• Goethes Gartenhaus

    October 1, 2021 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Vom Haus am Horn aus biegen wir ab in den Park an der Ilm. Hier findet sich noch einige interessante Häuser und Bauwerke, von denen wir die meisten links liegen lassen. Aber um noch ein bisschen im klassischen Weimar zu verweilen kehren wir ein in Goethes Gartenhaus, die früheste Wohn- und Arbeitsstätte Johann Wolfgang von Goethes.

    Im April 1776 erwarb Johann Wolfgang Goethe den Garten und das Haus, bezahlt hat’s der Herzog. Bis zu seinem Umzug in das Anwesen am Frauenplan 1782 blieb das Haus der hauptsächliche Wohn- und Arbeitsort des Dichters und Staatsministers. Hier schrieb er unter anderem die Ballade vom „Erlkönig“.

    Auffallend, daß sich faktisch in jedem Raum ein Schreibtisch befindet, d.h. für jeden Einfall gab es Möglichkeiten zum Niederschreiben.

    Ob man das Haus von innen unbedingt gesehen haben und dafür 6,50 Euro Eintritt bezahlen muss, kann man mal dahingestellt lassen, der frei zugängliche Garten ist jedenfalls ein idyllisches Plätzchen, das zum Verweilen einlädt. Das von Goethe in den Stein gehauene Monogramm am Lieblingsplatz der Charlotte vom Stein haben wir zwar nicht gefunden, aber daß sie hier liebend gerne viele Stunden verbrachte, können wir absolut nachvollziehen.
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