Katharina Solala

Joined August 2017Living in: München, Deutschland
  • Day2

    Punkt für Shanghai.

    October 13 in China ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach meiner Begeisterung am gestrigen Tag, war die Vorfreude auf den heutigen noch größer. Da die Nacht doch sehr entspannt war, war ich voller Energie und Gier nach mehr. Ich checkte aus, lies meinen Koffer in der Unterkunft und schlenderte los. Mein erstes Ziel war die Altstadt Shanghais. Dadurch, dass auch Peking irgendwie keine Innenstadt bzw. Altstadt hat, war meine Erwartung nicht allzu groß. Ich wurde eines Besseren belehrt. Ich fand wirklich eine chinesische Altstadt vor! Ich war sprachlos – so viele tolle Gebäude in dem Stil, welchen wir als Europäer als „chinesisch“ bezeichnen würden, ein Geschäft neben dem anderen, von Handwerkskunst über Leckereien bis hin zu traditionellen Teehäusern. Ein Paradies zum Stöbern und Naschen. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und schlug zu. Ich aß die verschiedensten Sachen – ich habe keine Ahnung was das jetzt genau war, aber es war unglaublich lecker. Die Kommunikation war zwar an manchen Stellen sehr schwierig, aber zum Glück gab es Bilder und alle 10 Finger habe ich ja auch noch. Ich schlug mir also den Magen voll, ausschließlich mit ungesundem frittierten Kram versteht sich, bummelte durch die kleinen Gässchen und begutachtete das Angebot. Hätte ich nicht noch andere Pläne für den Tag gehabt, hätte ich hier Stunden verbringen können, aber nein – das mit dem Schlemmen musste jetzt ein Ende nehmen. Eigentlich war die zweite Etappe der Yu-Garten, aber irgendwie war der von der einen Seite gesperrt, sodass ich es von der anderen Seite probieren wollte. Kommando zurück! Das funktioniert so nicht. Yu-Garten - abgehakt. Den Eingang wieder zurück in die Altstadt verpasste ich, sodass ich plötzlich im Eingang des „City God Tempel“ stand. Ohne Ticket wurde ich natürlich sofort wieder weggeschickt. Ich bin einfach eine Straße zu früh abgebogen. Macht nichts. Also weiter gehts. Doch plötzlich stand ein Franzose vor mir, der mir ein Ticket für den City God Tempel vor die Nase hielt. Er dachte wohl, ich wollte in den Tempel und schenkte mir ein Ticket, welches er noch übrig hatte. Ehrlich: ich wollte den Tempel nicht sehen. Tatsache: ich habe mir den Tempel angeschaut. Fazit: ich hätte mir den Tempel nicht angucken müssen. Viel Gold, viele Statuen, viele Opfergaben. Ooooookay. Das, was ich auf dem Weg dann gesehen habe, war viel interessanter. Anscheinend ist das Konzept „Wäscheständer“ noch nicht so weit fortgeschritten. Die gewaschene Wäsche, das inkludiert natürlich auch Unterhöschen, wird einfach an den Stromkabeln aufgehängt, mitten auf der Straße. Die Garagen werden umfunktioniert zu Fleischtheken, ohne Kühlung, ohne alles. Dieses Land ist einfach unglaublich. Nach dem ganzen Herumgelaufe gönnte ich mir erstmal eine Pause im Bambusgarten. Ich bestellte mir einen Jasmin Tee und versuchte das Gesehene zu verarbeiten. Stopp. Dafür ist keine Zeit. Ich lief zum Fluss und überquerte für 20 Cent mit der Fähre den Fluss zum Stadtteil Pudong. Mein Ziel war der Shanghai Tower. Ich versuchte mein Glück und zeigte beim Kauf des Tickets meinen Studentenpass vor - das Ticket wäre dann nämlich 10€ günstiger. Leider entgegnete man mir, dass der Rabatt nur bis zu einem Alter von 23 ginge. Buuuh! Der Shanghai Tower ist mit 632m das zweithöchste Gebäude der Welt und das höchste Chinas. Das, was ich aber noch beeindruckender fand ist der Fahrstuhl. Dieser ist nämlich mit 18 m pro Sekunde der schnellste auf der ganzen Welt. 18 Meter pro Sekunde! Um auf die Aussichtsetage auf 546 Metern zu gelangen, benötigt man also nur 55 Sekunden. Das fand ich schon beeindruckend, aber auch gruselig zugleich. Die Aussicht von oben war natürlich phänomenal. Von unten sah der Tower gar nicht so hoch aus, von oben musste ich diesen Gedanken aber nochmals revidieren. Das hat sich definitiv gelohnt! Und plötzlich war die Zeit vorüber – ich musste mich auf dem Weg zum Flughafen machen. Ich holte mein Gepäck, schlürfte noch eine Dumplingssuppe und verabschiedete mich schweren Herzens von der Stadt.
    Mein Fazit von Shanghai? Nachholbedarf – ich bin begeistert! Und ja, Shanghai gefällt mir besser als Peking, aber da stehe ich mit meiner Meinung auch nicht alleine dar..
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  • Day1

    Hier bleib ich.

    October 12 in China ⋅ ⛅ 24 °C

    Ich bin in Shanghai - Wahnsinn, manchmal fasse ich selbst nicht so ganz. Im Rahmen der zweiten Dienstreise nach Peking, beschloss ich am Wochenende zu fliehen und die Zeit zu nutzen um mir einen weiteren Teil Chinas anzuschauen. Ich bin mit Air China ziemlich früh los geflogen, damit ich die kurze Zeit auch nutzen kann. Der Flug dauerte zum Glück nicht allzu lange, die Sitze sind definitiv nicht gemacht für große Menschen, 30 Minuten vor der Landung darf man keine Musik mehr hören und das Essen bzw. Frühstück war speziell. Der Jogurt mit Pfirsichstückchen wurde mit einem Strohhalm verzehrt (ich habe das Messer gewählt) und die zwei mit Folie abgedeckten Dosenpfirsische habe ich nicht angerührt. Der Rest war einfach nur extrem süß. Gelandet! Nach dem ganzen Aussteigetrarah, welches wirklich 30 Minuten dauerte, lief ich zur Metro, die mich in die Stadt bringen sollte. Was ich nicht erwartet habe: Es gab eine Schlange. Für die Metro. Eine Schlange. Nun gut, ich kaufte mir ein Ticket und reihte mich also für den Security Check ein, und wartete. Nach weiteren unzähligen Minuten war ich an der Reihe, und obwohl ich Benzin, Sprengstoff und die Glock zu Hause ließ, passierte ich zwar die Security, mein Ticket funktionierte aber nicht. Alles nochmal von vorne? Bitte nicht! Ich ging zur Information, die mir schließlich sagte, ich könne passieren. Gott sei Dank! Ich stieg in die Metro und fuhr in die Stadt, 60 Minuten, 1€. Kann man machen.
    Angekommen in der Stadt war das erste, das ich feststellte: Die Menschen hier können rot und grün unterscheiden. Das Überqueren der Straße gleicht also nicht, so wie in Peking, einem Selbstmordversuch. Ich werde dieses Wochenende also überleben - das sind gute Nachrichten. Das zweite, das ich äußert kurios fand: In dem Park, den ich nach dem Aussteigen durchquerte, saßen hunderte Menschen, die, so machte es zumindest den Anschein, einen aufgespannten Regenschirm verkaufen wollten. Das war ein echt merkwürdiges Bild. Nichtmal bei Regen in Deutschland habe ich so viele Regenschirme auf einmal gesehen. Dadurch, dass alles länger gedauert hatte als gedacht, kam ich auch nach der Check-In Zeit an. Perfekt, ich konnte also gleich ins Zimmer. Dachte ich. Naiv. Angekommen entgegnete man mir nämlich, dass das Zimmer noch nicht sauber sei. Auf meine Aussage hin, dass die Check-In Zeit doch um 12 Uhr sei und ich nicht verstehen würde, warum das Zimmer noch nicht gereinigt sei, sagte man mir, dass auch die Check-Out Zeit um 12 Uhr ist. Ich musste wirklich lachen, behielt aber weitere Kommentare für mich. Ich erhielt daraufhin ein Upgrade - aus meinem Einzelzimmer machten sie ein Doppelzimmer. Von mir aus. On top hatte ich letztendlich eine Toilette im Zimmer. Sprichwörtlich. Natürlich war die Toilette verglast, das bedeutete aber auch, ich könnte von meinem Bett aus der imaginären zweiten Person bei allen privaten Dingen beobachten. ALLEN! Ich habe ja mittlerweile verstanden, dass es modern ist, dass die Dusche oder die Badewanne nur mit einer Glaswand vom Bett getrennt ist. Okay. Aber die Toilette? Wirklich? Mir fällt absolut keine Situation ein, in der das irgendwie hilfreich sein könnte. Ich holte mir einen Stadtplan und los ging es. Der Stadtplan war mit Abstand der sinnloseste Stadtplan den ich je gesehen habe. Es waren weder Sehenswürdigkeiten noch die Metrostationen eingezeichnet. Was soll man denn bitte damit? Nach anfänglichen Schwierigkeiten erreichte ich trotzdem Tianzifang, einen kleinen verwinkelten Teil der Stadt in dem viele Künstler ihr handwerkliches Können unter Beweis stellten. Das war wirklich toll. Ich musste aufpassen, dass das mit dem Gekaufe nicht ausartet. Ich behielt die Kontrolle. Abgesehen von der Handwerkskunst, gab es natürlich auch einen Essensstand neben dem anderen. Ich hätte gerne drei Mägen. Wirklich! Ich versuchte alles zu probieren was geht und da durfte natürlich auch nicht einer dieser coolen Tees fehlen. Und damit meine ich nicht dem traditionellen heißen Tee, sondern den Eistee. Ich ging also in eine Art Starbucks für Tee und entschied mich für eine ganz abgefahrene Sorte. Ich bestellte, doch die Antwort war auf ein Zettel geschrieben: 1 hour. Eine Stunde Wartezeit für einen fancy Eistee? Rückzug! Nebean gab es zwar keine ungewöhnlichen Sorten, aber die Wartezeit betrug nur 2 Minuten, das hat mich sofort überzeugt. Ich durfte den Anteil der Süßung bestimmen: 100%, 70%, 50%,30%. Was das jetzt genau bedeutet, und für was die 100% stehen, keine Ahnung. Ich will das eigentlich auch gar nicht wissen. Mein Passionfruit Eistee mit 50% Süße schmeckte zumindest sehr lecker. Ich schlenderte zum Stadtteil ‚French Consession‘. Wie der Name schon verrät ist der französische Einfluss nicht zu übersehen. Und das mitten in Shanghai- unglaublich! Auf dem Weg fiel mir auf wie viele Männer auch hier in den Parks Karten spielten. Im vorherigen Leben war ich sicher ein dicker, kartenspielender Chinese. Überall waren massenweise Fahrräder. Ich habe erfahren, dass ein Monatsabo einfach mal nur 3€ kostet. Man hat immer und überall ein Fahrrad für 3€. Nicht schlecht. Die Besen um die Straßen zu säubern werden anscheinend selbst gebastelt. Stock. Sträucher. Festbinden. Fertig. Cool! Jetzt wollte ich mir aber noch das anschauen für das Shanghai so bekannt ist: Die Skyline. Und tatsächlich, dieser Ausblick ist sehenswert. Sehr futuristisch das Ganze, aber mit dem Fluss dazwischen einfach toll anzusehen. Die Massen an Menschen erwähne ich hier mal nur beiläufig. Ich wanderte zurück zur Unterkunft, um mich frisch zu machen. Ich hatte nämlich was vor: Das erste mal würde ich alleine in eine Bar gehen. Wow, das war wirklich merkwürdig, auch wenn es sich nicht merkwürdig anfühlte. Die Bar Rouge ist eine Bar mit grandiosem Ausblick auf die Skyline und das bei Nacht - sollte ich mir das entgehen lassen, nur weil ich kein Anhängsel habe? Auf gar keinen Fall. Ich bestellte mir also einen wirklich teuren Cocktail und genoss die Aussicht. Und kurz danach hab ich auch schon eine Verbündete gefunden: Sunny, eine Chinesin, die in San Francisco lebt und auch alleine hier die Bar unsicher gemacht hat. Was ist die Moral von der Geschichte: Einfach machen!
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  • Day22

    Nos vemos Mexico.

    September 21 in Mexico ⋅ ☀️ 19 °C

    Jetzt sind 3 Wochen auch schon wieder vorbei. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Viele neue Eindrücke, tolle Erlebnisse & viel, viel Essen. Und auch hier nochmal ein kurzes Resümee der Eindrücke, die ich wohl nie vergessen werde:

    - Mexikaner sind unglaublich freundlich.
    - Es gibt tendenziell nie (!!!!!) Wechselgeld.
    - Sowohl Männer als auch Frauen neigen dazu etwas (etwas mehr als nur etwas) mehr auf den Hüften zu haben.
    - Die Männer sind sehr klein. Die Frauen auch.
    - Mexikanische Regel: Mindestens einmal muss man wegen des Essens leiden. Und zwar so richtig!
    - Tacos, Burritos & Co. sind super lecker, erklären aber auch das Gewichtsproblem vieler bzw. unser Zukünftiges.
    - Das Bier schmeckt wie Wasser.
    - Egal was man isst, Limette & Chili dürfen nicht fehlen.
    - Die Toiletten sind super niedrig und auch hier gehört das Toilettenpapier nicht in die Toilette, sondern daneben.
    - Man gibt jedem immer Trinkgeld, auch wenn die Musiker noch so schlecht gespielt haben, auch wenn es keinen Service gab. Der Hauptgrund ist sicher die Münzen loszuwerden, die quasi nichts wert sind - okay.
    - Tortilla Chips werden zu jeder Bestellung serviert.
    - Die Coca-Cola ist unglaublich lecker, da sie hier mit Rohrzucker gesüßt wird. Das erklärt zum einen das obige Problem und zum anderen meinen eigenen Cola-Konsum.
    - Es gibt stichprobenartige Grenzkontrollen zwischen den Staaten Mexikos.
    - In Apotheken kann man alles kaufen, von Medikamenten über Chips und frisches Brot bis zur kalten Cola.
    - Straßenrestaurants sind zu faul zum Abwaschen und packen die Plastik Teller in Plastiktüten, sodass man von Plastiktüten isst.
    - Uber ist unglaublich günstig.
    - Es gibt oft keine Fußgängerampel, man richtet sich dementsprechend nach den Autos.
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  • Day21

    Immer wieder Guadalupe.

    September 20 in Mexico ⋅ ⛅ 23 °C

    Der letzte Tag in Mexiko-Stadt, das heißt auch unser letzter Tag in Mexiko-Land stand an. Anders als ursprünglich geplant, waren wir heute den ganzen Tag in Teotihuacán unterwegs bzw. mit der Tour, um hauptsächlich die Sonnen- und Mondpyramide zu besichtigen. Erstellt wurden diese Tempel, so sagt man, zur Verehrung der Gottheit. Der Beginn der Errichtung begann im bereits Jahr 100. Der Guide erzählte uns noch weitere Details, von denen ich mir aber nichts merken konnte, da ich die Geschichte Mexikos nicht kenne und die Informationen dementsprechend auch gar nicht einordnen kann. Tempel sind schön. Es gibt nichts innerhalb der Pyramiden, außer ein Tunnel. Jährlich werden neue archäologische Ausgrabungen vollzogen. C’est tout. Wir stiegen die mitunter sehr steilen 248 Treppen hinauf und genossen den Ausblick von oben. Man sagte auch, dass man oben wohl eine besondere Energie spüre. Das können wohl nur Energiemenschen. Die nächste interessante Station war die Basilika. Hach ja, ich hab auf der Reise wahrscheinlich mehr Kirchenkrams gelernt als über die Kultur. Also aufgepasst: Die Basilika ist deshalb so unglaublich wichtig, weil hier ein ganz besonderes Kleidungsstück hängt. Im Jahr 1531 ist Juan Diego die Jungfrau Guadalupe erschienen, dessen Abbild sich auf unerklärlicher Art und Weise auf den Mantel Juans einprägte. Dieser Teil des Mantels hängt hier und kann mit Hilfe von Laufbändern besichtigt werden. Erst von rechts nach links. Dann wieder zurück von links nach rechts. Abgefahren. Ich war ein bisschen enttäuscht, denn es war nicht der ganze Mantel zu sehen, sondern nur der Teil mit Guadalupe. Hm! Aber gut, von einer rationalen Perspektive sollte man diesen ganzen Zirkus der betrieben wird sowieso nicht betrachten. Ich hab wieder dazu gelernt und hab sogar ein kleines Bildchen von Guadalupe geschenkt bekommen. Klasse!
    Den Abend über waren wir beschäftigt mit Koffer packen und der Einnahme unserer letzten Tacos.
    Das wars dann wohl Mexiko!
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  • Day20

    Currywurst.

    September 19 in Mexico ⋅ ⛅ 20 °C

    Auch der heutige Tag stand im Zeichen der Kunst. Wir machten uns auf den Weg zum Stadtteil Coyoacán. Ein wirklich schöner, ruhiger Teil der Stadt, in dem Frida Kahlo lange Zeit gewohnt hat. Ihr berühmtes blaues Haus wurde zu einem Museum umgebaut, welches wir schließlich besuchten. Neben Ihren Kleidern, wurden auch Ihre, sowie die von Diego Rivera, ihrem Partner, ausgestellt. Außerdem konnten wir Ihre Küche, Schlafzimmer und Atelier besichtigen. Die Fotoausstellung zeigte deutlich, dass Frida eine sehr hübsche und vor allem fotogene Frau war, was auf Ihren Selbstporträts nicht wirklich ersichtlich ist. Desweiteren war mir neu, dass Frida ein Bein amputiert wurde und, dass sie aufgrund eines Unfalls körperlich nicht mehr in der Lage war, Kinder zu bekommen. Ein Leben mit vielen tragischen Momenten. Der Besuch hat sich aber definitiv gelohnt!
    Anschließend schlenderten wir durch Coyoacán und aßen die berühmten Chiles en nogada, die es nur im September gibt. Mit Fleisch, Rosinen, Pinienkernen und weiteren Kleinigkeiten gefüllte Chillies ganiert mit Granatäpfelkernen. Lecker, aber aufgrund der Süße nichts, was ich öfters essen könnte, vor allem nicht zum Mittag. Den Nachmittag wollten wir mit einer Stadtrundfahrt ausfüllen. Der sogenannte Touribus (Ich hab immer ‚Currywurst‘ verstanden) bietet vier verschiedene Touren, die längste dauert vier, die kürzeste zwei Stunden. Irgendwie haben wir es nicht hinbekommen eine Tour komplett zu machen. Wir stiegen nämlich an der Kathedrale nochmals aus, um diese von Innen zu besichtigen. Der Boden der Stadt sinkt jährlich um 3cm, dementsprechend sah auch der Boden der Kirche aus - teilweise abgesenkt. Als wir die Kathedrale verließen, fing es wieder an zu schütten - wie aus Kübeln. Wir stiegen in den nächstbesten Currywurst und fuhren in die Richtung unseres Dinners. Aufgrund des Wetters dauerte die Fahrt ewig. Für wenige Kilometer besuchten wir über eine Stunde. Nun gut. Heute Abend waren wir bei Freunden von Angel zum Essen eingeladen. Es gab in Tomatensoße getränktes Baguette, welches mit Fleisch gefüllt war. Das hatte natürlich auch einen Namen, den konnte ich mir allerdings nicht merken. Unaufmerksam wie so oft. Aber definitiv lecker!
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  • Day19

    Mexikanischer Kochkurs.

    September 18 in Mexico ⋅ ⛅ 21 °C

    Zweiter Tag in Mexiko-Stadt. Da wir unterschiedliche Pläne hatten, trennten wir uns für den heutigen Vormittag. Ester und ich besichtigten zunächst das Schloss Chapultepec. Wir liefen durch einen schönen Park mit kleineren Seen. Die Seen waren wirklich klein, was an sich nicht schlimm war. Allerdings gab es gefühlt 100 Tretboote - mir ist es ein Rätsel wie das funktionieren soll, nun gut. Wir spazierten einen Berg hinauf und bestaunten zunächst die Aussicht, anschließend das Schloss. Es war merkwürdig, denn dieses Schloss hätte auch in Österreich stehen können. Nachdem wir erfahren haben, dass Kaiser Maximilian dieses Schloss umbauen ließ, machte alles Sinn. Es war wirklich schön.
    Auf dem Weg zu unserem zweiten Stop liefen wir wieder durch den Park. Riesige Eichhörnchen durchquerten unseren Weg. Zahm, hungrig und echt niedlich. Solche Viecher hab ich auch noch nicht gesehen. Mit einem Uber fuhren wir zum Museum Soumaya, ein Kunstmuseum in einem sechsstöckigen Metallgebäude. Der Milliardär Carlos Slim lies dieses Gebäude erbauen um dort seine Kunstsammlung im Wert von über 700 Millionen € auszustellen. Klar, warum auch nicht - Van Gogh, Manet, alle waren sie vertreten. Wir schlenderten durch ein Einkaufszentrum, kauften aber nichts, denn heute Nachmittag war der die Zeit gekommen für einen mexikanischen Kochkurs: Tacos al Pastor. Raja und seine Frau empfingen und sehr herzlich. Wie üblich bei solchen Veranstaltungen, gingen wir zunächst auf den Markt um die notwendigen Zutaten zu kaufen. Wir fuhren zum ersten Mal mit dem Bus, das war ziemlich unspektakulär. Das einzig kuriose: Der Bus hält aufgrund der Taktung nur 10 Sekunden, egal ob noch weitere Leute einsteigen wollen oder nicht. Und: Auch hier haben die Busse vereinzelt Wagons nur für Frauen. Auf dem Markt erklärte Raja uns zum Beispiel die Unterschiede der verschiedenen Chilis, frisch & getrocknet, wozu sie gut sind und woran man merkt, dass sie scharf sind. Wir fuhren zurück zu Rajas Unterkunft. 4 Stunden lang schnippelten, kneteten und mörserten wir. Wahnsinn was für Arbeit so ein Taco macht!
    - Marinade für das Fleisch
    - Rote Soße
    - Grüne Soße
    - Guacamole
    - Tortillas
    All das machten wir selbst und es hat riesigen Spaß gemacht, vor allem haben wir einiges dazu gelernt. Zum Schluss hatte jeder quasi seinen eigen Spieß, von dem er sich das Fleisch für den Taco selber abraspeln musste, ähnlich wie bei einem Dönerspieß, nur kleiner. Was für eine Sauerei. Jeder hat bestimmt 10 Tacos gegessen - wir sind verfressen und vollgefressen.
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  • Day18

    Hallo Großstadt.

    September 17 in Mexico ⋅ ⛅ 20 °C

    Unser letztes Ziel: Mexiko-Stadt. Nach der gestrigen Erfahrung war die Vorfreude auf die dreistündige Busfahrt riesig. Leider bekamen wir dieses Mal nur B-Ware, einen Bus, der nicht gemacht war für große Menschen. Die Sitze waren zwar bequem, allerdings hat das alles von der Länge her nicht hingehauen. Zugegeben, ich war schon enttäuscht aufgrund meiner gestrigen Euphorie. Nichtsdestotrotz war die Fahrt angenehmen, obwohl ich beim Film Coco 1-2 Tränchen vergießen musste. Angekommen in Mexiko-Stadt, bezogen wir unser Loft - riesig, lichtdurchflutet und viel Platz um Chaos anzurichten. Wir beschlossen uns an etwas neues heranzuwagen: Tacos mit Fisch. Frittierter Fisch. Wir redeten uns ein, dass das gesund sei. Nach unserem proteinhaltigen Mittag fuhren wir in die Stadt. Uber ist hier super günstig (30 Minuten, 5€), sodass dies unser Fortbewegungsmittel für die nächsten Tage sein wird. In der Stadt schauten wir uns viele Sehenswürdigkeiten an, das Rathaus, die Kathedrale, schöne Museumsgebäude. Auf dem Weg zurück fing es auf einmal an kräftig an zu regnen, sodass wir in eine Bar flüchteten. Leider regnete es so kräftig, dass die Straße überflutet war und wir in der Bar eingesperrt waren, weil wir sonst knöcheltief im Wasser gestanden hätten. 1,5 Stunden. Gummistiefel hätten geholfen. Um den Abend traditionell ausklingen zu lassen, gingen wir zu folgender Veranstaltung: Lucha libre, eine in Mexiko entwickelte Form des professionellen Wrestling. Der Fokus liegt hier allerdings nicht auf Kraft, sondern auf schnellen Haltegriffen. Es wirkte wie eine Choreografie, war aber unglaublich spektakulär, auch wenn sehr brutal. Die Männer waren auf jeden Fall nett anzusehen - jederzeit wieder.Read more

  • Day17

    Reisen wie der Kaiser.

    September 16 in Mexico ⋅ ⛅ 19 °C

    Tag der Unabhängigkeit! Dank der Tequila-Wasser-Mischung hatte keiner von uns einen Kater. Wir frühstückten, packten unsere Koffer (Bah, wie ätzend) und fuhren zum Busbahnhof. So war die Theorie. Wir wollten natürlich vorher Tacos essen, leider machten die meisten Taco-Restaurants erst spät auf, sodass wir schließlich ein bisschen in Zeitnot gerieten um unseren Bus zu erwischen. Ende gut, alles gut. In Guanajuato ließen wir Cristina zurück, sodass wir unsere Reise von nun an zu viert fortsetzten.
    Als wir in den Bus stiegen, staunte ich. Bequeme Sitze, die man ausziehen konnte und in denen ich sogar ohne Probleme reingepasst habe, jeder hatte einen eigenen Bildschirm um Filme zu schauen, es gab WIFI und oben drauf eine Flasche Wasser und ein Sandwich. Nicht schlecht. Ich bin begeistert! Solch einen luxuriösen Reisebus hab ich bis Dato noch nicht gesehen. Unser Ziel war Querétaro. Auch diese Stadt ist geprägt von kolonialer Architektur und gefühlt eine Mischung aus den Städten, die wir bereits besichtigt haben. Wir besuchten einige Sehenswürdigkeiten, viele Kirchen. Ich war noch nie in so vielen Kirchen wie auf dieser Reise. Immerhin kann ich jetzt ein paar Jungfrauen erkennen, vor allem Guadalupe. Ansonsten versteh ich nicht viel davon. Abends gönnten wir uns Sushi - unglaublich günstig und riesige Portionen. Die 12 Stücke waren so groß wie 24 Stücke in Deutschland, kosteten nichtmal 5€ und schmeckten zudem super. Hach wie schön ist Mexiko!
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  • Day16

    Viva Mexico.

    September 15 in Mexico ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Nacht war kurz. Aufgrund der Unabhängigkeitsveranstaltung bereitete uns unser Hotel kostenlos Frühstück zu (super lieb!), welches wir auf einer süßen Terrasse verputzten. Obst, Kuchen und gefüllte Teigtaschen. Yummi. Wir schauten uns die Stadt an, erklommen einen Aussichtspunkt und hatten einen wunderschönen Blick über Guanajuato. Wir schlenderten durch die verwinkelten Gassen, über den Markt, kauften Accessoires in Mexiko-Farben und machten uns nach dem Mittag auf dem Weg zurück ins Hotel um uns auf den Abend vorzubereiten. In der Nacht vom 15. September auf den 16. September wird die Unabhängigkeit von Spanien groß gefeiert. Doch bevor wir mit dem Gefeiere loslegten, nahmen wir an einer Tour durch die kleinen Gassen Teil, selbstverständlich stärkten wir uns vorher mit einigen Tacos. Die Tacos, die übrig geblieben sind steckten wir in unsere Handtaschen - für alle Fälle & verpackt natürlich. 8 Mexikaner mit den unterschiedlichsten Instrumenten und tollen Outfits führten uns singend durch die Callejónes und erzählten uns die Legenden der Stadt. Das war wirklich einmalig und toll! Vor allem der Moment an dem die Frauen & Männer getrennt wurden. Nicht, weil wir unsere Mexikaner nicht lieb haben, sondern weil sie mit was ganz Besonderem wiederkamen. Wir Frauen auf einem Balkon stehend, bestaunten die ankommenden Männer, die anschließend niederknieend ein Ständchen für uns vortrugen und jeder Frau eine Rose überreichten. Hach, wie schön! (Teaser: Die Rosen überlebten die Nacht leider nicht!) Anschließend machten wir uns auf den Weg zu dem Platz, wo das legendäre ‚Viva Mexico‘ gerufen wird. Der Platz war voller Menschen. Die Atmosphäre erinnerte an Sylvester. Live-Band, Feuerwerk, ausgelassene Stimmung. Dennoch fühlte es sich merkwürdig an die Unabhängigkeit eines Landes zu feiern. Als Europäer kann man gar nicht nachvollziehen was die Kolonialzeit für die jeweiligen Staaten bedeutete, daher kommt einem solch eine Feier komisch vor, fast schon unangenehm. Nichtsdestotrotz hatten wir anschließend auf einer Studentenparty mit All-You-Can-Drink Spaß, wobei alle doch sehr jung waren. Irgendwann fiel uns ein: Tacos! Wir bauten einen Stuhlkreis in der hintersten und dunkelsten Ecke und verspeisten unseren Taco und als Nachtisch M&Ms. Das muss ein merkwürdiges Bild gewesen sein, denn plötzlich kam ein junger Typ vorbei und fragte uns, ob wir Drogen nehmen würden. Nein mein Junge, wir sind einfach nur verfressen.Read more

  • Day15

    Reise durch die Kolonialzeit.

    September 14 in Mexico ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Tag begann deftig. Bevor wir unsere Reise fortsetzten, frühstückten wir die von Angel heilig gesprochenen Tacos de Barbacoa - heiliger Bim Bam! Frittierte Tacos gefüllt mit Fleisch. Das war einfach unglaublich lecker, auch wenn es erst 8 Uhr morgens war. Leider wusste man auch gleichzeitig, was das für Konsequenzen für die Waage haben wird. Egal, zweite Runde! Nachdem wir unseren Kalorienhaushalt reichlich aufgeladen haben, machten wir uns mit dem Auto auf dem Weg nach San Miguel Allende, eine kleine Stadt ca. 4 Stunden von Guadalajara entfernt. Die Stadt, Weltkulturerbe, ist super süß mit ihren ganzen kleinen bunten Häusschen. Was sofort auffiel: Sehr viele US-Amerikaner waren hier anzutreffen. Im Allgemeinen war die Stadt ziemlich überfüllt, was aber am Stadtbild nicht viel geändert hat. Wir schlenderten durch die Gassen, bestaunten die Verkaufsstände und machten uns nach dem Mittagessen (Schande über unser Haupt: Carbonara) auf dem Weg zu unser eigentlichen Ziel: Guanajuato. Auch Guanajuato, eine wichtige Kolonialstadt, wurde zum Weltkulturerbe erklärt und zeichnet sich durch viele enge verwinkelte Gassen und bunten kleinen Häusern, die am Hang gelegen sind, aus. Im naheliegenden Ort Dolores wurde am 16. September 1810 der Unabhängigkeitskrieg erklärt, sodass auch Guanajuato zu den geschichtsträchtigen Orten zählt in denen für Mexikos Unabhängigkeit gekämpft wurde. Dadurch, dass wir oben am Hang geparkt haben, mussten wir die kleinen süße Gassen und 1000 Stufen abwärts mit unseren Koffern. Es gibt definitiv cooleres. Aufgrund der morgigen Unabhängigkeitsfeier, war die Stadt heute bereits sehr lebendig. Das nutzen wir aus und gingen Abends was trinken: Tequila (Siete Leguas) mit Wasser. Denn wie wir gelernt haben, ist genau das die perfekte Kombination um einen Kater zu vermeiden. Das klappt definitiv und schmecken tuts auch! Ich bin begeistert.Read more

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