Waterberg
May 10 in Namibia ⋅ 🌙 9 °C
Pünktlich zur Dunkelheit erreichen wir unser anvisiertes Ziel, die Waterberg Wilderness Campsite.
Am Eingang des Nationalparks konnten wir noch eine große Gruppe Giraffen direkt an der Straße bestaunen. Nach Erreichen des Camps klären wir noch fix an der Rezeption die Details für den morgigen Tag, ehe wir unseren Camper noch grade so mit dem letzten Licht aufbauen. Das Camp scheint ganz cool zu sein, aber leider werden wir davon nicht so viel sehen, denn Morgen reisen wir schon wieder ab.
Immer etwas doof, aber da wir sowieso jedes Mal die Dachzelte wieder einklappen müssen, ist es auch fast egal.
Unsere Campsite liegt etwas höher auf dem Berg, bietet Platz für 4 Gruppen und hat sogar einen eigenen Pool, sowie für jedes Camp ein eigenes Bad.
Im Dunkeln kochen wir uns noch schnell ein paar Nudeln und schlüpfen in unsere Betten.
Wieder einmal klingelt der Wecker früh, aber das ist hier nun mal so, wenn man etwas sehen will.
Aber warum sind wir eigentlich hier?
Erstens ist der Waterberg bekannt dafür, dass sich die Organisation Wilderness für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Breitmaul-Nashörnern einsetzt und genau diese wollen wir hier auch sehen.
Im Netz und auf Youtube gab es dafür sehr viele Empfehlungen, weshalb wir uns für diesen Ort entschieden haben.
Des Weiteren hat der Waterberg eine bedeutende Geschichte, denn hier fand 1904 eine der größten Schlachten und leider auch ein Völkermord der deutschen gegenüber der einheimischen Herero's statt.
Und vor allem ist die Landschaft von und an dem 48 Kilometer langem und 15 Kilometer breitem Plateau, welches oft als Tafelberg der Kalahari bezeichnet wird, absolut beeindruckend.
Selbst für die kurzes Zeit, die wir hier sind, ist das schon eine Wucht.
Für uns geht es nun am Morgen auf die Suche der Nashörner und leider ist das ganze etwas enttäuschend. Nicht, weil wir sie nicht finden, sondern weil sich seit Corona einiges verändert hat.
Während Corona haben die Wilderer zugeschlagen, wahrscheinlich genau aus dem Grund, den Dan uns vor ein paar Tagen erläutert hat.
Da unter den Opfern auch ein tragendes Weibchen war, werden die Nashörner nun 24/7 von zwei Wildhütern in mehreren Schichten begleitet.
Immer auf Abstand, denn sie sind weiterhin wildlebend, dennoch wissen die Jungs die ganze Zeit, wo sich die Nashörner aufhalten.
Klar ist das gut, um den Schutz der Tiere zu gewährleisten, aber macht unser Tracking irgendwie etwas unattraktiv.
Der Guide hetzt nur so durch den Park, erklärt sehr wenig und es wird auch gar nicht erst versucht Spuren zu lesen.
Die Gruppe ist zudem auch recht groß, was auch noch sein letztes dazu gibt.
Also latschen wir fast 2 Stunden bis ans andere Ende des Nationalparks und dort finden wir dann eine der zwei Gruppen.
Das ist natürlich super beeindruckend und wir kommen den 5 Tieren, wovon 3 männlich und 2 weiblich sind, sehr nah.
Es gibt eine richtig geile Fotosession, die ein wenig mit der Anzahl an Bildern eskaliert.
Wir beobachten die Tiere eine ganze Zeit und bekommen noch ein paar Infos.
Es gibt noch eine zweite Gruppe, die aus 3 weiteren Nashörnern, von denen eins ein Neugeborenes ist, besteht.
Leider ist es super schwer, diese Art zu vergrößern, da sie maximal nur alle 3 Jahre Nachwuchs bekommen und ein Weibchen aufgrund von schlimmen Erlebnissen wahrscheinlich nie wieder Junge bekommt.
Sehr schade, da es echt interessant und mächtige Tiere sind.
Umso wichtiger, dass sie weiterhin geschützt werden und es zudem versucht wird, die Art wieder zu vergrößern.
Den Rückweg macht man sich auch leicht, denn wir werden von einem Auto abgeholt.
Nachdem wir wieder an der Rezeption sind, nutzen wir noch einmal die Möglichkeit auf Toilette zu gehen und machen uns dann in Richtung Norden auf den Weg .Read more

























