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Namibia & Botswana

A 21-day adventure by WorldTravellerSJ Read more
  • Trip start
    April 29, 2026

    Let's go on a Safari

    April 29 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Endlich geht's wieder los auf Reisen und diesmal auf eine lang ersehnte, denn mindestens dreimal haben wir das ganze Vorhaben schon geplant und nun ist es endlich soweit.
    In Begleitung von Beeke, Edda & Pia geht's ins südliche Afrika, um Namibia und Botswana auf Selbstfahrer Safari zu erkunden.

    Da wir einen Nachtflug haben, konnte ich noch einen halben Tag arbeiten und spare mir so den Urlaubstag.
    Ganz entspannt geht es um 15 Uhr zum Hamburger Airport, von wo wir mit Lufthansa zunächst Richtung Frankfurt abheben.
    Nach einem kleinen Stopover in der Mainmetropole bringt uns der Urlaubsbomber von Lufthansa bzw. Discover Airlines in den nächsten 10 Stunden über Nacht in die namibische Hauptstadt Windhoek.
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  • Einreise & Autoabholung

    April 30 in Namibia ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach einem echt entspannten und absolut komfortablen Flug laden wir nach knapp 10 Stunden in Windhoek.
    Der Service und das Essen an Bord waren mega gut, sodass sich der Flug gut aushalten ließ. Eine gute Mütze Schlaf gab's auch noch dazu.
    Also nicht vollkommen gerädert angekommen, kann man den Tag noch nutzen um richtig voran zu kommen.
    Die Rechnung haben wir aber ohne die namibische Einreise-Prozedur gemacht.
    Eine reinste Katastrophe und sowas von unorganisiert was da abging.
    Es kommen alle 4 Stunden 2 Flieger an und dennoch wartet man, trotz vorab beantragten E-Visa noch fast 3 Stunden, bis man endlich den Stempel (welcher übrigens aus 3 Stück besteht und eine ganze Reisepass-Seite füllt) im Pass hat.
    Wie kann man bitte so unorganisiert sein?
    Zwischendrin werden Leute aus der Mitte oder von hinten nach vorne gelassen.
    Dann wird mittendrin einfach mal paar weitere Leute an einen Schalter geschickt.
    Anstatt dass sie einfach alle Schalter aufmachen und dann von vorne bedienen.
    Aber das wäre ja zu einfach.
    Irgendwann haben wir es denn geschafft und das kleine Trostpflaster ist, dass wir sowieso auf die anderen hätten warten müssen, denn wir alle werden von unserer Autovermietung zusammen abgeholt.
    Da bei den Sim-Karten mindestens genauso ein Chaos herrscht, lassen wir das direkt sein und holen uns zumindest noch eben etwas Cash.
    Mit dem vollen Mini-Bus und Anhänger fürs Gepäck geht's dann ca. 35 Minuten in die Stadt zu Savanna Car Hire.
    Leider auch hier das gleiche Bild, ein reinstes Chaos, als hätten sie erst heute erfahren, wie viele ein Auto bei ihnen gemietet haben.

    So langsam läuft uns unsere Zeit dann auch etwas davon, da wir noch ein gutes Stück schaffen wollten und alle Unterkünfte vorab gebucht haben, weil ein Großteil auch schon ausgebucht war.
    Als wir dann endlich dran sind, braucht unser Kollege auch noch ewig um uns alle Details vom Auto zu erklären und macht dies zum Teil auch nur halbherzig.

    Nichtsdestotrotz haben wir einen richtig geile Ford Ranger mit zwei Dachzelten, der uns in den nächsten 19 Tagen hoffentlich gut durch die Wildnis bringen wird.
    Nachdem wir dann endlich loskönnen, heißt es schnell zu einem Supermarkt und schonmal die ersten Vorräte & Wasser zu kaufen.
    Während Beeke & Edda unsere Einkaufsliste abarbeiten, versuchen Pia & ich noch in der Mall gegenüber eine Sim-Karte zu organisieren, aber auch hier wartet man wieder ewig, weshalb wir das ganze für heute abbrechen, denn ab Morgen sind wir sowieso erstmal in Botswana.
    Kurz an den Linksverkehr gewöhnt, geht es dann Richtung Grenze.
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  • East Gate Rest Camp

    April 30 in Namibia ⋅ ☁️ 23 °C

    Just in time mit den letzten Sonnenstrahlen kommen wir bei unserer ersten Unterkunft an.
    Die Fahrt lief echt gut und man konnte schon die ersten Tiere, auch wenn es hauptsächlich nur Kühe, Pferde & Ziegen waren, erspähen.
    Da man hier aufgrund der Tiere und weil die Versicherung, die ohnehin schon nicht Vollkasko ist, sonst erlischt, nicht in der Dunkelheit fahren soll, sind wir mehr als froh, dass wir grade so in der Dämmerung ankommen.
    Die Campsite ist nichts besonderes, aber liegt direkt an der Grenze zu Botswana, von wo wir Morgen dann direkt wieder durchstarten können.
    Aber das Camp ist top gepflegt und man merkt absolut null, dass man direkt an der Straße ist.
    Da wir heute alles mitnehmen, bekommen wir kurz vorm Schlafen gehen natürlich noch direkt einen Regenschauer ab.
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  • Audi Camp Maun

    May 1 in Botswana ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach einer ganz vernünftigen ersten Nacht, starten wir den Morgen entspannt mit einem Overnight-Oats Früchte Frühstück, tanken das Auto und machen uns auf den Weg zur Grenze.
    Das Prozedere ist mal deutlich entspannter als die Einreise nach Namibia.
    Die Ausreise, sowie die Einreise funktionieren komplett einwandfrei und innerhalb kürzester Zeit.
    Für uns heißt es nun noch knapp 500 Kilometer bis zum nächsten Camp.
    Auch dieser Weg ist wenig spektakulär und wir sind ganz froh, dass wir diese Distanzen nun am Anfang der Reise haben.
    Wir kommen durch ein paar Dörfer, wo man schon ein wenig das Leben der Einheimischen hier erahnen kann.
    Natürlich sind hier viele Leute arm, aber im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ist Botswana schon wohlhabend.
    Nach knapp der Hälfte der Zeit versuchen wir in einer größeren Stadt unser Glück um eine Sim-Karte zu erwerben, was leider auch fehlschlägt, da die Registrierung nicht durchgeht.
    Also geht's weiter in Richtung Maun, wo wir gegen Abend und pünktlich zum Sonnenuntergang unsere Campsite im Audi Camp beziehen.
    Vorab haben wir in der Stadt noch ein paar Lebensmittel eingekauft und einen zweiten Versuch für Sim-Karten gestartet, der aber auch aufgrund von bereits geschlossenen Läden fehlgeschlagen ist.
    Eine Sim-Karte ist insofern wichtig, da wir bei einem Problem mit dem Auto irgendwie die Vermietung und Polizei erreichen müssen.
    Da teilweise hundert Kilometer nichts kommt und auch der Verkehr rar sein kann, ist dies essentiell wichtig.

    Unsere Campsite ist auch wieder sehr gut und hat ein kleines eigenes Restaurant und einen Pool.
    Für heute Abend kochen wir uns nur noch ein wenig Reis mit Beilagen und gehen früh schlafen, denn Morgen wird der Wecker wieder sehr früh klingeln, da das erste Highlight auf dem Programm steht.
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  • Okavango Delta

    May 2 in Botswana ⋅ ☀️ 18 °C

    Pünktlich um 6 Uhr steht unser Fahrer auf der Matte, denn für heute haben wir uns einen Helikopter-Flug über das Okavango Delta, welches das größte Binnenflussdelta der Welt ist, gebucht.
    Im Norden von Botswana bietet dies riesige und artenreiche Feuchtgebiet den Lebensraum für etliche Tiere.

    Da die größeren Helis scheinbar irgendwelche Probleme haben, machen wir den Flug in zweier Gruppen in einem kleinen Helikopter.
    Zunächst müssen wir durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen, ehe Beeke und ich den ersten Slot nehmen, während die anderen beiden noch eine Runde warten.
    Bevor wir abheben gibt es noch mit unserem kanadischen Piloten eine kurze Sicherheitsunterweisung.
    Mit offenen Türen geht's nun in Richtung Natur und schon die ersten Eindrücke sind absolut beeindruckend.

    Wir fliegen über ein paar kleine Dörfer hinweg, sehen einen Fischer im Holzboot angeln und kommen dann in das Flussdelta.
    Soweit man sehen kann, unberührte Natur, die die Heimat tausender Tiere darstellt.
    Absolut geil.

    Und auch die Tiere lassen nicht lange auf sich warten. Unser Pilot spottet recht schnell einige Impalas, Zebras & Gnus die sich mit Sonnenaufgang ihr Frühstück in der Weite gönnen.
    Als nächstes sehen wir dann 5 Giraffen, die auf Wanderung sind.
    Was ein Augenblick.

    Immer wieder tauchen Impalas, Gnus und Zebras auf die weiten Flächen zwischen den ganzen Flussarmen auf.
    In einer größeren Wasserfläche können wir auch noch ganz klein ein paar Hippos spotten, die im Wasser chillen.

    Und tatsächlich kann ich kurze Zeit später endlich den großen Dickhäuter sehen.
    "Elephant, Elephant" gebe ich durchs Headset durch und der Pilot dreht sofort ab und fliegt um ihn herum.
    Was ein mächtiger Anblick.
    Aber es wird noch besser, denn an einem weiteren Wasserloch stehen auf einmal bestimmt 15-20 Elefanten am Wasser und in den anliegenden Bäumen versteckt.
    Absoluter Wahnsinn!
    Auch auf dem Weg zurück sehen wir noch ein paar weitere Elefanten, sodass dies ein richtig gelungener Morgen mit unseren ersten Tiersichtungen ist.

    Als nächstes sind Pia & Edda dran, die ähnliches Glück haben und auch viele Tiere sehen können.
    Ein Glück sind die Fotos und Videos auch was geworden, sodass sich das Ausleihen der Kamera jetzt schon gelohnt hat.

    Danach geht's erstmal wieder ins Camp zum frühstücken und etwas entspannen.
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  • City Kings - TD Mambas

    May 2 in Botswana ⋅ ☀️ 30 °C

    Gegen 12 Uhr machen wir uns noch einmal wieder mit einem Taxi auf in die Stadt, denn wir müssen uns noch Bargeld und Sim-Karten besorgen, damit wir zumindest etwas Empfang haben, falls etwas passiert.
    Das Geld abheben stellt sich dann auch als etwas schwerer raus, da es bei den ersten ATMs kein Bargeld mehr gibt, denn es ist Monatsanfang und alle lassen sich auszahlen.
    Aber nach einer kurzen Suche finden wir noch einen und bekommen das nötige Bargeld, was wir brauchen.
    Bei dem Sim-Karten Shop ist warten angesagt, aber immerhin klappt es diesmal und wir haben endlich etwas Empfang.

    Danach machen wir uns mit dem Taxi auf den Weg zum Fussball, denn heute soll der Länderpunkt 71, Botswana fallen.
    Da leider keine erste Liga in der Nähe von Maun stattfindet und die Spiele sowieso wöchentlich geschoben wurden, läuft es heute auf ein Drittliga-Spiel hinaus.
    Aber um ehrlich zu sein, ist sowas eh viel geiler.
    Der Ground liegt etwas versteckt und ist einfach ein Sandplatz, auf dem die Linien mit dem Fuß in den Boden geritzt sind.
    Weltklasse! Immerhin haben die Eckfahnen sogar das Logo vom Gastgeber, welcher 2 Minuten vor Anpfiff auftaucht und sich nur noch schnell Trikots überschmeißt.
    Etwas besser vorbereitet sind die Gäste von den TD Mambas, denn die machen sich schon ordentlich warm und halten ihre Teamsitzung im Schatten des Mannschafts-Minibusses ab.
    Nach und nach füllt sich der Sportplatz und die Autos fahren mit offenen Kofferräumen ans Feld, um das Topspiel des Tabellenersten gegen den Drittplatzierten zu gucken.
    Freundlicherweise darf ich auch in einem der Wagen Platz nehmen um mich etwas vor der Sonne zu schützen.

    Das Spiel ist natürlich auf keinem guten Niveau, aber dennoch gewinnt das Heimteam mit 2:1 und wird tatsächlich durch Schützenhilfe am Abend vorzeitig Meister.

    Ich unterhalte mich richtig gut mit den Jungs vor Ort und kann so ganz entspannt den Länderpunkt eintüten.

    Am Abend essen wir noch im campeigenen Restaurant und gehen früh schlafen, denn wir sind ja schon seit einigen Stunden auf den Beinen.
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  • Senyati Safari Camp

    May 3 in Botswana ⋅ 🌙 26 °C

    Am nächsten Morgen machen wir uns wieder früh auf den Weg, denn es liegt ein weiterer langer Ritt vor uns.
    Wir haben uns bewusst gegen eine Fahrt quer durch den Chobe entschieden, denn wir waren uns nicht sicher, wie gut die Straßen aufgrund der Flut zu befahren sind.
    Außerdem haben wir alle noch keine großen Offroad-Erfahrungen, weshalb eine 4x4 Strecke komplett durch den Park wahrscheinlich eine Nummer zu groß wäre.
    Daher fahren wir über Nata, wo wir noch schnell einen Tank-& Einkaufsstop einlegen, in Richtung Kasane im Norden Botswanas.

    Der Weg selbst ist wenig spektakulär, wobei wir tatsächlich ein paar Elefanten und auch Zebras am Straßenrand spotten können. Zwei der Dickhäuter überqueren sogar die Straße.
    Schon irgendwie ganz geil, wenn man überlegt, dass an jeder Ecke ein Tier über die Straße laufen kann und das alles weil es der freie Wille ist.

    Unsere Campsite liegt etwas vor Kasane, welche die nächstgrößere Stadt in der Umgebung ist.
    Das Camp ist richtig top, jede Site hat sein eigenes Häuschen mit Toiletten und Duschen, sowie eine kleine Feuer- & Grillecke.
    Des Weiteren gibt es noch ein Restaurant, eine Bar und sogar ein eigenes Wasserloch mit einem Photographic-Hide.
    Nach dem Check-In schauen wir noch kurz zur Bar und können tatsächlich direkt zwei Elefanten sehen, die grade vom Wasserloch weggehen.

    Danach bauen wir unser Camp auf und mittlerweile wird der Ablauf schon immer routinierter.
    Während Pia & ich uns um die Dachzelte kümmern, bereiten Beeke & Edda schon das Abendessen und Frühstück vor.
    Nachdem wir gegessen haben, machen wir uns nochmal auf den Weg zur Bar und tatsächlich tauchen hier nach wenigen Minuten etliche Elefanten am Wasserloch auf.
    Diese lassen sich absolut null von den Menschen stören, auch wenn sie nur 30 Meter entfernt sind.
    Pia & ich gehen dann noch in den Hide und haben das ganze Spekatakel nun direkt vor unserer Nase.
    Manche Elefanten kommen sogar so dicht, dass sie direkt an den kleinen Fenstern vorbeigehen.
    Jedes Mal wirkt es so, als wenn sie uns sehen können, denn sie schauen immer wieder rüber, aber generell scheint es sie nicht zu stören und sie trinken seelenruhig bis sie wieder verschwinden.

    Die Nacht ist angenehm und so langsam gewöhnt man sich an alles.
    Dennoch klingelt auch am nächsten Morgen der Wecker sehr früh, denn wir wollen nochmal zum Wasserloch und schauen, ob wir weitere Elefanten hautnah erleben können.
    Und tatsächlich tauchen nach einigen Minuten wieder zahlreiche Elefanten auf, die wir nun alle 4 aus dem Guckloch beobachten.
    Mega coole Erfahrung!
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  • Chobe Nationalpark

    May 4 in Botswana ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach dem morgendlichen Elefanten spotting gibt's nochmal wieder Overnight Oats zum Frühstück und wir machen uns zügig auf den Weg in Richtung Chobe Nationalpark.
    Dieser zieht sich von Maun bis in den Norden zur Grenzen von Namibia und gehört somit zum Okavango Delta.
    Besonders berühmt ist der Park für seine zahlreichen Elefanten, die vorallem aufgrund der großen Wassermengen und dem nährreichen Boden hier verweilen.

    Wir fahren im Sedudu Gate rein und nehmen uns noch schnell eine Lektüre mit, denn es ist nun ja der erste Nationalpark, den wir selbst mit dem Auto befahren.
    4x4 angeschaltet und auf geht's auf die Piste, die direkt mit einem Weg im etwas tieferen Sand, welches aber absolut kein Problem für unser Auto ist, startet.
    Der Weg führt durch ein etwas dicht bewachseneres Stück auf dem wir die ersten Kudus beobachten können.
    Danach wollen wir an der Riverfront entlang fahren, was aber absolut unmöglich ist, denn der Park ist so heftig geflutet, dass die ganze Straße unter Wasser steht.
    Generell gab es seit 50 Jahren nicht mehr so viel Wasser in diesem Bereich, weshalb der aus Angola kommende Cuando River ziemlich breit ist.
    Aber kein Problem, denn im Park selbst gibt es etliche Routen und Strecken.
    An diesem kleinen Stück direkt am Wasser finden wir auch etliche Impalas.
    Wir fahren weiter und können dank der Ferngläser noch einen See-Adler und einige Hippos im Fluss sehen.
    Impalas tauchen dann die ganze Zeit immer wieder auf und werden wohl die Tiere sein, die wir Anzahl mäßig am häufigsten sehen werden.
    Das nächste Highlight lässt aber auch nicht lange auf sich warten und dies hat es absolut in sich.
    Einige Tour-Autos stehen in Reihe auf der Straße, was normalerweise bedeutet, dass dort etwas passiert, also reihen wir uns ein und siehe da, eine große Gruppe Elefanten kreuzt die Straße.
    Mega geil, aber es wird noch besser. Denn im Gegensatz zu den Guides fahren wir nochmal zurück und wollen zu einem Viewpoint.
    Und genau dieser gibt uns Blick auf ein kleines Stück weißen Strand und genau dahin führt der Weg der Elefanten und wir in erster Reihe.
    Ein so krass atemberaubender Anblick und es werden immer mehr.
    Wir sehen locker 50-60 Elefanten, die sich eine ordentliche Ladung Wasser gönnen und davon gehen sogar 1-2 richtig baden.
    Wahnsinn! Wir verweilen bestimmt 30 Minuten und schauen uns das Treiben an.
    Nachdem wir uns wieder auf den Weg machen, hört der Strom der Elefanten gar nicht mehr auf. Von allen Seiten wandern sie zu dem Wasser. Ein Anblick den man nicht so schnell vergessen wird!
    Besonders in dem Teil des Parks sehen wir immer wieder viele Elefanten.
    Nur einer findet uns nicht ganz so lustig und macht uns dies beim Vorbeifahren auch deutlich klar, indem er sich kurz auf uns zu bewegt.
    Aber alles in Ordnung, wir waren sehr nah dran, aber die Gruppe mit Baby hat sich auch direkt an der Straße einen Schattenplatz unter dem Baum gegönnt.

    Einen nächsten kleinen Schreck gibt es dann einige Minuten später.
    Denn als wir schon neben ihnen sind, bemerken wir erst die vier Löwinnen, die sich am Straßenrand ihre Mittagspause gönnen.
    Sie sind aber genau so überrascht wie wir selbst, schauen einmal kurz hoch und legen sich wieder hin.
    Leider sind wir so nah dran, dass wir nur 1-2 Bilder mit geschlossenem Fenster bekommen. Aber immerhin ist das schon die Nr. 2 der Big Five, die wir zusehen bekommen.
    Wobei ein männlicher Löwe natürlich nochmal cooler ist.

    Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit und fahren sehr entspannt durch den Park.
    Im hinteren Teil sehen wir noch zahlreiche Giraffen, ein paar Zebras und immer wieder Kudus und Impalas.
    Was ein beeindruckender Tag mit richtig richtig vielen Tieren.
    Unsere Campsite für heute ist dann nur wenige Minuten von der Grenze entfernt, sodass wir Morgen hoffentlich rechtzeitig und entspannt wieder nach Namibia einreisen können.

    Die Muchenje Campsite ist mega cool, denn wir haben einen super privaten Platz mit absolut sauberen Gemeinschaftsbädern.
    Es gibt noch eine kleine Aussichtsplattform von der wir einen sehr coolen Blick auf das geflutete Tal haben.
    Ein kleiner Nachteil ist, dass es Affen gibt und wir somit alle unsere Sachen ins Auto holen müssen und nichts kleines draussen liegen lassen können.
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  • Ngulu Campsite

    May 5 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

    Im Endeffekt war es sehr gut, dass wir alles ins Auto verstauen mussten und es wäre noch cleverer gewesen auch die Stühle wegzuräumen, denn mitten in der Nacht hat es mega angefangen zu regnen und das bis in die Morgenstunden.
    Ein Glück sind wir wach geworden und konnten rechtzeitig unseren Regenschutz beim Zelt schließen.
    Mit klitschnassen Zelten machen wir uns dann am nächsten Tag entspannt auf den Weg.
    Heute geht es wieder rüber nach Namibia.
    An der Grenze angekommen bekommen wir noch einmal einen deftigen Schauer ab.
    Zum Glück verläuft die Ausreise und auch Wiedereinreise recht reibungslos. Dennoch müssen wir den Visa-Zettel wieder ausfüllen und bekommen noch an drei verschiedenen Schaltern die Einreiseerlaubnis für das Auto.
    Ich frag mich echt, wofür man das E-Visa macht, wenn man vor Ort sowieso immer wieder den Visa on arrival Kram ausfüllen muss.
    Ab der Grenze haben wir dann Sonnenschein und es geht zunächst nach Katima Mulilo, die nächstgrößere Stadt.
    Hier teilen wir uns auf, denn beim Sim-Karten Store (MTC) ist mal wieder eine elendig lange Schlange.
    Also gehen Edda & ich Sim-Karten besorgen, während Beeke & Pia unsere Vorräte wieder auffüllen.
    Nach knapp 1,5 Stunden haben wir dann endlich zwei Sim-Karten und weitere Voucher, damit wir bis zu Ende der Reise nun verfügbares Netz haben.
    Danach holen wir noch Geld am ATM, ehe wir uns auf den Weg zur nächsten Unterkunft machen.

    Unsere Campsite liegt im Caprivi-Streifen nur 2 Kilometer von der angolischen Grenze entfernt. Einer der Besitzer ist Dan, der uns sehr freundlich empfängt. Da wir die einzigen Gäste heute und auch den nächsten Tag sind, können wir uns die Campsite frei aussuchen.
    Nachdem wir alles aufgebaut haben, treffen wir Dan an der Terrasse, die direkt am Cuando-Fluss liegt, wieder.
    Wir trinken zusammen Tee, quatschen ein wenig und planen unseren morgigen Tag.
    Er empfiehlt uns für den Vormittag einen kleinen Game-Drive in einem der anliegenden Nationalparks und am Nachmittag machen wir mit ihm eine Bootstour.
    Er lädt uns zudem ein, auch im Haus zu kochen, damit wir nicht alles komplett ausräumen müssen.

    Also gibt's am Abend Nudeln mit Hack bei sehr netten Gesprächen.
    Auch wenn er manchmal etwas komisch ist, ist er super nett und erzählt uns viel zur Kultur hier im Norden und klärt uns vorallem über die Natur auf.
    Ein gutes Beispiel ist, dass man immer denkt der Tourismus zerstört die Natur und ist nicht zwingend förderlich, aber speziell im Fall der Länder mit Wildtieren ist dies ganz und gar nicht der Fall.
    Denn die Tiere werden eher geschützt, dadurch dass täglich Guides und Touren in den Nationalparks unterwegs sind und Wilderer & Jäger es schwerer haben illegal Tiere zu jagen.
    Jeder würde dies sofort melden, da ihre Jobs und Existenz von den Touristen abhängt.
    Keine Tiere würde bedeuten, dass weniger Touristen ins Land kommen und somit die Jobs überflüssig werden und Wilderer es wieder leichter haben illegal zu jagen.
    Eine ganz andere Sichtweise, die aber absolut Sinn ergibt und tatsächlich durch Corona auch bestätigt wurde.

    Dies ist auch ein Grund, warum die Einheimischen die Elefanten akzeptieren, denn diese sind generell für gar nichts gut und zerstören nur die Ernte und Felder.
    Aber wegen ihnen kommen die Touristen, weshalb die Einwohner sich damit arrangiert haben.

    Bevor wir uns dann auf den Weg zurück zur Campsite machen, gibt er uns noch ein paar wichtige Hinweise, wie wir uns verhalten sollen.
    Denn auch wenn wir am Abend keine Hippos mehr gesehen haben, kommen diese und auch Elefanten ab und zu ins Camp und laufen durch die Campsites.
    Kaum sind wir in den Zelten, hören wir auch schon die ersten Hippos extrem laut.
    Diese müssten entweder direkt am Flussufer an der Campsite neben uns oder schon auf dieser sein.
    Wilde Geräusche, aber im Zelt sind wir soweit sicher, sodass wir gut einschlafen können.
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  • Nambwa Nationalpark & River Safari

    May 6 in Namibia ⋅ ☀️ 19 °C

    So wie gestern geplant, packen wir am Morgen wieder unsere Sachen grob zusammen und machen uns auf den Weg zum Nambwa Nationalpark.
    Dieser ist ein recht kleiner Park, der sogar etwas 4x4 Strecke beinhaltet, sodass wir ein wenig in den Offroad-Genuss kommen.
    Ganz gemütlich fahren wir durch den Park und sehen immer mal wieder ein paar Tiere.
    Leider anfangs nichts zu spektakuläres, denn wir hatten auf Büffel gehofft, da hier oben wahrscheinlich die letzten Chancen sein werden, diese zu sehen.
    Dennoch sehen wir ein paar Gnus, Kudus, Impalas, Affen und die für die Gegend berühmten Red Lechew und Sitatunga Hirsche.
    Weiter hinten im Park, wo die Strecke auch langsam in tieferen Sand übergeht gibt es noch zwei kleinere Seen bzw. Wasserlöcher.
    Am ersten gibt's nur eine riesen Gruppe Impalas, doch am zweiten finden wir endlich Hippos.
    Zehn von ihnen gönnen sich einen ordentlichen Mittagssnack an Seerosen, was natürlich ein sehr cooler Anblick ist!
    Hier machen wir eine kleine Snackpause und beobachten das Treiben im Wasser.
    Dan erzählt uns am Abend noch, dass an diesem Wasserloch, dem Horseshoe, da es eine Form wie ein Hufeisen hat, auch vorkommt, dass sich dort hunderte Elefanten tummeln.
    Das wäre es ja gewesen, aber dies bleibt uns heute verwehrt.
    Zurück im Camp entpacken wir unseren Camper wieder und bereiten uns auf die River Safari vor.

    Gegen 15 Uhr starten wir mit Dan und seinem kleinen Motorboot unsere Bootstour und fahren den Fluss rauf, um die Gruppe heimischer Hippos zu finden.
    Er kann uns extrem viel zu der Natur erzählen und es ist super spannend ihm zu zu hören.

    Nach einiger Zeit finden wir endlich einen Teil der Hippos, die in einer Kurve chillen.
    Wir nehmen uns die Zeit und beobachten Sie schon von recht nah. Zusätzlich fahren wir auch noch an die angrenzende Insel, damit ich von dort den ein oder anderen Shot machen kann. Es ist anfangs schon ein wenig komisch, denn die Hippos sind recht nah und schauen einen direkt an und tauchen vorallem immer wieder ab. Man weiß also nicht wirklich, ob sie gleich irgendwo direkt vor einem aus dem Wasser kommen. Doch scheinbar sind sie nur neugierig und fühlen sich nicht gestört und werden nicht aggressiv.

    Danach fahren wir wieder ein kleines Stück zurück und biegen in einen Nebenarm des Flusses.
    Wir bekommen noch ein paar Red Lechew Hirsche zu sehen und etliche kleine Vögel, darunter auch einen großen Kingfisher.
    Zwar sind wir alle keine großen Vogelfans, aber wir bekommen schon ein paar coole Fotos.

    Bevor wir noch einen kurzen Landgang machen, fahren wir noch fix den Fluss rauf, bis wir in Angola sind.
    Damit wir auch wirklich behaupten können, dass wir da waren, springen wir schnell an Land und machen ein Foto.
    Danach drehen wir wieder um, denn wir waren natürlich nicht legal im Land, da es keine Grenzkontrollen gab.

    Bevor es dunkel wird gehen wir nochmal auf die Insel und versuchen die Elefanten zu finden.
    Das ganze stellt sich als ein kleines Abenteuer raus, denn wir müssen barfuß durch ein Wasserloch,, was wir uns natürlich super ungewohnt ist.
    Dan trägt Edda auf dem Rücken drüber, und versucht es mit Pia auch, doch kurz vorm Ende kommt er ins straucheln und er fällt auf die Knie und Pia zum Glück nur mit den Schuhen rein.
    Beeke & ich müssen dann so durch, was aber besser klappt als gedacht.
    Leider wird die Mühe nicht belohnt, denn wir finden kein einziges Tier und somit auch keinen Elefanten oder Büffel.

    Zurück trage ich Edda durchs Loch, sodass sie die einzige mit trockenen Füßen bleibt.

    Wieder am Camp angekommen geht's für uns unter die Dusche und danach gibt's wieder Essen in seiner Küche.
    Wir quatschen noch eine ganze Zeit, bevor wir uns dann verabschieden, da wir früh los wollen und er spontan für 6 Uhr eine Bootstour reinbekommen hat.

    Schon ein richtig cooles Camp und natürlich noch geiler, weil wir ganz alleine waren.
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  • Mahango Game Reserve

    May 7 in Namibia ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir machen uns auf den Weg weiter östlich und verlassen langsam den grünen Caprivi-Streifen.
    Bevor wir an unserem nächsten Zwischenhalt in Rundu ankommen, fahren wir noch einmal in einen Park, dem Mahango Game Reserve.
    Auch hier haben wir die Hoffnung und wahrscheinlich letzte Möglichkeit noch Büffel von unserer Liste abzuhaken. Dieser Park ist recht klein, aber es soll eine sehr hohe und konzentrierte Tierdichte haben.
    Am Anfang sehen wir direkt eine riesen Gruppe Zebras, diverse Impalas und sogar Krokodile, die sich auf einer Sandbank sonnen.
    Leider ist heute nicht so viel zu sehen oder wir sind zur falschen Zeit da, denn im weiteren Verlauf sehen wir nur noch Kudus, ein Hippo, Red Lechew und weitere Zebras.
    Uns bleibt auch verwehrt ein Hippo außerhalb des Wassers zu sehen.
    Aber gut, das ist die Natur, kann man einfach nicht planen.

    Nach dem Park fahren wir in Richtung Rundu, wo nichts super spezielles ist, aber dennoch als Stopover gut ist, da man große Supermärkte und auch genug Tankstellen hat.
    Nach unserem Einkauf fahren wir zur Campsite, welche wir aber nie erreichen werden, denn die Zufahrt ist komplett geflutet.
    Nach kontaktieren der Campsite, ohne dass sie eine Lösung haben und es nur ein "Oh, haben wir wohl vergessen euch zu informieren", entscheiden wir uns kurzerhand nach Rundu zu fahren und ein Guesthouse anzusteuern.
    Ein Glück hatten wir die Campsite noch nicht bezahlt.
    Wir finden schnell das Bavaria Guesthouse, welches noch ein Zimmer für 4 Personen zu einem fairen Preis hat.
    Dank Sim-Karte alles sehr problemlos, andernfalls wären wir nun das erste Mal aufgeschmissen gewesen.
    So haben wir doch früher als gedacht ein Zimmer und eine campingfreie Nacht.
    Die Unterkunft ist echt gut und am Morgen gibt es auch ein top Frühstück.

    Hat tatsächlich länger gebraucht als erwartet, bis etwas schief geht.
    Aber das ist ja eigentlich auch normal in Afrika.
    TIA - This is Africa
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  • Gabus Game Ranch

    May 8 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Sehr gut ausgeschlafen und frisch geduscht, ohne direkt wieder überall Staub zu haben, machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.
    Heute geht's zur Gabus Game Ranch, die ca. 4 Stunden entfernt ist.
    Da wir keine Lust haben, die ganze Zeit auf der Asphaltstraße zu fahren, gönnen wir uns mal ein paar Gravelroads, damit das Fahrerlebnis nicht zu eintönig ist.
    Clevererweise vergessen wir unser "Anti-Staub-Fenster" zu öffnen und haben dementsprechend viel im Kofferraum.
    Naja was solls, staubig ist eh alles irgendwie.

    Tatsächlich kommen wir mal sehr rechtzeitig bei der Gabus Ranch an, die von deutschen geführt wird.
    Wir haben wieder eine richtig coole Campsite und entspannen den Nachmittag am Pool und auf der Terrasse der Lodge.

    Wieder zurück an der Campsite werden wir von einem Strauß begrüßt, der ganz in Ruhe das Gras und die Pflanzen aufpickt. Etwas Respekt haben wir, aber er scheint sich absolut gar nicht für uns zu interessieren.
    Am Ende erfahren wir, dass dieser per Hand aufgezogen wurde und daher immer auf der Ranch unterwegs ist und auch Menschen kennt.

    Abends gönnen wir uns mal wieder ein Restaurantbesuch, denn es gibt heute ein 3-Gänge-Menü mit Buffet.
    Zwar recht teuer, aber mega lecker, vorallem das Impala Fleisch.
    Den Abend genießen wir noch ein wenig im Lodge-Bereich und sehen am hauseigenen Wasserloch ein paar Tiere, die aber leider schon recht schnell wieder verschwunden sind.

    Am nächsten Morgen können wir alle entspannt in den Tag starten. Nur für Beeke geht es früh hoch, denn sie hat heute ihren Safari-Ritt und sogar richtig Glück, denn sie ist alleine mit den zwei Guides, die sogar auch deutsch sprechen.
    Also gibt's viele Infos und auch einiges an Tieren zu sehen.

    Wir anderen drei gönnen uns einen kurzen Spaziergang durch das Ranch-Gelände, bekommen aber leider keine weiteren Tiere zu sehen.
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  • UNAM FC - Ongos FC

    May 9 in Namibia ⋅ ☁️ 28 °C

    Nachdem Beeke von ihrem Ritt wieder da ist, machen wir uns relativ zügig auf den Weg zu unserem nächsten Stop, denn wir haben heute noch einiges auf dem Zettel.

    Noch ein kurzer Check bei Facebook und aufgrund der dortigen Posts ist wohl der Länderpunkt Namibia heute recht sicher.
    Aber man weiß ja nie, also geht's direkt in Richtung des zwei Stunden entfernten Outjo's, wo heute die beiden Halbfinals des Standard Bank Top 8 Cup im Outjo Sport Stadium stattfinden sollen.

    Die Landschaft wird mittlerweile immer cooler, denn es werden immer mehr Berge und die etwas eintönig Landschaft von zuvor geht zu Ende.

    Am Stadion angekommen dann die finale Bestätigung, es wird gespielt! Auf dem Platz machen sich die Mannschaften bereit und es herrscht ein reges Treiben.
    Wir parken vor dem Stadion und direkt kommt Bolla Nangombe zu uns. Mit ihm hatte ich vorab geschrieben und er hat mir die Spiele rausgesucht und bestätigt.
    Zudem ist er der Vorsitzende des Verbandes der dortigen Region und sozusagen einer der Ausrichter der Spiele heute.
    Ein riesen Ding für seine Region, da zuvor noch keine so großen Events hier stattgefunden haben.
    Es wurden sogar extra Trainerbänke hergebracht und diverse Zelte für die VIPs aufgebaut.
    Er organisiert direkt dass wir innerhalb des Stadiongeländes parken können, da es draussen zu unsicher für Touristen-Autos sei.
    Also geht's auf einen Sonderparkplatz.
    Danach werden wir von einem seiner Kollegen auf die Tribüne in den VIP-Bereich begleitet.
    Dieser ist nicht speziell, einfach nur von den beiden Tribünenseiten der einzigen Tribüne abgesperrt.
    Wir hätten auch zu den Zelten an der Eckfahne gehen können, aber wir wollten schon im Geschehen sein.
    Da wir die einzigen Weißen hier sind, werden wir natürlich immer etwas komisch angeschaut, aber alle sind super nett.
    Etwas schwierig gestaltet sich die Frauen-Toiletten-Situation, denn diese sind verschlossen und der Schlüssel zunächst nicht auffindbar, aber auch das regelt sich nach kurzer Zeit.
    Bevor es losgeht, holen wir uns noch HotDogs und Getränke und nehmen unsere Plätze ein.
    Mittlerweile ist sogar der Präsident des namibischen Fussballverbandes da und hat sogar Pia, die gewartet hat, per Handschlag begrüßt und sitzt einfach nur 4 Plätze weiter.

    Dann startet das Spiel, in dem der siebtplatzierte der Namibia Premier League UNAM FC auf den vierten Ongos FC trifft.

    Tatsächlich sind die ein oder anderen Fans gekommen und zwischendrin gibt es immer mal wieder vereinzelte Anfeuerungsrufe, aber nichts spektakuläres.
    Der Ground ist ganz cool mit seiner Tribüne und dem Bergpanorama im Hintergrund.

    Das Spiel ist auf einem deutlich höherem Niveau als das in Botswana, aber dennoch nicht richtig gut.
    In der ersten Halbzeit passiert nicht viel, ehe in der zweiten Hälfte der UNAM FC dann die 1:0 Führung durch ein absolutes Traumtor besorgt.
    Dies ist auch gleichbedeutend mit dem Endstand und dem Finaleinzug.
    Das zweite Spiel können wir leider nicht mehr schauen, denn sonst wird es zeitlich sehr knapp, da wir vor der Dunkelheit unser nächstes Ziel erreichen müssen, zu dem wir noch gut 2 Stunden fahren.

    Länderpunkt Nummer 72, trotz vieler grauer Haare im Vorfeld, erfolgreich eingetütet.
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  • Waterberg

    May 10 in Namibia ⋅ 🌙 9 °C

    Pünktlich zur Dunkelheit erreichen wir unser anvisiertes Ziel, die Waterberg Wilderness Campsite.
    Am Eingang des Nationalparks konnten wir noch eine große Gruppe Giraffen direkt an der Straße bestaunen. Nach Erreichen des Camps klären wir noch fix an der Rezeption die Details für den morgigen Tag, ehe wir unseren Camper noch grade so mit dem letzten Licht aufbauen. Das Camp scheint ganz cool zu sein, aber leider werden wir davon nicht so viel sehen, denn Morgen reisen wir schon wieder ab.
    Immer etwas doof, aber da wir sowieso jedes Mal die Dachzelte wieder einklappen müssen, ist es auch fast egal.
    Unsere Campsite liegt etwas höher auf dem Berg, bietet Platz für 4 Gruppen und hat sogar einen eigenen Pool, sowie für jedes Camp ein eigenes Bad.

    Im Dunkeln kochen wir uns noch schnell ein paar Nudeln und schlüpfen in unsere Betten.

    Wieder einmal klingelt der Wecker früh, aber das ist hier nun mal so, wenn man etwas sehen will.
    Aber warum sind wir eigentlich hier?
    Erstens ist der Waterberg bekannt dafür, dass sich die Organisation Wilderness für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Breitmaul-Nashörnern einsetzt und genau diese wollen wir hier auch sehen.
    Im Netz und auf Youtube gab es dafür sehr viele Empfehlungen, weshalb wir uns für diesen Ort entschieden haben.
    Des Weiteren hat der Waterberg eine bedeutende Geschichte, denn hier fand 1904 eine der größten Schlachten und leider auch ein Völkermord der deutschen gegenüber der einheimischen Herero's statt.
    Und vor allem ist die Landschaft von und an dem 48 Kilometer langem und 15 Kilometer breitem Plateau, welches oft als Tafelberg der Kalahari bezeichnet wird, absolut beeindruckend.
    Selbst für die kurzes Zeit, die wir hier sind, ist das schon eine Wucht.

    Für uns geht es nun am Morgen auf die Suche der Nashörner und leider ist das ganze etwas enttäuschend. Nicht, weil wir sie nicht finden, sondern weil sich seit Corona einiges verändert hat.
    Während Corona haben die Wilderer zugeschlagen, wahrscheinlich genau aus dem Grund, den Dan uns vor ein paar Tagen erläutert hat.
    Da unter den Opfern auch ein tragendes Weibchen war, werden die Nashörner nun 24/7 von zwei Wildhütern in mehreren Schichten begleitet.
    Immer auf Abstand, denn sie sind weiterhin wildlebend, dennoch wissen die Jungs die ganze Zeit, wo sich die Nashörner aufhalten.
    Klar ist das gut, um den Schutz der Tiere zu gewährleisten, aber macht unser Tracking irgendwie etwas unattraktiv.
    Der Guide hetzt nur so durch den Park, erklärt sehr wenig und es wird auch gar nicht erst versucht Spuren zu lesen.
    Die Gruppe ist zudem auch recht groß, was auch noch sein letztes dazu gibt.
    Also latschen wir fast 2 Stunden bis ans andere Ende des Nationalparks und dort finden wir dann eine der zwei Gruppen.
    Das ist natürlich super beeindruckend und wir kommen den 5 Tieren, wovon 3 männlich und 2 weiblich sind, sehr nah.
    Es gibt eine richtig geile Fotosession, die ein wenig mit der Anzahl an Bildern eskaliert.
    Wir beobachten die Tiere eine ganze Zeit und bekommen noch ein paar Infos.
    Es gibt noch eine zweite Gruppe, die aus 3 weiteren Nashörnern, von denen eins ein Neugeborenes ist, besteht.
    Leider ist es super schwer, diese Art zu vergrößern, da sie maximal nur alle 3 Jahre Nachwuchs bekommen und ein Weibchen aufgrund von schlimmen Erlebnissen wahrscheinlich nie wieder Junge bekommt.

    Sehr schade, da es echt interessant und mächtige Tiere sind.
    Umso wichtiger, dass sie weiterhin geschützt werden und es zudem versucht wird, die Art wieder zu vergrößern.

    Den Rückweg macht man sich auch leicht, denn wir werden von einem Auto abgeholt.

    Nachdem wir wieder an der Rezeption sind, nutzen wir noch einmal die Möglichkeit auf Toilette zu gehen und machen uns dann in Richtung Norden auf den Weg .
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  • Etosha Nationalpark - Tag 1

    May 10 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Nachdem wir noch einmal ordentlich eingekauft und getankt haben, erreichen wir das östliche Gate des wahrscheinlich berühmtesten Nationalpark Namibias, dem Etosha.
    Es ist eines der wichtigsten Schutzgebiete und besitzt eine riesige, meist ausgetrocknete, Salzpfanne.

    Beim Gate müssen wir uns zunächst registrieren und alle Plastiktüten abgeben, was wir irgendwie null auf dem Schirm hatten, weshalb wir unsere grade getätigten Einkäufe noch einmal komplett umorganisieren müssen.
    Generell find ich es sehr gut, dass sie auf sowas achten, aber alle möglichen Lebensmittel sind zusätzlich nochmal in Kunststoffverpackungen, was es natürlich nicht besser macht.
    Aber es ist ein Anfang und wahrscheinlich am ehesten zu kontrollieren.

    Die Parkgebühr kann dann an zwei der Camps, die im Park liegen, bezahlt werden.
    Unsere erste Nacht verbringen wir im Namutoni Camp, welches nur knapp 20 Minuten vom Parkeingang entfernt liegt.
    Auf dem Weg dorthin können wir sogar schon den ersten Elefanten und diverse Impalas und Springböcke beobachten.

    Da wir noch gut in der Zeit liegen, wollen wir noch ein bis zwei Wasserlöcher ansteuern, aber checken zunächst ein, damit wir wissen wie lange die Tore des Camps geöffnet haben.
    Generell gilt hier immer, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
    An der Rezeption geht der Check-In recht schnell und unkompliziert, was man von der Bezahlung der Parkgebühr nicht behaupten kann.
    So eine unfähige und unfreundliche zuständige Person, das ist ja der absolute Wahnsinn.
    Erst braucht sie ewig um "auszurechnen" wie viele Tage wir im Park sind. Dann ist sie absolut unmotiviert und das Kartenlesegerät funktioniert auch nicht.
    Was eine Spektakel.
    So bezahlen wir den ersten Tag in Cash und können dann beim rausfahren an einem anderen Gate hoffentlich den Restbetrag mit Karte zahlen.
    So viel Bargeld haben wir nämlich nicht mit, da hier bisher so gut wie alles mit Karte geht.

    Etwas genervt machen wir uns dennoch nochmal auf den Weg zu den ersten Wasserlöchern, vielleicht haben wir ja Glück.
    Und tatsächlich sehen wir auf dem Weg etliche Giraffen, Oryx und diverse Springböcke.
    Vorallem bei dem zweiten Wasserloch stehen richtig viele Autos und nach einer kurzen Zeit sehen wir auch warum.
    Denn unter einem Busch etwas weiter weg liegen zwei junge Löwen, die natürlich alle Leute anziehen.
    Aber man muss trotzdem noch erwähnen, dass weiterhin diverse Giraffen vor Ort sind, was auch ein sehr cooles Bild abgibt.

    Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir zurück ins Camp und bauen unsere Zelte auf.
    Das ist mittlerweile eine Sache von 5 Minuten.
    Leider ist das Camp recht unpersönlich und eher ein großer Zeltplatz, aber das war ja zu erwarten.
    Wir kochen uns noch Abendessen und gehen zum campeigenen Wasserloch, wo man leider nichts sehen, nur hören kann, denn die Gräser sind so hochgewachsen, dass sie die komplette Sicht versperren.

    Heute geht's wieder früh ins Bett, denn wir wollen mit Parköffnung direkt zu den ersten Wasserlöchern, da die Tiere morgens meistens am aktivsten sind.
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  • Etosha Nationalpark - Tag 2

    May 11 in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Es ist schon wild, was an so einem Morgen im Camp abgeht, wenn alle pünktlich loswollen.
    Recht früh fangen die ersten an ihre Camps abzubauen und tatsächlich bildet sich beim Tor schon eine Schlange an Autos.
    Wie die Startaufstellung bei der Formel 1.
    Mit Öffnung geht's in alle Richtungen los, denn jeder will schnell zu einem Wasserloch.
    Auch wir sind mit am Start und entscheiden uns scheinbar für das falsche, denn leider tauchen bei unseren ersten zwei Waserlöchern keine Tiere auf.
    Je weiter wir in den Park fahren, desto mehr bekommen wir dann zu sehen.
    Viele Giraffen, einige Zebras, Gnus und diverse Hufentiere, wie Steinböcke.
    Und auch einen Elefanten können wir zwischendrin spotten.

    So fahren wir den ganzen Tag von Wasserloch zu Wasserloch durch den Park.
    Aber irgendwie haben wir uns tatsächlich ein paar mehr Tiere erhofft und leider haben wir auch noch keinen der Raubtiere, wie einen männlichen Löwen, Leopard oder Gepard gesehen.

    Heute haben wir noch eine zweite Nacht im Park im Halali Camp.
    Dies ist ähnlich wie das Namutoni, recht unpersönlich und eher eine Massenabfertigung.
    Aber es hat ein sehr cooles, beleuchtetes Wasserloch.
    Diesmal machen wir uns noch im hellen auf den Weg zum Wasserloch, an dem schon viele Personen sitzen und sich für die Tiere bereithalten.
    Eine ganze Zeit bekommen wir nichts zu sehen, weshalb Pia und Edda sich irgendwann auf den Weg machen um zu duschen.
    Beeke & ich bleiben noch und tatsächlich kommt dann kurze Zeit später ein Spitzmaul-Nashorn.
    Mega cool!
    Und es bleibt nicht das einzige.
    Den Abend über sind es zwischenzeitlich 5 Nashörner und 2 Hyänen.
    Dadurch dass die Nashörner den ganzen Abend da sind, kommen kaum andere Tiere zum Wasserloch.
    Aber immerhin ein Highlight am Tag, was uns definitiv besser schlafen lässt.
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  • Etosha Nationalpark - Tag 3

    May 12 in Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

    Auch heute Morgen wollen wir wieder früh los, doch zum Sonnenaufgang bleiben wir bei unserem Wasserloch, da wir gestern dort viel Glück hatten.
    Leider lassen heute Morgen die Tiere auf sich warten und da wir nicht zu viel Zeit verlieren wollen, machen wir uns kurz nach Sonnenaufgang wieder auf den Weg.
    Gleiches Spiel wie gestern, wieder fahren wir ein Wasserloch nach dem anderen ab, da man dort einfach die größten Chancen auf Tiere hat.
    Generell muss man aber sagen, ist dieses Jahr der Mai nicht ganz optimal, da die Regenzeit deutlich länger ging und vor allem auch so viel Regen wie in den letzten 10 Jahren nicht mehr gebracht hat.
    Das macht natürlich alles länger grün, weshalb die Tiere es nicht zwingend nötig haben zu den Wasserlöchern zu gehen.
    Dennoch sehen wir direkt morgens noch zwei weitere Spitzmaul-Nashörner auf dem Weg zu einem Wasserloch.
    Am frühen Vormittag sind die Tiere auch noch etwas rar, aber je länger der Tag dauert, desto heftiger wird es.
    Teilweise haben wir Wasserlöcher mit hunderten Tieren, was ein mega beeindruckendes Schauspiel ist. Oft sind es Gnus, Zebras, Steinböcke und Sträuße, die man immer wieder sieht.
    Auch zwischen den Wasserlöchern sind etliche Zebras, Oryx und Gnus unterwegs.
    Zwischendurch sehen wir auch noch einige Elefanten und wieder Giraffen.
    Und tatsächlich bekommen wir doch noch einen Löwen, auch wenn es "nur" ein Weibchen ist, von weitem zu sehen.
    Ganz cool, auch wenn wir alle sehr gerne noch einen männlichen Löwen gesehen hätten.

    Am zweiten Camp, an dem man bezahlen kann, klappt übrigens alles reibungslos.

    Nach einem langen Tag machen wir uns dann auf den Weg zum Parkausgang, da unsere Unterkunft heute genau davor liegt.
    Einen letzten Abstecher gibt's noch zu einem Wasserloch, wo wir noch einmal eine Elefantengruppe beim Trinken sehen können.
    Ein richtig guter Abschluss.

    Am Abend kochen wir nur noch und gehen früh ins Bett, denn solche Tage schlauchen ganz schön.
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  • Spitzkoppe

    May 13 in Namibia ⋅ ☀️ 28 °C

    Da wir heute früh an unserem Ziel sein wollen und gute 4 Stunden Fahrt vor uns haben, starten wir wieder relativ früh.
    Im Dunkeln werden die Zelte abgebaut, was mittlerweile keine 5 Minuten mehr dauert. Dann wird noch schnell das gestern vorbereitet Frühstück gesnackt und ab geht's wieder auf die Piste.

    Unser nächster Stopp ist die legendäre Spitzkoppe. Auf dem Weg dorthin halten wir noch schnell an einem Supermarkt und Tanken das Auto noch einmal voll.
    Wir wollen vor allem besonders früh dort sein, denn auf der Campsite, die direkt zwischen den Felsen liegt, gilt das Prinzip "first come, first serve".
    Mit Sicherheit sind alle Camps dort mega cool, aber es soll schon das ein oder andere geben, welche eine richtig geile Lage haben.

    Die Spitzkoppe ist ein markantes Bergmassiv aus Granit, welches in mitten der zentralen Namib-Wüste liegt. Häufig wird sie auch als Matternhorn Namibias bezeichnet und ragt teils bis zu 1728m hoch.

    Schon auf dem Weg zum Camp hat man eine grandiose Aussicht auf die Berge und es gibt ein richtig geiles Fotomotiv ab.
    Leider steht die Sonne sehr hoch, denn wir haben es kurz nach 12 Uhr, und die Berge bleichen auf den Bildern vom weiten etwas aus.

    An der Rezeption angekommen, sind wir auf jeden Fall schonmal nicht die einzigen.
    Das Prinzip verstehe ich auch nicht ganz, denn das Gelände ist super weitläufig, was ja mega geil ist, aber man muss sich seine Campsite durch rumfahren und schauen ob etwas frei ist, selbst suchen.
    Anstatt das sie vorne notieren welche Site genommen wird. Ich kann schon verstehen, dass man sich so jedes Camp vorab einmal angucken kann, aber mit Pech fährt man ganz ans Ende, um dann wieder umzudrehen.
    Dies ist auch das erste Camp, wo wir kein Strom und Wasser an den Sites haben, weshalb es an der Rezeption Duschen gibt.

    Wir machen uns zügig auf den Weg und schauen, ob unsere Wunsch-Campsite, die 11b, noch frei ist.
    Leider ist diese belegt, aber die Blogs lügen nicht, denn die Site ist wirklich mega geil gelegen.
    Wir haben dennoch Glück und bekommen eine sehr gute in der Nähe der 11b, sodass wir auch einen kurzen Weg auf einen der Sunset-Viewpoints haben.

    Da wir nun in der Mittagssonne hier sind und es kaum Schatten gibt, bauen wir schnell die Zelte auf, cremen uns ein und machen uns nochmal zu Fuß auf den Weg ein wenig das Gelände zu erkunden.
    Wir steigen auf einen kleineren Berg und haben von hier eine sehr geile Sicht über den Großteil der Spitzkoppe.

    Kurz bevor wir losgehen, kommen unsere Nachbarn nochmal rüber und fragen uns nach einem Feuerzeug, denn ihr Gaskocher geht nicht wirklich an. Am Ende stellt sich raus, dass die Flasche leer war. Die beiden hatten sowieso schon in ihren ersten 4 Tagen etwas mehr Probleme, denn auf dem Weg vom Sossusvlei zur Küste ist ihnen das Dachzelt runtergeflogen, da sich ein paar Schrauben auf der Schotterpiste gelöst haben.

    Zum Abend klettern wir dann auf den Viewpoint und genießen den Sonnenuntergang von hier oben. Absolut faszinierender Ausblick und irgendwie ein sehr geiles Gelände.
    Danach machen wir das erste Mal ein Lagerfeuer, auf dem wir erst Grillen und dann noch eine ganze Zeit verweilen.
    Da merkt man schon wieder, dass wir Anfänger sind, denn sowas hätten wir auch schon viel öfters & früher machen können.

    Bevor es ins Bett geht, nutzen wir noch die Möglichkeit des klaren Himmels und das hier kaum Licht vorhanden ist, um ein paar Fotos von der Milchstraße zu schießen.

    In der Nacht ist es recht windig, aber es wird nicht ganz so kalt wie erwartet.
    Den nächsten Morgen starten wir entspannt, bauen alles ab und frühstücken, ehe wir uns auf den Weg zu einem berühmten Fotospot machen.
    Hier werden noch die ein oder anderen Bilder geschossen, bevor wir unsere Rundreise fortsetzen.

    Private Toiletten gab es übrigens direkt an der Campsite, diese waren aber Busch- bzw. Trockentoiletten.
    Also quasi schon eine normale Toilette, die aber nur in ein Loch geendet ist und es natürlich auch kein Wasser zum Spülen gibt.
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  • Skeleton Coast, Swakopmund & Walvis Bay

    May 14 in Namibia ⋅ ☀️ 19 °C

    Unser Weg führt uns nun 100 Kilometer durch die Namib-Wüste in Richtung Küste.
    Die Skeleton-Coast ist ein ca. 500 Kilometer langer Abschnitt an der Westküste Namibias.
    Den Namen hat dieser Teil durch die zahlreichen Schiffwracks erhalten.
    Denn durch das Aufeinandertreffen der trockenen und sehr heißen Luft der Wüste und dem eisigen atlantischen Ozean entstehen hier fast ganzjährig dicke Nebelschwaden, die das Navigieren erschweren.
    Früher war das rettende Ufer für die Schiffsbrüchigen häufig ein Todesurteil, denn sie waren dann in der Wüste ohne jegliche Orientierung.

    Auf dem Weg zu unserem Ziel fahren wir die Küste entlang und halten an einem der Wracks, welches man sehr gut vom Strand aus beobachten kann.
    Leider, wie so oft an "Sehenswürdigkeiten" sind hier auch direkt Verkäufer und Bettler unterwegs.
    Danach halten wir noch kurz in der kleinen Küstenstadt Swakopmund und schlendern ein wenig durch. Diese wirkt aber fast wie ausgestorben, weshalb wir uns nicht lange aufhalten.
    Aber bevor wir weiterfahren gönnen wir uns noch ein Mittagessen im Restaurant in Form von Springbock- und Kudufleisch.
    Sehr lecker, aber schon sehr rindähnlich.

    Für heute haben wir ein Apartment in Walvis Bay gebucht und dieses hat es absolut in sich.
    Nachdem das Auto die schmale Auffahrt hoch navigiert ist, erwartet uns ein absoluter Traum.
    Eine riesige Wohnung mit 2 Schlaf- und Badezimmern, eine große vollausgestattet Küche und eine Terrasse mit Grill.
    Da es sowieso bewölkt ist und wir uns etwas mehr von der Küste erhofft hatten, nutzen wir nun die Chance und machen unsere Rucksäcke sauber, organisieren das Auto noch einmal neu und waschen Klamotten mit der vorhandenen Waschmaschine.
    Auch die sehr geile und heiße Dusche wird ausgiebig genutzt.
    Da wir einen mega coolen gemauerten Grill haben, kaufen wir auch noch Fleisch und machen Braai zum Abendessen.
    Ansonsten passiert hier nicht mehr viel.

    Am nächsten Morgen gibt's für mich einen kleinen Geburtstagskuchen und wir packen wieder alle Sachen zusammen.
    Wir sind zudem froh, dass wir für die Nacht eine Wohnung hatten, denn es hat geregnet und war auch ziemlich kalt.
    Demnach ist es wieder sehr neblig, weshalb unser Ausflug zum Flamingo schauen ausfällt. Wir fahren noch an die Dune 7, eine der bekanntesten Dünen hier, aber mittlerweile wird ein richtig happiges Eintrittsgeld verlangt, weshalb wir dies auch skippen.
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  • Sossuvlei

    May 16 in Namibia ⋅ ☀️ 31 °C

    Also geht's für uns weiter zu unserem nächsten und leider auch letzten Ziel.
    Das Sossusvlei liegt etwas südlicher im Namib-Naukluft-Nationalpark.
    Unsere Route führt wieder einmal durch eine atemberaubende Landschaft, welche zeigt, wie vielfältig das Land ist. Wir fahren durch Bergpässe und Wüste und haben jedes Mal wieder einen richtig coolen Ausblick.

    Auf dem Weg liegt noch das kleine Dorf Solitaire, welches vorallem durch den Apfelkuchen an dem einzigen Gebäude hier berühmt ist.
    Und es ist krass, was sich da abspielt. Gefühlt jeder hält dort an und gönnt sich ein Stück vom Kuchen oder anderen Gebäcken.
    Unserer Meinung nach ist das ganze etwas überbewertet und der Kuchen ist auch nichts ultra besonderes.
    Dennoch ist die Location an sich sehr cool und hat ein paar nette Gimmigs, wie eine alte Tanksäule oder alte Autos.

    Nach Solitaire wird die Strecke dann mega nervig, denn es geht über eine extrem huckelige Gravelroad, die uns ordentlich durchschüttelt.

    In unserem Camp für heute Abend angekommen, müssen wir leider feststellen, dass ein Haken unserer Dachzeltbefestigung abgebrochen ist und wir schauen müssen wie wir diesen ersetzen.
    Das Sossus Oasis Camp liegt außerhalb des Nationalparks und hat richtig coole Campsites mit sehr neuen und modernen Badhäusern.
    Zudem gibt es auch einen Pool, an dem es sich die Mädels gemütlich machen, während ich bei der Reifenwerkstatt des Camps versuche die Dachzeltthematik zu klären.
    Leider erstmal ohne Erfolg, aber im Park selbst soll es eine mechanische Werkstatt geben, die wir Morgen ansteuern können.

    Also starten wir am nächsten Morgen ein wenig später, da wir sowieso zur Werkstatt müssen. Dies war aber von Anfang an der Plan, weil wahrscheinlich alle früh in den Park fahren.
    Bei der Tankstelle lassen wir unseren Reifendruck nochmal für die Tiefsandpiste anpassen, da wir denken unser Gerät ist kaputt.
    Es stellt sich aber heraus, dass das Gerät von der Vermietung gar nicht kaputt war, sondern die Reifen einfach von Beginn an einen super geringen Druck von 1,2 Bar hatten.
    Da können wir froh sein, dass die bis heute heile geblieben sind.

    Trotz des etwas späteren Starts müssen wir am Eingang noch Schlange stehen und sind froh, dass es nun erstmal zu Mr. Hendricks Werkstatt geht.
    Diesen schmeißen wir quasi aus dem Bett und es wirkt alles etwas strange, aber nach kurzer Rücksprache mit der Vermietung zieht er uns nicht übern Tisch und zu dritt gehen sie an die Arbeit und basteln eine neue Halterung.
    Nach knapp 30 Minuten ist alles repariert und wir bekommen sogar eine offizielle Rechnung.
    Richtig stark und wir sind froh, dass wir nur so ein kleines Problem hatten.

    Nun geht's für uns rein in den Park und unser erster Halt ist die berühmte Dune 45, auf welche wir hochlaufen. Und tatsächlich funktioniert der Plan, denn der Großteil der Leute ist schon durch und eher auf dem Rückweg, sodass es oben nicht unnormal überlaufen ist.
    Von der ca. 45 Meter hohen Düne hat man einen super Überblick über das Tal zwischen den ganzen Dünen.
    Man sieht auch noch sehr gut, wo überall Wasser stand, denn es schlängelt sich leicht grün durchs Tal.

    Nachdem wir eine ganze Sandkiste aus unseren Schuhen rausgeholt haben, fahren wir weiter zum Sossusvlei und Deadvlei.
    Die letzten 5 Kilometer gehen über eine Tiefsandpiste, die man nur mit einem 4x4 Fahrzeug befahren darf. Alternativ kann man den angebotenen Shuttle für knapp 10€ pro Person nehmen.
    Bis vor ein paar Tagen war die Strecke aufgrund zu starker Überflutungen noch gesperrt und durfte nur mit dem Shuttle befahren werden.
    Da wir aber das Auto haben, geht's für uns auf eigene Faust rein und es funktioniert echt gut und bringt Spaß zu fahren.

    Auf dem Parkplatz angekommen, sind leider richtig viele Autos, die sich zum Großteil aber auch schon wieder auf den Rückweg machen.

    Wir gehen von hier ins Deadvlei und ersparen uns die Big Daddy Dune, die eine der höchsten der Welt ist mit ihren ca. 380 Metern.
    Sowohl das Sossusvlei, als auch das Deadvlei sind ausgetrocknete Salz-Ton-Pfannen inmitten der Dünen. Das Deadvlei hat zudem noch ca. 850 Jahre alte Kameldornbäume, die das Tal, umgeben von den großen Dünen, zu einem der bekanntesten Spots Namibias machen.

    In der Mittagssonne ist es mittlerweile brütend heiß, weshalb wir irgendwann den Schatten aufsuchen.
    Nach einer kurzen Pause fahren wir wieder zurück und halten immer mal wieder an coolen Fotospots.
    Am Ende gehen wir noch in den Sesriem-Canyon, der aber nicht allzu spektakulär ist.

    Bei der Tankstelle unseres Camps lassen wir unsere Reifen noch wieder auffüllen und fahren zu unserem nächsten Camp, welches ein wenig mehr in den Bergen liegt.
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  • Hauchabfontein

    May 16 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach knapp einer Stunde Fahrt über eine ultra nervige Huckelpiste erreichen wir das Hauchabfontein Camp und wie schon fast gedacht, gehört dies einer deutschen.
    Wir sind wieder fast die einzigen und bekommen daher die größte und schönste Campsite zugewiesen.
    Generell ist die Lage sehr ruhig und entspannt mit einer wahnsinnigen Aussicht auf die Berge.
    Da es unser letzter Abend im Zelt ist, machen wir nach dem Essen noch einmal ein Lagerfeuer und sitzen recht lange zusammen, ehe wir ein letztes Mal aufs Dach klettern.
    Am nächsten Morgen starten wir ganz entspannt, duschen, frühstücken und machen uns auf den Weg zurück nach Windhoek.
    Die Strecke ist nochmal richtig cool, denn wir fahren über einen recht steilen Pass, von dem man einen richtig guten Panoramablick hat.
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  • Windhoek

    May 17 in Namibia ⋅ ⛅ 23 °C

    In Windhoek angekommen dürfen wir zum Glück früher in unser AirBnB einchecken, sodass wir noch fix zu einem kleinen Markt um die Ecke können.
    Leider ist der etwas anders als erwartet, denn es ist eher ein kleiner Food-Markt mit recht teuren Sachen und nicht richtig local.
    Unsere Wohnung für den letzten Abend ist auch noch ganz cool, nicht ganz so nobel wie die vorherige, aber man kann es gut aushalten.
    Den Nachmittag fangen wir schonmal alle Sachen zu packen und versuchen unsere restlichen Vorräte so gut es geht zu verwerten.
    Das Auto räumen wir auch einmal komplett aus, um es wieder so zu packen, wie wir es bekommen haben.

    Am nächsten Tag schlafen wir richtig aus, denn unser Flug ist erst abends und wir dürfen bis 14 Uhr in der Wohnung bleiben.
    Also frühstücken wir spät, packen noch die restlichen Sachen zusammen und entspannen ein wenig.

    Nach dem Check-Out bringen wir noch unsere restlichen Lebensmittel zu Obdachlosen, tanken das Auto und fahren zur Vermietung.
    Die Abgabe erfolgt sehr schnell und problemlos und die Werkstatt-Rechnung wird auch direkt genehmigt.
    Gegen 15 Uhr werden wir von der Autovermietung zum Flughafen gebracht. Mehr als rechtzeitig geben wir das Gepäck auf und passieren die Ausreisekontrolle.
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    Trip end
    May 19, 2026