei- und Militärstation errichtet. Hier endete die Polizeizone: Zwar beanspruchte Deutschland auch das Gebiet nördlich von hier bis zum Cunene und den Caprivizipfel als Kolonie, doch konnten Deutsche die nördlich von Namutoni siedelten nicht mehr auf Schutz und Hilfe durch die deutsche Polizei bauen.
    Als sich 1904 die OvaHerero erhoben, wurde fast die gesamte Besatzung des Forts als Verstärkung nach Süden beordert. Lediglich 7 Soldaten blieben als „Stallwache“ zurück und sahen sich einer Übermacht von 500 Ovambo-Kriegern des Königs Nehale gegenüber, der die OvaHerero unterstützen wollte. Den ersten Ansturm könnten die sieben Deutschen abwehren, weshalb sie als Helden verklärt wurden. Doch vor dem zweiten Ansturm flohen die Deutschen in der folgenden Nacht.
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  • Das Museum von Tsumeb

    15 października, Namibia ☀️ 33 °C

    Unser erster Stopp heute ist die kleine Stadt Tsumeb, die schon seit vorkolonialen Zeiten bekannt ist für ihre Kupferlagerstätte. Die deutsche Kolonialmacht begann hier mit planmäßigem Bergbau und ließ die Otavibahn errichten, die das Kupfer von Tsumeb nach Swakopmund brachte.
    In Tsumeb besuchen wir das kleine von Deutschnamibiern betriebene Museum, das eine Art Gegenstück zum Independence Museum in Windhoek darstellt. Während das Windhoeker Museum namibische Geschichte einseitig aus der Sicht der SWAPO zeichnet, zeigt das Museum Tsumeb die Geschichte einseitig aus deutschnamibischer Perspektive. Ein ganzer Raum zeigt die deutsche Kolonialgeschichte und wird dominiert von liebevoll restaurierten Kanonen und einem Maschinengewehr, die die Deutschen vor ihrer Kapitulation 1915 noch schnell im Otjikoto-See versenkt hatten. Außerdem finden sich deutsche Orden, Flaggen und Fotos vom Völkermörder Lothar von Trotha. Doch jeglichen Hinweis auf den Völkermord, auf Kriegsverbrechen oder die Konzentrationslager suchen wir vergebens. Der Raum zur Kolonialgeschichte wirkt, als habe es überhaupt keine schwarzen Menschen in Südwestafrika gegeben; als sei Südwestafrika „rein“ deutsch gewesen. Im Nachbarraum werden demgegenüber die afrikanischen Völker exotisierend in einer ethnografischen Form dargestellt, die direkt den Völkerschauen unseliger Zeiten entnommen sein könnte. Das Museum hilft, eine deutschnamibische Perspektive zu sehen, doch freue ich mich in zahlreichen Nachgesprächen sehr darüber, dass meine Gruppe durch die bisherige Reise und unser Vorbereitungsseminar hinreichend sensibilisiert ist, um die „Leerstellen“ der Ausstellung zu erkennen!
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  • Besuch beim Cheetah Conservation Fund

    15 października, Namibia ☀️ 33 °C

    Der Cheetah Conservation Fund (CCF) ist eine namibische Organisation zum Schutz der Geparden. Der CCF betreibt ein Forschungs- und Bildungszentrum am Fuß des Waterberg, nicht allzu weit von Otjiwarongo. Namibia ist heute das Land mit der größten Gepardenpopulation der Welt. Aber viele Farmer betrachten Geparden als Gefahr für ihre Herden. Hier kommt CCF ins Spiel: Geparden, die als Bedrohung wahrgenommen werden, werden von CCF entnommen und in dünner besiedelten Gebieten Namibias wieder ausgewildert. Und CCF vermietet Anatolische Hirtenhunde an Farmer - eine kräftige und robuste Hunderassen, die Ziegen vor Geparden schützen kann. Außerdem wird hier unter Leitung der renommierten Geparden-Expertin Dr. Larie Marker das Leben der Geparden wissenschaftlich erforscht
    In einem Außengelände suchen und finden wir per Jeep dann vier Geparden. Alle vier haben gemeinsam, dass sie in früheren Jahren schon zu viel Kontakt zu Menschen hatten und deshalb nicht mehr ausgewildert werden können.
    Als erstes finden wir Nandi, eine Gepardendame im stolzen Alter von 13 Jahren. Sie chillt gemütlich im Schatten. Besonders eindrucksvoll sind aber Aurora und Rocket. Rocket sollte zunächst in einem Gehege mit zwei anderen Männchen unterkommen, doch die beiden anderen mobbten ihn. Deshalb durfte Rocket schließlich hierher umziehen, in ein Gehege mit drei Weibchen. Hier freundete Rocket sich gleich mit Aurora an - eine Freundschaft, die auf Gegenseitigkeit beruht. Heute sind die beiden unzertrennlich!
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  • Auf dem Waterberg-Plateau

    16 października, Namibia ☀️ 28 °C

    Der Waterberg-Plateau-Park wurde 1972 oben auf dem Plateau des Waterbergs eingerichtet. Heute ist er ein Zucht-Park - seine Aufgabe ist es, seltene Arten nachzuzüchten und dann an andere Parks zu verteilen.
    In einem Jeep und einem Lastwagen geht es steil hinauf aufs Plateau. Landschaftlich ist es wunderschön hier, und der weite Blick ins Land ist faszinierend. Tiere begegnen uns leider nicht so viele: Es ist heiß, und weil es hier in den letzten Tagen geregnet hat, sind die Tiere nicht so sehr auf die angelegten Wasserstellen angewiesen. Doch zumindest eine Gruppe von uns hat Glück: sie sieht die scheuen Afrikanischen Büffel, außerdem eine Giraffenfamilie.
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  • Am Waterberg

    16 października, Namibia ☀️ 31 °C

    Am Fuß des Waterbergs erinnert ein kleiner Soldatenfriedhof an die deutsche Kolonialzeit und vor allem an die Schlacht am Waterberg: Im Januar 1904 erhoben sich die OvaHerero gegen die deutsche Kolonialmacht. Rasch wurde Verstärkung aus Deutschland gesendet, und entgegen dem Rat des Reichskanzlers, des Kriegsministers, des Generalstabschefs wurde auf Wunsch des Kaisers General Lothar von Trotha mit dem Oberbefehl über die Schutztruppe betraut. Trotha einen Hardliner zu nennen, wäre zu wenig. Er war ein Kriegsverbrecher, ein Völkermörder, denn nach der aus deutscher Sicht völlig misslungenen Schlacht am Waterberg am 11.8.1904 ließ er seine Truppen den fliehenden OvaHerero in die wasserlose Omaheke nachsetzen und dort die wenigen Wasserstellen zerstören. Sein offizieller Vernichtungsbefehl vom 2. Oktober machte deutlich, worum es ihm ging: Um nicht weniger als die Vernichtung des ganzen Volkes. Schätzungsweise 75-80% der OvaHerero fielen dem Krieg und dem Völkermord zum Opfer. Czytaj więcej

  • Gespräch im Namibia Institute for Democracy

    17 października, Namibia ☀️ 27 °C

    Das „House of Democracy“ ist Sitz der in Namibia sehr aktiven Hanns-Seidel-Stiftung und mehrerer namibischer NGOs. Wir besuchen dort eine langjährige Kooperationspartnerin unserer Akademie: Naita Hishoono ist eines der 500 Kinder, die im Zuge des Ost-West-Konflikts aus humanitären Gründen aus den Flüchtlingslagern der SWAPO in Angola in die DDR geholt wurden. Naita ging in der DDR zur Schule und machte dort auch Abitur, bevor sie 1990 wie die anderen namibischen Jugendlichen Deutschland wieder verlassen musste und nach Namibia zurückkehrte. Sie spricht fließend Deutsch und ist seit einigen Jahren Geschäftsführerin des Namibia Institute for Democracy (NID), die politische Bildungsarbeit für Demokratie und Menschenrechte leistet. Für uns ist Naita kurz vor dem Ende unserer Reise die perfekte Gesprächspartnerin, um alle unsere Fragen loszuwerden. Das Kernproblem von Namibia sei die Arbeitslosigkeit vor allem der Jugend, sagt Naita: „Unsere Bevölkerungspyramide ist ein Dreieck. Sehr viele junge Leute ohne gute wirtschaftliche Perspektiven. Bei Euch in Deutschland ist es umgekehrt - Euer Dreieck steht auf der Spitze. Wir haben zu viele Arbeitskräfte, Ihr zu wenige, vor allem in Pflege, Gesundheit und Gastronomie.“ Lege man die Dreiecke übereinander, entstehe ein Viereck, „und daraus könnte für uns alle eine runde Sache werden“, fährt sie fort. Sie ist Optimistin, aber gleichwohl ist ihr bewusst, wie gering nicht zuletzt angesichts der Erfolge der AfD die Chancen sind, dieses Potenzial zu verwirklichen. Czytaj więcej

  • Besuch bei der Fraueninitiative Penduka

    17 października, Namibia ☁️ 30 °C

    Zum Abschluss unserer Reise fahren wir noch einmal in das Township Katutura. 2002 haben hier engagierte Frauen die Initiative Penduka gegründet, deren Zweck es ist, Ausbildung und Arbeitsplätze für die Frauen aus Katutura zu schaffen. Wir werden von Elise über das Gelände geführt. In zwei Branchen ist Penduka aktiv: Im Bereich Produktion wird aus Textilien und Alltagsgegenständen Kunsthandwerk hergestellt, das an Tourist:innen verkauft wird: Eine Gruppe stellt bestickte oder gebatikte Textilien her: Kissenhüllen, Tischläufer, Tischsets, Handtücher, Küchenschürzen in bunten Farben. Die Ausgangsmaterialien stellt Penduka den Frauen kostenfrei zur Verfügung. Für die fertigen Produkte werden die Frauen pro Stück bezahlt. Viele der Stickerinnen haben inzwischen den Sprung in die Festanstellung geschafft. Auch Elise ist diesen Weg gegangen: „Wir verschaffen den Frauen von Katutura ein Einkommen und bieten ihnen Perspektiven“, betont sie.. In einer anderen Werkstatt verarbeiten Frauen mit körperlicher Behinderung Altglas, schmelzen es im eigenen holzbefeuerten Ofen ein und stellen schönen Glasschmuck her.
    Neben der Produktion gibt es den Bereich Gastgewerbe: Penduka vermietet einige schöne Chalets, betreibt ein Hostel für Backpacker und ein kleines Restaurant mit Terrasse über einem schönen Stausee - der leider zu kontaminiert ist, um ihn zum Schwimmen, Baden oder als Trinkwasserreservoir nutzen zu können. Trotzdem macht Penduka Hoffnung - und wir kaufen im Shop bei dem schönen Kunsthandwerk kräftig ein!
    Damit endet unsere Rundreise durch Namibia. Noch heute Abend geht unser Rückflug nach Deutschland.
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    Koniec wyprawy
    18 października 2026