Wir radeln nach Garrucha, der Nachbargemeinde von Vera.
Garrucha hat 10.000 Einwohner.
Die Stadt ist bekannt für den Fischereihafen, den Umschlag von Gips aus Sorbas sowie die berühmte rote Garnele (Gamba roja de Garrucha).
Die Geschichte von Garrucha reicht von einer strategischen Hafenbucht der Antike bis zu einer glamourösen Boomtown des 19. Jahrhunderts.
Erste archäologische Funde belegen, dass die Gegend um Garrucha bereits um 3000 v. Chr. besiedelt war. Später nutzten Iberer, Phönizier, Karthager und Römer die geschützte Bucht.
Im Jahr 1488 eroberten die Truppen der Katholischen Könige das Gebiet. Der Hafen diente als wichtiger Stützpunkt für den Nachschub der christlichen Armeen.
1588 ein Erdbeben, dann Piratenangriffe. 1887 änderte sich alles. Garrucha wurde zum Hauptausfuhrhafen für die Erze der Region, da man eine Silberader entdeckte. Es entstanden große Schmelzhütten zur Blei-, Silber- und Eisenverarbeitung.
Wohlhabende Minenbesitzer bauten prachtvolle Sommervillen an der Küste. Anfang des 20. Jahrhunderts galt Garrucha wegen seiner Casinos, Tanzflächen und elitären Tennisclubs als das „Kleine San Sebastián“ des Südens. Als der Bergbau Mitte des 20. Jahrhunderts versiegte, erfand sich die Gemeinde neu. Der Hafen spezialisierte sich auf den Fischfang (die berühmte rote Garnele) und den Export von Gips aus den nahegelegenen Steinbrüchen von Sorbas.
Heute transportieren 1600 LKW pro Tag Gipsstein zum Hafen von wo er aus in die ganze Welt verschifft wird.
Umweltpolitik sehr fragwürdig.
Wir schlendern über den Straßenmarkt, essen ein paar kostenfreie Tapas zum Bier, und radeln die halbe Stunde zurück.Read more
Traveler
Das habt ihr euch verdient! Cheers I