• Lençóis - Tor zur Chapada Diamantina

    19. März in Brasilien ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir fahren am Anfang an dem Abzweig nach Lençóis vorbei, weil wir zuerst zum spektakulären Tafelberg Morro do Pai Inácio möchten. Dieser Berg ragt 250 Meter über der umgebenden Ebene hinaus und ist insgesamt 1050 Meter über Meeresspiegel. Am Aussichtspunkt Mirante do Pai Inácio lassen wir die Drohne die Umgebung erkunden, bevor wir zurück und nach Lençóis fahren. Man merkt, dass jetzt Nebensaison ist, in der Pousada Alcino Estalagem sind wir die einzigen Gäste. Hier waren wir bereits 2012 einmal zu Gast. Und auch diesmal sind wir wieder begeistert. Nach einer kurzen Pause erkunden wir den Ort zu Fuß. Die charmante Kleinstadt Lençóis ist das beliebteste Eintrittstor zur fantastischen Tafelberglandschaft Chapada Diamantina. Der Ort hat hat sich seinen Charme mit den bunten Kolonialhäusern in den engen Gassen, in denen sich Bars und Restaurants verteilen, bewahrt. Die Chapada Diamantina beeindruckt insbesondere durch die durch Winderosion in Jahrmillionen entstandenen gewaltigen Tafelberge, ebenso durch die reiche Pflanzenwelt mit über 300 verschiedenen Orchideenarten, Bromelien und Kakteen. Zudem haben mehr als 350 Vogelarten wie Papageien, Kolibris und Finken hier ihren Lebensraum, ebenso wie Nasenbären, Affen, Ozelot, Gürteltiere, Pumas, Jaguare und Kaimane. Davon werden wir vermutlich nur einige wenige zu Gesicht bekommen. Während des Diamantenbooms Mitte des 19. Jahrhunderts kamen viele Glücksritter hierher und hausten in improvisierten Zeltunterkünften, die aus der Ferne wie weiße Tücher in der Landschaft aussahen, daher auch der Name Lençóis, oder auf Deutsch: Bettlaken. Ab 1870 begann der wirtschaftliche Abstieg, da die Minen in Südafrika viel ergiebiger waren. Heute lebt Lençóis fast ausschließlich vom Tourismus.Weiterlesen