• Ohrid

    5. juli, Nordmakedonien ⋅ ☀️ 24 °C

    Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg in das Zentrum der rund 2,5 km entfernten Stadt Ohrid und dort wieder zunächst zum Alten Bazar, ähnlich dem in Skopje, halt entsprechend kleiner. Dort schauten wir zunächst in die vor rund 500 Jahren erbaute Ali-Pascha-Moschee, die man auch als Nicht-Muselmane besuchen darf.
    Ein paar Meter weiter, direkt neben der angeblich um das Jahr 1000 vom hl. Kliment gepflanzten Platane kehrten wir ein, um danach den Berg Richtung Burg und alter Altstadt, hat nix mit Bazar zu tun, hoch zu laufen.
    Auf dem Weg warfen wir einen Blick in die orthodoxe Heilige Mutter Gottes Kirche, um dann weiter nach Passieren des oberen Stadt-Tores das Alte mazedonische Theater anzusteuern, ein klassisches griechisches Amphitheater aus etwa 200 vor Christus, das noch heute für Veranstaltungen genutzt wird.
    Danach kamen wir zum Weltkulturerbe Sophienkirchen, Sveti Sofija. Sie gehört zu den historisch und architektonisch bedeutendsten Bauwerken im Balkan. Sie wurde in der ersten Hälfte des 11 Jahrhunderts erbaut und später erweitert. Im Innern sind heute noch Fresken aus dem 11. Jahrhundert gut erhalten. Warum ein Steinway-Flügel in der alten Kirche steht, fanden wir etwas seltsam. Aber wer fragt gewinnt; wegen der hervorragenden Akustik im alten Gemäuer finden regelmäßig Konzerte statt.
    Von dort ging es runter an den See und zur Kirche des hl. Johann von Kabeo. Nichts besonderes, halt eine kleine, im typischen Stil gebaute orthodoxe Kreuzkirche mit alten Fresken an den Wänden. Der Standort auf dem Felsenvorsprung hat allerdings etwas mystisches, ruhig und irgendwie majestätisch thront das Kirchlein über dem See.
    Genug des Laufens, der vielen alten Häuser und Kirchen sowie belebten Gassen ließen wir uns -oh Schande- bei einem Italiener mit dem bezeichnenden Namen Cosa Nostra zur Pizza nieder und liefen dann so gestärkt den Weg wieder zurück.
    Læs mere