Tag 26 von ?
June 29 in Sweden ⋅ 🌧 13 °C
Eigentlich wollte ich noch eine Weile am See bleiben, aber kurz nach dem Frühstück zog ein Gewitter auf. Mein erster Stop heute hieß „Trangia“ - bedeutete für mich, vernünftig sein.
Mitten im nirgendwo in einem kleinen schwedischen Dorf namens Trångsviken wurde vor über 100 Jahren die Geschichte dieses Outdoor Kochers geboren und genau hier wird auch immer noch produziert. Und was macht ihn so besonders? Brenner, Töpfe und Windschutz sind so konstruiert, dass sie komplett ineinander passen und durch die Konstruktion ist er gerade bei heftigem Wind besonders effektiv. Und natürlich ultraleicht, aus Aluminium. Es gibt ein kleines Museum über die Geschichte und einen Fabrikverkauf. Die Preise für die zweite Wahl waren schon recht interessant. Aber sind wir doch mal ehrlich, wie oft bin ich Outdoor unterwegs, wenn es stürmt und wie lange werde ich das überhaupt noch machen können oder wollen? Ich besitze zwei Kocher und die Vernunft hat gesiegt. Den gibt es dort übrigens auch in Mädchen Farbe, pink 😊.
Mein nächstes Ziel, der Flatruet Pass.
Baumlose, karge Landschaft und dieses Panorama da oben.
Der Flatruet Pass ist mit 975 Metern über dem Meeresspiegel die höchste öffentliche Straße Schwedens. Rund 40 km pure Schotterpiste verbinden die Bergdörfer Ljungdalen und Mittådalen. Die Route führt steil hinauf. Ich habe eine kleine Wanderung gemacht oder sind 4 Kilometer nur ein Spaziergänge 😉. Es war extrem windig da oben (hätte doch den Kocher kaufen sollen). Auf dem Weg da hoch gab es ganz viele Rentiere, die zum Teil kleine Staus auf den kaum befahrenen Straßen verursacht haben. Und Abwärts ist vor mir eine Graureiher Mama mit ihrem Nachwuchs über die Straße gelaufen. 😍
Und dann bin ich auf dem Weg zu meinem Übernachtungsplatz noch über etwas gestolpert. „Meteoriteneinschlag“ stand da auf einem Schild als Sehenswürdigkeit. 🤔 muss ich mir anschauen. Sehr unspektakulär. Es gibt einen großen Parkplatz und einen schönen Weg durch den Wald. Am Ziel findest du einfach ein Loch im Wald mit ein wenig Wasser gefüllt. Drum herum stehen einige Bänke und du kannst den Ort genießen. Auf einem Schild kannst du die Geschichte nachlesen, war allerdings nur auf Schwedisch und ich musste das erst mal alles übersetzen. Man hat durch verschiedene Untersuchungen in den neunziger Jahren festgestellt, dass es hier tatsächlich ein Meteoriteneinschlag gegeben haben muss, allerdings ist dieser circa 2000 Jahre her. Keine Ahnung, wie man darauf kommt, genau an dieser Stelle im Wald so etwas zu untersuchen. Aber für eine Pause oder eine kurze Rast ist der Ort wunderschön, egal, wie das Loch im Waldboden entstanden ist.Read more
Tag 25 von ?
June 28 in Sweden ⋅ ⛅ 22 °C
Am Morgen hat es heftig gewittert und da es an meinem Übernachtungsplatz kein Dach für ein Frühstück im Trockenen gab, hab ich meinen Kram gepackt und bin erstmal ohne Frühstück los. Da ich kurz vor Strömsund war, war mein Plan, frühstücken im Café.
Sonntag Vormittag alle Cafés geschlossen. Selbst im ICA war das Café am Sonntag zu.
Aber einkaufen geht am Sonntag. Also hab ich mich erst mal um die ganzen unromantischen Dinge auf so einem Trip gekümmert. Ich hab meine Vorräte aufgefüllt, Wasser organisiert und den Tank vom Auto gefüllt.
Und dann war auch die Sonne wieder da.
Schönen Rastplatz gefunden und erst mal gemütlich ein spätes Frühstück genossen.
Dabei hab ich beschlossen, den Tag mal ohne Highlights zu verbringen. Die Sonne scheint, es sollen 22° werden, fehlt nur noch ein See. Sollte ja in Schweden kein Problem sein.😊
Und den hab ich auch gefunden. Und was das für ein toller Strand war und das Wasser ganz klar und relativ warm. Am späten Nachmittag gab es nochmal einen kleinen Schauer, der hat sich aber schnell verzogen.
Diesmal war ich nicht alleine an diesem traumhaften Platz. Ich hatte Gesellschaft von Nick und Nina. Die beiden sind Geschwister und auf dem Weg nach Norwegen. Wir hatten einen gemütlichen Abend, mit Feuerchen und Kartenspielen. Hab ich ja ewig nicht mehr gemacht.Read more
Tag 24 von ?
June 27 in Sweden ⋅ ☀️ 17 °C
Hällingsåfallet
Ich hatte mir ja noch ein kleines Highlight für den heutigen Tag aufgehoben. Das hatte zwei Gründe, zum einen war der Tag davor schon voller Eindrücke und zum anderen wollte ich für dieses Highlight Sonnenschein.
Der Regenbogen am Abend davor war nur ein kleiner Vorgeschmack.
Ich bin heute zum Hällingsåfallet gefahren. Ein spektakulärer Wasserfall, der 43 Meter tief in die mit 800 Metern längste wassergefüllte Schlucht Schwedens fällt.
Um dorthin zu kommen, muss man den Vildmarksvägen verlassen. Eine rund 25 km lange Schotterstraße führt dich direkt zum Wasserfall und zu einigen schönen Wanderwegen, auch entlang der Schlucht.
Ich hatte wirklich den perfekten Zeitpunkt abgepasst für meinen Besuch. Die Sonne stand direkt hinter dem Wasserfall. In der aufsteigenden Gischt hatte sich ein beeindruckender Regenbogen gebildet. Eine Brücke führt direkt über den Wasserfall.
Solch einem Schauspiel könnte ich stundenlang zusehen.
Mein „Hotel“ Golf steht heute wieder an einem See, allerdings nicht allein. Zwei Wohndosen sind meine Nachbar.
Ich werd ja immer Mal zu meiner Wohn-/ Schlafsituation auf Reisen angesprochen.
Fragt mich mein Wohndosen-Nachbar, ob das nicht viel zu eng und zu wenig Raum ist, um damit zu reisen?
Ich beschreibe euch mal seine Reisesituation: Camper ( Kastenwagen), sechs Meter Länge, Ehefrau und vier! Hunde (zwei kleine und zwei Große) dabei. Wer hat wohl mehr Platz 🤪.
Hab ich so natürlich nicht erwähnt 😉, sondern freundlich erklärt, dass das alles ganz easy funktioniert und ich sehr gut darin schlafe. 😊Read more
Tag 23 von ?
June 26 in Sweden ⋅ 🌧 9 °C
Der schönste Umweg
Von Vilhelmina nach Strömsund auf direktem Weg sind es ca. 130 km.
Mein kleiner Umweg 360 km 😎
Ich bin den Vildmarksvägen gefahren, Schwedens höchste asphaltierte Straße.
Dieser Umweg ist gepflastert mit Highlights
👉🏻 Litsjöforsen
👉🏻 Trappstegsforsen
👉🏻 Hochebene Stekenjokk auf einer Höhe
von 876 Meter
👉🏻 Gaustafallet
👉🏻 Ankarede - historisches samisches
Kirchdorf
👉🏻 weite Seen, wilde Flüsse, Berge in den
Wolken, krasse Landschaft auf der
Hochebene
Hat sich dieser „Umweg“ gelohnt? Definitiv!
Ich habe den Umweg gestern aber nicht beendet. Hab mir für den kommenden Tag, ein kleines Highlight übrig gelassen.
Fazit: unbedingt machen, falls man in der Gegend ist. Nehmt euch dafür aber 2-3 Tage Zeit. Das sind so viele Eindrücke. Aber Achtung, die Straße auf der Hochebene ist nur von Juni bis Oktober befahrbar. Und es ist auf der Hochebene, nur an bestimmten Stellen erlaubt zu halten oder zu parken, um die empfindliche Natur oder die dort leben, Tiere nicht zu stören.
Warum asphaltiert man denn in dieser Höhe eine Straße?
Man hat dort Erz gefunden und hat von 1976-1988 Erz abgebaut. Diese Straße war nötig zum Abtransport und zur Versorgung. Während der aktiven Zeit des Bergwerks musste die Straße auch in den Wintermonaten freigehalten werden, was ein extremer Kampf gegen die Natur war, denn die Schneemassen da oben sind im Winter gewaltig.
Das Wetter war gestern sicherlich nicht so geil, hat aber irgendwie für eine mystische Stimmung gesorgt und zum Abschluss des Tages gab es noch diesen tollen Regenbogen.Read more
Tag 22 von ?
June 25 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C
Schwedens mächtigste Stromschnellen
Direkt am See, in der Sonne hab ich heute Morgen gefrühstückt. Eigentlich wollte ich ja nicht schwimmen gehen, aber das Wasser hatte 18° und der Strand sah so einladend aus, also musste ich doch noch mal kurz ins Wasser hüpfen.
Mein heutiges Ziel war nur circa 40 Minuten entfernt.
Storforsen - die größten Stromschnellen Skandinaviens. Der Fluss Piteälven stürzt hier über eine Länge von 5 Kilometern rund 80 Meter in die Tiefe. Was für eine Wucht, bis zu 1000 m³ Wasser pro Sekunde. Eine Lautstärke, dass du ein eigenes Wort nicht verstehst. Sehr spektakulär.
Über Holzstege und Brücken spaziert man direkt über und neben den tosenden Kaskaden. Es gibt etliche kleine Nebenarme, die sich ihren Weg tief in den Fels gegraben haben.
Was ich nicht erwartet hatte, dass das doch sehr touristisch ist. Du fährst Kilometer lang, einsam und alleine auf der Landstraße und dann biegst du auf den Parkplatz ein und da stehen etliche Wohnmobile, Autos und ein Reisebus.
Das hat sich aber alles auf dem Gelände sehr verlaufen. Ich bin da bestimmt zwei Stunden lang unterwegs gewesen. Wenn das ganze touristisch erschlossen ist, gibt es natürlich auch ein Café 😊. Zeit für Fika, Zimtschnecke und Kaffee.
Beim Kaffee hab ich mich dann für mein weiteres Ziel entschieden. Ja, ich wollte es gern etwas wärmer. Ich werde morgen aber einen kleinen Umweg fahren und mal auf knapp 900 Höhenmeter hoch. Mal sehen, ob sich dieser Umweg lohnt. D.h. ich bin am Nachmittag noch ein großes Stück Richtung Süd -Westen gefahren, auf zum Teil wieder sehr spannenden Straßen.
Stehe jetzt auf einem winzig kleine, naturbelassenen Campingplatz, 10 m vor der Wasser Kante eines Sees und werde mal sehen, was der morgige Tag bringt. Es wird bestimmt frisch…Read more
Tag 18 von ?
June 21 in Finland ⋅ ☁️ 16 °C
Wandern im Riisitunturi-Nationalpark
War lange nicht wandern, also auf in den Nationalpark.
Ein absolutes Naturparadies. Es gibt verschiedene Wanderwege. Am Anfang läufst du durch einen richtigen Märchenwald mit hohen Tannen. Muss im Winter, wenn ganz viel Schnee auf den Bäumen liegt, ganz fantastisch aussehen.
Der Wanderweg „schraubt“ sich ganz allmählich auf eine Höhe von ca. 450 Metern und dort gibt es nur noch ganz wenig Vegetation. Dafür hast du einen spektakulären Blick auf den Kitkajärvi See. Er gilt als ein echtes ökologisches Juwel. Das liegt an seiner außergewöhnlich hohen Wasserqualität. Das Wasser ist so rein und klar, das kann man direkt trinken. Er ist der größte unregulierte See Finnlands. Es gibt an seinen Abflüssen keinerlei Wasserkraftwerke oder künstliche Dämme.
Auf dem Wanderweg kommst du auch an einigen Hütten vorbei, die immer eine große Feuerstelle haben und es gibt auch genügend Holzvorrat. Also erst mal ein kleines Feuerchen gemacht und die Stille genossen.
Am Nachmittag habe ich habe ich dann meine „Hütte“ für die nächsten drei Tage bezogen. Ich war echt begeistert, als ich an meinem Airbnb ankam.
Das liegt so versteckt im Wald, das findet nicht mal Google. Ich hatte aber eine exakte Wegbeschreibung vom Eigentümer. Zweieinhalb Kilometer tief im Wald, manchmal wär ein Allrad Fahrzeug nicht verkehrt. 😂.
Direkt an einem kleinen See, mit echter finnischer Sauna. Sicher kein Luxus Ressort, ohne fließend Wasser, ohne Strom.
Es war trotzdem für alles gesorgt. Es gibt eine Batterie, mit der du dein Handy laden kannst, Licht brauchst du ja nicht es wird nicht dunkel und es war genügend Trinkwasser in Kanistern da. Selbst ein gasbetriebenen Kühlschrank gab es. Und dann diese absolute Ruhe. 😍😍😍
Drei Tage fernab der Zivilisation.Read more
Tag 17 von ?
June 20 in Finland ⋅ ☁️ 20 °C
Blauer Himmel am Morgen, was denn da los, sollte doch regnen.
Ich habe mich entschieden, erstmal die Sonnenstrahlen zu genießen.
Am Nachmittag zog sich der Himmel zu und der versprochene Regen kam noch. Ich war dann noch ein paar Lebensmittel Vorräte organisieren. Die Preise sind hier schon ne Hausnummer. Ich hab mal gegoogelt, das Lohnniveau in Finnland liegt sogar etwas unter unserem in Deutschland.
Nützt nichts, muss ja essen und da ich am kommenden Tag für drei Tage im Wald verschwinde, brauch ich einen kleinen Vorrat.
Dann hab ich noch mal den See gewechselt. Der hatte einen kleinen Strand und auch Trockentoilette.
Abendprogramm- Himmel beobachten 👀. War der gestern Abend einfach nur blau, gab es heute durch die Wolken ein ganz verrücktes Farbspiel 😍. Es war auch überhaupt nicht so kalt, wie am gestrigen Abend.Read more
Tag 16 von ?
June 19 in Finland ⋅ ☁️ 12 °C
Tag 7 auf dem KARHUNKIERROS Trail
Der letzte Tag meiner Wanderung auf dem KARHUNKIERROS Trail wollte es noch mal wissen. Erstmal hat die Sonne eine ganze Weile gebraucht, bis der Himmel wolkenfrei war.
Ich bin ziemlich früh, noch vor neun aufgebrochen, denn ich hatte gestern ja eine Entscheidung getroffen und mir ein Busticket zu meinem Auto gebucht. Abfahrt 18:45 Uhr Parkplatz Juuma. Wenn ich die kleine Bärenrunde mitnehmen wollte, wären das ca. 16 Kilometer. Alternativ den direkten Weg ca. 11 km.
Ich weiß nie, wie der Weg beschaffen ist und kann somit nicht einschätzen, wie lange ich bis zum Ziel brauche. Hast du keine Steigungen und einen schönen Waldweg ohne Wurzeln und Geröll, dann lauf ich ca. drei Kilometer in der Stunde mit diesem Gepäck 🎒. Hast du aber viel auf und ab über Wurzel und Geröll, wo du dir jeden Schritt gut überlegen musst, dann kann es schon sein, dass du eine Stunde für einen Kilometer benötigst. Und so war der Weg beschaffen, bis ich die Kleine Bärenrunde erreicht habe. Immer ganz nah am Fluß, manchmal stand ich mit einem Fuß schon im Wasser. Oder der Weg war so ausgespült, dass die Alternative eine Kletterpartie wurde. Und dann wieder hoch und die Aussicht von oben genießen. Und ich hatte noch den Termin mit dem Bus. Der letzte, vor Montag Mittag 🤔. Hat mich ein wenig unter Druck gesetzt, völlig umsonst.
Klar war ich viel zu früh an meinem Ziel 💪😎.
Hab die Kleine Bärenrunde noch mitgenommen.
Wieso kleine Bärenrunde - dies ist eine Tageswanderung von 12 Kilometern durch den Nationalpark. Touristisch angepasste Wege, Treppen bei extremen Steigungen. Mehrere Hängebrücke über den wilden Fluss und tolle Aussichtspunkte mit Bänken. Und es ist wirklich eine Runde, was ja die Große Bärenrunde nicht ist. Wenn es euch hierher verschlägt und ihr wollt nicht tagelang durch den Wald laufen 🤣, die Kleine ist auch wunderschön, kann ich empfehlen.
Am Parkplatz gibt es einen kleinen Kiosk. Da habe ich die Wartezeit auf meinen Bus mit Kaffee und einem kühlen Getränk überbrückt. Die Rentiere sind hier einfach über den Parkplatz spaziert 😍.
Der Bus war überpünktlich und da ich der einzige Fahrgast war, sind wir auch gleich los. Leider fuhr der Bus nur bis zum Zentrum von Ruka, mein Auto stand genau auf der anderen Seite des Berges. Also entweder 3,8 km Wanderweg über den Berg oder 5,2 km Straße um den Berg herum. Erst mal ne Toilette suchen, dann entscheiden.
Am Freitag und Samstag letzte Woche war dieser Ort wie ausgestorben. Heute war das ne einzige Partymeile. Google sagt, hier findet über Mittsommer ein dreitägiges Musikfestival statt. Willkommen zurück in der Zivilisation. Das hat aber auch einen kleinen Vorteil für mich, denn die Seilbahnen liefen. Es gibt eine, die über den Berg fährt, zu meinem Auto 🥳. Also Skipass für 11,50 € gekauft, das ist ein Oneway Ticket, in die Gondel gesetzt, auf dem Berg gefahren, kurz ausgestiegen und Aussicht genossen, wieder eingestiegen und auf der anderen Seite wieder heruntergefahren 😎. Ich war ein bisschen begeistert.
War kurz duschen, damit mich meinen Mitmenschen gut riechen können. Meine Klamotten riechen nach einer Mischung aus Mückenspray, Rauch vom Feuer und Schweiß und ich ganz sicher auch. Wäre jetzt auch nicht mein Lieblingsparfüm.
Dann bin ich mit noch nassen Haaren, in einem Aufzug, in dem ich zu Hause nicht mal den Müll runterbringen würde, zur Pizzeria gefahren. Da gab es sogar meine Lieblingspizza. Hab mir damit einen Platz in der Sonne gesucht und die halbe Pizza verspeist. Lecker! Ruka Pizzeria - Empfehlung 👍🏻.
An einem wunderschönen See hab ich dann mein Nachtlager aufgeschlagen und bis circa 1:00 Uhr nachts die Sonne beobachtet. Der Himmel war völlig wolkenlos und es sah aus wie ein nicht enden wollender Sonnenuntergang.
Allerdings war ich schon in meinem Schlafsack eingekuschelt und hab mir das aus dem Auto angesehen. Nichts und niemand hätte mich für Fotos raus gelockt. Es waren nämlich nur 6 Grad draußen 🥶.Read more
Tag 15 von ?
June 18 in Finland ⋅ 🌧 8 °C
Tag 6 auf dem KARHUNKIERROS Trail
Bei jeder Wanderung hast du mindestens so einen Tag. Einen Tag, wo du dich laufend fragst „ Was mache ich hier eigentlich? Warum sitze ich nicht mit einem Schirmchencocktail am Strand? Oder zu Hause in meinem gemütlichen Sessel?“ Dieser Tag war heute .
Aufstehen- es regnet.
Zelt abbauen - es regnet. Toll so ein naßes Zelt im Rucksack.
Frühstück- es regnet. Ich habe es mir unter dem Dach eines kleinen Holzschuppens gemütlich gemacht und gefrühstückt.
Let‘s go- natürlich regnet es und der Weg ging so weiter, wie er gestern Abend geendet hat. Und es regnet und regnet und regnet…
Da kannst du dich nicht mal irgendwo für ein Päuschen hinsetzten. Schuhe nass, Socken nass, eigentlich alles nass, auch wenn du Regenklamotten an hast. Man schwitzt darunter.
Ich war so dankbar, als ich kurz vor meinem Ziel eine typische finnische Hütte mit Feuerstelle entdeckte. Eigentlich sind die ein wenig gruselig, weil sie innen so duster sind. Nur die Tür hat ein kleines Fenster.
In der Mitte eine Feuerstelle und rundherum Sitzbänke.
Erstmal Holz gehackt, davon liegt an jeder Feuerstelle/ Rastplatz jede Menge. Und auch fast immer ne Axt 🪓 und/ oder ne Säge 🪚. Feuerchen gemacht und alle nassen Klamotten ringsherum aufgehängt. Die Leinen hingen schon. Hab mich da zwei Stunden lang aufgewärmt, mir noch nen Pudding gekocht und fast alles, außer die Schuhe, trocken bekommen.
Das letzte Stück bis zum Shelter war dann nicht mehr so schlimm.
Nochmal ein traumhafter Platz, direkt am Fluss 😍. Kein Mobilfunk Netz.
Halten wir es wie Pippi - „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.“
Ich habe am Morgen eine Entscheidung für den letzten Abschnitt des Trails getroffen.
Ich hatte von Anfang an großen Respekt vor den letzten zehn Kilometern. Diese führen über zwei Berge und haben zum Teil alpinen Charakter. Klettersteige, Seile, an denen du dich hochziehen oder ablassen musst, weil es so steil ist. Ich habe ca. 12Kilo auf dem Rücken, müsste zusätzlich Wasser mitnehmen, da es keine Möglichkeit gibt, auf den letzten 10 Kilometern Wasser zu fassen, also nochmal +5 Kilo Minimum. Da durch den vielen Regen und morgen soll es wieder regnen, auch noch alles matschig und rutschig ist, habe ich mich entschieden, diesen letzten Abschnitt nicht zu gehen. Safety First, mein Weg, meine Entscheidungen, mein Leben.
Ich nutze die letzte Möglichkeit mit Busstopp um in Juuma, bei der kleinen Bärenrunde, auszusteigen. Mir fehlen jetzt die letzten zwanzig Kilometer, aber hej, 62 ist ne coole Zahl 😍.Read more
Tag 14 von ?
June 17 in Finland ⋅ 🌧 11 °C
Tag 5 auf dem KARHUNKIERROS Trail
Ein richtig schöner Tag, mit nur leichtem Nieselregen und tollen Wegen.
Tschüß schöner Campingplatz. Nach einem Kilometer gab es schon den ersten Stopp am Oulanka NP Center. Sehr schöne Ausstellung über den NP und seine „Bewohner“. Alles interaktiv gestaltet. Du kann Souvenirs kaufen und es gibt ein kleines Café. Da ich gerade erst gefrühstückt hatte, hab ich mir einen Kaffee gegönnt und mir ein Sandwich mitgenommen. Nach soviel „Trockenfutter“ freust du dich über so etwas. Da war ein Wochenvorrat an Belag drauf, war nach sechs Kilometern richtig lecker. Am NP Center ist der Weg nicht so wild, da es hier kleine Tageswanderungen gibt. Immer schön am Fluss lang, mal unten, mal ganz oben mit tollen Aussichten und nur ganz wenig feiner Nieselregen. War ein richtig schöner Weg heute, kaum zu klettern, bis auf den letzten Kilometer. Da ging es nur bergauf, über Geröll, Schlamm und Wurzeln und das Wasser kam wie ein kleiner Bach heruntergelaufen. War ein kleiner Endgegner des Tages.
Mein Zelt habe ich nach 11,5 km, im trocken, an einem Rastplatz, leider ohne Shelter, aufgebaut. Mir mein Abendessen gekocht und bin dann recht früh im Schlafsack verschwunden, da es anfing zu regnen. Neben mir hatte noch ein Finne mit seinem Sohn sein Zelt aufgebaut, die waren am Morgen um sechs schon wieder verschwunden.Read more
Tag 13 von ?
June 16 in Finland ⋅ 🌧 17 °C
Tag 4 auf dem KARHUNKIERROS Trail
🥾Frühstücken ohne Regen mit Feuerchen
🥾 Tschüss du schöner Ort, auf zum Campingplatz
🥾 Kleine Brückenbaustelle über den Bach, die Jungs haben beim Passieren geholfen
🥾 Rentiermamas mit Babys getroffen
🥾 viel Wasser und Matsch
🥾 Fast trocken den Campingplatz erreicht
🥾 Müll entsorgt- Klare Regel- was du in den NP reinträgst, trägst du wieder raus.
🥾 Mökki gebucht
🥾 Zimmer erstmal „dekoriert“ - alles leicht feucht und muss trocknen
🥾 Duschen
🥾 Wäsche waschen
🥾 Eis
Wunderschöner Naturcampingplatz, da sind sogar die Dächer der Hütten begrünt. Der absolute Luxus- die Duschen haben Fußbodenheizung.Read more
Tag 12 von ?
June 15 in Finland ⋅ 🌧 9 °C
Tag 3 auf dem KARHUNKIERROS Trail
Da saßen wir friedlich zusammen. Fünf sich völlig fremde Menschen, drei Nationen, in einer einfachen Hütte im Wald und frühstücken zusammen. Jeder ist rücksichtsvoll, rückt ohne große Worte zusammen. Ach, das könnte so einfach sein auf diesem Planeten.
Das war wirklich ne lustige Runde. Der Franzose sprach genauso schlecht English wie ich 😅. Übersetzer ging nicht, da kein Mobilfunk in der Hütte, aber irgendwie haben wir kommuniziert. War lustig und irgendwie auch eine ganz besondere Stimmung.
Es hat den ganzen Morgen heftig geregnet. Da es in der Hütte trocken, warm und auch irgendwie gemütlich war, habe ich gewartet, bis es nur noch langsam regnet 😊.
Der Weg ist wirklich ein Träumchen, bestens markiert, nach jedem Kilometer kommt ein Schild und an den Stromschnellen ist es besonders schön. Einige Hängebrücken über wildes Wasser und tollen Ausblicken. Das Wetter erwartet aber viel Konzentration auf den Weg und die Füße und nicht immer auf die Umgebung . Es ist rutschig und schlammig und der Weg hat, wenn er ein toller Waldweg ist, kleine Seen. Die brauchst du auch nicht umgehen, der Waldboden ist genauso nass. Schuhe und Füße waren also nass. Eigentlich war alles nass.
Der Plan war heute bis zum Campingplatz zu laufen, doch dann bin ich nach nur fünf Kilometern auf diesen wunderschönen Platz gestolpert. Eigentlich wollte ich nur im Trockenem ein Päuschen machen. Doch er hat mich so angebettelt „bleib doch“, mach ein Feuerchen, es gibt auch einen wunderbaren Zugang zum Fluss (Wasservorrat auffüllen) Also war meine eigene Challenge, wenn ich es schaffe, bei diesem Wetter das Feuer anzubekommen, dann bleibe ich. 💪. Es war ja erst kurz nach 15 Uhr.
Hab mich dann ein wenig häuslich eingerichtet, mir einen warmen Schokopudding und nen Tee gekocht und mein Feuer genossen.
Es kamen noch einige Wanderer vorbei, aber die wollten alle bis zum Campingplatz. So hatte ich dieses Plätzchen ganz für mich allein. Hab mir nach dem Abendessen noch ne Wärmflasche gemacht und bin dann in meinen Schlafsack gekrabbelt und habe dem Regen gelauscht.Read more

Jana KeilholzNach den Bildern zu urteilen, schon ganz schön viel Regen 😅 aber du bist ja bestens vorbereitet 💪 und Frau hat Feuer 🔥 gemacht 👍🤩😘
Tag 11 von ?
June 14 in Finland ⋅ 🌧 12 °C
Tag 2 auf dem KARHUNKIERROS Trail
Letzte Nacht hatte ich noch ein ungewöhnliches Erlebnis. Ich habe so gegen elf das Licht ausgemacht 🤣, die Augen zu und geschlafen. Kurz nach Mitternacht werde ich wach, weil neben meinem Shelter jemand Holz hackt , sind da zwei Finnen aufgeschlagen und haben sich ein Feuerchen gemacht. Fand ich ein klein wenig rücksichtslos. Ich hab sie dann gefragt, ob ich im Shelter Platz machen soll. Nein, sie wollen nur ein Feuer machen und dann angeln.😳 Keine Ahnung, ob sie was gefangen haben. Ich hab dann mit Ohrenstöpsel weiter geschlafen und als ich gegen sechs wach geworden bin, waren sie weg.
Heute Morgen hat mich der Tag natürlich wie angekündigt mit Regen begrüßt. Ich hab erst mal das Schlimmste im Shelter aus gesessen, schön gefrühstückt und zugesehen, wie das Wasser auf den Fluss plätschert. Sehr entspannend.
Als der Regen etwas nachgelassen hat, bin ich dann los. Und das war heute aufgrund des Wetters eine echte Herausforderung.
Es ging bergauf und bergab, das Schwierige dabei ist, dass das ja keine geschotterten Wege sind, sondern du läufst über Wurzeln und Steine und da wo es sumpfig ist über Holzbohlen. Und es waren drei oder vier spannende Hängebrücken dabei. Das war alles rutschig wie Schmierseife. Deshalb sind es heute auch nur acht Kilometer geworden. Ich übernachte heute trocken und warm in einer urigen Hütte mit Kamin, Gibt es hier einige auf dem Weg. Ich bin nicht alleine hier, teile mir die Hütte, die ist richtig groß, mit drei schnatternden Finninnen und nem Franzosen.
Man findet hier auf dem Weg an jedem Shelter/ Rastplatz oder Hütte eine Toilette. Ja, das sind Trockentoiletten oder Plumpsklos, die sind meistens auch tadellos. Hier an der Hütte steht ein Neubau von Trockentoilette, vom feinsten, sage ich euch. Kleiner Haken dabei, die Hütte steht direkt am Fluss, die Toilette oben auf dem Berg. 118 Stufen, ich hab sie gezählt. Da überlege ich mir heute Nacht dreimal, ob ich Pippi muss.
Auch für Mobilfunk Empfang musst du immer auf den Berg?
Mal sehen was der Himmel morgen an Wetter plant. Viel besser wird es nicht. Noch hab ich genügend Zeitpuffer bis Sonntag.Read more
Tag 10 von ?
June 13 in Finland ⋅ ⛅ 19 °C
Tag 1 auf dem KARHUNKIERROS Trail
Was war das heute für ein toller Start.
Bestes Wetter!
Heute Morgen bin ich mit dem Bus von Ruka nach Hautajärvi, dem nördlichen Startpunkt gefahren. Hat super funktioniert, der Bus war pünktlich, wollte nicht mal dein Ticket sehen, hat einfach nur nach deinem Namen gefragt. War ein Minibus, mit Anhänger. Im Anhänger wurden alle Rucksäcke verstaut. Ich war nämlich nicht die einzige an der Haltestelle, es stand schon ein finnisches Pärchen dort. Am Start gibt es ein kleines Café, Toiletten, man kann noch fehlendes Equipment kaufen und es gibt eine Mini Ausstellung zu den Tierarten hier im Nationalpark. Ich hab mir noch einen Kaffee gegönnt und bin dann los.
Die ersten 6 km waren richtig schön, fast keine Steigungen, schöne Wege ohne Felsen oder Wurzeln, nur die Hängebrücke war etwas abenteuerlich. Nach circa 6 km kommt der erste Shelter, direkt am Fluss. Eigentlich war meine Idee, 6 km reicht für den ersten Tag. Ich hab wirklich hin und her überlegt, das schöne Wetter genießen und den Rest des Tages in der Sonne sitzen oder das schöne Wetter beim Wandern genießen.
Denn ab morgen soll es für die nächsten fünf Tage regnen.
Da ich den Shelter jetzt nicht so toll fand, habe ich mich fürs weiterlaufen entschieden und dann wurde der Weg etwas herausfordernder, Wurzeln, Felsen, die ersten ordentlichen Steigungen.
Und was war so los auf dem Weg? Nichts mit einsam heute! Die Finnen haben heute auch das schöne Wetter genutzt. Ganze Wandergruppe habe ich getroffen. Ich hatte schon Sorge, dass ich keinen Platz für mein Zelt bekomme. Aber die Jugend gibt sich wahrscheinlich nicht mit 13 km zufrieden und ist zu den nächsten Rastplätzen gelaufen, das sind dann so 27 km.
Du darfst hier im Nationalpark nur an ausgewiesenen Plätzen oder Hütten übernachten.
Ich habe mich dann für den nächsten Shelter entschieden. Und siehe da, kein Mensch hier. Auch direkt am Fluss, mich wird also das Rauschen des Flusses in den Schlaf wiegen. 😴
Und die Mücken so? Unzählige!
Beim Frühstück heute Morgen habe ich einen Typen getroffen, der die Wanderung gerade beendet hat. Er war fünf Tage unterwegs und seine Aussage: a lot of mosquitoes 🦟. Und das ist tatsächlich auch so, aber ich war ja vorbereitet. Mein neues Parfüm heißt „off“ 😂. Und richtig gut ist auch dieses Thermacell, gerade bei Pausen. Herausfordernd war nur, ins Zelt zu krabbeln, ohne dass eine Mücke mit einzieht. Ich hab mein Innenzelt im Shelter aufgebaut und die Viecher kreisen jetzt um mein Zelt. 😂. Also mit dem richtigen Equipment sind auch die Mücken zu ertragen, bzw. zu bekämpfen. Morgen sollen es nur so zehn/ elf Grad werden, ich hab gelesen, dass die Mücken ab zehn Grad in eine Starre verfallen und nicht mehr fliegen. Dann hat das miese Wetter wenigstens ein Vorteil.Read more
Tag 9 von ?
June 12 in Finland ⋅ 🌧 12 °C
Keine besonderen Vorkommnisse 😉.
Heute Morgen wurde ich erstmal mit Regen begrüßt. Das hat mir die WetterApp aber schon prophezeit.
Also Frühstück indoor.
Dann musste ich leider diesen tollen Platz verlassen, ich hatte ja noch Pläne.
Zuerst bin ich nach Kuusamou gefahren und hab zweit Stunden in einem süßen Kaffee den Regen ausgesessen. Nächster Stopp -Supermarkt- noch ein paar Snacks für die Wanderung organisieren 🍫🍪.
Mein nächstes Ziel war Ruka. Hier wird mein Auto für die kommenden Tage auf einem Wanderparkplatz auf mich warten.
Ruka ist eine Wintersport Hochburg. Gefühlt hunderte Skilifte. Und überall an den hängen liegen Riesenberge mit weißer Folie abgedeckt. Ich hab dann einen Gassigeher gefragt, was das ist. Seine Antwort: Snow ❄️😳. Hab dann mal weiter recherchiert ….
Ist wirklich Schnee, nennt sich „Snow Farming“
Unter diesen riesigen weißen Planen liegt tatsächlich Schnee vom vergangenen Winter.
Ruka ist eines der am frühesten eröffnenden Skigebiete Europas. Um den Saisonstart im Oktober (oft pünktlich zum dortigen Weltcup) absolut zu garantieren, verlässt man sich nicht mehr nur auf das Wetter oder neue Beschneiung.
Der alte Schnee wird unter speziellen Thermomatten und weißer Folie konserviert.
20-30 % schmelzen trotzdem, aber der Rest wird im Oktober einfach wieder auf die Pisten gefahren. Verrückter Scheiß! Wieder was gelernt.
Was will ich denn eigentlich hier?
Ich plane eine mehr Tageswanderung im Oulanka-Nationalpark, die Bärenrunde (Karhunkierros). Ich starte in Hautajärvi, beim Besucherzentrum und werde dann in Ruka die Wanderung beenden.
Für morgen früh hab ich mir ein Busticket gebucht, welcher mich zum Startpunkt bringt. Ist ein wenig schwierig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hier, spontan an die Bushaltestelle geht nicht. Man muss es am Vortag bis 16:00 Uhr gebucht haben. Ich hab dann erst mal gecheckt, wo die Bushaltestelle ist, damit ich das morgen früh entspannt angehen kann.
Wetterprognose für die kommenden Tage: morgen noch schön, danach gibt es sechs Tage Regenwetter. Passt! 😏.
Dieser Ort hier, direkt am Skilift ist perfekt. Hier gibt es einen riesen Aufenthaltsraum mit Kamin, Steckdosen und öffentliche Toiletten vom feinsten und super sauber. Hier hocke ich gerade, lade meine Power Bank und mein Mobile Phone, denn im Wald ist es immer schwierig mit Steckdosen 😜, bevor ich gleich im Hotel „Golf“ verschwinde.
Kleiner Hinweis: ich werde ab morgen für 5,6 oder 7 Tage im Nationalpark unterwegs sein. Ich weiß nicht, wie die Versorgung mit Mobilfunk dort ist. Es soll wohl Bereiche geben, wo kein Mobilfunk möglich ist. Auch muss ich mit meinem Strom haushalten. Also nicht weinen, wenn es hier keine täglichen Updates gibt (ich hole das nach) und auch keine Sorgen machen.
Am 21. Juni will ich ein Airbnb beziehen, d.h. dann solltet ihr wieder was von mir gehört haben. Wenn nicht, könnt ihr die Suchtrupps losschicken 😜.Read more
Tag 8 von ?
June 11 in Finland ⋅ ☁️ 16 °C
Heute habe ich das mal mit dem Wandern in Finnland probiert. Vaattunkivaara Nature Trail. War super, das Wetter war großartig, Sonne, ein paar wenige Wölkchen und kräftiger Wind. Denn bei Wind haben Mücken Flugverbot 😂.
War eine schöne Strecke, erst am Fluß entlang, durch den Wald, zum Teil auf Bohlen, wenn es zu sumpfig wurde. Auch die Finnen haben wunderschöne Rast- und Grillplätze in der Natur.
Ansonsten habe ich den Ausblick von meiner Hütte genossen, Holz für die Sauna gehackt 🤣, gekocht. Mir ein Busticket für Freitag gebucht, um zum Start meiner Wanderung zu kommen. Der Bus fährt nämlich nur, wenn es mindestens eine Buchung gibt, sonst kommt er nicht. Also nichts mit, ich stell mich mal an die Bushaltestelle und warte. Fährt auch nur zweimal am Tag.
Leider muss ich diese traumhafte Hütte morgen verlassen. Naja, muss nicht, könnte bleiben, ist noch frei bis Mittsommer, aber ich hab ja andere Pläne.
Also nochmal die halbe Nacht diesen Blick genossen, das Licht ist um Mitternacht so toll und morgen geht die Reise weiter.Read more
Tag 7 von ?
June 10 in Finland ⋅ 🌧 18 °C
Auf nach Finnland, war heute das Ziel. Kurzer Tankstopp in Haparanda, da die Preise in Finnland erheblich höher sind (1,83 🇸🇪/ 2,14 🇫🇮).
Und dann steht direkt neben der Tanke so ein Outlet. Aber ich bin vernünftig geblieben, war nur gucken. Sowohl Fjällräven als auch Haglöfs sind schon ziemlich hochpreisig und da ist selbst ein Outlet eine „Belastung“ für den Geldbeutel.
Also fragen wir mal den Weihnachtsmann, ob er helfen kann 😅. Eigentlich wollte ich dort nicht vorbeifahren, weil touristisch und viele Menschen. Aber meine holländischen Campingplatz Nachbarn haben mir gestern Abend erzählt, dass da gerade gar nichts los ist und wenn man einmal hier oben ist, muss man auch einfach dem Weihnachtsmann „ Hallo“ sagen. Sagen wir mal so, ich war da, hab den Weihnachtsmann aber nicht persönlich getroffen, denn er scheint Geldsorgen zu haben. Du kannst zehn Sekunden mit ihm kuscheln. Dann macht sein Wichtel ein Foto von euch beiden, er fragt dich noch, wo du herkommst und dann bist du 37 € los und das Foto bekommst du per E-Mail geschickt 😂. Will jemand ein Foto mit mir? Dann kann ich vielleicht doch noch im Outlet shoppen gehen 😂😂😂.
Das ist wirklich schon sehr touristisch, dieses Weihnachtsmanndorf. Extra hier herfahren muss man nicht, aber wenn du einmal hier in der Gegend bist, schau mal vorbei und guckst dir an. Du kannst natürlich auch jede Menge Weihnachtsdeko kaufen. Klamotten mit dem Weihnachtsmann drauf, vom Schlüpfer bis zum Hoodie.
Du triffst nicht nur den Weihnachtsmann, du überschreitest auch den Polarkreis. Ich hab das 2019 schon mal in Norwegen gemacht. Das bedeutet auch, dass es hier gerade keinen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang gibt und es ist taghell nachts.
Nach Weihnachtsmann und Polarkreis war ich noch in Rovaniemi einer in der Apotheke, denn die Empfehlung war, kauft den Kram direkt in Finnland, die wissen was man gegen die Viecher tut. Die Viecher, sind die Mücken , ich hab natürlich eine Mengen Horror Stories darüber gelesen, aber das hat man mir vor Jahren auch über Schweden erzählt und ich habe mein Mückennetz bis heute nicht gebraucht. Ich bin auf jeden Fall vorbereitet und wenn der Kauf nur dazu gedient hat, dass die Mücken mein WhatsApp Status gesehen haben und sich jetzt von mir fern halten 😂 aus Angst.
Und bevor ich ganz im Wald verschwinde, habe ich mir noch einen kleinen Luxus gegönnt. Ich habe mir für zwei Nächte ein Tiny House direkt am Fluss gebucht. Was für ein traumhafter Ort. Natürlich gibt’s auch eine kleine Sauna, wie sich das in Finnland gehört. Die habe ich gestern Abend schon mal getestet und dann mit Weinchen 🍷und Buch diesen Ausblick genossen.Read more
Tag 6 von ?
June 9 in Sweden ⋅ ☀️ 21 °C
Was für ein großartiger Sommertag heute in Schweden!
Dieser Himmel mit diesen Wattewölkchen. Auf dem Weg weiter in den Norden habe ich mir heute einige Päuschen am Wasser gegönnt, an der Ostsee, am Fluss, am See und ich habe eine kleine Zeitreise gemacht.
Bonnstan in Skellefteå - ein sehr gut erhaltenes Kirchendorf. Über 100 kleine einfache Holzhäuser, das älteste aus dem 17. Jahrhundert. Es gab damals in Schweden eine gesetzliche Kirchpflicht mit strikten Regeln. Wer bis zu 10 Kilometer weit weg wohnte, musste jeden Sonntag erscheinen. Wer bis zu 20 Kilometer entfernt wohnte, jedes zweite Wochenende. Da die Wege für die Bauern unheimlich weit waren, bauten sie diese einfachen Hütten als Übernachtungsmöglichkeit für die Kirchwochenenden.
Aber nicht nur das, es war auch das soziale Netzwerk dieser Zeit, da wurden auch Ehen geschlossen (sozusagen das Tinter des 17./18. Jhd. 😅) und in geheimen Kneipen wurde mit Selbstgebrannter gefeiert, ausgeschenkt von Witwen und sogar Priestern.
Die Häuser stehen heute alle unter Denkmalschutz, haben keinen Strom und kein fließend Wasser. Die meisten sind in Privatbesitz und können auf Anfrage besichtigt werden. Mittsommer soll dort richtig was los sein. Also wenn ihr Mittsommer noch nichts vorhabt 🤪.
Da durch zu bummeln ist schon ein Ausflug in eine andere Zeit.
Dunkel wird es hier heute Nacht nicht. Sonnenuntergang ist um 23:56 Uhr und Sonnenaufgang um 01:03 Uhr. Aber das Licht ist toll und man vergisst ein wenig, wie spät es schon ist.
Das war vorerst meine letzte Nacht in Schweden. Heute reise ich nach Finnland weiter.
Und jetzt muss ich dringend noch meinen Wunschzettel bearbeiten (🎅🏻). Ihr versteht!?Read more
Tag 5 von ?
June 8 in Sweden ⋅ 🌙 11 °C
Weiter Richtung Norden. Heute habe ich Google Schnellstraßen erlaubt, denn ich hatte ein ganz bestimmtes Ziel. Ich wollte über die Högakustenbron fahren.
Vor fast zehn Monaten stand ich auf der Nordseite der Brücke, mit 15 Kilo auf dem Rücken, im Regen, nach ca. 130 Kilometer auf dem Högakustenleden und stolz wie Bolle. Und ich wollte heute unbedingt über diese Brücke fahre. War vielleicht ein klein wenig emotional.
Heute gab es Sonnenschein und blauen Himmel. War schon komisch, all die Ortsnamen auf den Schildern zu lesen, durch die ich gewandert bin.
Und weil es einmal so emotional war, hab ich noch einen drauf gelegt.
Ich war auf dem Lill-Gälingen, hier gibt es den Aussichtpunkt „Utsikt Hoga Kusten“
Das ist ein privat umgesetzter und finanzierter Aussichtpunkt mit einem großartigen Blick über die Landschaft der Hohen Küste. Der Aussichtspunkt kann bis oben hin mit dem Auto erreicht werden und soll es Menschen mit Handicap ermöglichen auch diese Aussicht zu genießen.
Wenn du dann die Geschichte dahinter erfährst, hast du feuchte Augen. Den folgenden Text kannst du über einen QR Code dort, auch in deutsch, nachlesen:
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„Utsikt Höga Kusten ©
Aussicht Hohe Küste
Hallo und herzlich willkommen zur "Aussicht Hohe Küste" (Utsikt Höga Kusten)!
Dieser Berg, Lill-Gälingen (Der kleine Gäling), liegt 200 Meter über dem Meeresspiegel und war früher nicht so einfach zu erreichen.
Dank meiner Tochter Nina habe ich mich entschlossen, ihn für alle zugänglich zu machen.
Meine Tochter Nina litt an psychischen Problemen und konnte nicht weit oder bergauf gehen, aber sie wollte unbedingt auf den Lill-Galingen hinaufkommen.
Zu jener Zeit, im Jahr 2014, war dies nicht möglich, da in der Gegend ein Steinbruch betrieben wurde.
Die Jahre vergingen, aber im Herbst 2017 wurde der Steinbruch niedergelegt und ich konnte Ninas Wunsch in die Tat umsetzen - den Berg für alle zugänglich zu machen.
Nina konnte es jedoch nicht mehr erleben - das Weltnaturerbe Hohe Küste vom Lill-Gälingen aus zu sehen. Sie konnte das Leben nicht ertragen und ging 2016 von uns.
Ich wollte ihre Idee weiterführen, da es an der Hohen Küste nur wenige Berge gibt, die für alle zugänglich sind.
Im Steinbruch standen damals noch Maschinen, und nachdem er wiederhergestellt war, beauftragte ich ein Bauunternehmen mit dem Grobfräsen eines Weges hinauf zum Lill-Gälingen. Der Weg erhielt den Namen Ninavägen (Ninas Weg).
Allein setzte ich die Arbeit fort, indem ich den gesamten Felsen freilegte und anschließend mit einem Traktor und Anhänger Kies hinauf brachte, um Parkplätze und Gehwege zu schaffen.
Im Sommer 2020 weihte ich diesen Aussichtspunkt ein, der den Namen Utsikt Höga Kusten (Aussicht Hohe Küste) erhielt.
Ich hätte nie von einem solch großen Interesse für diesen Ort träumen können.
Wenn Sie andere Möglichkeiten sehen, den Aussichtspunkt oder das Gebiet Skoghalla (den ehemaligen Steinbruch) zu nutzen, kontaktieren Sie mich bitte.
Vielen Dank, dass Sie hierher gekommen sind und damit Ninas Wunsch in Ehren halten, die Aussicht zu genießen!“
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😍😍😍
Richtig schön da oben, nicht nur die Aussicht auch der Platz ist toll gestaltet.
Ich bin die letzten 500 Meter, den Ninavägen, zu Fuß gegangen. Ist schon eine sportliche Anfahrt, 10% Steigung auf einer Schotterstraße.
Soviel Emotionen brauchen ein Kontrastprogramm. Next Stopp Örnsköldsvik, hier habe ich im letzten Jahr meine Wanderung begonnen. Mein Ziel heute, das Paradies jedes Outdoor Fans - Outlet Fjällräven. Die Marke wurde hier gegründet und hat hier ihren Firmensitz. Ich hatte leider keinen oder vielleicht auch gut so, keine Sponsor dabei 😂 um den Laden leer zu kaufen.
Jetzt bin ich kurz vor Umeå, stehe auf einem kleinen Camperstellplatz ganz alleine zwischen einem kleinen See und der Ostsee.
Es ist fast 1 Uhr und noch taghell. Wozu hab ich eigentlich eine Stirnlampe dabei. Gegenüber wurde bis 23 Uhr Golf gespielt 😆.Read more

Granny meets the worldJa, wie viel Liebe auch in dem Platz steckt. Ganz viele Picknick Plätze da oben. Es gibt ne Trockentoilette, die groß genug ist, um auch mit einem Rollstuhl reinzufahren. Das ist ganz sicher nicht nur arbeitstechnisch ein Kraftakt gewesen, sondern auch finanziell. Und der Platz steht allen offen, kostenlos. Du kannst eine Spende da lassen, zum Erhalt und zur Pflege.

Jana KeilholzWow, was für eine Wahnsinnsgeschichte und mit deiner 130 km Wanderung 👍💪, ich kann deine Emotionen total nachvollziehen. Schön, das es dir gut geht und das Wetter so großartig ist. Hab noch einen wunderschönen Urlaub liebe Kerstin. 🥰
Tag 4 von ?
June 7 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C
Tag 4 von ?
Strecke machen und ein kleines Abenteuer
Der Plan heute Vormittag eine Besichtigung der alten Kupfermine in Falun. Mit mir kamen da zeitgleich drei Reisebusse an, Da waren so viele Menschen… hatte ich ja gar keinen Bock drauf.
Die Alternative- Strecke machen und ich hatte da noch eine andere Grube auf dem Zettel. Sicher nicht so touristisch. Dass das dann ein kleines Abenteuer wird, war dann doch überraschend.
Erstmal tanken, denn im Norden wird die Dichte des Tankstellen Netzes kleiner. Also tanken, wenn du kannst und nicht wenn du musst. Und nein, es wird diesmal nicht so eine spektakuläre Geschichte, wie nach meinem Tankstopp 2019 in Norwegen.🤪.
Wenn es interessiert, für den Liter Diesel, habe ich 1,83 € bezahlt.
Mein nächstes Ziel war die Enåsengruvan, nahe Ramsjö . Hier wurde bis 1991 Golderz abgebaut. Von 1984 bis 1991 war die Grube Schwedens einzige aktive Goldmine. Insgesamt wurden etwa 1,1 Millionen Tonnen Golderz gewonnen. Heute ist der Ort verlassene und die Grube mit Wasser vollgelaufen. Auf Grund der Mineralien erstrahlt diese auch im wunderschönen türkisblau. Vom Baden wird auch hier abgeraten. Der Weg dorthin, 18 Kilometer Schotterpiste, zum Teil durch Wälder, die aussahen, als hätte hier mal ein Feuer gewütet. Verkohlte Nadelbäume und dazwischen das frische Grün von Birken. Und so große Pfützen, dass ich einmal ausgestiegen bin und mit einem Stock die Tiefe gecheckt hab 😳. Vorhin habe ich einen Artikel gelesen, in dem für den Weg dahin ein Allradfahrzeug empfohlen 😂, gut zu wissen. Manchmal ist es doch besser, man weiß Dinge nicht vorher, sonst wäre ich vermutlich garnicht gefahren.
Der Betreiber der Grube gibt auf Hinweisschilder an, dass der Besuch des Gebiets auf eigene Gefahr erfolgt. War schon ein wenig abenteuerlich, touristisch erschlossen eher nicht. Aber genau das mag ich. Und der Blick von oben auf das Wasser, schon großartig und die Farbe..
Ansonsten bin ich heute etliche einsame Kilometer gefahren. Kilometer lang kein Auto vor mir, hinter mir oder kam mir entgegen. Richtig schön durch Wälder, an Seen entlang mit ganz tollen Rastplätzen. In the middle of nowhere taucht plötzlich an einem See ein Rastplatz auf, auf den Picknicktischen stehen Töpfe mit Geranien, das war alles so ordentlich und sauber und so liebevoll dekoriert. 😍Read more
Tag 3 von ?
June 6 in Sweden ⋅ 🌙 13 °C
Kunst auf dem Gipfel oder Konst på Hög und auf der Suche nach dem Schatz im Silbersee
Heute Morgen waren schon vor 7 Uhr die ersten Schweden da, um ihr Boot ins Wasser zu lassen. Ich hab erstmal ganz entspannt gefrühstückt an diesem tollen Fleckchen und hab mir dann ein Fitness Programm mit Kultur gegönnt. Kunst über die Treppe des Todes 💀 auf dem Kvarntorp.
Etwa dreißig Kunstobjekte schwedischer Künstler findet man auf dem Berg, der eine ganz eigene Geschichte hat. Kunstausstellung im Freien. Kostet dich keinen Eintritt aber deinen Schweiß 😰.
Um auf den Berg zukommen musst du genau 428 Stufen bewältigen.
Es waren einige sportlich dort unterwegs, die diese Treppe mehrfach bewältigt haben.
Rundwege führen zu den einzelnen Kunstobjekten. Jedes ist mit einem QR Code versehen, worüber du Informationen zum Objekt und zum Künstler bekommt (schwedisch und englisch). Der Ausblick von da oben ist natürlich auch großartig.
Über Kunst lässt sich ja bekanntlich streiten. Manches hat schon mehr Fragen als Antworten hervorgerufen, einiges gefallen und einiges nicht.
Es gibt auch ein kleines Café da oben, das war aber leider heute geschlossen
Wie der Berg entstand…
Von 1940 bis 1966 war der Berg Kvarntorp Schauplatz eines großen schwedischen Ölabenteuers, nämlich der Schieferölförderung. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs konnte Schweden keine Brennstoffe mehr importieren.
Das Grundgestein von Kvarntorp enthielt ölreichen Alaunschiefer, der sich für die Ölförderung eignete. Tatsächlich entstand so der Berg Kvarntorp. Dieser Aschehaufen stößt noch immer Rauch aus und es riecht ein wenig nach Schwefel.
Dann ein paar Kilometer machen Richtung Norden.
Next Stop - Silvbergs gruva (Silvberg-Mine)
Eine der ersten Silberminen Schwedens. Schon im 15. Jahrhundert herrschte hier reges Treiben. Während die Bergleute Erz abbauten, lag dichter Rauch in der Luft, und der Klang von Spitzhacken und Brecheisen hallte durch die Gegend. Ein ständiger Strom von Pferdefuhrwerken transportierte Brennholz, Erz und Lebensmittel. Einst befanden sich auf diesem Gelände die St.-Nicolai-Kapelle, ein königliches Gut sowie verschiedene Hütten und Bauernhöfe. Heute steht das alles unter Denkmalschutz. Selbst die rostbraunen Halden gehören zum Denkmal. Die Grube mit dem türkisblauen Wasser ist über 200 m tief. Das Schwimmen ist hier verboten, weil die Grube wohl giftige Abfallprodukte des Bergbaus enthält. Aber die Farbe ist schon faszinierend. Die Fotos geben die Farbe gar nicht so wieder. Die alte Kapelle ist verschwunden. Sie wurde abgerissen, weil man sie nicht für erhaltungswürdig befand. An dieser Stelle steht heute ein Gedenkstein. Der alte Friedhof um die Kapelle enthält noch einen sichtbaren Grabstein aus dem 18. Jahrhundert und es gibt noch eine eiserne Grabplatte, deren Inschrift ich aber nicht entziffern konnte. Irgendetwas mit einer Tochter.... Der große See ist der Silbersee. Ich habe aber keinen Schatz gefunden😅.
Jetzt stehe ich in der Provinz Dalarna direkt am Fluss Dalälven, nicht weit von Falun.
Der Himmel heute sehr bewölkt, kann ja nicht jeden Tag so spektakulär sein. Sonnenuntergang ist täglich etwas später. Sind ja nur noch so 700 Kilometer bis zum Polarkreis 🤪.
Mal sehen, ob ich morgen noch Lust auf eine weiter Grube habe. Die Falu Gruva (Kupfermine von Falun) ist UNESCO-Welterbe. Einst eine der größten Kupferminen der Welt. Und hier stammt das berühmte Schwedenrot her. War mal Abfallprodukt des Kupferabbaus, dieser rote Schlamm hat die Holzhäuser vor den rauen nordischen Witterungen geschützt.
Reisen bildet 😎.Read more
Tag 2 von ??
June 5 in Sweden ⋅ ☁️ 17 °C
Heute morgen hatte ich ein nettes Gespräch mit meiner Stellplatzteilerin. Sie stand gestern Abend schon da, als ich zum Sonnenuntergang ankam. Am liebsten wäre sie mit mir mitgekommen, da sie sich auf dem Heimweg noch Düsseldorf befand und ganz traurig war, jetzt nach Hause zu müssen. Kleiner Erfahrungsaustausch unter allein reisenden Mädels.
Next Stopp, Zimtschnecken kaufen. Die nächst Zimtschnecke war ca. 30 Minuten entfernt. Eine kleine Bäckerei, die gerade ihren 75 Geburtstag feiert.
Und ich habe diese auf schwedisch bestellt. Die Verkäuferin hat sich richtig gefreut. 😍 Und ich erst, dass sie mich verstanden hat. Schwedisch ist dem dänischen schon ein bisschen ähnlich, hat aber eine ganz andere Sprachmelodie.
Nächste Woche Samstag will ich meine Wanderung in Finnland starten, so der Plan. Ich muss also jeden Tag ein paar Kilometer machen. Aber bitte in schön und nicht nur Autobahn. Ich hab einige viele Markierungen auf meiner Schwedenkarte. Naturreservate, Aussichtspunkte, kleine Wanderungen, nette Cafés. Alles was ich mal gesehen oder gelesen habe, wurde auf der Karte markiert. Da hab ich jetzt so einige kleine Ziele auf meinem Weg.
Den ersten Stopp gab es heute in Jönköping, an Schwedens zweitgrößtem See, dem Vättern. Google zieht dich immer über die Schnellstraße, da gibt es aber nichts zu sehen, also hab ich Google gesagt, Autobahnen meiden.
Nun war ich einmal in Jönköping, ich war 2018 schon mal hier, also hab ich dem Riesen Jätten Vist“ nochmal einen Besuch abzustatten. Na, wer hat 2018 schon meine Reiseberichte gelesen ☺️ und kann sich an die Geschichte erinnern?
Immer entlang des Vättern ging es wieder eine wunderschöne Landschaftsstraße mit tollen Aussichten auf den riesigen See.
Nächster Stopp - Röttle By, etwas südlich von Gränna. So ein idyllischer Ort, rote Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, zwei alte Mühlen, ein Wasserfall, ganze Hecken von weißem und lilafarbenem Flieder und einige Wanderwege um den Ort. Unbedingt besuchen, falls ihr in der Gegend seid.
Und mein heutiges Tagesziel, wieder am See und der Himmel hat auch heute wieder alles gegeben. 😍Read more
🇸🇪 Tag 1 von ??
June 4 in Denmark ⋅ 🌧 16 °C
Schauen wir mal, ob ich mich diszipliniere und meine ganze Reise dieses Jahr dokumentiere. ☺️
Ich habe ca. 5 Wochen Zeit für Schweden -> Finnland und wieder zurück. Wie genau zurück aussieht, weiß ich noch nicht. Vielleicht wieder über Schweden oder mit der Fähre von Helsinki.
Fest steht nur meine Hütte im finnischen Wald über Mittsommer. Der Rest…we'll see.
Der heutige Tag:
Erstmal ankommen.
Fähre von Rostock nach Trelleborg. Das Schiff hieß Peter Pan, gutes Omen für mein Abenteuer 😉.
Einmal Warnemünde winken und ganz nah an Dänemarks Kreidefelsen Møns Klint vorbei.
Nachdem ich in Trelleborg mein Auto im Bauch der Fähre wiedergefunden hatte 🤪, bin ich noch ca. 200 Kilometer Richtung Nordosten gefahren. An Malmö vorbei, in der Ferne die Öresundbrücke begrüßt und hinter Kristianstad bin ich einen Teil der wunderschönen Touristenstraße Humleslingan (die Hopfenroute) gefahren. Die ganze Route führt einmal komplett um den Ivösjön, den größten See in Skåne. Es geht durch dichte Wälder, hügelige Landschaft und dazwischen immer wieder kleine Dörfchen mit roten Holzhäusern. Und dann noch dieser Sonnenuntergang. Perfektes Timing für meinen Start.Read more



























































































































































