Mills Canyon
7. oktober 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 14 °C
Nach einem Tag Pause im National Forest mit reichlich Überlegungen, wo wir als Nächstes hinfahren hinfahren und was wir machen sollen, sind wir zwar noch nicht wirklich schlauer, aber sicher, dass wir uns die nächsten Wochen nicht kaputtmachen lassen wollen. Tatsächlich hatten wir auf dem letzten Weg auch keine Probleme mehr mit der Bremse.
Da wir die Gegend und jeden noch so kleinen Wanderweg mittlerweile auswendig kennen, lassen wir den Nationalforest hinter uns und fahren ein Stück zurück nach Norden.
In Las Vegas, New Mexiko, stocken wir unsere Vorräte gut auf, packen die Kühlbox randvoll mit Eis und füllen alle leeren Gallonen mit Wasser auf.
Unser Ziel ist der Mills Canyon Campground, ein Freecamp mit Wanderwegen. Wir brauchen noch ein bisschen Abenteuer und wollen neue schöne Gegenden erkunden.
Wir fahren zunächst über ein riesiges, recht flaches Plateau. Grasland so weit das Auge reicht, ein Hügel hier und da. Kurz vor unserem Ziel wird es bergiger und das Plateau reißt vor uns auf. Der Highway schlängelt sich um felsige Klippen mehrere hundert Meter hinab ins Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf. Diese Gegend ist unglaublich schön. Die Farben der Felsen, gespickt mit Büschen und dem blauen Himmel sind faszinierend.
Dennoch werfen wir immer wieder einen nervösen Blick in den Rückspiegel, aber der Van hält sich tapfer. Nichts qualmt oder riecht. Wir atmen erleichtert auf, sind dennoch wachsam. Entspanntes Fahren ist es leider nicht mehr so ganz. Aber wir machen das Beste daraus. Auf jeden Fall ist dieser Abschnitt eine gute Gelegenheit die Bremsen zu testen.
Am Mills Canyon Campground angekommen, finden wir sogar noch einen schönen Platz, der ein bisschen Privatsphäre bietet. Genau das Richtige für die kommenden paar Tage.
Die Gegend ist unglaublich schön. Unser Campingplatz liegt am Rande des Plateaus mit einer tiefen Schlucht. Es gefällt uns so gut, dass wir gleich drei Tage hier verbringen. Wir wandern zweimal in die Schlucht hinein und kommen an alten Ruinen einer Obstplantage aus dem 19. Jahrhundert vorbei. Viel steht zwar nach einer kompletten Überflutung um 1910 nicht mehr, aber inmitten der massiven Felsen und neben dem malerischen Fluss sieht es einfach nur toll aus. Auf dem Weg entdecken wir so einige Schlangen und auch wieder eine Tarantel 🐍
Bei einer unserer Wanderungen haben wir uns für einen anderen Weg entschieden und gehen nicht direkt in die Schlucht hinunter, sondern zuerst auf dem Plateau entlang, bis wir am Abgrund stehen.
Durch mehrere Steinlawinen haben sich die treppenartigen Felsvorsprünge miteinander verbunden, sodass wir unseren Weg ins Tal hier fortsetzen können. Wir kommen sehr langsam voran, denn überall liegt viel Geröll herum, was von Kakteen und hohem Gras überwuchert ist. Zudem müssen wir auf darauf achten, nicht auf Schlangen zu treten. Aber das passiert uns heute nicht.
Nach fast 16,5km kommen wir ziemlich platt und verschwitzt wieder an unserem Van an und freuen uns nur noch auf eine erfrischende Dusche und ein Abendessen.Læs mere
























