Germany
Rodgau

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8 travelers at this place:

  • Day21

    Vom moralischen Handeln

    December 21, 2018 in Germany ⋅ 🌧 8 °C

    Noch 3 Tage bis Weihnachten.
    Kein Wunder, dass bei dem Stress, die letzten Geschenke in der überfüllten Stadt zusammen zu suchen, folgende Situationen nicht gerade selten sind.
    Ein über die Straße Sprinten bei Rot, der alten und stehenden Dame neben sich in der Tram nicht den eigenen Platz anbieten, weil die Geschenke sich auf den eigenen Knien stapeln und vor lauter Gedanken, daran, was noch gemacht werden muss, der Verkäuferin geistesabwesend kein Danke und Tschüss zukommen zu lassen.
    Das klingt nach einigen Verhaltensweisen, die wir intuitiv als unfreundlich, ungezogen, manche aber gar als frech und asozial bewerten würden. Warum diese und andere Verhaltensweisen unter gewissen Aspekten aber gar nicht so asozial sind und wie sie nicht impulsiv sondern systematisch moralisch zu betrachten sind, will ich heute zeigen.
    Auf das rote Ampeln Beispiel kam ich wegen meiner Reiseerfahrung mit 2 Menschen, die partout dagegen waren, dass man bei Rot über die Ampel geht. Auch mitten im Nirgendwo. Die beiden waren ziemlich straight, diszipliniert und grundsätzlich eher deontologisch statt konsequentialistisch bzgl. ihrer Handlungsweisen. Für mich ergab das keinen Sinn, weswegen ich mich dem Abwägen dieser Meinungsverschiedenheit widmete. Und klar gehe ich nicht über die rote Ampel, wenn für mich selbst Gefahr besteht oder wenn Kinder und verwirrte Menschen einem potentiell folgen könnten und man als schlechtes Bild vorangeht. Aber mitten im Death Valley, wo alle paar Stunden mal ein Autochen oder LKW vorbei tuckert, ist es doch sinnlos. Der hauptsächlich Grund, warum die anderen prinzipiell drauf bestanden, war, dass es ihnen engebläut würde. Und dass sie Angst vor Autoritäten hatten, die dies vermutlich Strafen würden, sei es die Polizei oder die missachtenden Blicke der übrigen Passanten.

    Und damit sind wir beim Stufenmodell moralischen Handels nach Lawrence Kohkberg. Denn der Psychologe Unterteilt in diesem Modell Handlungsweisen in 6 Stufen ein, die sich unter die Begriffe präkonventionell, konventionell und postkonventionell zuordnen lassen ↗ siehe Foto oder detailliertere Ausführung unter diesem Link

    http://zen-integral.com/wp-content/uploads/2017/08/Stufen-der-moralischen-Entwicklung.jpg

    Dabei ist das gehorsame Handeln aus Angst vor Strafe oder wegen Aussicht auf Belohnung die niedrigste Stufe 1, von der Menschen im Laufe ihres Lebens zunehmend höhere Stufen annehmen oder es zumindest sollten.
    Demnach sind die ersten beiden Stufen von Babys 👶 🐕 aber auch Tieren die Haupthandlungsmotive, woraufhin das familiäre und soziale Umfeld und dessen Interessen und Erwartungen an Bedeutung gewinnen und demnach unter dem konventionellen Oberpunkt, also Stufe 3 & 4 die Rollenerfüllung 🤰👪 und die Erfüllung extrinischer und gesellschaftlicher Anforderungen unser Handeln bestimmen. Das rote Ampeln nicht überlaufen, das alten Menschen den Sitz in der Tram anbieten oder das anerzogene Verhalten gegenüber einer Kassiererin könnte man dementsprechend auch dem Bereich des konventionellen Verhaltens zurodnen.
    Im Laufe der späten Kindheit und Jugendphase erreichen die meisten Menschen Stufe 3 oder 4 und viele Erwachsene kommen bedauerlicherweise nie darüber hinweg. Warum bedauerlicherweise ? Da laut Kohlberg die 6. Stufe die erstrebenswerte ist:
    Das Handeln nach universell gültigen, auf Menschlichkeit basierenden und grundlegenden ethischen Prinzipien🌏 Die außerhalb kultureller Konventionen global gelten können.
    Hier mal ein Negativbeispiel einer von uns intuitiv als positiv bewertete Handlungsweise, die Kohlberg zufolge aber moralisch wertlos ist, da sie der 6. Stufe widerspricht und stattdessen bei 3 anzusiedeln ist:
    Max Mustermann schützt seine kleine Schwester, die Mist gebaut hat, weil er sie schützen will. Da er ein sooo guter großer Bruder ist lügt er sogar für sein Schwester.

    Aber, er lügt- würde Kohlberg kritisieren.
    Und auch wenn jemand altes in die Bahn kommt und sich mal wieder beschwert, weil die ignorante und immer schlimmer werdende Jugend von heute nur auf ihrem Handy rumdattelt und nicht den Platz anbietet, erwarten diese ein Handeln nach Stufe 4.
    Wenn man aber allgemeine Prinzipien betrachtet und in diesem Fall die abwiegt wer nach größter Bedürftigkeit einen Platzanspruch hat, könnte der so ignorant erscheinende Jugendliche durchaus den Platz zurecht nicht anbieten.
    Man stelle sich vor, er habe sich gerade beim Sport den Fuß angebrochen und versucht nun verzweifelt die Nummer eines Arztes raus zu suchen....
    Oder so.
    Wenn man mit dieser Abwägung an viele Dinge rangeht, die einen zutiefst ärgern, dann wir man in Zukunft entspannter, toleranter und verständnisvoller sein, wenn "das Arschloch im Wagen vor mir nicht fährt", wenn "die blöde Kuh über die rote Ampel rennt" wenn "die eigene Tochter Kleidung mit Löchern trägt" oder wenn "jemand vermeintlich unfreundlich in der Bahn oder an der Supermarktasse ist".

    Denn nur weil es nicht konventionell ist, nur weil Strafe oder Verachtung lauert, heißt das meist nicht, dass man unmoralisch handelt.

    Also, wir sind frei uns von engen Zwängen unreflektierter Konventionen zu lösen, selbst den Kopf anzuschalten und Maximen zu gründen, mit denen wir gerne unser Handeln begründen und ein Leben mit Moral ergründen.
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  • Day20

    Grüne Weihnacht

    December 20, 2018 in Germany ⋅ 🌧 6 °C

    Die grüne Weihnacht steht uns in 4 Tagen bevor, denn traditionell wertschätzt man im Kreise meiner Familie ausschließlich echte Tannenbäume. Finde ich demnach auch viel schöner. Aber zeigt es uns nicht wie ambivalent und bizarr unser Verhältnis zur Natur ist. Einerseits errichten wir uns (zwangsläufig?) eine Kultur, schotten uns mehr und mehr von der Natur ab und viele Menschen ekeln sich sogar vorm Camping, vor Krabbeltieren und unbekannten Pflanzen. Dennoch stellen wir uns nicht selten zahlreiche Pflanzen und Bäumchen oder zumindest Blumen in unsere abschottenden zivilisatorischen Imperien.
    Vor allem Blumen, die dadurch nach wenigen Tagen vergehen und nur eine solch kurze Zeitspanne das Auge des Betrachters erfreuen, finde ich unnötig. Warum lässt man sie nicht dort, wo der Pfeffer wächst? 💐
    Es ist allerdings fester Bestandteil unserer Kultur und als Geschenk kaum wegzudenken (wobei man ja auch selbst Blumen pflücken könnte, statt die in Plastik und Papier eingewickelten, teuren und mit Pestizid gezüchteten Blumenladensträuße;) Ebenso wäre ein Weihnachten ohne grünen Tannenbaum nicht vorstellbar 🎄
    Apropos Tannenbaum, dieses ambivalente Verhältnis, was wir zur Natur zu haben scheinen hat ein unbekannter Künstler mal in seiner Ausstellung präsentiert, in der er menschengroße, dunkelgrüne Duftbäume beschrieben mit "Tannenduft" ausstellte. Damit wolle er zeigen wie absurd es ist, dass wir künstliche Duftstoffe, die nach Natur riechen sollen entwickeln und uns damit umgeben, statt uns von der Natur zu umgeben 🌲
    Hm, und da mir eine grüne Welt und Biodiversität ziemlich wichtig ist, möchte ich das spannende, unterhaltsame und perfekt fürs Gästeklo geeignete Buch "500 Ideen, täglich die Welt zu verbessern" empfehlen. In diesem bin ich letztens auf einen Tipp gestoßen, der sich auf möglichst umweltschonende Internetnutzung bezog.
    Und hiermit präsentiere ich euch stolz:

    MEIN BLOG IST CO2-NEUTRAL

    Eine Aktion von dem Angebotsfinder "kaufDA", der in Kooperation mit "I plant a tree" dafür sorgt, dass der durch mehr Websites wie diesem Blog hier entstehen Stromverbrauch und damit einhergehender CO2 Ausstoß ausgeglichen wird. Und zwar mit dem Pflanzen eines Baumes pro Blog, der laut Berechnungen ca. 50 Jahre der Blognutzung neutralisiert. Klingt verrückt?
    Ist es, aber was ist schon einzuwenden gegen Bäume pflanzen?
    Denn definitiv benötigen wir Bäume nicht nur an Weihnachten oder als ganzjährige Zimmerdekoration, nicht nur als Möbel- und Baurohstoff, sondern vor allem zum Atmen. Laut MTV Moderatorin Nina Eichinger erzeugt ein einziger Baum 🌳 übrigens genug Sauerstoff für 2 Menschen, ihr ganzes Leben lang. Auch als Nahrungquelle sind Bäume, Sträucher und Pflanzen unabdingbar und kostbar.
    Doch auch die Papierproduktion, die in Bildungseinrichtungen und Unternehmen unfassbar groß ist, verlangt Bäume. Durch die zunehmende Digitalisierung, Emails statt Briefe eBook statt Bücher, Internet statt Zeitschriften etc. wird das immerhin eingedämmt, andererseits verlangt diese Entwicklung auch mehr Storm, was wiederum je nach Stromgewinnungsverfahren zur Abholzung großer Waldflächen führt. Ja Bäume sind schon bedeutsam, wie noch ein Funfakt aus dem erwähnten Buch verdeutlicht:

    China produziert im Jahr über 60 Milliarden (!) Wegwerf-Essstäbchen, wofür 33,3 Millionen Bäume benötigt werden.
    Deswegen empfehlen die Autoren recycelbare Stäbchen zu nutzen und sie, wenn wir chinesisch essen gehen diese beim Chinesen abzubestellen.

    Eine weitere witzige Idee mit wenig Aufwand für "I plant a tree" zu sorgen, ist neben dem eigenen Pflanzen eines Baumes oder ganz vieler Bäume innerhalb einer Aktion (Wie ich es auf eine Festival in Australien erleben durfte) folgendes : Statt die Google Suche einfach bei Ecosia suchen (sehen zwar manche Technikaffine kritisch, weil es bing Sichergebnisse liefert, aber man kann selbst abwägen, was einem mehr am Herzen liegt). Denn jede einzige Ecosia Suchanfrage führt ebenfalls zur Pflanzung eines Baumes 🌲

    Doch auch zur Stromeinsparung nennt das missionarische Buch lächerlich klingende aber wirksame Maßnahmen:
    So soll es, wenn man tatsächlich (noch;) Google benutzt, schon viel Energie einsparen, wenn man die normalerweise weiße Startseite auf schwarz einstellt. Googelt oder ecosiat doch mal, wie das geht ;)
    Am besten schafft ihr euch das Buch einfach an oder kommt zu mir zu Besuch aufs Gästeklo, dann könnt ihr auch mal etwas drin rumblättern.
    Vielleicht gibt es auch noch Möglichkeiten, es sich zu Weihnachten zu wünschen, sodass es in 4 Tagen unter eurem Weihnachtsbaum liegt.
    Unterm besinnlichen, heißgeliebten Weihnachtsbaum, der auch ein Sinnbild dafür ist, wie wohl wir uns umgeben von Natur fühlen und welche Verbindung wir mit einem einfachen Baum eingehen können.
    Und damit: Gründliche Weihnachten! 🎄

    Mehr Informationen zu der Blog CO2 Aktion findet ihr hier :
    http://www.kaufda.de/umwelt">
    src="http://www.kaufda.de/umwelt/buttons/CO2-neutral-transparent-125x125.png"
    title="Diese Seite ist CO2 neutral. Deine auch?"
    alt="Umweltprospekte"
    />


    Song: Blue Christmas (green Christmas war aus;)
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  • Day2

    Den1 Cesta do Kolina III.

    May 12, 2017 in Germany ⋅

    18:09 Cerpacka Hainburg, Hesse, DE
    Prve tankovanie ... jasenie autom na nemeckej dialnici ma za nasledok vyssiu spotrebu a tak tankujeme - teda samozrejme hlavnym dovodom je, ze zenska cast posadky potrebuje wecko (ja sa ale tiez pridavam). Po doplneni energie nanukom Magnum sme pripraveni na nastavajuce nemecke piatocne zapchy a tak opat vyrazame.Read more

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Rodgau

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