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  • Day3

    Auf dem Weg nach Agra

    April 10, 2017 in India ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute morgen gibt es wieder ein leckeres Frühstück. Anscheinend sind wir recht genügsame Gäste, da unser Kellner mindestens 3* nachfragt, ob ich nicht doch noch mehr bestellen möchte, als mein hartgekochtes Ei, frische Früchte und Backwaren. Leider unterläuft der Küche ein Fehler und meine Eier (es wurden dann doch 2 gebracht) sind noch flüssig, lediglich ein kleiner Rand ist gekocht. Für mich nicht weiter tragisch, es gibt ja genügend anderes leckeres zu Essen. Allerdings überschlagen sich die Kellner schier vor Eifer, als sie bemerken, dass ich meine Eier nicht gegessen habe. Letztendlich bestelle ich dann nochmal einen Kaffee, damit sie mir wenigstens noch etwas bringen dürfen.

    Nach dem Auschecken geht es dann weiter mit unserem Fahrer. Surender ist sehr nett und fährt ausgezeichnet. Auch wenn wir gestern schon eine Berührung mit einem anderen Auto hatten. Im engen Stadtverkehr hat ein Auto versucht sich zwischen uns und unserem Nachbarn hindurchzuquetschen. Da dafür allerdings nicht genug Platz war, knirschte es kurz und der Spiegel des anderen klappte ein (unser Auto war das deutlich größere). Erstaunlich, wie gelassen die Inder so etwas nehmen. Unser Fahrer ließ die Seitenscheibe herunter, schimpfte ein wenig, der andere Fahrer schimpfte deutlich kleinlauterer durch seine Seitenscheibe zu uns herüber und weiter ging es. Nicht einmal ausgestiegen sind die beiden.

    Unsere nächste Station ist Agra. Auf einem Highway verlassen wir Delhi und fahren mit etwa 80 kmh Richtung Agra. Hier ist deutlich weniger Verkehr und Verkehrschaos, was für unser westliches Empfinden sehr entspannend ist.

    Auf dem Weg nach Agra sehen wir viele Kornfelder. Mal groß, mal klein. Häufig werden die Felder völlig ohne Maschinen bewirtschaftet. Ein paar Mal sehen wir kleinere Traktoren, ganz selten kommen Vollernter zum Einsatz. Zwischen den Feldern recken sich immer wieder Schlöte gen Himmel. Rum um diese Schlöte sind eine Art Ziegelsteine aufgeschlichtet. Teilweise wird neben diesen Schlöten auch reihenweise Boden abgestochen. Daher vermuten wir dass es sich um eine Art Lehmboden handelt und hier Ziegelsteine gebrannt werden. Zwischen den Feldern finden sich immer wieder mal kleinere Ansammlungen von Hütten/Häusern.
    Insgesamt haben wir den Eindruck eines kargen und hartem Leben. Wenn man jetzt gedanklich auch noch berücksichtigt, dass wir uns im Umland der Hauptstadt Delhi befinden, frage ich mich​, wie das Leben der einfachen Bevölkerung in den entlegeneren ländlicheren Landesteilen aussieht.
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