Tag 17 - Jeepfahrt Kharikhola - Khoriya
October 13, 2023 in Nepal ⋅ ☁️ 12 °C
Gestärkt und mit besserer Laune stiegen wir heute in den Jeep. Mit nicht mehr als 15km/h arbeitete sich der Wagen die Serpentinen entlang. Die extrem schlechten Straßenverhältnisse schüttelten uns ordentlich durch. Die Strecke verlief durch teils tiefe Schlammabschnitte, Steine aus Erdrutschen und rauschende Flüsse. Aber irgendwie war es auch witzig. Mit Furba als DJ fuhren wir erst ganz nach unten zum Fluss, um uns - Überraschung - wieder komplett bis nach oben zu fahren. An einer sehr! schmalen Durchfahrt durch einen Wasserfall, sahen wir, dass ein Auto, genau an der brenzligen Stelle, feststeckte. Alle stiegen aus. Was nun?! Bei dem besagten Jeep war der Allradantrieb kaputt und er kam den steilen Anstieg hinter dem Flussbett nicht mehr hoch. Gut, dass der Fluss direkt hinter dem Jeep zu einem weiteren Wasserfall mit tiefem Abhang wurde. Hilfe! Also alle Männer ausgestiegen, um den Jeep herum aufgestellt und hoch schieben. War das aufregend! Auf drei schoben sie mit geballter Kraft und der Jeep setzte sich in Bewegung. Meter für Meter meisterten sie den steilen Anstieg. Die Nepalesen feierten und regten sich gleichzeichtig auf, wie der Fahrer ohne Allradantrieb überhaupt diese anspruchsvolle Strecke fahren konnte! Nachdem der gleiche Jeep 20 min später wieder am Berg feststecke und der Trecker ihn abschleppen musste, lachten alle nur noch.
Weiter ging es nach einer kurzen Mittagspause. Einigen Stunden später stand plötzlich ein winkender, älterer Mann auf der Strasse. Nach kurzem hin und her stieg er ein. Scheinbar gab es einen Trauerfall und er wollte ins nächsten Dorf auf die andere Seite des Bergs. Allerdings merkten wir alle schnell, dass etwas nicht stimmte. Denn er war so richtig betrunken und fing kurz darauf laut an zu singen und wedelte mit den Armen. Er hatten irgendwann so gute Laune und animierte uns zum Mitmachen, dass Furba klar war, dass der alte Mann ihn reingelegt hatte, denn er war einfach nur betrunken und wollte nach hause. Wir lachten herzlich und wippten gemeinsam im Takt bis er irgendwann wieder ausstieg.
Abends kamen wir in Khoriya, dem ländlichen Wohnort von Furba, an. Im kleinen Dorftreff gab er uns ein Bier aus - das Erste des ganzen Treks.
Mit seiner wundervollen Familie aßen wir zu Abend. Sie zauberten in der kleinen Küche leckere Kartoffelpuffer mit scharfem Büffel-Schmand-Kräuterdip und frischer Büffelbutter für uns - alles aus Eigenproduktion. Ein Essen für die Seele. Neben seiner Schwester, ihrer kleinen Tochter und der über achtzigjährigen Mutter, lebten einige Waisenkinder und Familienangehörige auf dem Hof. Es gab Hunde, Ziegen, Hühner, Büffel, Katzen und ganz viel zu entdecken. Es war alles sehr einfach eingerichtet. Auch gab es keine Matratzen auf den selbstgebauten Holzbetten. Das waren wir ja zum Glück aus den Teehäusern schon gewohnt. Wir fühlen uns wohl und schnell fielen uns die Augen zu.Read more










Traveler
😃🙌🏻✨
Allein schon wegen der Musik könnte ich nicht mitfahren