• Sundsby Säteri und Sundsbyleden

    September 20 in Sweden 🌧 13 °C

    Sundsby Säteri auf der Insel Mjörn war unser nächster Halt. Der Gutshof liegt im Naturreservat Stigfjorden und wird schon 1388 erstmals erwähnt. Bekannt ist er vor allem durch Margareta Huitfeldt, die im 17. Jahrhundert hier lebte, zu den reichsten Frauen Bohusläns zählte und 1683 starb.
    Hier war tatsächlich mehr los, als wir bei dem Wetter erwartet hatten. Viele Schweden nutzen das Wochenende für Ausflüge und Wanderungen, und das Ziel scheint sich zu lohnen: Café, Kunstläden und sogar eine Landbäckerei hatten geöffnet und boten frisch gebackene Waren an. Was für ein Unterschied zu Deutschland. In Schweden öffnen die Läden, wenn die Leute kommen. Bei uns hätte bis auf das Café und die Bäckerei, die morgens öffnen dürfte, alles geschlossen bleiben müssen. Dafür darf unter der Woche geöffnet werden, wenn kaum jemand da ist. Dabei ist das Wochenende, selbst bei Regen, genau die Zeit für Ausflüge. Warum ist das bei uns nicht möglich, was in fast ganz Europa selbstverständlich ist? Haben Bürokratie, Kirchen und Gewerkschaften zu viel mitzureden? Wir jedenfalls genossen die Offenheit in Schweden.
    Auf die längere Wanderung, die wir vorhatten, verzichteten wir. Die Sundsbyleden ist gut vier Kilometer lang. Bis auf den ersten Kilometer führt sie über unbefestigte Wald- und Bergpfade. Bei Regen werden die Wege lehmig und rutschig. Ziel der Runde ist der Solklinten, mit weitem Blick über den Stigfjord und die Schären. Nur sieht man bei dem Wetter davon nichts.
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