• Brigitte und Jürgen
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  • Brigitte und Jürgen

Abessinien - Wiege der Menschheit

Äthiopien wird ganz anders werden als viele Länder, die wir bisher bereist haben. Uns erwarten jahrtausende alte Geschichte, beeindruckende Landschaften, lebendige Städten, eine kulturelle Vielfalt, natürlich Kaffee - und ein bewaffneter Konflikt. Read more
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    Atmosphere at Addis Abeba

    Yesterday in Ethiopia ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir wissen immer noch nicht so richtig, ob es Abeba oder Ababa geschrieben wird. Gesprochen wird es sowieso Abbe.
    Dafür hat Brigitte uns eine coole Location in der Nähe des Hotels gefunden - das Atmosphere.
    Schöner Innenhof mit dazu gehöriger, efeubewachsener Villa. Ein Künstlerkollektiv scheint dies zu betreiben mit wechselndem Programm. Heute steht Schmuck und Portraits zeichnen auf dem Programm. Dazu gibt es einer Dauerausstellung äthiopischer Künstler.
    - Und es gibt eine gute Auswahl an Bieren der lokalen Hagesha Brauerei.
    - Und der DJ spielt ua. Bronski Beat.

    Das Publikum ist gemischt, wir hören diverse Sprachen und sehe diverse Ethnien.

    Und es hängt Werbung aus für KEINEMUSIK am 21.11. in Nairobi 💪

    Nur die Moskito, die vielleicht Malaria übertragen, stören.

    Verrückte Welt.
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  • Highlight des Tages: Green Lake

    Yesterday in Ethiopia ⋅ ⛅ 27 °C

    Fast hätten wir dieses absolute Highlight verpasst, denn eigentlich wollte unser Fahrer schon zurück nach Addis Abeba fahren. Nur der lokale Guide hat darauf bestanden, uns den Green Lake zu zeigen.
    Der Green Lake (auf Amharisch/Oromo auch Haro Hadho, Haroon Magariisa oder Lake Arenguade genannt) ist ein vulkanischer Kratersee, eingebettet in steile Kraterwände und üppige Vegetation. Sein charakteristischer, leuchtend grün-blau schimmernder Farbton entsteht durch mineralhaltiges Wasser und den Gehalt an Algen. Schwimmen wird eher nicht empfohlen - dies stört die einheimischen Jugendlichen aber nicht. Noch bizzarer ist es für uns, dass im See die Wäsche gewaschen wird. Am gegenüberliegenden Ufer sehen wir ein paar Flamingos. Der Green Lake ist weitgehend unberührt und ursprünglich geblieben, wir sind fasziniert und mache eine Wanderungen entlang des Kraterrandes.

    Dabei werden wir von drei Jugendlichen begleitet. Unser Guide redet ihnen gut zu, dass was aus ihnen werden soll. Und die drei bekommen auch eine deutliche Ansage von Brigitte, dass sie dich unbedingt zur Schule gehen müssen.
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  • Teff Fields

    Yesterday in Ethiopia ⋅ ☀️ 28 °C

    Kurzer Stop an einem Teff-Feld. Endlich sehen wir das äthiopische Wundergetreide, aus welchem die Sauerteig-Fladen gemacht werden und welches beim Bierbrauen die Gerste (teilweise) ersetzt.

    Dabei lernen wir, warum es Teff (eine Art Zwerghirse) nur in Äthiopien gibt:
    Die äthiopische Regierung verhängte im Jahr 2006 ein Exportverbot für rohes Teff (Körner und Mehl), um zu verhindern, dass die Preise auf dem heimischen Markt durch die boomende weltweite Nachfrage explodieren.
    Dabei orientierte sich Äthiopien ganz bewusst am Negativbeispiel von Quinoa in Südamerika: Als Quinoa in westlichen Ländern als „Superfood“ populär wurde, stiegen die Preise in den Herkunftsländern Bolivien und Peru so drastisch an, dass die einheimische, oft arme Bevölkerung sich ihr eigenes traditionelles Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten konnte...
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  • Beautyful Bishoftu

    Yesterday in Ethiopia ⋅ ☀️ 24 °C

    Vorläufig letzter Tag in Addis Abeba und wir haben einen Daytrip nach Bishoftu in der Region Oromia zusammengestellt.
    Mit dem Auto eine Stunde aus der Stadt raus, eine zweistündige Wanderung mit Blick auf mehrere Kraterseen, eine TukTuk-Fahrt (anscheinend heisst TukTuk hier Budget), ein Boottsfahrt auf einem der Seen, um all die Resorts zu sehen und das Mittagessen im Militär-Casino der Luftwaffe.

    Dort haben wir das äthiopische Trendgetränk kennen gelernt - eine Mischung aus Cola und Ambo Water (Mineralwasser mit Kohlensäure). Schmeckt tatsächlich und unterdürckt die Süsse der Cola.
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  • Ein tierisch guter Tag - Unity Park

    October 10 in Ethiopia ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem ich gestern einen Tag an einem stillen Örtchen verbracht hatte, hatten wir heute einen vergleichsweise tierisch guten Tag im Zoo von Addis Abeba - bekannt als Unity Park:
    "Unity Park (Amharic: አንድነት ፓርክ) is an amusement park located in Arat Kilo district of Addis Ababa, in the compound of National Palace. Established in October 2019, it features a zoo and historical artifacts." (Quelle: Wikipedia)

    Dies trifft es ganz genau. Für ermässigte 10 US$ (anstelle 50 US$ normalerweise) gibt es hier einen Querschnitt der älteren und neueren äthiopischen Geschichte (unserer Einschätzung nach mit der notwendigen Transparenz gegenüber Diktatur (Red Terror) und Kommunismus). Es gibt einen riesigen Spielplatz für Kinder. Die vielleicht komplette Pflanzenwelt Äthiopiens wird gezeigt. Brautpaare nutzen das Gelände als Hintergrund für ihre Hochzeitsbilder Ähnlich wie bei einer Expo gibt es für jede Region von Äthiopien noch einen eigenen Pavilion mit historischen Fundstücken. Und es gibt natürlich den Zoo.

    Wir sind wahrlich kein Fan von Zoos oder Tieren im Zirkus. Unsere letzten Löwen haben wir vor über 12 Jahren im Zirkus in Novosibirsk gesehen. Aber hier scheint es zu passen, dass wir Löwen, Giraffen, Geparden, Geladas-Affen, Zebras, afrikanische Wildhunde, Meerkatzen, Flamingos und heimische Gnu-Arten.

    Ein entspanntes Nachmittagsprogramm nach dem gestrigen Tag.
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  • Eine Nacht und ein Tag am stillen Örtchen

    October 9 in Ethiopia ⋅ ⛅ 22 °C

    Addis Abeba aus einer ganz neuen Perspektive

    Die kulinarischen Abenteuer aus lokalem Essen und Kaffee nahmen einen anderen Verlauf als ursprünglich geplant.

    Offenbar hatte mein Magen mit einer der kulinarischen Begegnungen seine ganz eigene Meinung. Und dies teilte er mir in der Nacht ziemlich unmissverständlich mit.

    Die örtliche Kloschüssel wurde für 12 Stunden kurzerhand zum wichtigsten Aussichtspunkt meiner Reise, der Weg zwischen Bett und Badezimmer wurde zur Trekkingroute, mit regelmässigen Wiederholungen.

    Der Begriff «Reise nach Afrika» bekam für mich an diesem Tag jedenfalls eine völlig neue Bedeutung. Von Danakil konnte keine Rede sein. Vulkan und Salzwüste konnte ich keine besuchen.

    Immerhin blieb Zeit für Selbstreflexion. War es das scharfe Essen? Ein ungewohntes Gewürz? Vielleicht doch das Wasser oder irgendein unsichtbarer Reisebegleiter, der sich unbemerkt auf meinen Teller geschlichen hatte? Die Ermittlungen laufen. Der Täter ist flüchtig, das Motiv unklar und die Beweislage, nun ja, ausgesprochen unangenehm.

    Gegen Vormittag keimte vorsichtig Hoffnung auf. Die Abstände zwischen den Toilettengängen wurden länger, der Magen schien seine Verhandlungen mit dem Rest des Körpers wieder aufzunehmen. Vielleicht war der Spuk bald vorbei. Jetzt noch die Dehydrierung mit Elektrolyten bekämpfen, dann bin ich morgen wieder fit.

    So hatte ich mir diesen Reisetag in Äthiopien zwar nicht vorgestellt. Aber Reisen bedeutet eben auch, Erfahrungen zu machen, die in keinem Reiseführer stehen...

    Mein Fazit des Tages: Äthiopien hat unglaublich viel zu bieten. Faszinierende Landschaften, eine jahrtausendealte Geschichte, gastfreundliche Menschen und eine Küche, die man unbedingt kennenlernen sollte. Allerdings empfiehlt es sich, mit der lokalen Kulinarik eine stabile Beziehung aufzubauen, bevor man ihr sein uneingeschränktes Vertrauen schenkt.

    Morgen geht es hoffentlich wieder auf Entdeckungstour.
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  • Kaffeekultur in Äthiopien

    October 8 in Ethiopia ⋅ 🌙 16 °C

    Auch der Kaffee wurde in Äthiopien erfunden - in der Region Kaffa.
    An jeder Strassenecke gibt es unzählige Arten, einen Kaffee zu trinken - coffee to go gibt es aber nirgends.

    Zwei der Kaffee-Locations haben wir ausprobiert. Einmal die älteste, bekannteste und beste Kette (Tomoca). Und einmal ein Büdchen (bei dem die Besitzerin gleichzeitig auch einen Geocache besitzt).

    Sehr unterschiedliche Erlebnisse, die aber beide typisch für Äthiopien sind. Und wir können nicht sagen, welcher der beiden Kaffees besser war.
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  • Ein Besuch bei Lucy

    October 8 in Ethiopia ⋅ ☀️ 22 °C

    Ein Besuch im Nationalmuseum Äthiopiens in Addis Abeba ist eine Reise weit zurück in die Geschichte der Menschheit. Das Museum beherbergt archäologische Funde, historische Kunstwerke und Zeugnisse der langen äthiopischen Kulturgeschichte. Der wohl berühmteste Schatz befindet sich in der Ausstellung zur menschlichen Evolution: Lucy, eine unserer bekanntesten frühen Vorfahrinnen.

    Lucy wurde 1974 in der Afar-Region im Nordosten Äthiopiens entdeckt. Ihre rund 3,2 Millionen Jahre alten Knochen gehören zu einem frühen Vormenschen der Art Australopithecus afarensis. Besonders bemerkenswert ist, dass ihr Skelett wichtige Hinweise darauf lieferte, dass unsere frühen Vorfahren bereits aufrecht auf zwei Beinen gehen konnten, obwohl ihr Gehirn noch deutlich kleiner war als das des heutigen Menschen.

    Der Name Lucy geht übrigens auf das Lied „Lucy in the Sky with Diamonds“ der Beatles zurück, das die Forscher während ihrer Feier nach dem Fund hörten. Rund 40 Prozent ihres Skeletts konnten geborgen werden. Damit wurde Lucy zu einem der bedeutendsten Fossilien der menschlichen Evolution.

    Vor den Überresten dieses frühen Vormenschen zu stehen, macht die Dimension der Zeit beinahe greifbar. Zwischen Lucy und uns liegen mehr als drei Millionen Jahre Evolution. Äthiopien ist damit nicht nur ein Land beeindruckender Landschaften und vielfältiger Kulturen, sondern auch ein zentraler Ort für das Verständnis unserer eigenen Herkunft.

    Jetzt wird uns auch bewusst, warum Äthiopien die Wiege der Menschheit genannt wird.

    Spoiler: Im Museum wird üblicherweise ein Abguss von Lucys Skelett gezeigt. Die empfindlichen Originalknochen werden sicher verwahrt.
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  • Entoto

    October 8 in Ethiopia ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute sind wir mit dem Reiseführer auf den Hausberg Entoto gefahren und entlang der Strasse wieder runtergelaufen. Eine sehr kuriose Mischung hat uns dabei begleitet. Eine neue, breite Strasse im bestem Zustand, wie wir sie auch in der Schweiz erwarten würden. Fast nur BYD, die diese Strasse benutzen. Der Geruch von unendlichen vielen Eukalyptus-Bäumen um uns herum (die aber alle gefällt werden, da sie nicht nachhaltig sind). Bettelnde kleine Kinder, die uns nachlaufen und nach Geld, Wasser und Essen fragen. während alte Frauen mit Holz beladen den Berg runter laufen. Esel, die ebenfalls Holz tragen werden bergab getrieben. Und dazu ein Ausblick auf Hochglanz-Hochhäuser der Reichen unten in der Stadt, die Wellblech-Hüten der Armen am Berg und die einheimische Pflanzenwelt.Read more

  • Ride statt Yandex

    October 7 in Ethiopia ⋅ 🌙 15 °C

    Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir den folgenden Blogbeitrag während unserer Reise durch die Stan-Staaten verfasst:

    "Vor fast genau einem Jahr haben wir den folgenden Blogbeitrag während unserer Reise auf der arabischen Halbinsel verfasst:
    "Ausser Deutschland gibt es noch ein Land, in dem Uber nicht (mehr) vertreten ist. Dies ist Kuwait. Statt dessen gibt es hier Careem. Gleiches Prinzip, grosses Angebot an Fahrern, etwas anderes Wording und in der Handhabung ist die App nicht ganz so smooth wie das Original.
    Aber der Service funktioniert, also 4.75 von 5 Punkten."

    Jetzt lernen wir, dass es ganz viele weitere Länder ohne Uber gibt. Zumindest in Kirgistan und Kasachstan gibt es aber mit dem russischen Yandex eine gute Alternative. Mit Yandex gibt es aber auch noch Essens- und Einkaufslieferungen, Scooter-Verleih, Mietwagen und vieles mehr. Die Preise sind unschlagbar, für 19 Kilometer (45 Minuten bei dem normalen Innenstadt-Stau) haben wir heute Vormittag 5.02 Euro bezahlt. Noch billiger wird es mit der Carpool-Option, wo sich mehrere Mitfahrende eine Fahrt teilen."

    Auch in Äthiopien gibt es kein Über, dafür aber Ride. Auch hier sind die Preise unschlagbar, so haben wir heute für 20 Minuten 500 Bir incl. Trinkgeld bezahlt. Das sind etwa 2.50 CHF. Schade ist nur, dass ich keine Kreditkarte in Ride hinterlegen kann und somit am Ende der Fahrt jeweils Bar bezahlen muss.
    Die Autos sind allerdings etwas kleiner und älter als letztes Jahr in Kasachstan und Kirgistan. Aber es gibt auch hier schon Ride Food anstelle von Über Eat.
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  • Selo Craft Tella

    October 7 in Ethiopia ⋅ ⛅ 22 °C

    Besuch und Verkostung in der besten (und einzigen??) Craft Bier Brauerei in Addis Abeba. Sieben Biere am "Zapfhahn" (Bzw. im Krug), alle mit Zwerghirse anstelle oder zusätzlich zur Gerste eingebraut.
    Wir entscheiden uns für ein Lite-Beer (dass sich als spiced Porter herausstellte) und ein porterstyled Kaffeestout. Beide Biere nicht Style-typisch, aber fehlerfrei gebraut.
    Dazu gibt es Qolo, eine bunte Mischung aus geröstetem Getreide.
    Und eine vegetarische, gemischt Platte dazu. Gemüse auf Injera-Brot aus Teff. Ausser dem Kartoffelsalat ist alles zwischen scharf und sehr scharf. Da hilft auch das Bier nicht wirklich.
    Zum Abschluss gibt es noch einem Kaffee mit ziemlich viel Weihrauch für Brigitte. Und das Ganze für umgerechnet etwa 8 CHF.

    Ein grandioses Erlebnis, vielleicht kommen wir die nächsten Wochen nochmals hier her.

    Wir haben beim nächsten Bier noch den Brauer ("Johannes") kennengelernt und eine Führung durch seine ganze Brauerei bekommen (siehe Bilder). Er fermentiert kalt mit den Blättern des Faulbaumes - sofern sein amharisch mit meinem englisch kompatibel war. Nach der Gärung wird das Bier direkt aus den blauen Fässern (seinen Gärtanks) mit einem Pitcher in die Blechtassen auf dem Tisch eingeschenkt. Es gibt keine Kühlkette dabei 🤔.
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  • Bole Medhanialem Cathedral

    October 7 in Ethiopia ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir vertreten uns nach dem Flug noch etwas die Beine und landen in einem Gottesdienst in und vor allem vor der Kathedrale.
    Es ist so ziemlich alles anders, alles wir einen Gottesdienst kennen. Fasziniert drehen wir eine Runde um die Kathedrale, beobachten die Betenden, lauschen den Predigern und den Gesängen von Hintergrund aus. Ich glaube, wir haben nicht gestört und sind doch Teil davon geworden.Read more

  • Holy coffee

    October 7 in Ethiopia ⋅ ⛅ 14 °C

    Zur Begrüssung lädt uns unser Guide (Teketayi, genannt Teke) erst mal auf einen Kaffee ein. Ziel ist eine der modernen Kaffeehausketten der Stadt.
    Wir erfahren in Schnelldurchlauf alles wichtige über Äthiopien, Geschichte, Kultur, E-Autos und Addis Abeba.
    Für Brigitte gibt es Acocado-Saft mit Honig, für Jürgen gibt es den ersten Kaffee seit 20 Jahren.
    Teke sprach von einem "holy coffee" 🤣😂
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  • Touristischer Dreiklang

    October 7 in Ethiopia ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir sind in Addis Abeba gelandet. Während es auf unseren Uhren 6:20 ist, zeigen die Uhren am Flughafen 0:20 Uhr an. Das kann ja lustig werden, wir sind schon jetzt verwirrt.
    Bevor wir unseren Guide vor dem Flughafen treffen, besorgen wir uns zwei der drei wichtigen Dinge: das Visum (on arrival) und die lokale Währung Bir.
    Da ausser uns alle anderen Personen im Flugzeug Addis Adeba nur als Zwischenstopp nehmen und direkt weiter an einen anderen Ort in Afrika fliegen, sind wir die Einzigen am Visa-Schalter. Nach etwa drei Minuten haben wir schon das Visum in unseren Reisepässen eingeklebt - absoluter Rekord und nicht vergleichbar mit Iran oder Turkmenistan.
    Die 60 Dollar pro Visum können wir gleich am Schalter nebenan bezahlen, wo wir auch Geld wechseln können (1 € sind 200 Äthiopische Bir). Jetzt haben wir Stapel voller Bir dabei.
    Etwas später - nach einem Kaffee - besorgen wir Brigitte noch eine lokale eSim (30 Tage, unlimiert Daten, 2150 Bir)

    Damit haben wir den touristischen Dreiklang aus Visa, Geldwechsel und eSim erfolgreich abgeschlossen und das Abenteuer kann beginnen.
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  • Ethiopia Airlines, Frankfurt

    October 6 in Germany ⋅ 🌙 15 °C

    Unser erster Flug mit Ethiopia Airlines. Auf dem Boarding Pass werden wir schon im Jahr 2019 begrüsst.
    Ansonsten sind das Boarding und der Flug ziemlich unspektakulär. Aber wir hören zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum Amharisch (eine der Landessprachen von Äthiopien). Daraus lässt sich für uns so gar nichts ableiten, wir können nicht mal erahnen, um was es gerade in den Ansagen des Piloten oder in den Filmen an Bord geht.
    Den Flug verbringen wir mit schlafen, essen, Filme schauen. Und trotzdem ziehen sich die sieben Stunden Flug wie zäher Kaugumni. Ich habe das Gefühl, dass dies im Alter immer schlimmer wird.

    "Sind wir bald da?" ,😂🤣
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  • Und nun zum Wetter.

    October 6 in Switzerland ⋅ ☀️ 25 °C

    Was erwartet uns die nächsten Tage?

    In Addis Abeba erwarten uns morgen wohl die ähnlichen Temperaturen wie sie auch für Basel angekündigt sind (24 Grad, leicht bewölkt).
    Dann geht es in die Dankali Depression, wo 33 Grad auf uns warten.
    Gegen Anfang der kommenden Woche ist dann in Bahur Dar bei 26 Grad Regen angekündigt.

    Es wird also wechselhaft und abwechslungsreich - auch beim Wetter.
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  • "13 Monate Sonnenschein" - eine Zeitreise

    October 5 in Switzerland ⋅ ☁️ 23 °C

    Unsere Reise nach Äthiopien führt uns nicht nur rund 5.000 Kilometer nach Südosten. Sie führt uns gewissermassen auch durch die Zeit. Denn in Äthiopien gelten andere Vorstellungen von Uhrzeit und Kalender, als wir sie aus der Schweiz und Deutschland gewohnt sind.

    Schon bei der Ankunft wird es interessant. Nehmen wir unseren Ankunftstag als Beispiel: Wenn unsere Maschine am 06. Oktober um 22:05 Uhr deutscher Zeit startet und nach rund sieben Stunden Flug gegen 04:55 Uhr deutscher Zeit in Addis Abeba landet, ist es dort bereits 5:55 Uhr nachts. Schliesslich gilt im Oktober in Deutschland noch die Sommerzeit, während Äthiopien das ganze Jahr über UTC+3 hat. Damit wäre die Rechnung nach unserer gewohnten Uhr ganz einfach: Eine Stunde Zeitverschiebung.

    Aber jetzt kommt Äthiopien ins Spiel. Auf der äthiopischen Uhr ist es tatsächlich 5:55 Uhr morgens. Nach der traditionellen äthiopischen Zeitrechnung ist es allerdings 23:55 Uhr. Denn der äthiopische Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang. Unsere 6 Uhr morgens entspricht dort 0 Uhr, unser Mittag ungefähr 6 Uhr und unser 18 Uhr ungefähr 12 Uhr. Und eben fünf Minuten vor Sonnenaufgang ist dann 23:55 Uhr.

    Und damit sind wir schon bei der nächsten Besonderheit: dem Kalender. Während wir am 6. Oktober 2026 in Deutschland abheben, schreiben die Äthiopier nach ihrem traditionellen Kalender noch das Jahr 2019. Der äthiopische Kalender liegt gegenüber unserem gregorianischen Kalender ungefähr sieben Jahre und acht Monate zurück. Wir landen also mit dem Übernacht-Flug nicht am 07. Oktober 2017 in Addis Abeba, sondern am 27. Januar 2019 (27. Ṭərr(i) (ጥር) 2019).

    Der Jahreswechsel findet ebenfalls zu einem anderen Zeitpunkt statt. Das äthiopische Neujahr, Enkutatash, wurde am 11. September gefeiert. Während wir uns also schon längst im Herbst 2026 befinden, hat in Äthiopien gerade das neue Jahr 2019 begonnen.

    Auch bei den Monaten wird es ungewöhnlich. Der äthiopische Kalender hat zwölf Monate mit jeweils 30 Tagen. Danach folgt ein dreizehnter Monat, Pagume, mit fünf oder in einem Schaltjahr sechs Tagen. Äthiopien hat also tatsächlich 13 Monate.

    Für uns bedeutet dies: eine Stunde Zeitverschiebung, sechs Stunden Unterschied auf der Uhr und fast acht Jahre Unterschied im Kalender. Unsere Zeitreise kann beginnen.
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  • Zwischen Friedenshoffnung und neuer Unsicherheit.

    October 4 in Switzerland ⋅ ☁️ 18 °C

    Es droht ein neuer Bürgerkrieg in Äthiopien, Und jede Partei schiebt die Schuld einer anderen Partei zu. Doch wer sind denn die einzelnen Parteien?

    Ximdo (Tigrinya für „Frieden“ bzw. „Zusammenarbeit“, www.eritreanext.org/ximdo) ist eine internationale Friedensinitiative im Horn von Afrika. Sie bringt nach eigener Darstellung Menschen und Vertreter verschiedener Gemeinschaften und Staaten zu Dialog, Versöhnung und Zusammenarbeit zusammen. Zu den beteiligten Akteuren zählen unter anderem Vertreter aus Äthiopien, Eritrea, Sudan und Somalia.

    Die TPLF (Tigray People’s Liberation Front, https://www.facebook.com/tplf.officia/) ist eine politische Bewegung aus der Region Tigray. Sie war von 1991 bis 2018 eine maßgebliche politische Kraft in Äthiopien und war im Tigray-Krieg von 2020 bis 2022 eine der zentralen Konfliktparteien. Seit September 2026 ist sie Teil der Ethiopian Peoples’ Forces Alliance for Survival.

    Die äthiopische Bundesregierung (www.ethiopia.gov.et) unter Premierminister Abiy Ahmed ist eine der zentralen Parteien im aktuellen Konflikt. Sie steht insbesondere im politischen und militärischen Konflikt mit der TPLF und weiteren bewaffneten Oppositionsgruppen. Die Bundesregierung und ihre Gegner machen sich gegenseitig für die erneuten Kämpfe verantwortlich.

    Die Ethiopian Peoples’ Forces Alliance for Survival ist ein im September 2026 gegründetes Bündnis von sieben politischen und bewaffneten Oppositionsgruppen. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem die TPLF, die Amhara Fano National Movement und die Oromo Liberation Army. Das Bündnis hat erklärt, die Regierung von Premierminister Abiy Ahmed ablösen und eine Übergangsregierung einsetzen zu wollen. Bemerkenswert dabei: In der Allianz sitzen unter anderem TPLF und Fano, die im Tigray-Krieg von 2022 noch auf verschiedenen Seiten standen.

    Und was sollen diese Parteien denn nun?

    Ximdo: „Redet miteinander, statt aufeinander zu schießen.“ Das Ziel ist Dialog, Versöhnung und mehr Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Gemeinschaften.

    TPLF: „Tigray soll wieder selbst bestimmen können.“ Die TPLF will ihre politische Stellung in Tigray sichern und ihre Interessen gegenüber der Zentralregierung durchsetzen.

    Äthiopische Bundesregierung: „Das Land soll unter einer zentralen Regierung zusammenbleiben.“ Die Regierung von Abiy Ahmed will ihre staatliche Kontrolle und politische Ordnung gegenüber regionalen und bewaffneten Oppositionsgruppen aufrechterhalten.

    Alliance for Survival: „Erst muss Abiy weg, dann reden wir über die Zukunft.“ Das Bündnis will die Bundesregierung ablösen und anschließend eine Übergangsregierung einsetzen.

    Schnell merken wir, dass wie immer in solchen Situationen, die Lage überhaupt nicht eindeutig ist und wie uns in keinster Weise anmassen können, uns ein Urteil zu erlauben oder einen Schuldigen zu benennen.
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  • Wollen wir Typhus und/oder Malaria?

    September 25 in Switzerland ⋅ ☁️ 23 °C

    Die WHO nennt bei Malaria insbesondere Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost als typische frühe Symptome. Bei P. falciparum, der in Afrika besonders relevanten Malariaform, kann sich eine zunächst milde Erkrankung sehr schnell zu einer schweren Erkrankung entwickeln.

    Bei Typhus sind dagegen anhaltendes hohes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen sowie Durchfall oder Verstopfung typisch. Die Erkrankung wird durch Salmonella Typhi verursacht und über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen.

    Wollen wir dies haben? Eher nicht. Also beginnen wir vor der Abreise mit der Einnahme der entsprechenden Medikamente gegen diese Krankheiten.
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  • Warum Äthiopien?

    September 1 in Switzerland ⋅ ☀️ 27 °C

    Warum fahren wir nach Äthiopien? Weil uns dort eine Mischung erwartet, die wir so noch nicht erlebt haben.

    Natur entdecken
    Von den heissen Landschaften der Danakil-Senke über die spektakulären Berge des Simien-Nationalparks bis zu den Seen, Flüssen und Landschaften im Süden. Äthiopien verspricht eine enorme landschaftliche Vielfalt und einige Regionen, die weitab von den üblichen Reiserouten liegen.

    Völker entdecken
    Äthiopien ist nicht nur landschaftlich vielfältig. Besonders gespannt sind wir auf die Begegnungen mit den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Süden des Landes. Im Omo-Tal möchten wir einen kleinen Einblick in eine für uns völlig andere Welt zu bekommen und erleben, wie Menschen mit ihren eigenen Traditionen und Lebensweisen leben.

    Elektromobilität beobachten
    Ein ganz anderes Thema erwartet uns in Addis Abeba. Äthiopien hat 2024 die Einfuhr von Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselmotoren grundsätzlich untersagt und setzt stattdessen stark auf Elektromobilität - etwas, was in der Schweiz und der EU auch in zehn Jahren noch nicht kommen wird. Wir sind deshalb neugierig, wie diese überfällige Verkehrswende im Alltag aussieht. Welche Autos fahren tatsächlich durch Addis Abeba? Wo wird geladen? Und wie weit ist die Elektromobilität ausserhalb der Hauptstadt angekommen? Das dürfte ein spannender Blick auf eine Mobilitätswende mitten im Alltag sein.

    Kaffee erleben
    Und natürlich darf eines nicht fehlen: Kaffee. Äthiopien gilt als Ursprungsland des Arabica-Kaffees. Wir möchten nicht nur Kaffee trinken, sondern dort, wo er wächst, etwas über Anbau und Verarbeitung erfahren und natürlich eine traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie ("Buna") erleben. Vom grünen Kaffeestrauch bis zur frisch gerösteten und aufgebrühten Tasse. Das dürfte eine der genussvollsten Begegnungen unserer Reise werden.

    Kurz gesagt: Wir fahren nach Äthiopien, um Landschaften zu erleben, Menschen und Kulturen kennenzulernen, eine hoffnungsvolle technologische Entwicklung zu beobachten und dort Kaffee zu trinken, wo seine Geschichte begann.
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  • Reisevorbereitung: Impfung

    July 24 in Switzerland ⋅ ☀️ 17 °C

    Ich habe Glück, dass ich in Basel ein Tropeninstitut (Reisemedizinisches Zentrum des Swiss TPH) habe und ich wirklich gerne dorthin gehe, um mich im Vorfeld einer Reise beraten lasse.
    Diesmal gab es die folgenden Auffrischungs-Impfungen gegen:
    - Polio
    - Tetanus
    - Diphterie
    - Meningitis
    - Tollwut
    - Gelbfieber und
    - Chikungunya-Fieber

    Dazu noch Tabletten gegen Typhus und Malaria. Und viele gute Tipps, zB.:
    - nicht im Süsswasser schwimmen (Bilharziose droht)
    - "cook it, boil it, peel it or forget it"
    - und die spezielle Herausforderung für mich: helle, lange Kleidung tragen 🤔

    Knapp 700 CHF hat mich der Besuch, die Tipps, die Impfungen und Tabletten sowie ein Mückenspray gekostet.

    Brigitte hat das Gleiche nochmals bei ihrem Hausarzt mitgemacht ...
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    Trip start
    October 6, 2026