• Ninh Binh - im Strom der Massen

    February 23, 2024 in Vietnam ⋅ ☁️ 23 °C

    Weiter ging es nach Ninh Binh, ein einstmals armes Bauerndorf, bevor Obama die Sanktionen gegen Vietnam aufhob und der Tourismus Einzug in die Region hielt. Er sorgte für bessere Lebensbedingungen der Menschen, erst dann kamen Strom und fließendes Wasser, eine bessere Infrastruktur. Inzwischen ist Ninh Binh eine Stadt mit 15.000 Bewohnern und recht moderner Industrie. Exportprodukte sind in Vietnam neben Reis vor allem Schuhe, Textilien und Elektronische Komponenten.
    Die Besucher kommen nach Ninh Binh der fantastischen Landschaft wegen. Im Zentrum der Stadt liegen um die 2.000 Ruderboote, die Besucher entlang der Karstfelsen auf einem ruhigen Fluss entlang schippern. Entsprechend viel ist los, obwohl es leicht regnet. Gerudert wird mit den Füßen von den Bäuerinnen und Bauern, für sie ein kleiner Nebenerwerb. Aber ob sie an einem Tag überhaupt einmal drankommen oder nicht, hängt vom Besucheraufkommen ab. Sie bekommen eine Nummer, die nacheinander abgerufen wird. Haben sie Pech und kommen zu wenig Touristen, warten sie den ganzen Tag umsonst. Von den in vielen Reiseführen und Prospekten versprochenen Bootsfahrt in die ruhige Natur abseits des Massentourismus ist hier nichts mehr übrig. Dennoch lohnt die Fahrt entlang den Felsen und den Reisfeldern. Hier findet sich entlang des Flusses auf großen Arealen hochwertiger Wildreis und nur dem Eigenbedarf dient.
    Schließlich besuchen wir die auf einem nahe gelegenen Hügel gelegenen Tam Côć Bich Dong- Pagode. Hoch geht es rund 300 Stufen, teilweise durch eine Höhle. Wörtlich übersetzt heißt Tam Côć drei Höhlen. Erbaut wurde die Anlage um 1428 von zwei Mönchen, die „durch die Ansicht des Flusses und der Berge bezaubert wurden“.
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