• In Dänemark - Zwischenstopp in Middelfart

    August 18 in Denmark ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sind in Dänemark, in Middelfart. Dadurch dass wir einen Tag früher losgefahren sind, haben wir diesen Stopp mit Übernachtung eingeschoben. Wir stehen am Hafen auf einem städtischen Stellplatz, der wunderbar zentral liegt. Der Hafen wurde 2023 als "Dänemarks erster maritimer Kulturhafen" ausgezeichnet und verbindet historische mit zeitgenössischen Elementen. Rund zehn restaurierungsbedürftige Holzschiffe liegen dort, und die Lillebælt-Werft pflegt eine 150 Jahre alte Bootsbautradition mit der Klinkerbau-Technik, einer Unesco-anerkannten Handwerksmethode. Am Hafen liegen die terrassierten Hängenden Gärten (De Hængende Haver), die Jollehäuser mit maritimen Ausstellungen des Middelfart Museum sowie das Henner Friisers Hus in der Brogade 8 von 1575, das älteste erhaltene Bürgerhaus Dänemarks mit kleinem, kostenlosem Museum zur Stadt- und Schweinswalfänger-Geschichte - das aber schon um 16 Uhr schließt, für uns zu früh. Die angrenzende Altstadt besticht durch gewundene, kopfsteingepflasterte Gassen mit kleinen, terrassenförmig zum Wasser hin gestaffelten Häusern.
    Middelfart liegt an der schmalsten Stelle des Kleinen Belts und war jahrhundertelang für seinen Walfang bekannt – bis 1899 besaß die Stadt das königliche Privileg zur Schweinswaljagd. Heute lebt im Kleinen Belt eine der dichtesten Schweinswalpopulationen Europas, die von Mai bis September regelmäßig vom Ufer aus zu beobachten ist. Das Stadtbild prägen zudem zwei Brücken: die 1935 erbaute, 1.178 Meter lange Lillebæltsbrücke, die heute nur noch dem Bahnverkehr dient, und die seit 1970 genutzte Autobahnbrücke für den Straßenverkehr Sie ist rund 1.700 Meter lang, die Hängebrücke hat 600 Meter Hauptspannweite und die Durchfahrtshöhe liegt bei 42 m. Über die sind wir auch hergekommen.
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