Pisa - die Stadt
May 22 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C
Als Touristenmetropole steht Pisa vor der Herausforderung eines extremen Tagestourismus. Millionen Menschen strömen jährlich für wenige Stunden in die Stadt, und reisen am selben Tag weiter zu Zielen wie Florenz oder Lucca. Diese Dynamik kurbelt zwar am Platz der Wunder die Gastronomie und den Souvenirhandel massiv an, während die ruhigeren Stadtviertel kaum davon profitieren. In diese begeben wir uns, haben genügend Zeit für Pisa. Mit rund 90.000 Einwohnern ist die Stadt überschaubar, wird maßgeblich von rund 50.000 Studierenden geprägt, die das urbane Leben dynamisch und jung gestalten. Neben dem Tourismus bildet der Bildungs- und High-Tech-Sektor das wirtschaftliche Fundament der Region. Nichts zu tun hat die Stadt mit der bekannten PISA-Studie. Die Bezeichnung ist ein reines Akronym für das „Programme for International Student Assessment“, also ein Programm zur internationalen Schülerbewertung. Dass die Abkürzung exakt dem Namen der Stadt entspricht, ist Zufall, entbehrt jedoch nicht einer gewissen Ironie. Pisa selbst genießt im akademischen Bereich einen herausragenden Ruf, beheimatet eine traditionsreiche Universität sowie Elitehochschulen, die in wissenschaftlichen Rankings regelmäßig Spitzenplätze belegen.
Eines unserer Ziele, der botanischen Garten der Universität, gegründet 1543. Mithin ist er der älteste universitäre botanische Garten der Welt. Zusammen mit dem angegliederten Museum bietet er eine schöne Kombination aus Natur und wissenschaftlicher Geschichte und lädt zum Bummeln ein, da nur wenige Besucher hierher kommen, obwohl er mitten im Herzen der Altstadt liegt, nur wenige Schritte von der Piazza dei Miracoli entfernt.
Es folgt ein Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt, hier finden sich historische Gebäude, kleine Läden und charmante Cafés. Die Brücke Ponte di Mezzana bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Fluss Arno. Zahlreiche kleinere und größere Kirchen säumen den Weg, die alle innen relativ schlicht ausgestattet sind. Pisa bietet sehr viel mehr als nur den schiefen Turm, aber der lockt die Massen. Deswegen beließ man nach der Sicherung 1999 eine Schräglage von knapp vier Grad, man hätte ihn auch komplett gerade rücken können.Read more



















