Tag 8 - Niagara Falls
February 24 in Canada ⋅ ☁️ -4 °C
Die Nacht in Toronto war etwas bescheiden, aber gut genug um den heutigen Tag mit Energie zu starten. Da das Wetter in Toronto semi-gut gewesen ist und wir eigentlich keinen Hunger hatten, ging es sofort weiter in Richtung Niagara Fälle. Nach etwas über einer Stunde kehrten wir in einem Café zum Frühstücken ein. Irgendwie sucht man so richtig gemütliche Cafés vergeblich. Aber worin die Kanadier Meister sind: Freundlichkeit und Kundenorientierung! Das werde ich definitiv vermissen. Nach unserer Stärkung ging es weiter zu den Niagarafällen und die Angst war groß, dass uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte. Aber wir hatten mal wieder Glück, obwohl uns insgesamt Schnee und Regen fast durchgängig begleitete.
Die kanadische Seite der Niagara-Fälle gilt als die eindrucksvollere Perspektive auf dieses weltberühmte Naturwunder. Von hier aus blickt man direkt auf die gewaltigen Horseshoe Falls, den größten und wasserreichsten Teil der Fälle. Insgesamt bestehen die Niagara-Fälle aus drei Wasserfällen: den Horseshoe Falls (überwiegend in Kanada), den American Falls und den Bridal Veil Falls (beide in den USA). Das wusste ich tatsächlich auch nicht! Mit einer Höhe von rund 51 Metern und einer Breite von etwa 790 Metern sind die Horseshoe Falls besonders beeindruckend. Pro Minute stürzen hier durchschnittlich rund 85 Millionen Liter Wasser in die Tiefe. Unglaublich beeindruckend, vor allem jetzt im Winter.
Obwohl das Wasser aufgrund der enormen Wassermenge praktisch nie komplett zufriert, entstehen bei starkem Frost beeindruckende Eisformationen. Der feine Sprühnebel gefriert und bildet meterhohe Eisvorhänge und sogenannte „Eisberge“ entlang des Flussufers. Das lässt sich gar nicht in Worte fassen wie unglaublich dieser Anblick gewesen ist.
Ein Spaziergang entlang der Promenade am Niagara River bot nochmal einen schönen Blick auf die American Falls. Und ehrlich gesagt, haben die USA-Amerikaner wirklich die Arschkarte, denn auf der kanadischen Seite ist alles mit hässlichen Hochhäusern zugebaut, d.h. sie blicken zwar auf die beeindruckende Wasserfälle, haben aber immer die schrecklichen Gebäude im Blick.
Die Region rund um die Niagara Falls ist aber nicht nur für ihre Wasserfälle bekannt, sondern auch für exzellenten Weinbau. Besonders berühmt ist der kanadische Eiswein (Icewine), der aus Trauben hergestellt wird, die bei mindestens −8 °C gefroren gelesen werden. Durch das Gefrieren konzentrieren sich Zucker und Aromen – das Ergebnis ist ein intensiv süßer, fruchtiger Dessertwein. Ein traditionsreiches Weingut der Region ist Inniskillin Wines, das international für seine preisgekrönten Eisweine bekannt ist. Natürlich ließen wir uns das nicht nehmen und fuhren durch die wunderschöne Region mit imposanten Häusern zum Weingut. Leider konnte man den Wein nicht probieren, zumindest nicht kostenlos, also kauften wir ihn blind. Unser letzter Stopp für heute war das Outlet Center etwa 15 Minuten von den Niagarafällen entfernt. Wir haben uns zurückgehalten. Es gab allerdings einen der berühmten Bieberschwänze. ‚BeaverTails‘ sind eine sehr bekannte süße Spezialität aus Kanada. Hierbei handelt es sich eigentlich nur um frittiertes Hefegebäck, das in seiner Form an den Schwanz eines Bibers erinnert – fertig und lecker! Hier wird irgendwie viel frittiert. Muss man mögen. Nachdem es noch einen Cookie gab, ging es wieder zurück nach St. Thomas. Wir haben es schon fast vermisst. Wir gingen noch(mal) thailändisch essen und stellten fest, dass auch die Restaurants nicht so richtig gemütlich sind. Es war zwar sehr lecker und auch üppig, aber gemütlich - leider nein.Read more











