• Hans-Dieter und Vera Bock
  • Hans-Dieter und Vera Bock

Spanien Reise 26/27

An open-ended adventure by Hans-Dieter und Vera. Read more
  • Trip start
    September 27, 2026

    Start mit Hindernissen

    September 27 in Germany ☀️ 28 °C

    Nachdem wir unsere Abfahrt Richtung Spanien von Samstag auf Sonntag verschoben haben starten wir endlich gegen 15 Uhr.
    Gestern wurde unsere Pfarrerin für Erfelden und Goddelau, Helga Donat, nach 29 Jahren für die Gemeinde in den Ruhestand verabschiedet. Da wollten wir noch dabei sein.
    Uns steht eine kurze Etappe nach Neuried bei Offenburg bevor. Eines der beiden Fahrräder die wir gebraucht kauften hält die Luft leider nicht. Das selber zu flicken erscheint mir nahezu unmöglich zumal uns die Ersatzteile fehlen. In Neuried sitzt der Produzent der Räder. Die Fa. RSM schiebt uns für Morgen um 7 Uhr dazwischen. Wir können dort übernachten.
    Als ich gestern Wasser in unseren neuen (ebenfalls gebraucht erworben) Carthago auffülle und die Wasserhähne öffne - kommt da nichts. 5 Stunden Fehlersuche bringen uns keinen Schritt weiter.
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  • Emmendingen, Carthago Baden

    September 28 in Germany ☁️ 24 °C

    Das Fahrrad ist schnell repariert, Mantel und Schlauch sind kaputt. Wir kaufen noch eine Auffahrrampe weil wir die 35 kg nicht so einfach in den Stauraum hieven können.
    Hinsichtlich unseres Wasserproblems fahren wir weiter nach Emmendingen bei Freiburg. Hier sitzt der nächst gelegene Carthago Händler.
    Tatsächlich verspricht man uns zu helfen. Wir beschließen mit den Rädern die Stadt zu erkunden.
    Gegen 15 Uhr erhalten wir den Anruf, das Fahrzeug sei fertig.
    Wir freuen uns - leider zu früh.
    Der Mitarbeiter hat die Druckwssserpumpe ausgetauscht. Wir testen das noch auf dem Hof. Nichts geht.
    Zurück zum Chef und reklamiert. D" Das ist heute schon die zweite installierte Pumpe die erst läuft und dann nicht mehr funktioniert ". ??? 🤔
    Nach weiteren 90 min. ,einer weiteren ausgetauscht Pumpe und der Eekenntnis dass das Schmutzwasserfiltergewinde defekt sei - wir haben darauf hingewiesen dass der Filter gebrochen war und von uns ausgetauscht wurde und baten das zu prüfen- können wir endlich fahren.
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  • Freiburg

    September 28 in Germany ☁️ 26 °C

    Am späten Nachmittag fahren wir dann nur noch bis zum Reisemobilhafen Freiburg. Der Platz ist mit über 200 Wohnmobilen nahezu ausgebucht. Wir ergattern einen der letzten Plätze.
    Hinter uns parkt ein Wohnmobil aus Heppenheim ein. Wir kommen ins Gespräch und es stellt sich heraus dass die Beiden das selbe Ziel haben wie wir - Bravoplaya bei Valencia. Allerdings lassen sie sich mehr Zeit für die Anreise.
    Wir sind müde, raffen uns aber auf, mit der Tram in die Stadt zum Martinstor zu fahren und im Martinsbräu ein Festbier zu trinken und Schäufele (ich) bzw. Schnitzel (Vera) zu essen. Ohne Umweg geht es dann zurück.
    Im WoMo fällt mir dann beim Zähneputzen mein Zahnprovisorium aus der Hand und zerbricht in der Mitte. Hoffentlich funktioniert das noch irgendwie bis zum November wenn ich zur Zahnbehandlungen heim fliege.
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  • Saint Cyprien Plage

    September 30 in France 🌧 23 °C

    Auf dem Weg über die mautfreie A 75 schrillen plötzlich alle drei Handys gleichzeitig. Warnstufe "Rot" für die Provinz Herault rund um Montpellier.
    Und tatsächlich öffnet der Himmel die Schleusen und dutzende von Litern Regen prasseln auf uns nieder. Wir beschliessen daher bis nach Saint Cyprien Plage weiter zu fahren. Ein Etappenplatz den wir bereits kennen. Nichts Besonderes, dafür aber günstig, ruhig und sicher.Read more

  • Bravoplaya Camping Ressort

    October 1 in France ☁️ 21 °C

    Auf unserer Fahrt zum Ziel schrillen noch 2x die Handys und melden Warnstufe "rot". 200 Liter Regen und Sturm mit Böen über 100 km/h lassen mich mit Warnblinker und 40 km/h über die Autobahn schleichen. Rausfahren ist leider unmöglich. Ich sehe die Abfahrten nicht.
    Am Ziel angekommen begrüßen uns unsere Freunde. Den Abend verbringen wir im Platzrestaurant, zuvor gönnen wir uns beim "happy hour" zwei Bier zum Preis von einem - also 3 Euro für 2 grosse Bier.
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  • Warnstufe "rot" und Wassereinbruch im Womo

    October 3 in Spain 🌧 20 °C

    Die Nacht ist schlimm. Laut Medienberichten gehen 500.000 Blitze in der Region Valencia nieder. Über dem Meer regnet es 600 Liter / m2.
    Auf dem Platz zwar nicht ganz so viel, aber der Regen flutet eine Trafostation so dass zeitweise der Strom ausfällt. Was der Kühltruhe im Supermarkt definitiv nicht gut tut, wie wir am Mittag sehen.
    Für uns jedoch der Schock. Die Decke im Badezimmer ist klatsch nass. Gerhard und Menno helfen mir aufs Dach zu kommen. Die Ursache ist schnell gefunden. Das Dachfenster ist nicht professionell abgedichtet. Man kann die "Knetmasse" rein drücken.
    Wir schneiden eine Plane zurecht und kleben die erst mal über der Luke fest. Dann stellen wir ein Heizgerät auf. Bis zum Abend ist die Decke trocken.
    Auf dem Platz ist man mit Aufräumarbeiten beschäftigt.
    Unsere Camperfreunde Wolfgang und Anke , die wir auf der Autobahn zufällig trafen, hat es am Platz noch heftiger erwischt. Die Fotos belegen dass alles unter Wasser steht und die Zufahrt geschlossen ist.
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  • Bravoplaya Camping Ressort

    October 4 in Spain ⛅ 19 °C

    Wir fassen mal zusammen. Die zweite Nacht hier im Ressort ist ETWAS ruhiger. Die Life-Blitzkarte sieht zwar immer noch recht wüst aus, aber wir können doch einigermaßen gut schlafen.
    Die provisorische Abdichtung hat dicht gehalten. Über die freundliche Rezeptionistin beauftragen wir eine mobile Werkststt zur Neueindichtung unserer Dachluke. Leider sind wir nicht die einzigen mit diesem Problem und es wird einige Tage dauern.
    Wir erkunden, auch in den nächsten Tagen, das Ressort. Es gibt hier ein breites Angebot an Sport. Wir nutzen die 45 min. Wassergymnastik und erkunden weiterhin unser Mobil. Mit der Reparatur der Luke zieht es sich, wie wir heute am 5.10. erfahren, hin. Wir müssen unseren Aufenthalt noch um eine Woche verlängern. Es gibt schlimmeres.
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  • Mit dem Rad über die Via Verde

    October 10 in Spain ☀️ 22 °C

    Die erste Woche auf dem Campingplatz verging wie im Fluge. Wir warten noch immer auf den Mechaniker der uns die Luke abdichten soll. Wegen der vielen Feiertage zieht sich das hin. Heute, am Freitag, 9.10., ist der Regionalfeiertag der Region Valencia. Dann kommt das Wochenende und am Montag, 12.10., ist der spanische Nationalfeiertag.
    Wir mussten daher um eine Woche verlängern und leider auch umziehen. Der neue Platz ist der letzte für uns verfügbare. Er ist kleiner und wegen tief hängenden Äste schwierig anzufahren. Letztlich hat das aber doch funktioniert.
    Heute nehmen wir die Räder und fahren über Orpesa, wo wir über den Markt schlendern, auf der alten Bahntrasse, der Via Verde, nach Benicasim. Die Strecke ist etwa 20 km -einfach- lang und schön zu fahren. In Benicasim wollen wir in eine Strandbar, aber die sind schon alle für den Winter geschlossen. Also radeln wir zurück ins Zentrum und suchen uns ein sonniges Plätzchen in einer Bar.
    Wolfgang und Anke sind heute angekommen, wir trinken abends ein Gläschen deutschen Rose bei ihnen, denn direkt neben unserem Platz ist die Disco in der heute eine Liveband spielt. Wider Erwarten ist es aber bereits ab 22 Uhr ruhiger und wir haben eine erholsame Nacht vor uns.
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  • Abschied von Bravoplaya

    October 14 in Spain ⛅ 22 °C

    Morgen wollen wir weiter reisen - sofern der Mechaniker pünktlich ist.
    Wir nehmen Abschied mit Wolfgang und Anke, wollen gemeinsam essen gehen. Was nicht ganz einfach ist. Die Küche des Campingplatz-Lokals öffnet erst spät und die Suche mit den Rädern im nahen Ort "Torre la Sal" führt zu jeder Menge geschlosser Lokale. Bei einem Italiener (in Spanien!) werden wir fündig. Wir sind die einzigen Gäste. Erst als wir gegen 19.30 Uhr aufbrechen treffen noch einige Leute ein.
    Zurück an unserem Platz hören wir die Ankündigung der Flamenco Show in der nahe gelegenen Disco des Campingplatzes und beschließen uns das anzuschauen. Da jedoch fast alle Besucher vorne an der Bühne stehen sieht man nichts. Vera macht mit gerecktem Handy ein paar Schnappschüsse und verschwinden wieder. Schade.
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  • Von Bravoplaya nach Valencia

    October 15 in Spain ☁️ 22 °C

    Heute kommt endlich der Mechaniker des mobilen Wohnmobilservice zu uns. Er hat sich für 10.30 Uhr angekündigt und ist pünktlich. Er braucht nicht lange, um die Ursache zu finden. Die Dachluke wurde vermutlich vom Vorbesitzer irgendwann ausgetauscht. Dabei hat man nicht beachtet dass Luke und Eindeckrahmen press aufeinander sitzen müssen. Der Abstand war zu groß und der somit entstehende Luftraum wurde mit Dichtmasse zugekleistert. Die ist aber nicht für so etwas gedacht und reisst dann irgendwann.
    Er entfernt die alte Dichtmasse (grosse klebrige Schweinerei), säubert alles, sägt die überstehenden Noppen etwas ab und setzt das Fenster wieder ein. Nach 90 min ist er fertig. Die Rechnung fällt mit 130 Euro erfreulich moderat aus. Wir sind optimistisch dass das Problem damit behoben ist.
    Nach einer Stunde Trockenzeit wollen wir weiter reisen, zuerst zu Mercadonna, noch mal einkaufen.
    Doch das Ausrangieren auf dem engen Platz mit den niedrigen Ästen ist sehr kompliziert. Vera steckt fest. Vorne eine Hecke, hinten ein Zaun mit Hecke, das Vorderrad vor einem Bordstein. Vorne und hinten nur noch max. 10 cm. Nichts geht mehr.
    Zusammen mit einem Nachbarn drücken wir die Hecke zurück und Vera nimmt einen neuen Anlauf - diesmal entgegen gesetzt der Einbahnstraße. Nach über 30 min. haben wir es geschafft, wieder auf den Hauptweg zu gelangen.
    Weiter zum Einkaufen und dann 100 km bis nach Valencia zum dortigen Camper Park. Ein Wohnmobilstellplatz den wir bereits gut kennen. Für 14 Euro übernachten wir. Die Abkühlung im Pool darf genauso wenig fehlen wie die Spezialität des Campingbistro: Tortilla. Einmal mit Zwiebeln und Pilzen für Vera, für mich mit Käse und Thunfisch.
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  • Oliva Camping Pepe

    Oct 16–19 in Spain ⛅ 20 °C

    Von Valencia aus geht es weitere 100 km nach Oliva.
    Auf dem Campingplatz Pepe Oliva treffen wir Pit, Wilma und Gerhard wieder. Und natürlich Lotte, die kleine Mischlingshündin unserer Nachbarn die uns freudig begrüßt.
    Wir richten uns für 3 Nächte ein, gehen zum Strand und genießen unser Abendessen aus salat und Hähnchen Spießen.
    Am nächsten Tag radeln wir mittags mit Pit und Wilma zu einem Lokal, wo wir für 17,90 Euro ein Dreigängiges Menue plus Salat + Gruss aus der Küche + 0,5 Liter Wein verspeisen. Die Handys schrillen alle beim Essen gleichzeitig los. Warnstufe rot.
    Für heute Nacht und morgen, Sonntag, sind 44 Liter Regen angekündigt. 😳 Hoffentlich schwimmen wir hier nicht weg. Und hoffentlich hält die Dachluke dicht.
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  • Lock down an der Costa Blanca

    October 19 in Spain 🌧 17 °C

    Unsere Befürchtung, dass wir absaufen könnten, hat sich fast bewahrheitet. Seit Samstag Nacht regnete es ununterbrochen, Anfangs ohne Wind, doch letzte Nacht mit starken Böen von der Meerseite. Der Campingplatz wurde ca. 20 cm geflutet, an manchen Stellen sogar noch mehr. Die Medien berichten von 700 l / m2 in 24 Stunden. Zum Vergleich: In Deutschland fallen im Schnitt 800 l/m2 im ganzen Jahr
    Heute wollten wir weiter fahren Richtung der Stadt Vera, doch nichts geht mehr. Wir sitzen hier fest. Die Zufahrtsstraße ist geflutet, der Nachbarcamping Ole ist komplett bis zu Hüfthöhe im Wasser, im Ort Oliva werden Menschen mit Hubschraubern evakuiert. Die Regierung von Valencia hat einen Lock down für 142 Orte verhängt, damit Rettungskräfte nicht behindert werden und es keine weiteren Opfer gibt.
    Wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen, denn unser Stellplatz ist am Abtrocknen. Vorräte an Essen und Trinken haben wir genügend gebunkert.
    Positiv ist dass unsere frisch reparierte Dachluke dicht ist. 👍 Doch leider ist die Abluftluke des Kühlschranks wohl auch undicht, zumindest wenn solche Wassermassen aufs Dach platschen. Also: in der Nacht raus, Hubstützen hinten anheben und dann Heizung an. Das half adhoc. Es steht uns dann wohl ein weiterer Werkstatt Termin bevor.
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  • Der Tag danach

    October 19 in Spain ☁️ 19 °C

    Laufend hört man Helikopter des Militärs über Oliva kreisen. Hier war auch gerade einer im Tiefflug über dem Platz, wohl um zu schauen ob alles o.k. ist. Aus Oliva selbst erreichen uns chaotische Berichte.
    Bei uns läuft das Wasser lsngsam ab. Bei den benachbarten Plätzen sieht es schlimm aus. Der Sturm hat Dächer von den Hütten nebenan abgedeckt. Einige Camper haben es noch geschafft, ihre Mobile auf höher gelegene Platzteile zu retten. Einige haben das aber auch nach eigenen Angaben verschlafen. Die Schäden auf unserem Platz "Pepe Oliva" sind überschaubar. Er hat gute Pumpen die das Wasser zügig abpumpen und alles wichtige relativ hoch gebaut. Morgen wollen wir wenn irgendwie möglich weiter. Nach 23 Uhr dann noch mal etwas Nervosität. Eine Drohne fliegt über den Platz und verkündet per Bandansage etwas auf spanisch. Wir verstehen es nicht. Aber alles bleibt ruhig. Vermutlich nur ein Hinweis auf die immer noch bestehende Ausgangssperre.
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  • Es geht weiter

    October 20 in Spain ☀️ 21 °C

    Am späten Vormittag dürfen und können wir den Platz verlassen. Unsere Platznachbarn sind mit dem PKW vorgefahren und haben die Lage erkundet. Als sie zurück sind steht fest: Wir reisen mit ihren Einheiten ab. Zwei Wohnwagengespanne und wir. Auch einige weitere Camper versuchen es. Der Nachbarcamping wird geräumt. Immer mehr Mobile kommen zu uns. Nichts wie weg. Das Campingbüro rechnet händisch ab. Netzwerkausfall. Auch Strom und Wasser funktionieren nicht. Strom produzieren wir ja bei Sonnenschein selber. Aber kein Wasser? Keine richtige Toilette? Die Leute murren ja schon dass sie nicht waschen können. Hallo. Andere haben grade alles verloren. Vier Menschen auch ihr Leben. Gehts noch?
    Es bildet sich eine lange Schlange vor dem kleinen Markt, der heute (wieder) mit Verspätung geöffnet hat. Hamsterkäufe fallen mir auf. Wasser und Brot. Auch ich kaufe lieber 2 Brote statt nur einem. Wasser haben wir noch genug.
    Um 12 Uhr starten wir. Die Strasse ist passierbar. Je weiter wir fahren desto mehr Autos sind unterwegs. In Denia ist wieder alles normal. Hektik um die Einkaufszentren. Verrückt. Davon dass hier Vorgestern ein Auto in einer Unterführung bis zum Dach versank und der Fahrer nur durch das Fenster raus kam und sich schwimmend retten konnte merkt man nichts mehr.
    Unser Fiat zeigt an dass der Dieselfilter kontrolliert werden muss und die Motorwarnleuchte geht an. Nicht das auch noch. Ich frage die schlaue KI von Google die mir sagt, dass vermutlich beim Dukato der Sensor des Dieselfilters nass wurde. Wundert nicht wirklich. Gleichwohl fahren wir in Alicante zu einer Werkststatt. Dort kämen wir aber erst um 17 Uhr dran. Mit gemischten Gefühlen beschließen wir die 180 km bis zum Ort Vera zu fahren. Dort haben wir vorhin den Platz für 4 Nächte vorgebucht. Unterwegs gehen die Warnlampen aus. Mal abwarten wie das weitergeht. Den Dieselfilter werden wir trotzdem wechseln sobald sich eine Chance dafür ergibt.
    Vera bei Murcia kennen wir bereits und auch meine Frau Vera wird vom Junior freudig begrüßt.
    Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang fühlen wir uns endlich wieder wohl.
    Unsere Platznachbarn berichten dass sie in Denia - der Nachbarort von Oliva - bei dem Unwetter bei Lidl gestrandet sind. Zuvor schwammen Autos an ihnen vorbei. Gruselig. Die Fa. Lidl hatte in Denia ihren Kundenparkplatz zum Wohnmobilstellplatz umfunktioniert um die vielen Camper, die vorsorglich die Campingplätze verlassen mussten oder geflüchtet sind, aufzunehmen. Finde ich gut, Lidl.
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  • Garrucha

    October 23 in Spain ☁️ 19 °C

    Wir radeln nach Garrucha, der Nachbargemeinde von Vera.
    Garrucha hat 10.000 Einwohner.
    Die Stadt ist bekannt für den Fischereihafen, den Umschlag von Gips aus Sorbas sowie die berühmte rote Garnele (Gamba roja de Garrucha).
    Die Geschichte von Garrucha reicht von einer strategischen Hafenbucht der Antike bis zu einer glamourösen Boomtown des 19. Jahrhunderts.
    Erste archäologische Funde belegen, dass die Gegend um Garrucha bereits um 3000 v. Chr. besiedelt war. Später nutzten Iberer, Phönizier, Karthager und Römer die geschützte Bucht.
    Im Jahr 1488 eroberten die Truppen der Katholischen Könige das Gebiet. Der Hafen diente als wichtiger Stützpunkt für den Nachschub der christlichen Armeen.
    1588 ein Erdbeben, dann Piratenangriffe. 1887 änderte sich alles. Garrucha wurde zum Hauptausfuhrhafen für die Erze der Region, da man eine Silberader entdeckte. Es entstanden große Schmelzhütten zur Blei-, Silber- und Eisenverarbeitung.
    Wohlhabende Minenbesitzer bauten prachtvolle Sommervillen an der Küste. Anfang des 20. Jahrhunderts galt Garrucha wegen seiner Casinos, Tanzflächen und elitären Tennisclubs als das „Kleine San Sebastián“ des Südens. Als der Bergbau Mitte des 20. Jahrhunderts versiegte, erfand sich die Gemeinde neu. Der Hafen spezialisierte sich auf den Fischfang (die berühmte rote Garnele) und den Export von Gips aus den nahegelegenen Steinbrüchen von Sorbas.
    Heute transportieren 1600 LKW pro Tag Gipsstein zum Hafen von wo er aus in die ganze Welt verschifft wird.
    Umweltpolitik sehr fragwürdig.

    Wir schlendern über den Straßenmarkt, essen ein paar kostenfreie Tapas zum Bier, und radeln die halbe Stunde zurück.
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  • Der letzte Tag in Vera

    October 24 in Spain ☁️ 21 °C

    Unser fünftägiger Aufenthalt in der Stadt Vera endet heute.
    Wir haben uns von dem Schrecken des Unwetters in Oliva erholen können.

    Das Resümee das wir heute in den Costa News lesen:
    Offizielle 720 Liter Regen bei der Wetterstation Pego, 10 km Luftlinie von unserem Platz entfernt.
    2600 Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden, davon mehrere hundert mit Hubschraubern.
    Sieben Menschen starben, einer davon auf dem nur 200m entfernten Camping Eurocamp.
    4000 Auto sind schrottreif.
    Die Regierung stellt 43,5 Mio Euro Hilfsgelder für Haushalte, PKW- Besitzer, Geschäftsleute, Landwirte und Viehzüchter zur Verfügung. Der Schaden beträgt mehrere hundert Millionen Euro.
    Präsident Sancez besuchte das Katastrophengebiet in Oliva.

    Wir haben es geschafft ohne Schäden davon zu kommen.

    Zum Abschluss unseres Aufenthaltes kaufen wir noch auf dem riesigen Samstag-Markt in Vera Gemüse ein und Fisch beim örtlichen Fischhändler.
    Am Abend koche ich ein fantastisches Fischmenue.
    Vorspeise sind die weltberühmten Garrucha Gamba roja, die roten Garnelen, mit Weissbrot. Sie schmecken angenehm süßlich. Ihr Fang ist quotiert.
    Als Hauptgericht gibt es Seezunge in Zitronenbutter mit Salzkartoffeln und gedünsteten Tomaten und Paprika. Die Zitrone stammt direkt vom Stellplatz. Gar nicht so einfach, das alles auf der einen Elektroplatte des Campingkochers zuzubereiten. Da muss alles schnell gehen.
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  • Motril - und ein Geburtstag

    Oct 25–28 in Spain ☀️ 22 °C

    Wir haben das Ziel unserer Reise erreicht: Motril im Dreieck zu Malaga und Granada gelegen. Hier wollen wir bis Ende Januar bleiben.
    Unser "Hunger" nach Abenteuer ist nach allem was wir in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben im Moment gestillt.
    Wir stehen hier auf dem Camping Playa de Poniente am Strand von Motril zusammen mit Freunden, die wir noch von Cabopino aus den letzten Jahren her kennen.

    Am Montag haben wir erst mal Veras Geburtstag im kleinen Kreis gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein gibt es eine Auswahl an Tappas und passende Getränke. Die Gastgeberin und die Gäste fühlen sich wohl.

    Die nächsten Tage verbringen wir mit Strandbesuch, Essen kochen, aufräumen und chillen in wechselnder Reihenfolge.
    Im November werden wir für 2 1/2 Wochen nach Hause fliegen. Bis zu unserer Rückkehr nach Spanien sagen wir schon mal "Tschüss".

    ABER: Wir nutzen die Zeit um unsere Panamerikana-Reise zu überarbeiten.
    Wir werden neue Footprints bzw. überarbeitete Berichte hochladen.
    Wenn Ihr mögt, folgt uns noch einmal auf dieser einmaligen Reise entlang der Traumstrasse der Welt. Wir beginnen morgen mit dem Start vor genau zwei Jahren in Buenos Aires.
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