• Tag 26 von ?

    June 29 in Sweden ⋅ 🌧 13 °C

    Eigentlich wollte ich noch eine Weile am See bleiben, aber kurz nach dem Frühstück zog ein Gewitter auf. Mein erster Stop heute hieß „Trangia“ - bedeutete für mich, vernünftig sein.
    Mitten im nirgendwo in einem kleinen schwedischen Dorf namens Trångsviken wurde vor über 100 Jahren die Geschichte dieses Outdoor Kochers geboren und genau hier wird auch immer noch produziert. Und was macht ihn so besonders? Brenner, Töpfe und Windschutz sind so konstruiert, dass sie komplett ineinander passen und durch die Konstruktion ist er gerade bei heftigem Wind besonders effektiv. Und natürlich ultraleicht, aus Aluminium. Es gibt ein kleines Museum über die Geschichte und einen Fabrikverkauf. Die Preise für die zweite Wahl waren schon recht interessant. Aber sind wir doch mal ehrlich, wie oft bin ich Outdoor unterwegs, wenn es stürmt und wie lange werde ich das überhaupt noch machen können oder wollen? Ich besitze zwei Kocher und die Vernunft hat gesiegt. Den gibt es dort übrigens auch in Mädchen Farbe, pink 😊.

    Mein nächstes Ziel, der Flatruet Pass.
    Baumlose, karge Landschaft und dieses Panorama da oben.
    Der Flatruet Pass ist mit 975 Metern über dem Meeresspiegel die höchste öffentliche Straße Schwedens. Rund 40 km pure Schotterpiste verbinden die Bergdörfer Ljungdalen und Mittådalen. Die Route führt steil hinauf. Ich habe eine kleine Wanderung gemacht oder sind 4 Kilometer nur ein Spaziergänge 😉. Es war extrem windig da oben (hätte doch den Kocher kaufen sollen). Auf dem Weg da hoch gab es ganz viele Rentiere, die zum Teil kleine Staus auf den kaum befahrenen Straßen verursacht haben. Und Abwärts ist vor mir eine Graureiher Mama mit ihrem Nachwuchs über die Straße gelaufen. 😍
    Und dann bin ich auf dem Weg zu meinem Übernachtungsplatz noch über etwas gestolpert. „Meteoriteneinschlag“ stand da auf einem Schild als Sehenswürdigkeit. 🤔 muss ich mir anschauen. Sehr unspektakulär. Es gibt einen großen Parkplatz und einen schönen Weg durch den Wald. Am Ziel findest du einfach ein Loch im Wald mit ein wenig Wasser gefüllt. Drum herum stehen einige Bänke und du kannst den Ort genießen. Auf einem Schild kannst du die Geschichte nachlesen, war allerdings nur auf Schwedisch und ich musste das erst mal alles übersetzen. Man hat durch verschiedene Untersuchungen in den neunziger Jahren festgestellt, dass es hier tatsächlich ein Meteoriteneinschlag gegeben haben muss, allerdings ist dieser circa 2000 Jahre her. Keine Ahnung, wie man darauf kommt, genau an dieser Stelle im Wald so etwas zu untersuchen. Aber für eine Pause oder eine kurze Rast ist der Ort wunderschön, egal, wie das Loch im Waldboden entstanden ist.
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