• Sophie H
  • GeraldOnTour
Jun 2018 – Jul 2019

A Life of Saturdays

Juni 2018 - Juli 2019 Read more
  • Summertime(out)

    July 5, 2018 in Canada ⋅ 🌙 19 °C

    Die Fahrt heute ist eher kurz und zeigt uns das deutlich flachere Land in Monitoba mit gelegentlichen Rapsfeldern. Als Niedersachsen fühlen wir uns hier gleich heimisch. :)

    Der Nationalpark für die nächsten beiden Tage ist unser bisher nördlichster Punkt auf der Reise. Trotzdem holen wir schon unser Sonnensegel und die Outdoordusche heraus von denen wir dachten, dass wir sie eher in Mexiko nutzen würden. Unseren Nachmittag verbringen wir an einer kleinen Promenade und liegen in der Sonne am Strand. So fühlt sich der restliche Tag an wie Urlaub am Meer und wird von einem leckeren Abendessen mit Cocktails abgerundet.Read more

  • Riding Mountain Nationalpark

    July 6, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute gibt es nur eine kleine Wanderung am Rand des großen Nationalparks. Die Tour verläuft wieder einmal größtenteils im Wald, daher gibt es nicht sehr viel zu sehen. Auch Bären begegnen uns leider nicht. Wir sehen aber einen Braunbären und einen überraschend kleinen Schwarzbären aus der Ferne auf unserer Fahrt. Sie scheinen fast scheuer als die Rehe zu sein, von denen wir auch noch eines mit einem Kitz die Straße kreuzen sehen.

    Den restlichen Nachmittag verbringen wir faul am Strand und im See, welches bei den 33° eine wohltuende Erfrischung war.
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  • Bison und Bär

    July 7, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Obwohl heute Samstag ist, nicht dass das eine Rolle spielen würde 😀, stellen wir uns einen Wecker... wir Armen. Die Snooze-Funktion und unsere immer weiter fortschreitende Tiefenentspannung lässt uns allerdings gleich mal um eine Stunde verschlafen.
    Endlich aufgerappelt machen wir uns auf den Weg in die Mitte des Nationalparks, wo man mit etwas Glück in den frühen Morgenstunden Bisons in der Prärie beim Weiden beobachten kann. Trotz unserer Verspätung haben wir Glück und entdecken nach einiger Fahrtzeit 3 Bisons, welche wegen der Hitze jedoch größtenteils auf der faulen Haut liegen und sich auch von uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.

    Auf dem Weg zu unserem Frühstücksplatz am See, auf welchem sich Pelikane treiben lassen, kreuzt noch ein kleiner süßer Schwarbär unseren Weg. Allerdings ist auch dieser so schreckhaft, dass er sich gleich im Busch versteckt als wir uns nähern.

    Gut gestärkt liegt ein weiterer Road Trip vor uns, dessen ersten zwei Stunden komplett auf Schotterpisten erfolgen. Dieses ist wohl auch der Grund, weshalb uns nur Pickups entgegenkommen.
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  • Calgary Stampede

    July 9, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 25 °C

    Unser Besuch in Calgary beginnt mit der unerfreulichen Nachricht, dass wir eine Online-Bestellung nicht in der Filiale der Canada Post abholen können, da man nicht nur wie angekündigt eine photo ID braucht, sondern auch einen proof of residence... und zwar in Kanada. Da wir keine offiziellen Dokumente mit einer kanadischen Adresse besitzen, müssen wir unverrichteter Dinge wieder gehen. Also als Tipp, falls man mal in die Verlegenheit kommt: Als Ausländer keine Pakete in die Postfiliale senden. Es hilft sicherlich, jemanden vor Ort zu kennen oder wie in unserem neuen Versuch amazon locker zu nutzen. Sie sind wie unsere Paketstationen, wo man angeblich nur einen Code zum Abholen braucht, wir sind gespannt.

    Jetzt aber zur Stadt und der großen Attraktion, die gerade zu unserem Besuch Calgary ein gewisses Western-Flair verleiht: die Calgary Stampede. Einmal im Jahr findet für zehn Tage ein großes Festival bzw. Wettkampf im Rodeo statt. Die Stadt an sich gefällt uns auf den ersten Blick gut. In der Fußgängerzone gibt es gerade überall Cowboyhüte zu kaufen und nicht wenige Leute sind bereits mit so einer Kopfbedeckung (und passenden Stiefeln) unterwegs. Hier werden wir auch zum angeleiteten Square Dance aufgefordert und gönnen uns den Spaß, obwohl wir keine Ahnung haben, was zu tun ist 🙂. Hoffentlich wurden wir nicht von zu vielen Passanten gefilmt 🙈

    Da wir durch ein Gespräch schon vorher von der Stampede wussten, haben wir uns zwei Tickets für das Gelände plus die Wettkämpfe des aktuellen Tages gekauft. Das Gelände gleicht einem großen Jahrmarkt mit einigen zusätzlichen Shows und Ausstellungen. Die Wettkämpfe kennen wir vorher noch nicht, aber das Grundprinzip lässt sich dann doch schnell verstehen. Zuerst kommt bareback riding, also Pferde ohne Sattel, deren Reiter sich acht Sekunden auf ihnen halten müssen. Anfangs noch erstaunt und besorgt um die Gesundheit von Tier und Reiter gewöhnen wir uns doch ein. Als nächstes kommt Tie Down Roping, das uns tatsächlich etwas ungnädig den eingefangenen Kälbern gegenüber vorkommt. Etwas verrückter wird es beim Steer Wrestling, wo sich ein Cowboy von seinem galoppierenden Pferd aus auf einen flüchtenden, jungen Stier stürzt und ihn zu Boden ringt. Wie beim Kälberfang und dem nachfolgenden Ladies Barrel Race zählt hier die Zeit während alle anderen Disziplinen über Haltungsnoten entschieden werden, wobei Reiter und Tier mit jeweils maximal 45 Punkten bewertet werden. Zum Ende hin starten die anscheinend beliebtesten Kategorien Saddle Bronc (Pferderodeo mit Sattel, wo sich der Reiter an einem Seil festhält) und zuletzt das Bull Riding. Für uns ist es ein Wunder, dass niemand dabei ernsthaft verletzt wird, auch wenn die Wagemutigen/Verrückten alle Profis sind. Die Bullen springen wild umher bis sie ihre Reiter loswerden und trippeln dann gemütlich und von alleine aus der Arena. Sie scheinen das Prozedere sehr gut zu kennen. Damit endet das Spektakel und wir schlendern in der prallen Sonne noch ein wenig über das Gelände bevor wir die Stadt hinter uns lassen.
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  • Lake Minnewanka

    July 11, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute genießen wir das gute Wetter zuerst am Lake Minnewanka, einem schönen, von Bergen umringten See. Wir verbringen hier etwas Zeit und nach einer kleineren Wanderung fahren wir noch einmal nach Banff, um die restlichen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Dazu zählen ein kleiner Wasserfall des Bow River am Ortsrand und das historische und imposante Banff Springs Hotel. Wir schlendern einmal durch den Hauptteil, entscheiden uns aber aufgrund des Schnäppchenpreises von 400 € pro Übernachtung doch wieder für unseren Campingplatz.Read more

  • Ha Ling Peak

    July 12, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 16 °C

    Der Wind peitscht uns durch die Haare. Jeder Schritt wird mühsamer. Unser Ziel ist jedoch bereits in Sicht. Unsere Füße versuchen sicheren Halt auf dem kieseligen Untergrund zu finden während wir uns die letzten Meter zum Gipfel des Ha Ling hinauf kämpfen.

    Zugegebermaßen war es keine Bezwingung des Mount Everest, aber der Aufstieg zur 2.380 m hohen Spitze des Ha Ling mit einem durchschnittlichen Anstieg von 25% war dennoch gut anstrengend. Die Aussicht über je ein Tal auf jeder Seite des Bergkamms war allerdings eine angemessene Entlohnung. :)
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  • The Tea House and the other Tea House

    July 15, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute haben wir Glück und bekommen einen Parkplatz am beliebten Lake Louise. Da es sich um einen Gletschersee handelt, reflektiert er das Sonnenlicht in einem schönen Türkis. Aufgrund des Muskelkaters nehmen wir uns erst einmal nur die Wanderung zum Agnes Lake und dem dazugehörigen Tea House vor. Dort angekommen stärkt uns eine heiße Schokolade mit mini-Marshmallows ausreichend um den Aussichtspunkt Big Beehive in Angriff zu nehmen auch wenn uns vorher noch nicht wirklich bewusst ist, wo wir landen werden. Unsere Mühe wird mit einer hervorragenden Aussicht über den Lake Louise belohnt. Für besonders Wagemutige ergibt sich hier auch die Möglichkeit des Aufstiegs zum noch höher gelegenen Devil's Thumb. Nicht der Aufstieg zum Devil's Thumb lässt und überlegen, ob wir diesen erklemmen sollen. Da man zu diesem Punkt klettern muss, macht uns eher der Abstieg mit unserem Muskelkater Angst.

    Wir sind sehr glücklich mit der Aussicht am Big Beehive und beschließen, nicht die gleiche Route zurück zu nehmen. Stattdessen führt uns der Rückweg auf den "Highline Trail". Er leitet uns durch das Tal, das zum Lake Louise führt, in Richtung der Gletscher. Wir gelangen an mehrere Scheidepunkte von welchen wir entweder auf direktem Weg zu unserem Ausgangspunkt Lake Louise gelangen oder durch Umwege noch etwas mehr von der Gegend sieht. Wir entscheiden uns jedes Mal für den längeren Weg, welches unsere geplante Wanderung um 16 km verlängert. Doch es lohnt sich. Wir wandern an kleinen Ausläufern der Gletscher entlang, die kleine kalte Höhlen offenbaren. Dieses Erlebnis von Sommerschnee bei 30°C hat man auch nicht überall.

    Wir gelangen inzwischen wirklich etwas erschöpft zum Tea House im Plain of Six Glaciers und gönnen uns eine kleine Erfrischung sowie ein Nickerchen in der Sonne. Wir werden durch lautes Donnern geweckt, das sich nach verwundertem Blick auf den blauen Himmel als Schneerutsch herausstellt. Nun geht es wirklich zurück und nach nur 7 km sind wir wieder am Auto. Da es schon abends ist, fahren wir noch am ebenfalls türkis-blauen Moraine Lake vorbei, dessen Parkplatz tagsüber häufig wegen Überfüllung geschlossen ist.
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  • Maligne Valley

    July 17, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute gönnen wir uns etwas entspanntes Sightseeing, da mehrere Sehenswürdigkeiten entlang einer ca. einstündindigen Autofahrt liegen. Zuerst schauen wir uns den Maligne Canyon an, welches jedoch eher einem Fluss in einer sehr engen Schlucht gleicht. Es ist nett anzuschauen, aber kein "muss man unbedingt gesehen haben"-Highlight.

    Anschließend geht es weiter zum Medicine Lake, der von einem schönen, bergigen Panorama umgeben wird. Der Besuch lohnt sich aufgrund des Anblicks und der Möglichkeit auf größeren Felsen am Rand ein wenig abseits anderer Besucher (von welchen die Kinder anscheinend versuchen, den Wasserspiegel steigen zu lassen und ihn mehr und mehr mit Steinen befüllen 🤨) die Aussicht und das Wetter zu genießen.

    Unsere Tour endet am Maligne Lake, der ebenfalls gut besucht ist und eine Reihe von Aktivitäten bietet. Wie bereits erwähnt sind wir heute etwas bequem aber nicht wenige Besucher reisen mit eigenen Kajaks oder Kanus an. Auf dem riesigen See kann man sicherlich auch den ganzen Tag verbringen, vom resultierenden Sonnenbrand mal abgesehen. Bis Banff/Jasper war die Miete für Boote immer sehr günstig, aber in diesen Gegenden hätte sich ein eigenes Boot bereits nach ca. fünf Fahrten bezahlt gemacht (je nach Ort und Länge). Für längere Aufenthalte definitiv eine Empfehlung! :)

    Den Rest des Tagen verbringen wir auf dem Campingplatz, da wir heute einfach keine Lust haben, groß aktiv zu sein.
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  • Whistlers Peak

    July 19, 2018 in Canada ⋅ 🌧 15 °C

    Unser Plan heute ist eine nicht so lange, aber eher anstrengende Wanderung auf Mount Edith Carvell hier in der Nähe von Jasper. Es kostet uns schon ziemlich viel Überwindung, nach dem 3 Gammeltagen aus dem Bett zu kommen und unsere Wandersachen anzuziehen anstatt einfach liegen zu bleiben und morgen zu wandern. Aber wir sind ja fleißig 😉 Also Wanderklamotten an und Rucksack gepackt. Auf geht die einstündige Fahrt zum Trailhead. Dachten wir. Als wir nach 50 Minuten Fahrt die gesperrte Seitenstraße zum Trail vor uns entdecken, wurden wir eines Besseren belehrt. Der Weg soll eigentlich ab Mitte Juli geöffnet sein, das ist allerdings abhängig von der Schneeschmelze. Wie wir später lesen, wird er dieses Jahr erst zum August geöffnet.

    Da hat man sich schon mal aufgerafft und dann sowas. Na gut, dann eben Plan B... Wir fahren erstmal weiter zu den Athabasca Falls, also einem Wasserfall. Das Wasser beinhaltet soviel klein gemahlenen Stein, dass es sehr dreckig aussieht, was das Spektakel aber nicht weniger ansehnlich macht. Die Wassermassen zwängen sich durch eine enge Schlucht und spritzen auf beiden Flussseiten den Zuschauern entgegen. Sehr schön, aber länger als eine Stunde dauert die gesamte Besichtigung nicht. Und nun?

    Es ist nicht so, dass es gar keine Wanderungen oder schöne Orte mehr geben würde, ganz im Gegenteil. Aber mit der Zeit wird man ja von der Landschaft doch etwas verwöhnt und möchte nicht unbedingt Stunden wandern, um dann zu sagen: "Schau mal, sieht aus wie der See gestern." 😉 Da es schon zu spät für eine richtig ausgiebige Wanderung auf den nahegelegenen Whistlers Peak ist und unsere Motivation dazu auch nur mittelmäßig hoch, gönnen wir uns zum Abschluss doch mal die SkyTram, eine Gondel, die den Großteil der Arbeit übernimmt und uns 2 km unterhalb des Gipfels absetzt. Eine gute Entscheidung, wie wir nach einem netten Gespräch mit einem deutschen Urlauber erfahren, da er sich drei Stunden durch eine Mückenplage gekämpft hat. Auf jeden Fall ist die Aussicht hier oben fantastisch und wird noch besser als wir uns frischen Fußes zur Spitze vorarbeiten. Haben wir doch noch unsere "Wanderung" bekommen 😊 Das Ergebnis teilen wir wie immer so gut wie möglich in den Bilder mit euch, auch wenn es vor Ort sicherlich noch eindrucksvoller wirkt. Definitiv mal wieder eine Empfehlung. 😊

    Am Campingplatz angekommen stellen wir fest, dass wir uns unseren Platz heute wohl teilen müssen. Einer Familie Wapitis scheint es hier auch recht gut zu gefallen. Das Männchen, die 3 Weibchen und die 5 Kitz genießen auf unserem Platz gerade ihr Abendessen und lassen sich nach uns nach rund um unser Auto zwischen den Bäumen im Gras nieder. Also ich gehe heute Nacht nicht alleine auf Toilette, denn wo ein Wapiti-Kitz ist, ist der Grizzly nicht weit 😧
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  • Park & Sleep

    July 20, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute verlassen wir die schönen Nationalparks in den Rocky Mountains und fahren Richtung Westküste. Wie sich während der Fahrt herausstellt ist unser Timing gar nicht so schlecht. Es regnet nämlich den ganzen Tag. Wir fahren stundenlang ohne irgendein Anzeichen von Zivilisation oder Eiskaffee, aber mit viel Verkehr, bis wir nach sechs Stunden in Kamloops ankommen. Hier können wir endlich wieder Lebensmittel zu für kanadische Verhältnisse vernünftigen Preisen auffüllen, das war in den Nationalparks ohne ein kleines Vermögen auszugeben nämlich nicht möglich. Auf dem Weg nach Kamloops kamen wir wieder an einem Schild, das auf eine Zeitzonengrenze hinweist, vorbei, womit wir vorerst mit neun Stunden Zeitunterschied am weitesten von Deutschland entfernt sind.

    Wir entschließen uns spontan, das geduldete Übernachten auf einem Walmart-Parkplatz mal auszuprobieren, alleine des "Abenteuers" wegen. Wie wir feststellen gibt es eigentlich keinen Unterschied zu den Campingstellplätzen, die wir meist nehmen (ohne Strom/Wasser). Allerdings muss die Nacht sorgfältig geplant sein, da von 23 Uhr bis 7 Uhr keine Toiletten zur Verfügung stehen. Die Übernachtung funktioniert insgesamt wider Erwarten aber doch sehr gut. Morgen kommen wir in Vancouver an und Keji bekommt seinen ersten wohlverdienten Ölwechsel, worauf er sich bereits freut. 😀👏🏻👏🏻
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  • Vancouver

    July 22, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 22 °C

    Nachdem wir gestern am frühen Abend auf unserem Campingplatz angekommen sind geht es heute erstmal in das Getümmel Vancouvers. Da uns der Verkehr gestern gereicht hat und obwohl die Städte häufig kostenlose, zeitlich begrenzte Parkplätze anbieten, entscheiden wir uns heute für eine Busfahrt. Die Bezahlung ist erstmals über einfaches "tappen" mit der Kreditkarte möglich, was uns viel lieber ist als massenhaft Kleingeld herauszusuchen. Das scheint uns auch in den Geschäften viel gängiger als in Deutschland. Eigentlich zahlen wir fast alles auf diese Weise. Wissen die Geschäfte/Restaurants dass es unsere Karte ist? Unwahrscheinlich... Ist es super bequem? Definitiv! 😉

    Jedenfalls kommen wir ohne großen Stress in der Innenstadt bzw. am (Yacht-)Hafen an und suchen uns schon einmal ein Segelboot für die nächste Weltumrundung aus... Der erste Eindruck ist auf jeden Fall positiv. Wir sehen hier im Hafen auch unerwartet unseren ersten lange herbeigesehnten Orca (s. Bild)!

    Unsere Tour führt uns durch das Central Business District über den Touri-Anziehungspunkt des historischen Gastown nach Chinatown und zurück. Dabei ist es erst ganz schick, wird aber ab dem Rand von Gastown zunehmend ungemütlicher, sodass wir ganz froh sind letztlich wieder in der Anfangsgegend zurück zu sein. Das japanisch-koreanisch geprägte Viertel entlang der Robson Street erscheint uns dagegen als attraktiver Ort um Essen zu gehen oder für die Singvögel unter uns für Karaoke.
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  • Beach Day

    July 23, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute wird mal wieder etwas gefaulenzt. Da wir direkt gegenüber des Stanley Parks campen und es auch ein Highlight der Stadt ist, spazieren wir auf die kleine grüne Halbinsel und lassen uns an einem der beiden ausgewiesenen Strände nieder. Für die Nähe zur Innenstadt ist es wirklich ein netter Ort zum Erholen oder um den Rundweg am Wasser für eine Fahrrad-, Jogging- oder Skatingtour zu nutzen. Wie auch in den anderen Städten haben wir nur einen sehr kleinen Ausschnitt gesehen und können uns sicherlich keine umfängliche Meinung bilden, aber der Stanley Park gefällt uns an Vancouver sehr gut. Gut gesonnt und erholt geht es am späten Nachmittag noch einmal kurz in die Stadt und anschließend zurück zu Keji.Read more

  • Viktorianische Wale

    July 25, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach der Überfahrt auf Vancouver Island gestern haben wir in der Nähe von Victoria, der größten Stadt der Insel, übernachtet. Heute ziehen bzw. fahren wir also erst einmal los Richtung Stadtkern und Hafen. Wir laufen ein wenig herum und entdecken dabei viele kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants. Wie so häufig finden wir gerade am Wasser eine nette Atmosphäre und geschäftiges Treiben. Whale watching ist eine beliebte Touri-Aktivität und wir schließen uns spontan einem dieser Ausflüge an um vielleicht endlich einen Blick auf echte Wale werfen zu können.

    Die rasante Fahrt im Zodiac, einer Art großem, befestigtem Schlauchboot mit kräftigem Motor, macht für sich genommen bereits tierisch Spaß! Selbst ohne Wale hätte sich die Fahrt gelohnt. Das Wetter ist hervorragend und unser Glück kann jetzt nur noch durch eine Walsichtung gesteigert werden. Und tatsächlich... Eine Gruppe Orcas hält sich nur einige Minuten Fahrt vom Hafenausgang entfernt auf. Wobei "aufhalten" nicht ganz richtig ist, da unser Guide uns mitteilt, dass sie sich gerade im "travel mode" befinden, vielleicht auf dem Weg zu ihrer nächsten Mahlzeit. Denn diese Gruppe der migrierenden Killerwale ernährt sich im Gegensatz zu der lokal ansässigen Art vorwiegend von anderen Säugetieren, wie uns erklärt wird, und ein Stück weiter hängen die Seerobben gerne ab. Wir fragen nicht, ob wir auch zu den besagten Säugetieren gehören und halten uns lieber gut fest. Aufgrund von Regelungen zum Schutz der gefährdeten Orcas nähern wir uns aber ohnehin nicht weiter als grob geschätzte 50 m und sie scheinen sich von unserem oder anderen Booten nicht beeinflussen zu lassen. Wir sind jedenfalls happy über die ständig auf- und abtauchenden Meeressäuger, die an der Oberfläche kleine Wasserfontänen ausstoßen. Wir begleiten und beobachten sie eine Weile bevor es in eine andere Richtung weitergeht.

    Am Vormittag wurde wohl an einem anderen Punkt vor der Küste ein Buckelwal gesichtet. Unser Bootsmann steuert uns in die Gegend, wo wir alle fleißig nach Wasserfontänen Ausschau halten sollen. Ansonsten ist nämlich selbst ein so riesiges Tier eher so leicht zu finden, wie eine Nadel im Heuhaufen. Nur, dass die Nadel die meiste Zeit unter Wasser ist. Auch wenn der Vergleich jetzt irgendwie hinkt, entdecken wir einige Minuten später eine Fontäne unweit entfernt und zischen los. Wir sehen noch kurz den Rücken des Ozeanriesen bevor er mit einem ikonischen Schwanzflossenschlag abtaucht. Im Gegensatz zu den Orcas müssen wir uns nun einige Minuten gedulden, wobei es auch deutlich länger dauern könnte, bevor wir ihn (oder sie) wiedersehen, da Buckelwale viel länger unter Wasser bleiben können, als Orcas. Noch einmal freuen sich alle Mitfahrenden und versuchen ein Bild der sichtbaren Teile des Buckelwals zu schießen.

    Anschließend brechen wir zu dem Ort auf, für den sich vielleicht auch die Orcas interessiert haben. Neben einer kleinen Leuchtturminsel ragen noch kleinere Felsinseln aus dem Wasser, auf denen sich Seelöwen, Seehunde und Robben sonnen. Sieht fast so aus wie unser Leben zur Zeit, nur noch deutlich weniger aktiv. Glücklich über die Vielzahl an beobachteten Tieren, zu welchen sich noch ein Seeadler und ein Seeotter gesellen, geht es zurück nach Victoria. Im Hafengebiet können wir vom Boot aus einen Blick auf die Gegend der Fishermen's Wharf werfen, die wohl auch eine schöne (und leckere) Ecke der Stadt sein soll. Hier entdecken wir auch noch einen Harbour Seal. Wenn schon Gönnung, dann richtig. Zurück am Hafen entdecken wir ein schönes Restaurant, in welchem es gegrillten Fisch gibt. Wenn nicht auf Vancouver Island, wo dann, fragen wir uns. Und da wir heute noch nichts gegessen hatten, kam das sehr gelegen.

    Da es inzwischen schon spät am Nachmittag ist, entscheiden wir uns nun zur Rückkehr zu unserem Auto. Das haben wir in der Innenstadt geparkt. Aber wo? Schon über dem Zeitlimit des Parkplatzes schlängeln wir uns den Weg in die ungefähr vermutete Richtung. Da vorne! Nein, doch nicht... Schau mal, das sieht aus wie unser Parkplatz! Ne, nur der gleiche Betreiber... Ohne Kartenapp wären wir wohl ganz verloren gewesen. Was ist denn bloß mit den jungen Leuten von heute los? Wir rufen uns noch einmal die Autonavigation in die Stadt ins Gedächtnis und erkennen endlich auch ein Gebäude wieder. Oh ein Starbucks. Nach einem Eistee denken wir, in diese Richtung müsste es ja eigebtlich schneller gehen. Und wieder verlaufen. Nicht ohne Umwege, aber zufrieden finden wir uns ein paar Minuten später dann doch bei Keji wieder, der brav und ohne Strafzettel auf uns wartet. So reiten wir in Richtung der Abendsonne von dannen...
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  • East Sooke Park

    July 26, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Campingplatz der letzten Nacht überrascht uns am Morgen mit einem Reh in Sichtweite und kurz darauf noch einer ganzen Familie mit einem Kitz. So könnte das immer laufen. Unser Nachbar der uns auf das Auto anspricht, hat anscheinend morgens auch schon einen Schwarzbären den angrenzenden, kleinen Fluss durchqueren sehen. Er ist außerdem der Zweite, der uns einen Besuch des Orts Tofino an der Westküste empfiehlt. Außerdem empfiehlt er uns den West Coast Trail mit 80 km Länge durch geschütztes Gebiet ohne Straßen, welchen Wanderer auf der Insel wohl auf jeden Fall bestreiten sollen. Für uns passt es zeitlich und mit dem Equipment jedoch leider nicht so gut. Vielleicht nächstes Mal... Ja, auch uns steht weiterhin Urlaub zu.🙃

    Wir haben uns für heute einen Park an der Küste ausgesucht. Von dort sieht man den Pazifik zwischen Kanada und den USA, wo wir gestern die angenehm artenreiche Whale Watching Tour unternommen haben. Den Park können wir nicht an einen Tag erkunden und beschränken uns daher auf einen kleineren Rundgang mit ausgiebigen Pausen auf Felsblöcken mit Blick auf das Meer. Zugegeben haben wir mehr Zeit mit Pausen als mit Wandern verbracht. Aber bei dem Wetter uns der Aussicht, was soll man machen? Wir bemerken, dass wir uns fast immer etwas vornehmen und ruhig mehr solcher entspannten Momente genießen könnten. Also entschließen wir uns, die restliche Zeit auf der Insel überwiegend im bzw. um das gerüchteweise so schöne Tofino zu verbringen und uns mal eine ganze Woche nichts vorzunehmen und nur am Stand zu liegen und in Cafés zu sitzen.

    Fünfstündige Fahrten halten uns ja nicht mehr ab. Eine einstündige Planungsession und sieben Telefongespräche später wissen wir: Die Gegend ist wirklich beliebt und die Hochsaison im Moment hilft da nicht weiter. Wir haben aber zumindest einen ganz groben Plan für die nächsten Tage und machen uns auf zu unserem kurzen Strandurlaub. Ankommen werden wir allerdings erst morgen, heute wird unterwegs übernachtet, da wir doch einfach keine Lust mehr aufs Autofahren haben.
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  • Regenwald & Nebelmeer

    July 29, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 15 °C

    Unser Ausflug an die Westküste lohnt sich einerseits, da es hier viel Natur und vor allem Strand gibt. Andererseits war uns vorher nicht bewusst, dass hier ein ganz anderes Klima herrscht, wahrscheinlich bedingt durch die Berge im Inselkern. Es ist feuchter und kühler, was man auch am vorhandenen Regenwald merkt.

    Die beiden Orte in diesem Teil der Insel sind eher klein, aber ganz schön und auf Touristen und Surfer eingestellt. Bei nicht so gutem Wetter schaffen wir es hier hervorragend zu faulenzen. Trotzdem gibt es auch einen halben Strandtag. Anfangs sehen wir aufgrund des dichten Nebels nicht einmal das Wasser, aber es klart noch auf, sodass wir einen sonnigen Nachmittag am Strand verbringen können. Nach wie vor ziehen imposant dünne Nebelschwaden vom Meer an Land und neben uns genießen zahlreiche Surfer die schöne Umgebung und das Wetter.
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  • Cathedral Grove

    August 1, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Auf dem Rückweg zur Ostküste kommen wir am Cathedral Grove vorbei, einem Stück Regenwald mit großen, bis zu 800 Jahre alten Bäumen. Hier wurden auch Szenen für Star Wars gedreht, vielleicht erkennt es jemand wieder oder findet irgendwo versteckt einen Ewok. 😉Read more

  • Goodbye Canada

    August 2, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute lassen wir das schöne Kanada hinter uns und reflektieren noch einmal "kurz" unsere Eindrücke.

    DAS LAND (südlicher Teil) 🇨🇦
    Der allgemeine Eindruck Kanadas ist häufig durch den Westen und die Rocky Mountains geprägt, was auch dadurch bestätigt wird, dass wir im Osten nur in den Städten und in der Mitte des Landes quasi keine Touristen antreffen. Durchquert man das Land jedoch von Küste zu Küste, so entdeckt man eine weitaus vielfältigere Landschaft.

    Der Osten Kanadas ist eher flach und geprägt von unzähligen Wäldern, Flüssen und Seen. Auch der Großteil der bekannteren Städte ist hier zu finden. Besonders gefallen hat uns die Natur um Halifax, der Jacques-Cartier-Nationalpark und die Great Lakes, deren Größe und unzählige Strände ab und zu vergessen lassen, dass man nicht an der Küste, sondern in der Mitte eines Landes ist. Unter den Städten haben wir uns in Ottawa und Québec City mit ihrem gemütlichen Flaire am wohlsten gefühlt.

    Die Mitte des Landes, dem flachsten Teil, ist deutlich weniger bewaldet ist, haben wir nicht so viele Highlights entdeckt. Dennoch hat uns die Prärie, welche uns gelegentlich an Bilder der Savanne Afrikas erinnert, sehr gefallen. Auch der Riding Mountain Nationalpark war mit seiner Vielfalt an Tieren seinen Besuch definitiv wert. Da hier auch das landwirtschaftliche Zentrum Kanadas liegt, das durch kilometerweite Rapsfelder und Weideland geprägt ist, werden wir häufig an Deutschland erinnert.

    Die heiß ersehnte Berglandschaft haben wir schließlich im Westen angetroffen. Über Calgary, eine größere aber gemütliche Stadt mit Westernflair, gelangt man zu den unglaublich schönen Touristenhochburgen Kanadas: Banff und Jasper. Das Bergpanorama beim Befahren des Nationalparks stimmt uns jedoch milde. Wie auch in den anderen Landesteilen könnte man alleine hier schon Monate verbringen. An Vancouver Island hat uns besonders das variierende Klima fasziniert. Während im Osten der Insel zum Festland vergleichbares Wetter herrscht, ist es im Westen nach dem Durchqueren des Bergkamms der Regenwald ca. 10°C kühler und eine ständige Nebelschicht legt sich über die Landschaft.

    Sonst hatten wir im gesamten Land unglaublich gutes Wetter bei um die 25-30°C mit Regen an nur ca. 5 von unseren 52 Tagen, wobei es während unserer Zeit im Westen Kanadas generell etwas wärmer war.

    Generell hat uns die große Anzahl an Nationalparks sehr gut gefallen, die auch immer gute Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Jedoch waren wir etwas überrascht, dass wir mit unserem Canada Parks Pass im Osten kaum etwas anfangen konnten. Hier waren die Provinzen ganz clever und haben noch Quebec Park Pässe, Ontario Park Pässe etc. eingeführt. Im Westen hat sich der Pass dann jedoch voll bezahlt gemacht. Je nachem wo man hinfährt, sollte man also vor der Anschaffung des Passes darauf achten, ob es sich um Canada Parks oder Provincial Parks handelt.

    DIE LEUTE 👨‍👩‍👧‍👦
    Fast ausnahmslos haben sich die Kanadier überschlagen vor Freundlichkeit. Für grimmige, deutsche Touristen bedeutet das erstmal einen Kulturschock. 😉 Das galt eigentlich für alle hier, unabhängig davon ob im Service, Campingnachbarn oder zufällige Begegnungen auf der Straße. Gerade in Restaurants hat man sich immer Zeit für jeden Gast genommen, auch wenn viel los war. Das beinhaltet ein wenig Smalltalk bei der Bezahlung, wobei man z. T. aber sehr ausführliche Tipps für weitere Aktivitäten und zur Umgebung erhält.

    MOBILITÄT 🚗⛵🚀
    Grundsätzlich erscheint uns ein Auto aufgrund der Weitläufigkeit des Landes von großem Vorteil. Die regelmäßigen Tankstopps sind immer für eine Überraschung gut, da wir Preise zwischen 1,00 CAD pro Liter und 1,50 CAD pro Liter gesehen haben, wobei Diesel nicht zwingend günstiger ist als Benzin. Das Verkehrssystem gefällt uns nach kurzer Eingewöhnung sehr gut. Es ist simpel, da sich die Verkehrszeichen im Wesentlichen auf Stoppschild, kein Stoppschild und Ampeln beschränken. Außerdem gilt an jeder Ampel (außer in Québec) ein grüner Rechtsabbiegerpfeil. Sehr praktisch! Wie auch in vielen anderen Ländern hängen die Ampeln auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wenn man also beim Linksabbiegen auf der Kreuzung strandet, weiß man wenigstens, wann es weitergeht. 😉

    Im innerstädtischen Verkehr kann man auch mal den Bus nehmen. Hier gibt es aber leider keine Tickets, sodass Umsteigen stets mit erneuter Bezahlung bestraft wird. Das System scheint uns weniger durchdacht oder wir haben es nicht verstanden.

    EINKAUFEN💰
    Generell bekommt man in Kanada alles was das Herz begehrt. Supermärkte sind hier sehr selten einzeln vorzufinden, sondern befinden sich meistens in einem riesen Areal von Einkaufsmöglichkeiten, das dann beinahe der Fläche einer Kleinstadt gleicht. Leider müssen wir recht schnell feststellen, dass frische Lebensmittel sehr teuer und Fertiggerichte, Minidonuts oder Cupcakes recht günstig zu ergattern sind. Auch der Alkohol ist selbst in den Liquor Stores nahezu teurer als bei uns in Gaststätten. So legt man für ein alkoholfreies Weizen gerne mal 4,95 CAD hin, nicht dass wir eins gekauft hätten 😉. Eine weitere Besonderheit ist, dass es den Alkohol hier nicht im Supermarkt, sondern nur in separaten Beer und Liquor Stores zu kaufen gibt.

    Beim Einkaufen und auch bei sämtlichen anderen Preisen wie in Restaurants oder bei Aktivitäten wird jedoch das rechnerische Können gefordert, denn es sind immer nur die Nettopreise abgebildet. Die Steuern kommen hier jeweils noch hinzu, wobei sie sich je nach Provinz und Güterkategorie immer wieder unterscheiden.

    Dazu kommt noch das unglaublich komplizierte Pfandsystem. Je nach Provinz zahlt man mal doppelt so viel Pfand wie man zurückbekommt oder es gibt gar keinen Pfand oder es gibt nur auf Dosen mit Alkohol Pfand oder es gibt auf ALLES Pfand, selbst auf Milchkanister, Getränkekartons, Weinflaschen, etc. Zudem wird in Supermärkten nur selten Pfand zurück genommen und wenn dann nur eine begrenzte Anzahl von um die 20 Behälter, sodass für die Pfandrückgabe meistens ein Recycle Depot aufgesucht werden muss. Alternativ kann man seine Behälter auch in Recycling-Mülleimern entsorgen, womit das Pfand dann jedoch Pfutsch ist.

    AUSGEHEN💃🏻🍹
    Ausgehen tun die Leute hier zwar anscheinend gerne, wie sie sich das leisten können, ist uns aber ein Rätsel. Wir haben für unsere erste Pizza hier gut und gerne 18 EUR gezahlt... bei einer Kette, nicht beim Sterne-Italiener wohlgemerkt. Die teuren Getränke hatten wir ja bereits erwähnt, obwohl die Sparfüchse unter uns auch einfach bei dem Wasser bleiben könnten, das überall unbegrenzt und kostenlos zum Essen gereicht wird. Die Trinkgeldkultur ist etwas anders als bei uns, da hier 15%-20% Trinkgeld üblich sind.

    CAMPING🚙⛺
    Camping nimmt hier ganz neue, uns bisher unbekannte Dimensionen an. Ein gewöhnlicher Camper oder Wohnwagen hat hier ca. die Größe einer 2-Zimmerwohnung mit ausfahrbaren Elementen und ist auch ähnlich ausgestattet. Von fließend warmem Wasser, einem Gefrierschrank und Geschirrspüler bis hin zu einer ganzen Wohnzimmereinrichtung fehlt hier eigentlich nichts. Als wäre das nicht genug, haben die Meisten auch noch ihren riesigen Gasgrill mit an Bord. Von der uns doch als eher etwas einschränkender bekannten Urlaubsart ist hier nichts mehr zu finden. Selbst die Besitzer der Luxuscamper sagen, dass dies eigentlich nichts mehr mit campen zu tun hat.
    Doch auch uns bieten die großen Camper der Anderen einen Vorteil, denn die meisten Campsites sind hier so riesig, dass wir gleich zehn unserer "kleinen" Kejis abstellen könnten. Da die Campsites meistens noch von Bäumen umrundet sind, ist hier für Camperverhältnisse doch erstaunlich viel Privatsphäre gegeben.

    Preislich liegen die Campsites mit durchschnittlich 30 CAD pro Nacht auch deutlich unter den von uns vermuteten Preisen. Einen freien Platz kann man eigentlich immer noch irgendwo ergattern. Will man jedoch nicht in der Overflow-Area übernachten oder auf Strom und Wasser verzichten, so sollte man trotz der zahlreichen Campgrounds in beliebten Gegenden in der Hauptsaison die Plätze rechtzeitig vorreservieren.

    Sehr gewöhnungsbedürftig waren für uns zu Beginn die Toiletten, nicht nur beim Camping, sondern generell. Die Türen hätten sie eigentlich gleich weglassen können, da die Schlitze links und rechts neben den Türen ca. so breit waren wie 3 Finger und jeglicher Sichtschutz durch die eigentliche Tür somit überflüssig war. Auch die Höhe der Türen in den Toiletten und Duschen war eher für Leute um die 1,50m Größe konstruiert.

    HIGHLIGHTS 🎉
    Jaques Cartier National Park, Ottawa, Ribfest, Riding Mountain National Park, Stampede in Calgary, Banff & Jasper, Vancouver Island, eigentlich auch alle anderen Nationalparks :)

    EMPFEHLUNGEN❗
    Tour im Osten mit Toronto, Ottawa, Montreal, Québec, Niagarafällen und einer Auswahl an Nationalparks und den Great Lakes;
    Typische Tour im Westen mit Vancouver (Island), Banff und Jasper und zur Stampedezeit auf jeden Fall Calgary.

    PS: an eine kanadische Postfiliale sollte man ohne Wohnsitz in Kanada nichts schicken lassen. Zu empfehlen sind hingegen die Amazon Locker.

    🇺🇸 BY THE WAY, WE MADE IT TO THE USA 🇺🇸
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  • First day, USA

    August 3, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 22 °C

    Der erste Tag in den USA war unspektakulär, außer dass wir unsere Vorräte an frischen Lebensmitteln wieder aufgefüllt haben. Die hatten wir vorsorglich "vernichtet", weil man sie nicht über die Grenze bringen darf. Wie wir allerdings gestern freudig überrascht festgestellt haben, sind die Grenzbeamten der USA (zumindest bei uns) allerdings deutlich entspannter als zuerst befürchtet.

    Die kurze Abfrage nach frischem Obst und "Reis... gekochter Reis?" beendet die Zoll- und Fahrzeugkontrolle. Anschließend warten wir einen Moment, geben Fingerabdrücke ab und werden in den USA willkommen geheißen. Dokumente benötigen wir bis auf unseren Reisepass überraschenderweise keine. Für Keji interessiert sich niemand und wir haben das Gefühl, dass sie nicht wirklich wissen, was sie mit einem "Oh was ist das denn für ein Nummernschild, wo kommt ihr denn her" anfangen sollen. Zugegebenermaßen hatten wir online per ESTA bereits unsere persönliche und Familiengeschichte sowie unsere durch und durch positiven Absichten unserer Reise angegeben. Wir schnappen uns trotzdem die Pässe und hauen schnell ab. Wenn die Launenhaftigkeit des Präsidenten ein Indiz ist, sollte man nehmen, was man kriegt. 🙊

    Hat auf jeden Fall super geklappt und die Tour kann weitergehen. Da wir spontan nichts Anderes bekommen, verbringen wir die erste Nacht direkt bei Walmart auf dem Parkplatz. Unsere erste illegale Aktivität, wie wir am nächsten Morgen feststellen.

    Nach einiger Zeit im Stau trotz Carpool-Spur stehen wir jetzt am Flughafen und warten auf unseren lieben Freund Backi, der sich (offensichtlich unüberlegt) auf knappe drei Wochen voller Spaß und Freude eingelassen hat. 😈
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  • Downtown Seattle

    August 4, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Tag startet mit einem ausgiebigen Frühstück in einem typisch amerikanischen Diner. Da in den USA (wie auch in Kanada) die Kalorien pro Speise angegebenen werden, wissen wir, dass wir uns hinterher für den Tag noch eine Scheibe trockenes Brot gönnen dürfen. Dafür ist es sehr umfangreich mit einer Mischung aus Herzhaftem und Pancakes. Yummy!

    Gut gesättigt nehmen wir den Bus nach Seattle. Einige Fans der Toronto Blue Jays fahren die gleiche Strecke, da heute ein Baseballspiel gegen die Seattle Mariners stattfindet. Wir entscheiden uns gegen einen Besuch, da wir uns ohnehin Tickets kaufen würden, von denen aus wir das Spiel wohl nur noch mit einem Fernglas beobachten könnten. Dann doch lieber in eine Bar setzen, da kann man sein Geld wenigstens "sinnvoll" investieren. 😉

    Wir laufen also ein wenig durch die Stadt und entdecken insbesondere den Pike Place Market für uns. Es gibt jede Menge Köstlichkeiten und den allerersten Starbucks-Laden. Die Schlangen sind aber zum Teil abschreckend lang und reichen zig Meter über die Bürgersteige. Daher entscheiden wir uns für einen Ginger Beer Laden, wo man innerhalb weniger Minuten ein leckeres und erfrischendes Getränk bekommt. Genau das Richtige bei der Hitze. In der Nähe sehen wir auch den Gum Wall, der genau das ist: eine Wand voller Kaugummis in allen Farben (und manchmal auch Formen), die mit der Zeit wohl zu einer Sehenswürdigkeit geworden ist. Auch sehen wir uns natürlich das Wahrzeichen der Stadt, die Space Needle an, allerdings nur von außen. Später schauen wir dann tatsächlich ein wenig Baseball in einer Bar und müssen feststellen, dass uns das Spiel trotz Internetrecherche noch nicht so richtig verständlich ist.

    Die Stadt gefällt uns insgesamt sehr gut, da sie trotz der Größe eine einladende Atmosphäre bietet, was nicht zuletzt den unzähligen Food Courts und Market Places zu verdanken ist. Wie auch schon häufiger in Kanada bekommt man jedoch den Gras-Geruch nur selten aus der Nase (ist legal), sodass die ein oder andere 'Drug Free Zone' eine willkommene Abwechslung war.
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  • Seattle Wildlife

    August 5, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 28 °C

    Da der Zoo in Seattle schön angelegt und eher groß sein soll, entscheiden wir uns heute für einen Besuch. Tatsächlich ist er abwechslungsreich und interessant und bietet auch Rückzugsräume für die Tiere. Daher gibt es auch nur Bilder von kleineren Zoobewohnern. Die großen Tiere haben größtenteils irgendwo abseits der Besucher geschlafen. Trotzdem insgesamt ein schöner Tag für die ganze "Familie". 😉Read more

  • Coeur d'Alene

    August 6, 2018 in the United States ⋅ 🌫 24 °C

    Nach Seattle liegen einige Tage Road Trip bis zum Yellowstone Nationalpark vor uns. Die erste Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg finden wir in einem National Forest. Es gibt quasi keine Infrastruktur, aber einen großen Stellplatz mitten in der Natur.

    Die anschließende Weiterfahrt verzögert sich durch einen unerwarteten, großen Stau. Da der Verkehr sonst sehr entspannt fließt, muss es schon einen triftigen Grund für die Verzögerung geben. Nach einiger Zeit entdecken wir ihn auch: Der Abschnitt rechts der Straße hat gebrannt und tut es zum Teil wohl immer noch. Mehrere Löschflugzeuge kreuzen die Straße direkt vor uns und auf dem Boden sind ebenfalls Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Von dem Feuer selbst sehen wir nur noch sehr wenig, sonst dürften wir wohl auch nicht passieren. Die schwarze, qualmende Erde ist aber auch beeindruckend.

    Später als geplant erreichen wir den angesteuerten Campingplatz, der uns mit seiner Lage und Ausstattung direkt überzeugt noch einen Entspannungstag vor Ort anzuschließen. Also relaxen wir den nächsten Tag an unserem Platz an einem kleinen See, wobei nur die örtliche Wespenplage den Spaß zu den Mahlzeiten einschränkt. Dafür hat Keji einen Namenszug bekommen, mühsam zusammengestellt aus diversen Aufklebern.

    Frisch und erholt geht es weiter Richtung Yellowstone.
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