• Tag 18: Khoriya Dorfbesuch

    October 14, 2023 in Nepal ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einem ausgiebigen Frühstück und warmen Sonnenstrahlen im Gesicht, lümmelten wir mit kleinen Ziegen am Hof herum. Wir krauelten sie und schmusten mit ihnen. Danach ging es in einen anderen Dorftreff. Wieder war die Gastfreundschaft groß. Es wurde uns ein Becher schwarzer Tee angeboten und Furba berichtete seinen Freunden vom betrunkenen Mitfahrer im Jeep vom Vortag. Als der Wirt seinen Laxmi (nepalesisches weinähnliches Getränk) alleine auf der Bank stehen ließ und in die Küche ging, witterten zwei hereinschielende Ziegen ihre Chance. Schnell kippten sie das Glas um und schlabberten die Laxmi-Pfützen am Boden weg. Die Stimmung war großartig im Dorftreff.
    Am Berg entlang gingen wir bergauf zur kleinen Schule. Aufgrund von Feiertagen hatten die Schüler*nnen (leider) frei. Aber die bunten und insbesondere liebevoll mit Lernmaterial geschmückten Klassenräume ließen nur erahnen, wieviel Mühe sich Lehrer*innen und die Community geben, um ihnen die bestmögliche Bildung zu geben.
    Weiter ging es in ein kleines Kloster. Wir waren beeindruckt von akuraten und insbesondere detaillierten Malereien in den Innenräumen. Alles war bunt, spirituell und friedlich.
    Am späten Nachmittag packten wir mal wieder unsere Rucksäcke, verabschiedeten uns von der Familie und wanderten eine letzte Stunde auf die andere Seite des Berges.
    Irgendwie war es schön nochmal zu laufen. Der Wander-Abschluss vorgestern war nicht so, wie es all die vorherigen, kräftezehrenden Tage es verdienten. Die Erlebnisse, die vielen durchbrochenen Hürden, die Hochs und Tiefs, der Zusammenhalt, die unbändige Natur, die neuen Dimensionen, die Begegnungen, das viele Lächeln, die körperliche sowie mental neugewonnene Kraft, die Herausforderungen, der Mut, die Demut, die Dankbarkeit und so viel mehr ließ uns strahlen und einfach pures Glück empfinden. Die Beine trugen uns leichtfüßig den Berg hinauf und ich habe mir am Ende sogar gewünscht, dass der Weg noch nicht endet. Denn wir fühlten uns beide ausgeglichen und kraftvoll.
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