London - Tag 1
2025年10月30日, イングランド ⋅ ☁️ 10 °C
Nach fast zwei Jahren war es endlich soweit: Ich konnte mein Geburtstagsgeschenk einlösen, ein Wochenende in London inklusive Besuch der Harry Potter Studios. Zwei Jahre Vorfreude, einige Terminverschiebungen und plötzlich stehen wir da, mitten in dieser pulsierenden Stadt.
Gestern Abend sind wir angekommen und haben unser Hotel bezogen. Nichts Besonderes, aber zentral gelegen und sauber, was will man mehr für ein London-Wochenende? Viel gesehen haben wir es allerdings nicht, denn nach der späten Ankunft (es war schon halb zwei nach deutscher Zeit) sind wir einfach nur ins Bett gefallen. Der nächste Morgen begann entspannt, ganz ohne Hektik, nur mit dem dringenden Bedürfnis nach Wasser. Verdunstungsangst ist also mitgekommen. Zum Frühstück landeten wir in einem kleinen Bagelladen, der mich sofort an New York erinnerte: die einfache Einrichtung, der Duft von frisch gebackenem Teig und der berühmte Everything-Bagel. London kann eben auch amerikanisch. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: herbstlich, mild und sonnig. Wir spazierten durch die Straßen, genossen die Sonne und entdeckten zufällig eine kleine Kunstausstellung und gleich daneben einen Laden, der ausschließlich selfmade Schokoriegel verkauft. Völlig überflüssig nach dem Frühstück, aber wir mussten natürlich hinein und einen probieren. Es war die richtige Entscheidung!
Gestärkt ging es mit dem Bus zu Harrods.
Von dort starteten wir unsere kleine Tour durch Londons grüne Oasen: Hyde Park, Green Park, weiter zum Buckingham Palace und schließlich in den St. James’s Park. Das Wetter war perfekt, die Stimmung auch. Inmitten der bunten Bäume liefen uns Pelikane, Schwäne, Gänse und unzählige Eichhörnchen über den Weg. Übrigens: Die Pelikane leben hier schon seit dem 17. Jahrhundert, ein Geschenk des russischen Zaren an den englischen König. Natürlich blieb es nicht so idyllisch. Typisch! Irgendwann zogen graue Wolken auf, und wir suchten Zuflucht , natürlich stilecht in der Westminster Abbey. Der Eintrittspreis von 31 Pfund pro Person ließ uns kurz schlucken, aber durch meinen Schwerbehindertenausweis erhielten wir freien Eintritt für uns beide. In Deutschland hätte es wahrscheinlich nur einen 50-Cent-Rabatt gegeben. Aber wir freuten uns natürlich. Die Abtei ist atemberaubend. Gotische Bögen, kunstvolle Glasfenster, jahrhundertealte Geschichte. Hier fanden Krönungen, Hochzeiten und Staatsbegräbnisse statt. Über 3.000 Menschen sind hier bestattet , darunter Isaac Newton, Charles Darwin und Stephen Hawking. Wieder etwas gelernt! Nach der geistigen Pause ging es weiter durch die Stadt: Wir passierten den Big Ben und sahen das London Eye in der Ferne. Den Regen hatte sich mittlerweile gelegt, stattdessen kam der Appetit zurück. In Chinatown gönnten wir uns gedämpfte Buns, weich, dampfend, genau das Richtige nach einem langen Spaziergang. Danach ein kurzer Stopp bei „Puffy“ für einen Cookie. Ein Träumchen!
Unser Weg führte uns weiter durch Soho und der Harry Potter Alley, die tatsächlich ein wenig an die Winkelgasse erinnert. Das war einfach herrlich. Uns gefällt die Stimmung in der Stadt. Wobei die Leute auf ihren Rädern lebensmüde sind und einfach immer ewig an den Ampeln warten muss. Ich bin heute über mehr rote Ampeln gelaufen als in acht Jahren München!
Nach über 22.000 Schritten ging es kurz ins Hotel. Josie machte einen Powernap und eigentlich hätten wir den Abend gemütlich ausklingen lassen können – aber ohne Fish & Chips wollten wir nicht. Also noch einmal los. Der Fisch war knusprig, die Pommes reichlich, die Portionen typisch britisch: zu groß, um sie zu schaffen. Am Ende des Tages standen über 30.000 Schritte auf dem Zähler (wahrscheinlich auch 30.000 Kalorien), die Füße taten weh und die Vorfreude auf den morgigen Tag riesig.もっと詳しく























