• Fast Food in the Wild

    June 27 in South Africa ⋅ ⛅ 23 °C

    Gegen 5.30 Uhr beobachtete ich einen Käfer, der Fliegen fing. Ziemlich witzig - hier beginnt die Safari direkt in der Dusche.
    Danach packten wir unsere sieben Sachen wieder in den Koffer und machten uns direkt auf den Weg zum Gate. Draußen hing noch dichter Nebel. Die ersten Kilometer sahen wir kaum Tiere, dafür riesige Spinnennetze voller Tau, die fast mystisch wirkten. Irgendwann ging es offroad weiter in Richtung Pretoriuskop. Lange passierte nicht viel – außer, dass sich die Landschaft um uns herum veränderte. Als wir nach einiger Zeit wieder mehrere Autos am Wegesrand sahen, war sofort klar: Hier gibt es etwas zu sehen. Und tatsächlich – Löwen. Sie lagen tief im Gras und waren kaum zu erkennen, aber sie waren da. Also blieben wir. Aus ein paar Minuten wurden am Ende zwei Stunden. Wir frühstückten im Auto, unterhielten uns mit anderen Fahrern und warteten geduldig auf den perfekten Blick. Und irgendwann war es einfach unser Moment: Big Five Nummer 4 - der Löwe.
    Auf dem weiteren Weg wurde die Landschaft wieder dichter, grüner, grasreicher und voller Bäume. Es ist richtig spannend, wie unterschiedlich der Kruger an verschiedenen Orten sein kann – fast so, als würde man durch mehrere kleine Welten fahren.
    Nach insgesamt acht Stunden Fahrt erreichten wir schließlich das Pretoriuskop Rest Camp. Schon beim Betreten unseres Bungalows fiel uns auf, dass hier alles einen deutlich besseren Eindruck machte als im Lower Sabie Rest Camp. Die Unterkünfte sind zwar nahezu identisch aufgebaut, doch durch die Renovierung wirkte hier alles frischer und gepflegter. Vielleicht hatten wir in Lower Sabie einfach Pech. Umso mehr freuten wir uns über unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Den restlichen Nachmittag ließen wir deshalb ganz entspannt ausklingen.
    Zur Stärkung ging es dann noch ins Wimpy – vermutlich das coolste Fast-Food-Restaurant, weil es einfach mitten in einem Camp im Kruger Nationalpark steht. Schon verrückt.
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