Gelada statt Jinbar
October 16 in Ethiopia
☁️ 18 °C
Heute steht ein voller Wandertag auf dem Programm. Ziel ist der Jinbar Wasserfall (der höchste von Äthiopien) und die Überquerung des gleichnamigen Fluses. Spoiler: Beides werden wir nicht erreichen.
Noch am Morgen in der Lodge hatte ich überlegt, hier zu bleiben und den Tag zu geniessen. Da aber das Internet immer noch nicht funktioniert ("maybe tomorrow ") und die Wettervorhersage gut war, sind wir alle aufgebrochen. Und hatten einen Plan: die Hardcore-Wanderer wandern fünf Stunden zum Wasserfall und die anderen fahren mit dem Auto ein paar Hotspots ab und sind dann in fünf Stunden auch am Wasserfall. Wir schlossen uns der zweiten Gruppe an.
Schnell stellte sich heraus, dass die Hotspots jeweils Viewpoints sind, die an der Wanderstrecke liegen. Wir wurden die Bergauf-Strecken gefahren, konnten länger verweilen und durften Bergab laufen.
Passte perfekt, so konnten wir mit unserem Guide viel über seine Situation (u.a. wollte er auch schon mal über den Sudan nach Europa fliehen), seine Pläne und Hoffnungen und die geografische Situation in der Region sprechen.
Und die kurzen Fahrtstrecken dazwischen waren immer entspannt - bis das Fahrzeug in einer sehr grossen Pfütze steckenblieb. Alle raus aus dem Fahrzeug, nutzte nichts. Alle schieben, nutzte nichts. Erst als Brigitte hinter dem Steuer sass und der Fahrer barfuss bis über die Knöchel in der Pfützen stehend mit anschob, kamen wir wieder raus.
(Dies war der einzige Moment am ganzen Tag, an dem der Ranger sein Gewehr aus der Hand legte).
Die Wandergruppe hatte inzwischen aufgrund der wenig abwechslungsreichen Wanderstrecke entschieden, doch lieber mit uns an den Wasserfall zu fahren um dort mehr Zeit zu verbringen.
Leider wurde die Strasse.aber immer schlechter und nachdem wir alle zum x-ten mal ausgestiegen sind und das Fahrzeug zum x-ten mal fast aufgesessen ist, haben wir die Fahrt abgebrochen. Also Lunch am Strassenrand.
Und genau damit fing der für uns fantastische Teil des Tages an.
Gegenüber unseres Lunch-Platzes tauchten plötzlich drei äthiopische Steinböcke auf und kletterten in aller Ruhe auf einem Felsen rum.
Nach einem kurzen Stück der Rückfahrt sahen wir direkt neben der Strasse zwei Antilopen. Wunderschöne Tiere. Und dann überquerte direkt vor uns eine Gelada-Herde (Blutbrust-Paviane) mit über 100 Tieren die Strasse. Und kurz vor dem Camp treffen wir auf eine zweite, genau so grosse Gruppe der Affen. Absolute Highlights unserer Reise!
Zum Abschluss gab es dann wieder ein tolles Abendessen für alle im Camp und für uns ein kaltes Bier und ein warmes Bett in der Lodge.Read more





































Traveler
😍goldig … ich mag Affen, so sehr… Haben wir leider wenige gesehen. Die Südafrikaner mögen sie nicht, weil sie ins Haus kommen und aggressiv sind.
TravelerKomischerweise scheinen die Geladas hier zu wissen, dass Einheimische sie vertreiben wollen und sie hingegen von Touristen nichts zu befürchten haben. Wenn wir in ihrem Laufweg am Boden sitzen, kommen sie uns sehr nahe. Um die Guides und Rangers machen sie jedoch einen grossen Bogen.