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- Day 9–10
- February 2, 2025 - February 3, 2025
- 1 night
- ☁️ 20 °C
- Altitude: 2,350 m
UgandaLuhizha1°2’17” S 29°46’37” E
Bwindi-Regenwald

Vor uns liegt heute der gefährlichste Teil der Tour. Wir fahren durch die Ishasha-Region und nähern uns der Grenze zum Kongo auf weniger als drei Kilometer. Im Kongo gibt es seit ein paar Wochen wieder verstärkt Unruhen und Kämpfe. Fred ist sich der angespannten Lage bewusst und stimmt sich mit anderen Fahrern ab, die heute auch diese Strecke zurücklegen. Wir fahren mit drei Autos im Konvoi und bleiben dabei stets in Sichtweite. Fred gibt ganz schön Gas auf der Schotterstraße, wir halten nur kurz bei Tiersichtungen. Unterwegs erzählt er uns, dass oft Menschen aus den Krisengebieten im Kongo nach Uganda flüchten und zu Fuß hier entlang kommen. Viele überleben die Flucht nicht, da ihnen die Gefahr durch die hier lebenden Löwen nicht bekannt ist. Tatsächlich sehen wir eine Löwin mit ihrem Jungtier in einem Baum. Nach dem kritischen Teil der Strecke geht es weiter in die Berge Richtung Bwindi-Regenwald.
Und ab jetzt wird es landschaftlich auch richtig schön, immer bergiger und viel grüner 🏞 Wir fahren durch kleine Dörfer und sehen unterwegs riesige Tee- und Kaffeeplantagen. Unsere Lodge liegt auf 2.300 Metern Höhe und es ist angenehm kühl bei etwa 15 °C. Fred friert sogar ein bisschen und abends wird der Kamin angefacht 😅 Wir können ein wenig entspannen, um fit für das morgige Abenteuer zu sein.
Das Highlight unserer Reise ist das Gorilla-Tracking im Bwindi-Regenwald. Hier leben etwa 460 Berggorillas und wir haben nun die Chance, eine der Gruppen zu sehen 🦍 Dafür müssen wir sie aber erstmal finden und das ist gar nicht so einfach. In diesem bergigen Urwald gibt es keine ausgetretenen Pfade und die Gorillas können in kurzer Zeit mehrere Kilometer zurücklegen. Während wir eine Einweisung bekommen, sind bereits zwei Fährtenleser unterwegs, um die uns zugewiesene Gorilla-Gruppe aufzuspüren. Dann bekommen wir ein Zeichen und fahren mit Guide Ben zu einem geeigneten Startpunkt. Von dort geht es dann ab in den Dschungel, zunächst steil bergauf in das saftige Grün. Und dann haben wir Glück: Während es manchmal den ganzen Tag dauern kann, die Gorillas zu erreichen, sehen wir nach etwa einer halben Stunde schon den ersten Schatten in der Ferne. Wir nähern uns vorsichtig und entdecken weitere Mitglieder der Primaten-Gruppe. Der Silberrücken ist das Alpha-Männchen, es gibt mehrere Weibchen und ein paar Jungtiere. Sie beobachten uns genau, bleiben aber ruhig, während sie fleißig Blätter mampfen 🌿 Es ist wirklich aufregend, diesen riesigen Tieren hier in der Wildnis so nahe zu sein. Auf einmal kommt der Silberrücken auf uns zugestürmt, als er einen der Kleinen in Gefahr vermutet. Er dreht schnaufend wieder ab und wir gehen ein paar Schritte zurück. Für gute Fotos ist das Dickicht leider zu dicht, aber wir geben unser bestes. Nach einer Stunde müssen wir die Gruppe leider schon wieder verlassen, sie haben den Rest das Tages ihre Ruhe. Noch voller Adrenalin bahnen wir unseren Weg zurück zur Straße. Dort bekommen wir natürlich noch feierlich ein Zertifikat für das erfolgreiche Gorilla-Tracking überreicht. Wir freuen uns, dass wir die Gorillas in ihrem wunderschönen zu Hause besuchen durften 🤗Read more