• Es geht weiter

    October 20 in Spain ☀️ 21 °C

    Am späten Vormittag dürfen und können wir den Platz verlassen. Unsere Platznachbarn sind mit dem PKW vorgefahren und haben die Lage erkundet. Als sie zurück sind steht fest: Wir reisen mit ihren Einheiten ab. Zwei Wohnwagengespanne und wir. Auch einige weitere Camper versuchen es. Der Nachbarcamping wird geräumt. Immer mehr Mobile kommen zu uns. Nichts wie weg. Das Campingbüro rechnet händisch ab. Netzwerkausfall. Auch Strom und Wasser funktionieren nicht. Strom produzieren wir ja bei Sonnenschein selber. Aber kein Wasser? Keine richtige Toilette? Die Leute murren ja schon dass sie nicht waschen können. Hallo. Andere haben grade alles verloren. Vier Menschen auch ihr Leben. Gehts noch?
    Es bildet sich eine lange Schlange vor dem kleinen Markt, der heute (wieder) mit Verspätung geöffnet hat. Hamsterkäufe fallen mir auf. Wasser und Brot. Auch ich kaufe lieber 2 Brote statt nur einem. Wasser haben wir noch genug.
    Um 12 Uhr starten wir. Die Strasse ist passierbar. Je weiter wir fahren desto mehr Autos sind unterwegs. In Denia ist wieder alles normal. Hektik um die Einkaufszentren. Verrückt. Davon dass hier Vorgestern ein Auto in einer Unterführung bis zum Dach versank und der Fahrer nur durch das Fenster raus kam und sich schwimmend retten konnte merkt man nichts mehr.
    Unser Fiat zeigt an dass der Dieselfilter kontrolliert werden muss und die Motorwarnleuchte geht an. Nicht das auch noch. Ich frage die schlaue KI von Google die mir sagt, dass vermutlich beim Dukato der Sensor des Dieselfilters nass wurde. Wundert nicht wirklich. Gleichwohl fahren wir in Alicante zu einer Werkststatt. Dort kämen wir aber erst um 17 Uhr dran. Mit gemischten Gefühlen beschließen wir die 180 km bis zum Ort Vera zu fahren. Dort haben wir vorhin den Platz für 4 Nächte vorgebucht. Unterwegs gehen die Warnlampen aus. Mal abwarten wie das weitergeht. Den Dieselfilter werden wir trotzdem wechseln sobald sich eine Chance dafür ergibt.
    Vera bei Murcia kennen wir bereits und auch meine Frau Vera wird vom Junior freudig begrüßt.
    Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang fühlen wir uns endlich wieder wohl.
    Unsere Platznachbarn berichten dass sie in Denia - der Nachbarort von Oliva - bei dem Unwetter bei Lidl gestrandet sind. Zuvor schwammen Autos an ihnen vorbei. Gruselig. Die Fa. Lidl hatte in Denia ihren Kundenparkplatz zum Wohnmobilstellplatz umfunktioniert um die vielen Camper, die vorsorglich die Campingplätze verlassen mussten oder geflüchtet sind, aufzunehmen. Finde ich gut, Lidl.
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