• Brigitte und Jürgen
  • Brigitte und Jürgen

Transsib und Lhasa

Pengembaraan 143hari oleh Brigitte und Jürgen Baca lagi
  • Novosibirsk, Novosibirskaya oblast

    20 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 16 °C

    Novosibirsk ist bisher die Stadt, die am wenigsten auf Touristen eingestellt ist. Nur überteuerte Hotels (für Geschäftsreisende) oder schlechte Appartements. Keine Angestellten mit Englisch-Kenntnissen, weder im Hotel, noch am Bahnhof oder in den Restaurants. Es gibt keine Stadtpläne, aber es gibt auch kaum Sehenswürdigkeiten. Trotzdem konnte Novosibirsk bei uns Punkten - nach Dauerregen in Yekaterinburg und Tomsk schien hier ununterbrochen die Sonne. Und die Leute sind nett, auch wenn sie nicht weiterhelfen können.Baca lagi

  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil eins.
    Eine Stunde vor Abfahrt sind wir jeweils am Bahnhof. Bis wir durch die Sicherheitskontrollen durch sind (manches Mal wird das Gepäck gescannt und die Ausweise kontrolliert), uns nochmal mit Getränken und was zu Essen für die Fahrt eingedeckt und das Gleis gefunden haben fährt der Zug auch schon ein.
    Dann suchen wir unseren Wagen (alle haben reservierte Plätze) und warten auf dem Bahnsteig, bis die bisherigen Passagiere ausgestiegen sind und die "Wagen-Chefin" (wir nennen sie immer Olga) uns einsteigen lässt. Nicht ohne sich zu beschweren, dass sie mit unseren Fahrkarten in lateinischer Schrift nichts anfangen kann und sie wütend einzustecken.
    Dann beziehen wir unser Abteil, meistens haben wir die zwei Betten unten in einem Viererabteil. Man begrüsst sich und schnell entwickelt sich eine Rangordnung im Abteil.
    Der Ranghöchste gibt jeweils an, wann was gemacht wird / werden kann. Er gibt zB vor, wann wir uns umziehen können (jeder trägt im Zug bequeme Kleidung, viele Jogginghose und Shirt, manche auch nur den Schlafanzug. Und bei manchen sieht beides gleich aus. Dazu gibt es FlipFlops oder andere Schlappen. Zum Umziehen verlassen die anderen Fahrgäste das Abteil).
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil zwei.
    Wir versuchen dann, uns im Zug einzurichten. Was brauchen wir während der Fahrt, wo sind die Steckdosen um Kamera und Smartphones aufzuladen, gibt es WLAN, wo sind die Toiletten und der Speisewagen, wann kommt welcher Halt und wie lange ist dieser (dies ist wichtig um abschätzen zu können, wo wir uns an den Bahnsteigen mit leckerem Essen eindecken können, ca alle zwei bis drei Stunden halten wir für 20 bis 40 Minuten an).
    Dann versucht man ins Gespräch zu kommen. Dies ist meistens schwierig, da bisher fast immer Russen mit uns im Abteil waren.
    Als steht man auf dem Gang und schaut der vorbeirauschenden Landschaft zu. Dabei finden sich dann doch einzelne Touristen, aus Schweden, Norwegen, Frankreich, Argentinien oder Kanada.
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil drei.
    Eine halbe Stunde nach der Abfahrt kommt Olga zum ersten Mal und bringt uns die Bettwäsche und Handtücher. Da wir nicht in den Touristen-Transsib-Zügen sondern in normalen Regel-Zügen unterwegs sind dürfen wir unser Bett selber machen.
    Kaum haben wir das Bett bezogen kommt Olga wieder und fragt, was wir zu den einzelnen Mahlzeiten essen wollen (sofern wir diese gebucht haben), wann wir essen wollen und ob wir dies im Speisewagen oder im Abteil machen wollen. Meistens gibt es auf der Karte drei Gerichte zur Auswahl wobei Olga entscheidet, was es für uns gibt! Dies ist nicht so einfach, da Olga wohl nur russisch, nicht schreiben oder lesen kann und keine schnelle Auffassungsgabe besitzt.
    Alles was mit Uhrzeiten zu tun hat ist im Zug schwierig. Denn in den Zügen gilt immer Moskauer Zeit. Da wir zB in Irkutsk eine Zeitverschiebung von fünf Stunden auf die Moskauer Zeit haben führt dies zu witzigen Missverständnissen.
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil vier.
    Kaum ist Olga wieder weg und wir haben es uns auf unseren Betten gemütlich gemacht um etwas zu lesen, kurz zu schlafen oder an dem Reiseblog zu schreiben kommt der mobile Händler vorbei um Getränke oder Souvenirs zu verkaufen.
    Wenn er weg ist und wir es uns auf unseren ... kommt eine andere Frau mit warmen, gefüllten Blätterteig-Taschen zum verkaufen vorbei.
    Wenn sie weg ist und wir es uns auf unseren ... ist entweder schon Zeit um Essen zu gehen oder es kommt ein längerer Halt an einem Bahnhof. Dies heisst, dass wir alle Wertsachen in unsere Tasche packen und mit dieser Aussteigen, nachdem Olga uns dies erlaubt hat. Sie behält uns auf dem Bahnsteig genau im Auge, damit wir uns nicht zu weit vom Zug entfernen und wir nicht verloren gehen.
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil fünf.
    Auf dem Bahnsteig herrscht immer ein buntes Treiben von ankommenden und abfahrenden Passagieren, von abholenden oder bringenden Begleitern, von Familienmitgliedern der Zugbegleiterinnen (zB von Olgas hübscher Tochter) von Neugierigen, von diversen Sicherheitskräften, freilaufenden Hunden und fliegenden Händlern. Diese bestehen meistens aus 70-jährigem Bäuerinnen und deren Töchtern. Während die Töchter gekühlte Getränke (Bier!), Felljacken und -mützen oder Souvenirs anbieten gibt es bei den älteren Frauen selbstgemachtes Essen zu kaufen. Wir hatten schon Kohlrouladen, Frikadellen aller Art (ua. aus Leber), Blätterteig- oder Hefeteile gefüllt mit Kartoffeln, Hackfleisch, Zwiebeln, Lauch, Kohl, Waffeln mit Karamell-Fülling, Griesklöse (deftig oder süss), frische Erdbeeren, Gurken, getrockneten Fisch sowie alle Arten von Keksen an.
    Manchesmal ist auch der alte Bauer selber noch am Bahnsteig und verkauft seinen selbstgebrannten Wodka. Darauf haben wir bisher aber immer verzichtet...
    Nachdem Olga uns dann zurück in den Zug "befohlen" hat wird erst mal im Abteil gegessen. Nicht ohne den anderen Mitreisenden auch was anzubieten. Bisher war das Essen immer sehr lecker, aber alles andere als leicht. Meistens fallen wir nach dem Essen ins Food-Koma um ein bisschen zu schlafen.
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil sechs
    Wenn wir es uns auf unseren Betten gemütlich gemacht haben kommt bestimmt Olga wieder. Entweder zieht sie mit dem Staubsauger von Abteil zu Abteil und saugt den Boden. Oder sieht hat ein feuchtes Tuch dabei, mit dem sie rund ums Bett, in dem wir liegen, alles abstaubt.
    Gegen Abend gehen wir dann meistens für ein Getränk in den Speisewagen, bevor wir dann ins Bett gehen. Das regelmäßige Rattern der Räder lässt uns immer gut einschlafen. Solange jedenfalls, bis einer der Mitfahrer anfängt zu Schnarchen. Oder bis der Zug mitten in der Nacht irgendwo anhält und laute Lautsprecherdurchsagen vom Bahnsteig uns wecken. Oder bis Olga kommt und uns mitteilte, dass sie jetzt die Toiletten abschliesst, solange bis wir den Halt hinter uns haben.
    Wenn wir dann nachts auf die Toilette gehen oder während einem Halt aussteigen um nochmals frische Luft zu erwischen können wir Olga auch mal beim Fensterputzen zuschauen. Sie hat eigentlich einen harten Job, ist das Mädchen für alles in ihrem Wagen und völlig zurecht ständig schlecht gelaunt. Ach ja, es gibt in jedem Wagen immer zwei Olgas. Während die eine Dienst hat (wahrscheinlich jeweils 12 Stunden) schläft die andere.
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil sieben.
    Meistens scheint morgens schon sehr früh die Sonne ins Abteil (trotz zugezogener Jalousie), so dass die Ersten früh wach sind. Es findet eine erste Orientierung statt (wieviel Uhr, wer ist noch im Abteil: manches mal wechseln die Gäste in der Nacht an einem Halt, wo sind wir, welche Zeitzone) und der morgendliche Toilettengang.
    Nach und nach kommen alle aus den Abteilen und wenn es in den Abteilen keine Steckdosen hat beginnt der Kampf um die beiden Steckdosen auf dem Gang. Wer dann einen Doppelstecker dabei hat ist der König. Während also unsere Elektro-Gadgets unter unserer Bewachung aufladen machen wir uns Gedanken über das Frühstück (Reste, Bahnsteig oder Speisewagen?). Und so geht der Tag weiter in einer Mischung aus Essen, Schlafen, Unterhaltung und Störungen durch Olga. Die Bewegung kommt dabei eindeutig zu kurz, ebenso die Privatsphäre.
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  • Nizhneudinskiy rayon

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 9 °C

    Wie sieht denn eigentlich unser Tag im Zug so aus. Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs einer Zugfahrt, Teil acht.
    Eine Stunde, bevor dann unser Endbahnhof kommt, beginnen die Vorbereitungen für den Ausstieg. Olga kommt und sammelt die abgezogene Bettwäsche ein. Wir packen alles zusammen, mit dem wir uns ausgebreitet haben. Essen oder trinken die letzten Reste leer und verabschieden uns schon mal von den Mitreisenden. Kurz vor Einfahrt in den Bahnhof klappen wir dann die Betten hoch, ohne unser Gepäck darunter hervor und warten im Gang darauf, dass Olga uns das Zeichen zum Aussteigen gibt. Nicht ohne vorher von ihr die Fahrkarte zurück verlangt und uns mit ein paar Dollar bei ihr bedankt zu haben. Wofür wissen wir meistens aber auch nicht ...Baca lagi

  • Prigorodnaya, Tulun

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 13 °C

    Während auf den ersten 3000 Bahnkilometer in Russland überwiegend Birkenwälder die Landschaft entlang der Bahntrasse dominierten (Baum, Baum, Baum, etc) wechselte jetzt der Ausblick. Wir sehen die Taiga, in der es deutlich weniger Bäume gibt, dafür mehr Gewässer, viel Gras und Gebüsch. Es seit herrlich, mal wieder in die Weite sehen zu können.
    Überraschend für uns ist, wie saftig Grün hier alles ist.
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  • Rassolnik, Irkutsk, Irkutskaya

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 20 °C

    Essen auf russisch. Es fällt auf, dass es ganz viele Restaurants gibt, die so aussehen, wie russische Restaurants vor 30 Jahren aussahen. Aber mit modernem russischen Essen und modernen Preisen.
    Dies hier erinnert mich sehr an ein Restaurant in Ost-Berlin, in welchem ich vor 30 Jahren zu Zeiten der DDR mal gegessen habe. Inklusive der gelangweilten Bedienung in ihrer Uniformschürze.Baca lagi

  • Karla Marksa: Überall in Russland

    21 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 19 °C

    Vom Angebot in Russland Schuhe zu kaufen, bin ich enttäuscht: Salamander, rieker und ecco sind in allen Metropolen gut vertreten. Deshalb habe ich mich bereits in Minsk für brasilianische entschieden. Aber der Blick für Schuhläden in Russland geht weiter, auch wenn das Shoppen weit hinten an steht! Die Globalisierung schreitet voran!Baca lagi

  • Somewhere in Russia

    22 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Schifffahrt über den Baikalsee ist mal wieder was spezielles. Nicht nur, dass wir die einzigen Nicht-Russen an Board sind. Unterwegs müssen wir einmal umsteigen (nicht so einfach, wenn wir nicht verstehen, welches Schiff jetzt wohin fährt) und die "Aufseherin" an Board gibt uns Kommandos, die wir nicht verstehen. Nachdem wir sie aber endgültig gegen uns aufgebracht haben gibt sie auf und lässt uns sitzen wo wir sitzen und unser Gepäck dort, wo es steht.
    Dafür ist die Aussicht von Board gut. Der Baikalsee ist der grösste See der Erde und so gross wie fast alle anderen Seen zusammen! Olchon, die grösste Insel im See, ist so gross wie der Bodensee. Der Baikalsee hat eine Tiefe von 1600 Metern und gefriert im Winter total zu, so dass man mit dem Auto zur Insel fahren kann - es gibt dann sogar eine offizielle Strasse über das Eis.
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  • Ausgesetzt in Russland

    22 Julai 2014, Rusia ⋅ ⛅ 18 °C

    Das Schiff hat uns leider nicht ganz dort rausgelassen, wo wir es erwartet hatten. Jetzt stehen wir mit vier Russen 25 KM von unsere nächsten Übernachtung entfernt mitten im Nirgendwo und versuchen, entweder zu trampen oder ein Taxi zu rufen. Wenigstens das Internet funktioniert ...Baca lagi