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- Day 123–124
- July 27, 2024 - July 28, 2024
- 1 night
- ☀️ 18 °C
- Altitude: 3,666 m
TajikistanViloyati Mukhtori Kŭhistoni Badakhshon37°18’14” N 73°0’15” E
Rüttel dich und schüttel dich

Nach unserem Abstecher in den Nationalpark und den heißen Quellen entscheiden wir uns, nach intensiver Diskussion, unsere Reise gemeinsam durch den Wakhan Valley fortzuführen. Der Pamir Highway führt über die M 41 ohnehin 244 Kilometer an der Grenze zu Afghanistan entlang, wenn man die Schleife durch den Wakhan Valley fährt, wird die Strecke entlang der afghanischen Grenze doppelt so lang.
An der Grenze soll es durch den Drogenhandel immer wieder zu Zwischenfällen kommen, aber gleichzeitig soll die Strecke auch sehr schön sein.
Gemeinsam, im Team mit Beate und Ralf, sind wir mutig und wagen den Abstecher.
Von der Piste aus dem Nationalpark kommend, biegen wir kurz auf die M 41 ab, um dann gleich wieder auf die Piste Richtung Pass Khargush Pass abzubiegen. Ganz kurz nur dürfen wir uns über die schöne asphaltierte M41 freuen, denn die Piste zum Pass ist wieder mal extrem schlecht und Waschbrett pur. Zum Ausgleich staunen wir über karge Berglandschaften durch die sich grün gesäumte Gebirgsbäche schlängeln.
In der Ferne sehen wir schneebedeckte Gipfel und sind uns nicht ganz sicher, ob das nun der große Pamir oder der Hindukusch ist.
Gebirgsseen verleiten zum reinspringen, denn es ist immer noch sehr warm, obwohl wir auf fast 4000 Meter Höhe sind, bei genauer Untersuchung sind diese jedoch flach und der Grund schlammig.
Auf dem Weg zum Pass treffen wir zwei Radfahrer aus Belgien, die auch den Highway fahren, und wir haben größten Respekt vor dieser Leistung.
Nach der Passüberquerung kommt dann auch gleich die afghanische Grenze und ein Kontrollposten, der unsere Pässe und Permits prüft. Weiter geht es nun entlang dem Fluss Pamir und der afghanischen Grenze.
Hier ist der Fluss noch eher ein Bach und könnte auch zu Fuss oder zu Pferd überquert werden. Nicht beruhigend!
Die Piste bleibt Waschbrett pur und wir schütteln uns mit 15-20 km/h voran.
Im weiteren Verlauf wird der Pamir größer, wilder und reißender, der Einschnitt tiefer und wir fahren auf einer in den Hang geschlagenen Piste mit dem Blick in den tiefen Abgrund, mit den talseitigen Rädern oft nur wenige Zentimeter vom Rand der brökelden Piste entfernt.
Unsere Adrenalinproduktion läuft und als wir nach 100km Tagesstrecke am späten Nachmittag auf ein Plateau stoßen, sind wir brotfertig und freuen uns über den Stellplatz für die Nacht, auch wenn wir auf der anderen Seite die afghanischen Eselspfade sehen.Read more
Traveler
👍🏻