• Von der Dämmerung bis zur Dunkelheit

    June 26 in South Africa ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einer kurzen Nacht in unserem wackeligen Bett ging es für uns früh wieder raus. Schon bei der Ankunft am Abend zuvor hatten wir nur grob erkennen können, wo wir eigentlich übernachten würden. Es roch merkwürdig, unter dem Reetdach hingen riesige Spinnweben und hier und da lagen tote Tiere herum. Die staatlichen Camps scheinen eher Basislager als Wohlfühlunterkünfte zu sein, aber zum Schlafen reicht es. Und die eigentliche Magie wartet ja sowieso draußen.
    Pünktlich zum Gate Opening um 6 Uhr fuhren wir zum Sunset Dam, um Nilpferde und Krokodile in der Dämmerung zu beobachten. Kurz darauf glaubte Sascha, ein Nashorn über die Straße laufen gesehen zu haben, doch so sehr wir auch suchten, wir fanden es nicht wieder. Was es genau war, bleibt also offen – und die Suche nach dem Nashorn geht weiter.
    Danach folgten wir dem Sabie River und entdeckten unterwegs viele bunte Vögel. Im Nkuhlu Camp legten wir eine Frühstückspause ein und wurden dabei direkt wieder gut unterhalten: Im Shop erwischten wir einen Affen, der ganz frech Nüsse klaute. Ein ziemlich witziger Moment mitten im Busch.
    Weiter ging es in Richtung Tshokwane. Nur kurze Zeit später hatten wir unglaubliches Glück: Gleich sechs Rotwangen-Hornraben, die als gefährdet gelten, liefen direkt vor uns über den Boden. Weil Sichtungen dieser Art dokumentiert werden, um die Population im Blick zu behalten, fühlte sich dieser Moment noch besonderer an. Vielleicht waren sie gerade auf der Suche nach Schlangen oder anderer Beute im hohen Gras.
    Nach einem kurzen Stopp im Tshokwane Camp fuhren wir zurück in Richtung Sabie River und weiter Richtung Crocodile Bridge. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir sogar einen Löwen im Gebüsch. Noch war es nicht die perfekte Sichtung, aber immerhin ein weiterer kleiner Vorgeschmack auf die Big Five.
    Den Sonnenuntergang erlebten wir schließlich auf der Brücke über den Sabie River, bevor wir pünktlich zum Gate Closing zurück im Camp waren. Eigentlich hätte der Tag damit schon voll genug sein können – aber spontan entschieden wir uns noch für einen Night Drive.
    Mit dem Geländewagen und starken Scheinwerfern ging es 20 Uhr auf nächtliche Pirsch. Wir entdeckten ein Chamäleon, einen alleinstehenden und besonders gefährlichen Büffel, eine Hyäne, Nilpferde, Hasen, Elefanten und konnten sogar beobachten, wie Schakale ein Impala jagten - ein guter Abschluss eines ereignisreichen Tages.
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