Lykischer Weg - Tag 13: nach Finike
May 9 in Turkey ⋅ ☀️ 25 °C
18,4 km; 240 m aufwärts; 1.830 m abwärts
Es gibt nichts Schöneres, als morgens in der frischen Luft vor dem Zelt zu sitzen und in Ruhe das Müsli mit Wasser zu löffeln. Da macht es auch nichts, wenn es keine Milch gibt. Von den 8 Litern gestern, sind heute Morgen noch knapp 3 Liter übrig, das muss reichen. Aber der Weg führt ja auch fast nur abwärts.
Gleich zu Beginn haben wir perfekte Aussicht auf Finike, leider liegt ein wenig Dunst über der Stadt. Das Waldstück ist wunderschön. Schon gestern ist uns aufgefallen, dass hier vor einiger Zeit scheinbar ein Bike oder Motocross-Rennen stattgefunden hat. Der Weg ist teilweise sehr kaputt und tief eingefurcht. Nach einiger Zeit erreichen wir eine Siedlung von einfachen selbstgebauten Hirtenhütten. Allerdings sind diese aktuell scheinbar noch nicht bewohnt. Ein sehr einfaches, zurückgezogenes Leben in den Bergen.
Sobald wir das Dorf verlassen, begegnen wir einem Wanderer. Ich vermute, der gehört zur Ankara-Wandergruppe von gestern. Der Wald wechselt wieder, wir stehen in einem Kiefernwald mit imposanten Bäumen, die allerdings aktuell auch gerade teilweise umgemacht werden. Zusätzlich befindet sich hier ein Parcours zum Motocrossen direkt im Wald. Wenig später wird meine Vermutung bestätigt, wir holen wieder die Wandergruppe aus Ankara ein. Keine Ahnung, wo die heute Nacht geschlafen haben, bei uns kamen sie nicht vorbei.
An einem Hügel kommen wir an Überresten von Belos vorbei. Von hier oben haben wir einen herrlichen Blick zurück auf Demre und das Tal, von dem aus wir vor drei Tagen unseren Aufstieg begonnen haben. Langsam geht unser Wasser zu Ende, wir hoffen, dass die erste bekannte Quelle Wasser führt. Leider ist dies mal wieder eine gemauerte Quelle, in die man einen Eimer hinab lässt. Die lassen wir aus. Ein gutes Stück wandern wir auf Straße. Da können wir ein wenig Tempo machen. Rund 2 km vor Finike zweigt der Weg noch mal ab und führt Richtung Meer. Es geht wieder unwegsamer durch die Macchia. Plötzlich stehen wir in einem trockenen Bachbett. So weit richtig. Hier war der Weg aber unsauber markiert. Ich führe uns aus dem Bachbett wieder empor und stelle kurz darauf fest, dass der Weg ein wenig unter uns verlaufen würde. Wir suchen ein wenig nach Orientierung, bevor wir uns entscheiden, dass wir dahin zurück gehen, wo wir den Bach verlassen haben. Aber wir fanden dann glücklicherweise einen anderen Zugang. Wieder auf dem Pfad kommen wir gut voran. Plötzlich endet der Trail und führt auf eine relativ neue Schotterpiste, die in den Felsen gehauen wurde. Scheinbar wurde dabei auch die Fortsetzung des Trampelpfads verdeckt, wir übersehen ihn. Wir entscheiden uns dann einfach auf dem Schotterweg zu bleiben. Von oben haben wir eine perfekte Aussicht über Finike und den langen Strand davor, den wir morgen komplett entlang laufen. Nun folgen wir der Straße nur noch bergab in die Stadt in das ausgesuchte Hotel. Perfekt zur Mittagszeit kommen wir an einem Restaurant vorbei und schlagen uns erstmal die Wampe voll. Ich habe euch mal auf eine Bitte hin ein aktuelles Bild meines Schienbeins angefügt, dass ich mir kurz nach Kas ordentlich am Felsen angeschlagen habe.
Eigentlich wollten wir dann heute Nachmittag unsere geschundenen Körper im Hamam verwöhnen lassen, aber samstags nehmen die nur Frauen. Ich hätte da kein Problem mit. 😜Read more





















WildWortWechsel
Weiterhin gute Besserung!
JRonTourBis auf die Regenbogenfarben kein Problem
WildWortWechselSuper!