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  • Day3

    Sikandra, Grabstätte Akbars des Großen

    April 10, 2017 in India ⋅ ☀️ 22 °C

    Das Mausoleum des Moguls Akbars, des Großen ist ein Bauwerk des 17. Jahrhunderts. Typisch für die Mogulzeit handelt es sich um ein Bauwerk, das aus einer kunstvollen Kombination von rotem Sandstein und weißem Marmor erbaut wurde. Das Mausoleum liegt inmitten eines symmetrisch angelegten Parks.

    Hier treffen wir unseren Guide für unsere Zeit in Agra. Vermutlich hat ihn unser Guide von der Raststätte, nicht weit vor Agra, aus kontaktiert, so dass wir uns vor Ort mit ihm treffen können. Wir sind schon gespannt.

    Ahmad heißt unser neuer Guide. Er macht einen sehr netten und gemütlichen Eindruck. Wir treffen ihn am Parkplatz des Mausoleums. Er erzählt uns, dass der letzte muslimische Sultan, namens Sikandra Lodhi hier an dieser Stelle gelebt und gewohnt hat. Er hat einen Teil der Gebäude hier errichtet. Nachdem die Moslems von den Mogulen besiegt wurden, stand Sikandra sozusagen leer. Erst der dritte Mogul, Akbar der Große, entdeckte Sikandra wieder und erkor es zum Grabmal für sich und seine Familie.

    Er begann den Ausbau des roten Sandsteingebäudes. Allerdings starb er kurz nachdem Beginn der Arbeiten, so dass diese von seinem Sohn zu Ende geführt wurden. Das Sandsteingebäude wurde mit weißem Marmor und schwarzem Marmor ausgebaut und geschmückt. Die umgebende Mauer des Anwesens wurde mit 4 großen symmetrischen Toren ergänzt. Auch das Hauptgebäude wurde symmetrisch ergänzt.

    In der zentralen Achse des Anwesens befindet sich Akbars Grabkammer, tief im Gebäude. Da Akbar zu Lebzeiten stets das Gefühl hatte nicht ausreichend gemacht zu werden, ließ er das Eingangsportal zu seiner Gruft relativ niedrig ausführen, so dass alle Besucher gezwungen sind, sich vor seinem Sarg zu verneigen.

    Neben der Gruft wurden nur 3 weitere Räume abgeschlossen. Sie beinhalten die Särge seiner Familienmitglieder. Die restlichen Räume bilden einen Arkadengang rund um die zentrale Grabkammer.

    Im Park außen um das Grabmal herum wurden Antilopen angesiedelt. Sie bilden heute für viele Besucher die Hauptattraktion.

    Für 'Anwohner' kostet das Grabmal nämlich nur 15 Rupien (20 ct), während internationale Touristen 200 Rupien (knapp 3 €) bezahlen. Die günstigen Eintrittspreise für 'Anwohner' sollen der Bevölkerung ermöglichen die Kulturdenkmäler des eigenen Landes zu erfahren. Unser Guide sieht dabei allerdings auch eine negative Seite und weist uns darauf hin, dass sich viele Inder daneben benehmen und die Kulturdenkmäler nicht wertschätzen. Seiner Meinung nach wäre der halbe Preis, also 100 Rupien angemessener. Getreu dem Motto, was nichts kostet, ist nichts wert.
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