• Frauen auspeitschen (Ritual Teil 1)

    October 27 in Ethiopia ☁️ 28 °C

    Bei den Hamer ist das Auspeitschen von Frauen mit Weidestöcken ein traditioneller Bestandteil bestimmter Initiationsrituale, insbesondere der Zeremonie, bei der ein junger Mann aus der eigenen, engen Familie ins Erwachsenenalter (und somit fähig zu Heiraten) aufgenommen wird. Dies sind zum Beispiel die Mutter, Schwestern und andere weibliche Angehörige.

    Damit zeigen sie ihre Verbundenheit mit dem Mann, denn das Ertragen der Schmerzen gilt im traditionellen Verständnis als Zeichen von Stärke, Mut und Loyalität.

    In der traditionellen Deutung ist es ein bewusst auf sich genommenes Opfer. Die Narben auf ihrem Rücken gelten als sichtbares Zeichen ihrer Loyalität und Verbundenheit. Zugleich entsteht eine soziale Verpflichtung: Der Mann, für dessen Initiation sie gelitten haben, soll ihnen später in schwierigen Situationen beistehen.

    Was seit hunderten von Jahren Tradition hat, schockiert uns beim Zuschauen.
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