• Tafraoute

    Feb 17–22 in Morocco ⋅ 🌙 13 °C

    Die letzten fünf Tage haben wir wieder in Tafraoute verbracht. Irgendwie ist die Stadt, das Herz des Anti-Atlas, neben den sowieso vorhandenen Touristen so etwas wie eine Wohnmobilhochburg. Auf einer Strecke von etwa 3 Kilometern Länge und etwa 200 bis 400 Metern Breite stehen rund 5 bis 600 Wohnmobile zwischen Palmen auf mehr oder minder ebenem feinkiesigem Boden. Von Uralt Selbstbau bis zu Linern aller Fabrikate ist alles vertreten. Es gibt eine Entsorgungsstelle kurz nach dem Ortseingang, die auch ständig genutzt wird. Die Ortspolizei weist durch Flugblätter auf drohende Strafen bei Umweltsünden hin, das Ordnungsamt kassiert allabendlich 15 Dirham, weniger als 1,5 Euro, der Bäcker "Bred, Bred, Boulangerie etc." rufend kommt allmorgendlich mit frischem Brot, das Stück für 20 Cent, der Ziegenhirte führt seine Herde über den Platz und die Tiere freuen sich über die Fütterung mit Obst, Gemüse und Brot, Frauen kommen vorbei und bieten Essen an, das sie nach Bestellung bringen und das Geschirr Tags drauf abholen oder bieten an die Wäsche zu waschen, die dann in einem Sack mitgenommen wird und gebügelt wieder zurück kommt, der Friseur "Schnapp-Schnapp" bietet seine Dienste an und Kinder versuchen, Eier und sonstiges an die Touris zu bringen. Ein Wagen mit einem großen Wassertank füllt den Tank oder verkauft Gas, sein Kumpel hat eine fahrbare Womo-Waschanlage zu bieten.
    In der Stadt selbst gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Womo Reparatur und Lackierung, Ausflugsangebote und Restaurant an Restaurant.
    Ansonsten ein aufgeräumter Ort mit neuen Schulen und Sporthallen, einem großen Betriebshof und allem, was man braucht.
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