• Von Küremäe zum Peipussee

    4. august, Estland ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir verabschieden uns von der Küste und erreichen das Kloster Pühtitsa in Küremäe. Es ist das einzige orthodoxe Nonnenkloster Estlands. Nach einer Überlieferungen soll hier unter einer Eiche eine Ikone gefunden worden sein. Heute hat sich rund um die heilige Eiche eine beeindruckende Klosteranlage entwickelt. 100 Nonnen leben noch heute in der beeindruckenden Anlage. Von außen wehrhaft mit dicken Mauern und Türmen zeigt sich das Kloster innen als idyllischer Ort des Lebens und Glaubens. Wir spazieren durch die Anlage, die durch ihre vielen Blumen und Alleen auffällt. Aber auch Kontroversen gibt es hier. Dem Patriarch von Moskau unterstellt, der vom Sieg über die Ukraine spricht und nicht von Frieden, kam es zu Zerwürfnissen mit dem estischen Staat, der einerseits die Religionsfreiheit garantiert, aber die Moskauer Linie im eigenen, bedrohten Land nicht dulden kann. Weiter geht es durch Wälder und Moore nach Vasknarva am Grenzfluss zu Russland gelegen. Unscheinbar wirkt die Grenze die Europa in Ost und West zerschneidet. Fast schon idyllisch steht ein Aussichtsturm am Ausfluss des Peipussee , im Hintergrund ein schönes Kloster. Wir winken einmal über die Grenze und lassen uns von der Idylle nicht täuschen. Auch ohne Stacheldraht ist hier alles gut überwacht, wie wir dann auch gleich am Grenzschutz im Zivilfahrzeug sehen. Freundlich grüßen und weiter geht die Fahrt entlang des fünftgrößten Sees Europas. Irgendwo im nirgendwo kommen wir an das Binnenmeer und spazieren entlang des wunderschönen Sandstrandes. Unser Ziel sind die Dörfer der Altgläubigen, so fahren wir entlang des riesigen Sees und machten immer wieder Abstecher von der Hauptstraße bis wir bei Kolkja einen ruhigen Platz am See finden.Læs mere