• Lykischer Weg - Tag 15: Karaöz - Adrasan

    May 11 in Turkey ⋅ ☁️ 20 °C

    22,9 km; 1.090 m aufwärts; 1.100 m abwärts
    Wir haben uns sehr gefreut, als gestern dann unsere Grillnachbarn endlich gegangen sind. Doch wenige Minuten später kamen dann plötzlich aus dem Nichts fünf Autos und haben laut Musik gehört und geraucht. Doch eine halbe Stunde später war auch das überstanden. Am Morgen war die Stille über dem Meer einfach genial. Hang hat gleich mal die Chance genutzt, ein wenig Yoga zu machen.
    Der Weg führt zu Beginn durch den herrlichen Kiefernwald weiter. Die Ausblicke zurück nach Karaöz sind wunderschön. Wir kommen an einem kleinen Campingplatz vorbei und gelangen schließlich zur idyllischen Pirate Bay. Gut, dass wir gestern nicht bis hierher gewandert sind, es stehen schon einige Zelte da. Hang lässt es sich nicht nehmen, im klaren Wasser eine kleine Erfrischung zu nehmen. Außerdem beobachten wir ein Eichhörnchen beim Essen. Am Strand kommt kurz ein wild streunender Hund zu uns, der uns dann erstmal ein paar Meter begleitet.
    An der Pirate Bay gibt es zahlreiche Campingplätze. Unvorstellbar, wie es hier ist, wenn die im Sommer voll sind. An einem kehren wir zum Frühstück ein, Toast und Menemen… wer das nicht kennt, muss es mal testen, genial. Plötzlich steht Rohan wieder vor uns, haben ihn schon einige Tage nicht mehr gesehen. Kaum verlassen wir den Platz, begleitet uns der Hund. Wir denken, nach ein paar Metern ist der wieder weg. Wir sollten uns täuschen. An zahlreichen Buchten vorbei steigen wir langsam auf zum Gelidonya Leuchtturm.
    Danach zieht der Weg an, es geht in der Hitze steil bergauf und wer kommt mit? Der Hund. Machmal ist er nicht mehr zu sehen, liegt aber plötzlich nach einer halben Stunde wieder an einer Stelle vor uns. Der Blick von oben über Leuchtturm und die vorgelagerten kleinen Inseln ist ein beliebtes Motiv. Oben angekommen reicht der Blick weit die Küste entlang. Der Weg fällt wieder hinab gen Küste, bevor es später noch einmal steil hinauf geht. Ich schwitze wie ein 🐷.
    Beim Aufstieg dringt super laute Musik zu uns. Woher sie kommt? Von einem Partyschiff, welches eine Bucht unter uns ansteuert. Genau unser Ding. Irgendwann kommen wir oben am Pass an und wer liegt da? Unser Hund. Allerdings bleibt er da erst mal bei anderen Wanderern, die ihn mit Wasser versorgen. Wir müssen jetzt nur noch nach Adrasan absteigen. Am Ortseingang machen wir unsere Unterkunft klar. Der Ort wirkt irgendwie noch nicht bereit, überall wird gebaut und renoviert für die Touristen im Sommer. Am Strand stehen mindestens 20 Boote, die die Touristen dann zu irgendwelchen Inseln fahren.
    Wir freuen uns auf die warme Dusche. Später im Restaurant stellen wir fest, dass wir nur noch schwer satt zu bekommen sind. Deshalb steuern wir danach noch den Supermarkt an, um unser Kaloriendefizit zu reduzieren. Ob wir den Hund morgen noch mal sehen?
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