Nachdem wir gestern am Abend die Gelegenheit genutzt haben, den Wagen in eine andere, deutlich besser beladbare Schieflage zu bringen, lassen wir das Gepäck nach dem schlechtesten Frühstück unserer Reise in den Kofferraum fallen und starten in einen logistisch dominierten Tag.
An der ersten Tankstelle setzen wir unsere als Wechselgeld in den letzten Tagen erhaltenen Mark in Diesel (für etwa € 1,18 den Liter), Kekse, Getränke und Rauchwaren um und sitzen anschließend den bereits erwarteten Nervenzusammenbruch von Susi stoisch aus (dem fest verbauten Navi mit etwas veraltetem Kartenmaterial, die neue Autobahn kennt sie halt nicht).
Der Ritter mit seinem Faible für alte Steine und Welterbestätten hat an einer Landstraße in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs zu Kroatien ein kleines Stećci-Gräberfeld ausfindig gemacht. Stećci bezeichnet aus dem Mittelalter stammende Grabsteine, teils kunstvoll verziert, die sich in stärkster Konzentration hier in der Herzegowina finden. Wobei die Geschichte dahinter mehr Fragen als Antworten aufwirft.
Hier an dieser Nahtstelle des West- und des Oströmischen Reiches zeigte sich auch in der Slawenmissionierung die Spaltung, weshalb die Kroaten katholisch und die Serben orthodox sind. Die Bosnier in ihren Bergen haben eine eigene christliche Kirche entwickelt, waren jedoch auch stark von einer aus Bulgarien stammenden Religionsgemeinschaft, den Bogomilen, beeinflusst. Mit der türkischen Invasion ist dies alles untergegangen, daher rätselt man heute, was genau sich hinter der Gestaltung der Stećci verbergen mag. Dieses ist nur ein kleines Gräberfeld, zum Teil unter der Straße gelegen, doch sehenswert.Läs mer
ResenärBeim nächsten Frühstück habt Ihr hftl wieder mehr Glück! 😳🍀