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  • Day3

    Bye, bye 2017...

    December 31, 2017 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 4 °C

    HOGMANAY - was ist das denn?

    ...bedeutet übersetzt so viel wie „die letzten Tage des Jahres“, die Party steigt in Schottland am 30.12. und endet am 01.01.
    Das war mir nicht so bewusst, als ich mich für Edinburgh als meine Silvester Destination entschieden hatte.
    Das ganze beginnt mit dem Fackellauf am 30.12.
    Am 31.12. ist die Stadt eine einzige Partymeile zwischen Princess Street, dem Castle und Old Town. Hier findet jeder was nach seinem Geschmack. Es gab Live Musik auf vielen Bühnen von traditioneller keltischer Musik, Trommel- und Dudelsack Musik, bis hin zu DJs, Theatertanz, Feuershows, Kletterkünstler an Häuserfassaden....
    In der St.Giles Cathedral findet ein klassisches Konzert im Kerzenschein statt (war bestimmt toll, die Cathedral habe ich mir heute morgen noch angesehen), das Event hat gegen das Whiskytasting verloren. Frau muss Prioritäten setzten.
    Eins muss man sagen, es war alles super gut organisiert. Angefangen beim Abholen der Eintrittskarten (die ich auch online gebucht hatte), über den Einlass mit Taschenkontrollen, bis zu den Toiletten bei dieser Großveranstaltung. Edinburgh ist Festivalstadt, hier finden gerade im Sommer mehrere große Festivals statt, da hat man Erfahrung mit solchen Veranstaltungen.
    Der Höhepunkt des ganzen ist das Feuerwerk über der Burg um Mitternacht. Was sage ich um Mittnacht, bereits ab 21:00 Uhr hat man zu jeder vollen Stunde den Countdown „geprobt“ mit einem Minifeuerwerk über der Burg. Als ich am Samstag auf der Burg war, habe ich die mächtigen Batterien für das Spektakel gesehen, das versprach schon einiges.
    Anfangs war ich noch mit den drei Mädels vom Whisky Tasting unterwegs, unsere Wege haben sich dann irgendwann getrennt, das junge Volk wollte ganz vor die Bühne. Du langweilst dich dort aber nicht allein, es gibt so viel zu gucken, du wirst animiert Céilidh mitzutanzen, was heißt animiert, man nimmt dich einfach an die Hand und zieht dich dazu. Ich bin ja auch so fit in schottischen Tänzen (wie die meisten an diesem Abend). Es gibt da Menschen, die das ganze führen, es war lustig und du bleibst in Bewegung.
    Ich habe an dem Abend mehr Männer als Frauen in Röcken gesehen. Ein echter Schotte trägt außer seinen Strümpfen nichts unter dem Rock. Einige waren auch mit nacktem Beinen unterwegs, weitere Recherchen habe ich dazu aber nicht durchgeführt 😉.
    Um Mitternacht gab es dann endlich das „richtige“ Big - Feuerwerk über der Burg. Das war toll und ich mag ja lieber so eine große Nummer, als diese vier Tage Jedermann- Böllerei in Deutschland. Was ich bei den Schotten auch nicht erwartet hätte, dass man auch hier jeden umarmt. Fremde Menschen drücken dir die Hand oder umarmen dich und wünschen dir „Happy New Year“.
    Und dann haben diese Massen zusammen „Old long since“/ „Auld Lang Syne“ gesungen. Das kennt ihr auch, wenn ihr das hört - folgt dem Link (https://youtu.be/Al7ONqrdscY). Jeder hat seinen Nachbarn an die Hand genommen, wie im Video. Das war schon ein wenig emotional.
    Was zum Ende nicht so gut organisiert war, war der öffentliche Nahverkehr, vielleicht lag es auch an mir und ich habe dieses Nachtbusssystem nicht verstanden. Ich bin dann die knapp zwei Kilometer nach Hause gelaufen.
    Und was ist jetzt der dritte Partytag? Neujahr wird es ganz verrückt.
    Loony Dook - in lustigen Kostümen nehmen die Schotten Neujahr ein Bad im Firth of Forth bei der Forth Eisenbahnbrücke in Edinburgh.
    Die Party fand ohne mich statt, hatte kein lustiges Kostüm 😂😉. Nein, ich hatte andere Pläne für den Vormittag.
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